Minden

Berlin-Heimspiel als nächste Möglichkeit zum Sieg gegen ein Top-Team

Jörg Wehling

Voll fokussiert auf den Gegner, in diesem Fall GWD-Abwehrchef Magnus Gullerud, ist Fabian Wiede, wie hier beim Pokalspiel in der Mindener Kampa-Halle. MT- - © Foto: Wehling
Voll fokussiert auf den Gegner, in diesem Fall GWD-Abwehrchef Magnus Gullerud, ist Fabian Wiede, wie hier beim Pokalspiel in der Mindener Kampa-Halle. MT- (© Foto: Wehling)

Minden (mt). Aller guten Dinge sind drei: Zum dritten Mal in der laufenden Saison trifft Handball-Bundesligist GWD Minden am Sonntag um 16 Uhr auf die Füchse Berlin. Nach der knappen 27:29-Niederlage im ersten Meisterschaftsspiel und dem anschließenden 25:31 in der Kampa-Halle im DHB-Pokal soll für die Mannschaft von Trainer Frank Carstens nach guten Ergebnissen endlich auch ein Erfolg gegen ein Schwergewicht der Bundesliga her. Das Feld ist jedenfalls bereitet mit einer Top-Kulisse von mindestens 3.500 Zuschauern.

Coach Carstens warnt allerdings: „Jedes Team hat im Laufe der Saison seine Krise. Ich glaube, dass Berlin die gerade hinter sich hat“, sagt der Trainer zu der Ausgangslage gegen die Formation von Trainer Velimir Petkovic. Die Füchse sind ein äußerst attraktiver Gegner mit schillernden Persönlichkeiten, deutschen Nationalspielern und Torwart-Riese Malte Semisch, der in der kommenden Saison das GWD-Trikot tragen wird. „Sie sind überragend gut besetzt. Das wird nicht einfach. Aber ein Sieg ist durchaus möglich“, sagt Carstens.

Zumindest wenn seine Mannschaft die Stärken des Gegners eingrenzen kann. „In der Deckung stehen sie eher defensiv. Und sie haben hoch aufgeschossene Kerle. Außerdem funktioniert das Konterspiel, eingeleitet von den Torhütern, ebenfalls sehr gut“, hält der GWD-Trainer große Stücke auf Silvio Heinevetter und Semisch.

Ein weiterer Faktor ist aus Sicht des Mindener Trainers der rechte und linke Rückraum mit den beiden deutschen Nationalspielern Fabian Wiede und Paul Drux. „Gerade Fabian Wiede ist derzeit in Topform“, warnt Carstens vor einem der Leistungsträger. „Wir werden maximal gefordert sein. Aber unsere Abwehr ist stabil. In der Offensive müssen wir uns steigern. Daran haben wir gut gearbeitet“, sagt Carstens.

Außerdem hofft der GWD-Trainer darauf, dass die Berliner vielleicht mit müden Beinen anreisen. Denn am Donnerstagabend stand noch ein schweres Bundesliga-Spiel beim Bergischen HC an, das sie überraschend 26:28 verloren. „Der Druck bei den Berlinern ist Jahr für Jahr immens hoch, weil ein internationaler Platz fast schon überlebenswichtig ist“, weiß der GWD-Trainer. Und darin sieht Carstens auch eine kleine Chance.

Nichtsdestotrotz befinden sich die Mindener in einer Außenseiterrolle – aber in einer, in der man bei optimalen Verlauf durchaus auch gegen Berlin punkten kann. Wichtig wäre vor allem, dass der Rückraum wieder besser als bei der jüngsten Niederlage bei der MT Melsungen funktioniert. Carstens hofft darauf, dass Christoffer Rambo seine Torflaute ablegen kann. „Natürlich kann man eine gewisse sportliche Krise nicht wegdiskutieren. Aber er hängt sich im Training und im Spiel voll rein. Und sicher ist auch, dass jede Krise einmal ein Ende hat“, stärkt Carstens seinen Rückraumrechten den Rücken.

„Wir wünschen uns natürlich alle, dass wir auch mal gegen ein absolutes Topteam gewinnen“, formuliert Sport-Geschäftsführer Frank von Behren eine Sehnsucht der Grün-Weißen. Denn das wäre für ihn, neben dem vorzeitigen Klassenerhalt und einem guten Mittelfeldplatz, ein weiterer Beweis, dass GWD den nächsten Entwicklungsschritt gemacht hat.

Füchse Berlin

Zusammen mit Kiels Alfred Gislason ist Füchse-Trainer Velimir Petkovic der dienstälteste Trainer der Bundesliga. Seit 1998 wirkte er in Wetzlar, Göppingen und Eisenach, seit 2016 ist er in Berlin.

Füchse-Keeper Silvio Heinevetter parierte am Donnerstag bei der 26:28-Niederlage beim Bergischen HC elf Bälle. Damit setzte er sich in der Bundesliga mit 260 Paraden an die Spitze vor Johannes Bitter (Stuttgart, 259) und Nicolas Katsigiannis (Erlangen, 252).

Bester Berliner Schütze ist Rechtsaußen Hans Lindberg mit 133/65 Toren. Er war auch in der vorigen Saison bester Werfer. Aus dem Feld traf bislang Jacob Holm (101) am besten. (much).

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MindenBerlin-Heimspiel als nächste Möglichkeit zum Sieg gegen ein Top-TeamJörg WehlingMinden (mt). Aller guten Dinge sind drei: Zum dritten Mal in der laufenden Saison trifft Handball-Bundesligist GWD Minden am Sonntag um 16 Uhr auf die Füchse Berlin. Nach der knappen 27:29-Niederlage im ersten Meisterschaftsspiel und dem anschließenden 25:31 in der Kampa-Halle im DHB-Pokal soll für die Mannschaft von Trainer Frank Carstens nach guten Ergebnissen endlich auch ein Erfolg gegen ein Schwergewicht der Bundesliga her. Das Feld ist jedenfalls bereitet mit einer Top-Kulisse von mindestens 3.500 Zuschauern. Coach Carstens warnt allerdings: „Jedes Team hat im Laufe der Saison seine Krise. Ich glaube, dass Berlin die gerade hinter sich hat“, sagt der Trainer zu der Ausgangslage gegen die Formation von Trainer Velimir Petkovic. Die Füchse sind ein äußerst attraktiver Gegner mit schillernden Persönlichkeiten, deutschen Nationalspielern und Torwart-Riese Malte Semisch, der in der kommenden Saison das GWD-Trikot tragen wird. „Sie sind überragend gut besetzt. Das wird nicht einfach. Aber ein Sieg ist durchaus möglich“, sagt Carstens. Zumindest wenn seine Mannschaft die Stärken des Gegners eingrenzen kann. „In der Deckung stehen sie eher defensiv. Und sie haben hoch aufgeschossene Kerle. Außerdem funktioniert das Konterspiel, eingeleitet von den Torhütern, ebenfalls sehr gut“, hält der GWD-Trainer große Stücke auf Silvio Heinevetter und Semisch. Ein weiterer Faktor ist aus Sicht des Mindener Trainers der rechte und linke Rückraum mit den beiden deutschen Nationalspielern Fabian Wiede und Paul Drux. „Gerade Fabian Wiede ist derzeit in Topform“, warnt Carstens vor einem der Leistungsträger. „Wir werden maximal gefordert sein. Aber unsere Abwehr ist stabil. In der Offensive müssen wir uns steigern. Daran haben wir gut gearbeitet“, sagt Carstens. Außerdem hofft der GWD-Trainer darauf, dass die Berliner vielleicht mit müden Beinen anreisen. Denn am Donnerstagabend stand noch ein schweres Bundesliga-Spiel beim Bergischen HC an, das sie überraschend 26:28 verloren. „Der Druck bei den Berlinern ist Jahr für Jahr immens hoch, weil ein internationaler Platz fast schon überlebenswichtig ist“, weiß der GWD-Trainer. Und darin sieht Carstens auch eine kleine Chance. Nichtsdestotrotz befinden sich die Mindener in einer Außenseiterrolle – aber in einer, in der man bei optimalen Verlauf durchaus auch gegen Berlin punkten kann. Wichtig wäre vor allem, dass der Rückraum wieder besser als bei der jüngsten Niederlage bei der MT Melsungen funktioniert. Carstens hofft darauf, dass Christoffer Rambo seine Torflaute ablegen kann. „Natürlich kann man eine gewisse sportliche Krise nicht wegdiskutieren. Aber er hängt sich im Training und im Spiel voll rein. Und sicher ist auch, dass jede Krise einmal ein Ende hat“, stärkt Carstens seinen Rückraumrechten den Rücken. „Wir wünschen uns natürlich alle, dass wir auch mal gegen ein absolutes Topteam gewinnen“, formuliert Sport-Geschäftsführer Frank von Behren eine Sehnsucht der Grün-Weißen. Denn das wäre für ihn, neben dem vorzeitigen Klassenerhalt und einem guten Mittelfeldplatz, ein weiterer Beweis, dass GWD den nächsten Entwicklungsschritt gemacht hat. Füchse Berlin Zusammen mit Kiels Alfred Gislason ist Füchse-Trainer Velimir Petkovic der dienstälteste Trainer der Bundesliga. Seit 1998 wirkte er in Wetzlar, Göppingen und Eisenach, seit 2016 ist er in Berlin. Füchse-Keeper Silvio Heinevetter parierte am Donnerstag bei der 26:28-Niederlage beim Bergischen HC elf Bälle. Damit setzte er sich in der Bundesliga mit 260 Paraden an die Spitze vor Johannes Bitter (Stuttgart, 259) und Nicolas Katsigiannis (Erlangen, 252). Bester Berliner Schütze ist Rechtsaußen Hans Lindberg mit 133/65 Toren. Er war auch in der vorigen Saison bester Werfer. Aus dem Feld traf bislang Jacob Holm (101) am besten. (much).