Minden

Das Ziel von Malte Semisch bei GWD: „Einfach mehr spielen“

veröffentlicht

Torwart-Riese Malte Semisch (links). MT- - © Foto: jöw
Torwart-Riese Malte Semisch (links). MT- (© Foto: jöw)

Minden (sru). „Wir gewinnen, aber es bleibt bis zum Ende knapp. Nächste Saison läuft es dann andersrum“, sagt Malte Semisch lachend auf die Frage nach seinem Tipp für das Gastspiel der Füchse Berlin am Sonntag in Minden. Er setzt noch auf einen Sieg der Füchse, nächstes Jahr auf GWD.

Eigentlich hatte Semisch in Berlin einen Vertrag bis 2022 unterschrieben. Doch seine erste Saison dort lief nicht wie gewünscht. Hinter Nationalkeeper Silvio Heinevetter hat er einen schweren Stand, kommt auf nicht einmal fünf Einsatzstunden in 28 Spielen. Der Hauptgrund des Wechsels liegt auf der Hand: „Ich möchte einfach mehr spielen.“ Das Potenzial dazu hat er allemal. Das hat er in der Junioren-Nationalmannschaft und vor allem bei den Recken aus Hannover bewiesen.

Eine schöne Begleiterscheinung: Für Semisch ist es eine Rückkehr in die Heimat. Der Torwart ist in Rehburg-Loccum aufgewachsen, nur eine halbe Stunde von Minden entfernt. Sein erstes Bundesligaspiel live hat er in der Kampa-Halle gesehen. Damals hat er mit Frank von Behren, später mit Jan-Fiete Buschmann oder Arne Niemeyer mitgefiebert. „Und der Süßigkeitenstand in der Halle war für mich als Kind auch immer ein Highlight“, sagt Semisch. Er mag bis heute den Flair der alten Halle.

Mit seinen 2,08 Meter ist der Füchse-Torwart ein echter Riese. Seine Gegner werfen ihm gerne unten auf die Beine, weil große Menschen ja oft nicht so beweglich sind. Aber Semisch sieht das ganz pragmatisch: „Ein großer Torwart kann seine Schnelligkeit trainieren, aber als kleiner Torwart kann man sich nicht einfach größer machen.“

Mit dieser Körpergröße wäre er auch ein perfekter Basketballer. Das ist auch ein Hobby von ihm. Aktuell fiebert er mit seinen Philadelphia 76ers in den NBA-Playoffs mit.

Der Weg zum Handball war ihm familienbedingt vorgeschrieben. Er studiert neben dem Handball Deutsch und Politik auf Lehramt. Seine Freundin Cati startet im Sommer ins Referendariat und hofft auf eine Stelle in Bückeburg oder Stadthagen.

Es sollen kurze Wege sein. Denn die langen Hauptstadt-Wege haben Semisch überrascht. Natürlich kannte er Berlin als Tourist. „Und die Möglichkeiten dort sind ja auch einmalig. Aber dass die Wege im Alltag so lang sind, hätte ich nie gedacht.“

Copyright © Mindener Tageblatt 2019
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

MindenDas Ziel von Malte Semisch bei GWD: „Einfach mehr spielen“Minden (sru). „Wir gewinnen, aber es bleibt bis zum Ende knapp. Nächste Saison läuft es dann andersrum“, sagt Malte Semisch lachend auf die Frage nach seinem Tipp für das Gastspiel der Füchse Berlin am Sonntag in Minden. Er setzt noch auf einen Sieg der Füchse, nächstes Jahr auf GWD. Eigentlich hatte Semisch in Berlin einen Vertrag bis 2022 unterschrieben. Doch seine erste Saison dort lief nicht wie gewünscht. Hinter Nationalkeeper Silvio Heinevetter hat er einen schweren Stand, kommt auf nicht einmal fünf Einsatzstunden in 28 Spielen. Der Hauptgrund des Wechsels liegt auf der Hand: „Ich möchte einfach mehr spielen.“ Das Potenzial dazu hat er allemal. Das hat er in der Junioren-Nationalmannschaft und vor allem bei den Recken aus Hannover bewiesen. Eine schöne Begleiterscheinung: Für Semisch ist es eine Rückkehr in die Heimat. Der Torwart ist in Rehburg-Loccum aufgewachsen, nur eine halbe Stunde von Minden entfernt. Sein erstes Bundesligaspiel live hat er in der Kampa-Halle gesehen. Damals hat er mit Frank von Behren, später mit Jan-Fiete Buschmann oder Arne Niemeyer mitgefiebert. „Und der Süßigkeitenstand in der Halle war für mich als Kind auch immer ein Highlight“, sagt Semisch. Er mag bis heute den Flair der alten Halle. Mit seinen 2,08 Meter ist der Füchse-Torwart ein echter Riese. Seine Gegner werfen ihm gerne unten auf die Beine, weil große Menschen ja oft nicht so beweglich sind. Aber Semisch sieht das ganz pragmatisch: „Ein großer Torwart kann seine Schnelligkeit trainieren, aber als kleiner Torwart kann man sich nicht einfach größer machen.“ Mit dieser Körpergröße wäre er auch ein perfekter Basketballer. Das ist auch ein Hobby von ihm. Aktuell fiebert er mit seinen Philadelphia 76ers in den NBA-Playoffs mit. Der Weg zum Handball war ihm familienbedingt vorgeschrieben. Er studiert neben dem Handball Deutsch und Politik auf Lehramt. Seine Freundin Cati startet im Sommer ins Referendariat und hofft auf eine Stelle in Bückeburg oder Stadthagen. Es sollen kurze Wege sein. Denn die langen Hauptstadt-Wege haben Semisch überrascht. Natürlich kannte er Berlin als Tourist. „Und die Möglichkeiten dort sind ja auch einmalig. Aber dass die Wege im Alltag so lang sind, hätte ich nie gedacht.“