Minden

Und alle haben Spaß - Ratsgymnasium Minden ist ein guter PK-Gastgeber für GWD

Jörg Wehling

Handgeschriebene Namensschilder und Trinkbecher mit dem Logo des Ratsgymnasiums gehörten gestern auch dazu. Viel Spaß bei der Pressekonferenz hatten gestern (v.l.) GWD-Profi Mats Korte, Rats-Schüler Nolan Giese (8b), Frank von Behren (GWD Geschäftsführer Sport) und Trainer Frank Carstens. MT- - © Foto: Jörg Wehling
Handgeschriebene Namensschilder und Trinkbecher mit dem Logo des Ratsgymnasiums gehörten gestern auch dazu. Viel Spaß bei der Pressekonferenz hatten gestern (v.l.) GWD-Profi Mats Korte, Rats-Schüler Nolan Giese (8b), Frank von Behren (GWD Geschäftsführer Sport) und Trainer Frank Carstens. MT- (© Foto: Jörg Wehling)

Minden (mt). Handball-Bundesligist GWD Minden war gestern nur Co-Gastgeber seiner eigenen Pressekonferenz für das anstehende Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die Füchse Berlin. Der Grund: Die Grün-Weißen verließen ihre Geschäftsstelle in der Kaiservilla und präsentierten sich an ungewohnter Stelle in der Mensa des Mindener Ratsgymnasiums. Dort legten GWD-Trainer Frank Carstens, GWD-Profi Mats Korte und GWD Mindens Geschäftsführer Sport, Frank von Behren, dar, was sie vom Heimspiel gegen die Berliner erwarten. „Wir wünschen uns natürlich einen Heimsieg, auch wenn wir wissen, dass es sehr schwer werden wird“, fasste Carstens die gut 45 Minuten dauernde Konferenz zusammen, der vor allem junge Zuhörer beiwohnten.

Komplimente gab es anschließend von allen Seiten für die „Ratsianer“: „Das war eine außergewöhnliche und sehr gute organisierte Pressekonferenz“, lobe Frank Carstens und ergänzte sofort: „So wie bei uns natürlich auch.“

In personeller Hinsicht stand die Frage nach dem Gesundheitsstand von Torwart Kim Sonne im Vordergrund, weil der Däne im vergangenen Spiel in Melsungen nach zwei Kopftreffern vom Platz und durch Nachwuchskeeper Leon Grabenstein ersetzt werden musste. „Kim geht es wieder gut. Es gab neurologische Tests, die in so einem Fall üblich sind. Diese haben ergeben, dass nichts gegen einen Einsatz am Sonntag spricht“, sagt Carstens. Stolz war der GWD-Trainer darauf, dass Nachwuchskeeper Leon Grabenstein einen überragenden Tag hatte, auch wenn es nicht zu etwas Zählbarem gereicht hatte. „Eigentlich wäre es gar nicht sein Spiel gewesen. Unsere Nummer drei nach Espen Christensen und Sonne heißt eigentlich Maurice Paske. Doch auch er ist verletzt“, sagt Frank Carstens.

Zentraler Trainingsinhalt der vergangen fünf Tagen war somit, wie man der schwächelnden Offensive mehr Schwung verleihen könnte. „Unsere Defensive steht schon seit Wochen auf hohem Niveau sehr stabil. Dafür hapert es nun vorne“, sagt Carstens. Eine ähnliche Wurfeffektivität wie im Hinspiel wünscht sich der GWD-Trainer und erinnerte an die 27:29-Niederlage, wo es eher an der Defensive lag, dass man in der Bundeshauptstadt nicht punkten konnte. „Trainingsinhalte verlagern sich im Laufe der Saison. Das ist normal. Jetzt geht es für uns darum, die Wurfauswahl und die Wurfeffektivität zu verbessern“, findet Carstens und sieht nun die ganze Mannschaft gefordert, um die Ladehemmung zu beheben.

„Alle müssen jetzt eine Schippe drauflegen“, erwartet der GWD-Trainer leidenschaftlichen Einsatz, um gegen ein Schwergewicht der Liga, bestehen und gewinnen zu können. „Vielleicht sind wir in den zurückliegenden Trainings-Einheiten ein bisschen mehr gelaufen, als üblich“, beantwortete Mats Korte die Frage danach, was seine Interpretation von „eine „Schippe mehr“ sei. „Wir haben uns mittlerweile so gut weiterentwickelt, dass wir gegen jeden Gegner aus der Liga eine echte Chance haben, egal ob wir zu Hause spielen, oder auswärts antreten“, sagt Korte. Gerne beantwortet der 20-Jährige, der bis zur D-Jugend beim TSV Hahlen spielte bevor er zu GWD wechselte, die Frage danach, welche Ziele er in der laufenden Saison noch mit den „Grün-Weißen“ habe. „Wir wollen noch möglichst viele Spiele gewinnen. Und ich will einen möglichst großen Beitrag dazu leisten“, sagt der GWD-Publikumsliebling. Dankbar ist Korte darüber, dass er sich weiterentwickeln konnte und nun auf der Linksaußen-Position spielt, nachdem er in der Jugend vorwiegend auf der Mitte gespielt hat. „Das schaffen auf diesem Niveau nicht viele“, gab es von seinem Trainer Frank Carstens auch gleich ein Lob dafür, bevor sich die GWD-Verantwortlichen bereitwillig für ein Selfie mit den Schülern zur Verfügung stellten.

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MindenUnd alle haben Spaß - Ratsgymnasium Minden ist ein guter PK-Gastgeber für GWDJörg WehlingMinden (mt). Handball-Bundesligist GWD Minden war gestern nur Co-Gastgeber seiner eigenen Pressekonferenz für das anstehende Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die Füchse Berlin. Der Grund: Die Grün-Weißen verließen ihre Geschäftsstelle in der Kaiservilla und präsentierten sich an ungewohnter Stelle in der Mensa des Mindener Ratsgymnasiums. Dort legten GWD-Trainer Frank Carstens, GWD-Profi Mats Korte und GWD Mindens Geschäftsführer Sport, Frank von Behren, dar, was sie vom Heimspiel gegen die Berliner erwarten. „Wir wünschen uns natürlich einen Heimsieg, auch wenn wir wissen, dass es sehr schwer werden wird“, fasste Carstens die gut 45 Minuten dauernde Konferenz zusammen, der vor allem junge Zuhörer beiwohnten. Komplimente gab es anschließend von allen Seiten für die „Ratsianer“: „Das war eine außergewöhnliche und sehr gute organisierte Pressekonferenz“, lobe Frank Carstens und ergänzte sofort: „So wie bei uns natürlich auch.“ In personeller Hinsicht stand die Frage nach dem Gesundheitsstand von Torwart Kim Sonne im Vordergrund, weil der Däne im vergangenen Spiel in Melsungen nach zwei Kopftreffern vom Platz und durch Nachwuchskeeper Leon Grabenstein ersetzt werden musste. „Kim geht es wieder gut. Es gab neurologische Tests, die in so einem Fall üblich sind. Diese haben ergeben, dass nichts gegen einen Einsatz am Sonntag spricht“, sagt Carstens. Stolz war der GWD-Trainer darauf, dass Nachwuchskeeper Leon Grabenstein einen überragenden Tag hatte, auch wenn es nicht zu etwas Zählbarem gereicht hatte. „Eigentlich wäre es gar nicht sein Spiel gewesen. Unsere Nummer drei nach Espen Christensen und Sonne heißt eigentlich Maurice Paske. Doch auch er ist verletzt“, sagt Frank Carstens. Zentraler Trainingsinhalt der vergangen fünf Tagen war somit, wie man der schwächelnden Offensive mehr Schwung verleihen könnte. „Unsere Defensive steht schon seit Wochen auf hohem Niveau sehr stabil. Dafür hapert es nun vorne“, sagt Carstens. Eine ähnliche Wurfeffektivität wie im Hinspiel wünscht sich der GWD-Trainer und erinnerte an die 27:29-Niederlage, wo es eher an der Defensive lag, dass man in der Bundeshauptstadt nicht punkten konnte. „Trainingsinhalte verlagern sich im Laufe der Saison. Das ist normal. Jetzt geht es für uns darum, die Wurfauswahl und die Wurfeffektivität zu verbessern“, findet Carstens und sieht nun die ganze Mannschaft gefordert, um die Ladehemmung zu beheben. „Alle müssen jetzt eine Schippe drauflegen“, erwartet der GWD-Trainer leidenschaftlichen Einsatz, um gegen ein Schwergewicht der Liga, bestehen und gewinnen zu können. „Vielleicht sind wir in den zurückliegenden Trainings-Einheiten ein bisschen mehr gelaufen, als üblich“, beantwortete Mats Korte die Frage danach, was seine Interpretation von „eine „Schippe mehr“ sei. „Wir haben uns mittlerweile so gut weiterentwickelt, dass wir gegen jeden Gegner aus der Liga eine echte Chance haben, egal ob wir zu Hause spielen, oder auswärts antreten“, sagt Korte. Gerne beantwortet der 20-Jährige, der bis zur D-Jugend beim TSV Hahlen spielte bevor er zu GWD wechselte, die Frage danach, welche Ziele er in der laufenden Saison noch mit den „Grün-Weißen“ habe. „Wir wollen noch möglichst viele Spiele gewinnen. Und ich will einen möglichst großen Beitrag dazu leisten“, sagt der GWD-Publikumsliebling. Dankbar ist Korte darüber, dass er sich weiterentwickeln konnte und nun auf der Linksaußen-Position spielt, nachdem er in der Jugend vorwiegend auf der Mitte gespielt hat. „Das schaffen auf diesem Niveau nicht viele“, gab es von seinem Trainer Frank Carstens auch gleich ein Lob dafür, bevor sich die GWD-Verantwortlichen bereitwillig für ein Selfie mit den Schülern zur Verfügung stellten.