Wetzlar/Minden

Katastrophaler Fehlstart verhindert Zählbares - GWD verliert in Wetzlar mit 27:31

Jörg Wehling

Mats Korte hatte einen schweren Stand gegen Wetzlar. Er gehörte am Donnerstag Abend dennoch zu den besten im GWD-Trikot. Foto: Jan Hübner. - © Jan Huebner/Vogler
Mats Korte hatte einen schweren Stand gegen Wetzlar. Er gehörte am Donnerstag Abend dennoch zu den besten im GWD-Trikot. Foto: Jan Hübner. (© Jan Huebner/Vogler)

Wetzlar/Minden (mt). Viel vorgenommen, wenig hinbekommen: Handball-Bundesligist GWD Minden war am Donnerstagabend weit davon entfernt, etwas Zählbares aus Mittelhessen mitzunehmen. Die Mannschaft von Trainer Frank Carstens verlor nach einer äußerst schwachen ersten Halbzeit und mit 27:31 (12:18)-Toren. Zwischenzeitig lag Minden sogar mit neun Toren zurück, vermied dann aber immerhin eine Blamage.

Für die Gastgeber ging es gegen GWD darum, den verlorenen Kredit bei den eigenen Fans zurück zugewinnen. Zuletzt hatten die MIttelhessen schwach beim Bergischen HC gespielt und nach einem 0:10-Lauf am Ende bitter mit 22:26 verloren. Mit unglaublicher Präsens legten die Wetzlarer los und waren insbesondere vor dem Tor von Espen Christensen und später Kim Sonne wesentlich entschlossener. Während die Gastgeber aus ihren sieben Versuchen fünf Mal erfolgreich waren, schossen die Mindener HSG-Torwart Till Klimke schon früh zum Helden. Nach acht Minuten führte Wetzlar mit 5:0, was Trainer Frank Carstens zum Anlass nahm, die erste Auszeit zu nehmen. "Wir müssen mehr in die Zweikämpfe kommen", ermunterte er seine Spieler. Am Ende der 60 Minuten hatte Klimke 24 gehaltene Bälle auf seinem Konto. Das ist neuer Ligarekord.

Die Ansage von Carstens schien Wirkung zu zeigen. Nach acht Minuten markierte Christoffer Rambo das erste Tor. Und es war so etwas der Beginn einer Aufholjagd der Grün-Weißen. Über 5:8 (13.) hieß es nach einem Treffer von Kevin Gulliksen auf 8:11. Doch es blieb ein Strohfeuer.

Sowohl Rambo, als auch Michaclzik (0:4) schlossen viel zu unplatziert ab. Über 9:14 (24) hieß es zur Pause 12:18. Der Mann der ersten Halbzeit stand bei Wetzlar zwischen den Pfosten. Till Klimke zog mit bis dahin 15 Paraden den Mindenern den Nerv. Dem Gegenüber standen zwei Paraden von Kim Sonne, der ab der achten Minute im Tor stand. Espen Christensen hielt sich den Rücken und ging offenbar angeschlagen vorzeitig raus.

In der zweiten Halbzeit brachte Frank Carstens mit Aleksandr Padshyvalau für Dalibor Doder einen neuen Spielmacher. Es änderte sich wenig. GWD blieb im Angriff zu uninspiriert und in der Deckung zu zaghaft. Und das nutzten die Gastgeber aus. Frank Carstens nahm bereits nach 38 Minuten seine dritte und damit letzte Auszeit. Da stand es schon 23:14 für Wetzlar. Bei den Mindenern ging es ab da um Schadensbegrenzung. Nach 42 Minuten hieß es 18:24, weil zumindest die Außen Kevin Gulliksen und Mats Korte verlässlich trafen.

Christoffer Rambo versuchte viel aus dem Rückraum, traf aber zu selten. Darum spielte ab der 45. Minute Andreas Cederholm. Auf der Gegenseite spielte der ehemalige Mindener Nils Torbrügge am Kreis. Ob Zufall oder nicht. Minden kam noch einmal heran. Nach 48 Minuten hieß es nur noch 20:25 (49.). Bis acht Minuten vor Schluss lagen die Mindener mit nur noch fünf Toren zurück. Doch Wetzlar, die nur wenig Wechselmöglichkeiten hatten, stabilisierte sich wieder und hielten Minden auf Distanz. Doch GWD steckte nicht auf. Als Kevin Guliksen auf 25:28 nahm HSG Trainer Kai Wandschneider seine letzte Auszeit und schwor sein Team auf die letzten Minuten ein. MIt dem 29:25 durch Filip Mirkulowski war das Spiel entschieden. Die Mindener Aufholjagd kam letztendlich zu spät. Daran änderte auch die offene Deckung in den letzten zwei Minuten nichts mehr. Am Ende gewann Wetzlar. Das Tor zum 30:26 Schefvert begrub die allerletzte Hoffnung auf etwas Zählbares in Wetzlar. "Wir haben anfangs viel zu überhastet abgeschlossen. Nach einem deutlichen Rückstand es es dann natürlich schwer, zurück ins Siel zu finden. Wir haben Moral gezeigt und sind auf drei Tore herangekommen. Aber Wetzlar hat dennoch verdient gewonnen."

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Wetzlar/MindenKatastrophaler Fehlstart verhindert Zählbares - GWD verliert in Wetzlar mit 27:31Jörg WehlingWetzlar/Minden (mt). Viel vorgenommen, wenig hinbekommen: Handball-Bundesligist GWD Minden war am Donnerstagabend weit davon entfernt, etwas Zählbares aus Mittelhessen mitzunehmen. Die Mannschaft von Trainer Frank Carstens verlor nach einer äußerst schwachen ersten Halbzeit und mit 27:31 (12:18)-Toren. Zwischenzeitig lag Minden sogar mit neun Toren zurück, vermied dann aber immerhin eine Blamage. Für die Gastgeber ging es gegen GWD darum, den verlorenen Kredit bei den eigenen Fans zurück zugewinnen. Zuletzt hatten die MIttelhessen schwach beim Bergischen HC gespielt und nach einem 0:10-Lauf am Ende bitter mit 22:26 verloren. Mit unglaublicher Präsens legten die Wetzlarer los und waren insbesondere vor dem Tor von Espen Christensen und später Kim Sonne wesentlich entschlossener. Während die Gastgeber aus ihren sieben Versuchen fünf Mal erfolgreich waren, schossen die Mindener HSG-Torwart Till Klimke schon früh zum Helden. Nach acht Minuten führte Wetzlar mit 5:0, was Trainer Frank Carstens zum Anlass nahm, die erste Auszeit zu nehmen. "Wir müssen mehr in die Zweikämpfe kommen", ermunterte er seine Spieler. Am Ende der 60 Minuten hatte Klimke 24 gehaltene Bälle auf seinem Konto. Das ist neuer Ligarekord. Die Ansage von Carstens schien Wirkung zu zeigen. Nach acht Minuten markierte Christoffer Rambo das erste Tor. Und es war so etwas der Beginn einer Aufholjagd der Grün-Weißen. Über 5:8 (13.) hieß es nach einem Treffer von Kevin Gulliksen auf 8:11. Doch es blieb ein Strohfeuer. Sowohl Rambo, als auch Michaclzik (0:4) schlossen viel zu unplatziert ab. Über 9:14 (24) hieß es zur Pause 12:18. Der Mann der ersten Halbzeit stand bei Wetzlar zwischen den Pfosten. Till Klimke zog mit bis dahin 15 Paraden den Mindenern den Nerv. Dem Gegenüber standen zwei Paraden von Kim Sonne, der ab der achten Minute im Tor stand. Espen Christensen hielt sich den Rücken und ging offenbar angeschlagen vorzeitig raus. In der zweiten Halbzeit brachte Frank Carstens mit Aleksandr Padshyvalau für Dalibor Doder einen neuen Spielmacher. Es änderte sich wenig. GWD blieb im Angriff zu uninspiriert und in der Deckung zu zaghaft. Und das nutzten die Gastgeber aus. Frank Carstens nahm bereits nach 38 Minuten seine dritte und damit letzte Auszeit. Da stand es schon 23:14 für Wetzlar. Bei den Mindenern ging es ab da um Schadensbegrenzung. Nach 42 Minuten hieß es 18:24, weil zumindest die Außen Kevin Gulliksen und Mats Korte verlässlich trafen. Christoffer Rambo versuchte viel aus dem Rückraum, traf aber zu selten. Darum spielte ab der 45. Minute Andreas Cederholm. Auf der Gegenseite spielte der ehemalige Mindener Nils Torbrügge am Kreis. Ob Zufall oder nicht. Minden kam noch einmal heran. Nach 48 Minuten hieß es nur noch 20:25 (49.). Bis acht Minuten vor Schluss lagen die Mindener mit nur noch fünf Toren zurück. Doch Wetzlar, die nur wenig Wechselmöglichkeiten hatten, stabilisierte sich wieder und hielten Minden auf Distanz. Doch GWD steckte nicht auf. Als Kevin Guliksen auf 25:28 nahm HSG Trainer Kai Wandschneider seine letzte Auszeit und schwor sein Team auf die letzten Minuten ein. MIt dem 29:25 durch Filip Mirkulowski war das Spiel entschieden. Die Mindener Aufholjagd kam letztendlich zu spät. Daran änderte auch die offene Deckung in den letzten zwei Minuten nichts mehr. Am Ende gewann Wetzlar. Das Tor zum 30:26 Schefvert begrub die allerletzte Hoffnung auf etwas Zählbares in Wetzlar. "Wir haben anfangs viel zu überhastet abgeschlossen. Nach einem deutlichen Rückstand es es dann natürlich schwer, zurück ins Siel zu finden. Wir haben Moral gezeigt und sind auf drei Tore herangekommen. Aber Wetzlar hat dennoch verdient gewonnen."