Minden

Heimstarke HSG Wetzlar: Eine Mannschaft mit zwei Gesichtern

Jörg Wehling

Defensivspezialist in Diensten der HSG Wetzlar ist der ehemalige GWD-Spieler Nils Torbrügge. Hier stoppt er Marian Michalczik. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
Defensivspezialist in Diensten der HSG Wetzlar ist der ehemalige GWD-Spieler Nils Torbrügge. Hier stoppt er Marian Michalczik. Foto: Noah Wedel (© Noah Wedel)

Minden (mt). Spiele gegen die HSG Wetzlar sind für den Handball-Bundesligisten GWD Minden in der Vergangenheit immer eine knappe Angelegenheit gewesen. Einen ähnlich hauchdünnen Ausgang erwartet GWD-Trainer Frank Carstens heute Abend um 19 Uhr auch im Auswärtsspiel in der schmucken Rittal-Arena, auch wenn die Grün-Weißen als Tabellenzehnter als leichter Favorit gegen den Rang-14. gelten könnten.

„Das ist eine Mannschaft mit zwei unterschiedlichen Gesichtern. Zu Hause sind sie extrem stark und holen dort ihre Punkte. Sie gehen dort mit ganz anderer Körperspannung in die Partie, als vielleicht auswärts“, sagt Trainer Frank Carstens zur Ausgangslage. An das Hinspiel hat der GWD-Coach noch beste Erinnerungen. Mit 24:22 feierten die Mindener einen knappen Erfolg, der vor allem dank eines hervorragenden Tempogegenstoßspiels zu Stande kam. Bis in die Schlussphase hinein hatten die Wetzlarer auch in der Kampa-Halle die Möglichkeit auf einen Punktgewinn, bevor GWD dann doch auf 24:20 davon zog. „Die Basis wird auch diesmal wieder eine sehr gut funktionierende Deckung sein. Das hat im Hinspiel sehr gut funktioniert. Daraus haben wir viele Tore geworfen“, erinnert sich Carstens an zehn Gegenstoßtore.

Die Wetzlarer Mannschaft hält Carstens insbesondere zu Hause für ähnlich stark wie in der Vorsaison, allerdings mit einer Ausnahme. „Das Kreisläuferspiel hat sich nach dem Weggang von Jannik Kohlbacher verändert“, sagt Carstens, der die beiden aktuellen Kreisläufer aber für stark genug hält, einem Gegner das Leben schwer zu machen. Da ist zum einen der ehemalige GWD-Spieler Nils Torbrügge aber auch Anton Lindskog. Zudem verfügen die Hessen mit Filip Mirkulovski über einen Akteur, der durch seine Spielführung dem Gegner das Leben schwer machen kann.

Drei Punkte sind für Frank Carstens wichtig, um in Wetzlar erfolgreich bestehen zu können. Das ist auf der einen Seite ein gutes Tempospiel, eine deutliche verbesserte Abschlussqualität und eine gute Verteidigung. Zum hofft der GWD-Trainer darauf, dass Espen Christensen einen ähnlich guten Tag erwischt wie zuletzt gegen die Rhein-Neckar Löwen, als er mit neun Paraden die Partie lange offenhielt.

Wie wichtig für die Grün-Weißen Punkte in Wetzlar sind, verdeutlicht der Blick auf die Tabelle und auf das GWD-Restprogramm. „So ein Spiel wie in Wetzlar kann den Unterschied darüber ausmachen, ob man um Platz neun oder zehn kämpft, oder um Platz 15. Die Liga ist unglaublich zusammengerückt“, sagt Carstens, der anmerkt, dass auch andere Mannschaft wie Stuttgart, Lemgo oder Erlangen sich sportlich weiter entwickelt haben.

Der Autor ist erreichbar unter (0571) 882 174 oder Joerg.Wehling@MT.de

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MindenHeimstarke HSG Wetzlar: Eine Mannschaft mit zwei GesichternJörg WehlingMinden (mt). Spiele gegen die HSG Wetzlar sind für den Handball-Bundesligisten GWD Minden in der Vergangenheit immer eine knappe Angelegenheit gewesen. Einen ähnlich hauchdünnen Ausgang erwartet GWD-Trainer Frank Carstens heute Abend um 19 Uhr auch im Auswärtsspiel in der schmucken Rittal-Arena, auch wenn die Grün-Weißen als Tabellenzehnter als leichter Favorit gegen den Rang-14. gelten könnten. „Das ist eine Mannschaft mit zwei unterschiedlichen Gesichtern. Zu Hause sind sie extrem stark und holen dort ihre Punkte. Sie gehen dort mit ganz anderer Körperspannung in die Partie, als vielleicht auswärts“, sagt Trainer Frank Carstens zur Ausgangslage. An das Hinspiel hat der GWD-Coach noch beste Erinnerungen. Mit 24:22 feierten die Mindener einen knappen Erfolg, der vor allem dank eines hervorragenden Tempogegenstoßspiels zu Stande kam. Bis in die Schlussphase hinein hatten die Wetzlarer auch in der Kampa-Halle die Möglichkeit auf einen Punktgewinn, bevor GWD dann doch auf 24:20 davon zog. „Die Basis wird auch diesmal wieder eine sehr gut funktionierende Deckung sein. Das hat im Hinspiel sehr gut funktioniert. Daraus haben wir viele Tore geworfen“, erinnert sich Carstens an zehn Gegenstoßtore. Die Wetzlarer Mannschaft hält Carstens insbesondere zu Hause für ähnlich stark wie in der Vorsaison, allerdings mit einer Ausnahme. „Das Kreisläuferspiel hat sich nach dem Weggang von Jannik Kohlbacher verändert“, sagt Carstens, der die beiden aktuellen Kreisläufer aber für stark genug hält, einem Gegner das Leben schwer zu machen. Da ist zum einen der ehemalige GWD-Spieler Nils Torbrügge aber auch Anton Lindskog. Zudem verfügen die Hessen mit Filip Mirkulovski über einen Akteur, der durch seine Spielführung dem Gegner das Leben schwer machen kann. Drei Punkte sind für Frank Carstens wichtig, um in Wetzlar erfolgreich bestehen zu können. Das ist auf der einen Seite ein gutes Tempospiel, eine deutliche verbesserte Abschlussqualität und eine gute Verteidigung. Zum hofft der GWD-Trainer darauf, dass Espen Christensen einen ähnlich guten Tag erwischt wie zuletzt gegen die Rhein-Neckar Löwen, als er mit neun Paraden die Partie lange offenhielt. Wie wichtig für die Grün-Weißen Punkte in Wetzlar sind, verdeutlicht der Blick auf die Tabelle und auf das GWD-Restprogramm. „So ein Spiel wie in Wetzlar kann den Unterschied darüber ausmachen, ob man um Platz neun oder zehn kämpft, oder um Platz 15. Die Liga ist unglaublich zusammengerückt“, sagt Carstens, der anmerkt, dass auch andere Mannschaft wie Stuttgart, Lemgo oder Erlangen sich sportlich weiter entwickelt haben. Der Autor ist erreichbar unter (0571) 882 174 oder Joerg.Wehling@MT.de