Minden

Vor dem Wetzlar-Spiel: Aliaksandr Padshyvalau findet sich in der Spielmacher-Rolle immer besser zurecht

Jörg Wehling

Den Ball im Blick hat hier GWD Mindens Spielmacher Aliaksandar Padshyvalau (rechts), hier im Duell mit dem Illija Abutovic von den Rhein-Neckar Löwen. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
Den Ball im Blick hat hier GWD Mindens Spielmacher Aliaksandar Padshyvalau (rechts), hier im Duell mit dem Illija Abutovic von den Rhein-Neckar Löwen. Foto: Noah Wedel (© Noah Wedel)

Minden (mt). Nicht besser spielen, nur besser treffen: So lautet die einfache Devise beim Handball-Bundesligisten GWD Minden nach dem guten Spiel am vergangenen Samstag gegen die Rhein-Neckar Löwen und vor dem Auswärtsspiel am kommenden Donnerstag um 19 Uhr bei der HSG Wetzlar. „Viel ändern müssen wir eigentlich nicht. Die Spielführung war absolut in Ordnung“, sagte Trainer Frank Carstens im Vorfeld der anstehenden Partie bei den Nordhessen.

Einer, der seinen Teil zu einem starken Spiel gegen die Mannheimer beigetragen hat, ist Aliaksandar Padshyvalau. „Er ist jetzt nach seiner Verletzung auf einem sehr ordentlichen Niveau. Aber Aleks kann noch viel mehr. Das zeigt er uns fast täglich im Training“, lobt Frank Carstens seinen zweiten Spielmacher neben Routinier Dalibor Doder.

Was er im Stande zu leisten ist, das zeigte der weißrussische Nationalspieler schon beim Auswärtsspiel in Erlangen, wo er beim 29:25-Erfolg gut Regie führte und zudem fünf Treffer erzielte.„Gegen die Löwen war das noch einmal schwieriger für mich als gegen Erlangen. In Spielen gegen solch starke Mannschaften reichen 50 gute Minuten nicht aus. Man muss die gesamten 60 Minuten alles geben, um gegen ein Topteam wir die Rhein Neckar Löwen gewinnen zu können“ sagt der 22-Jährige.

Die beiden Spiele haben Padshyvalau, bei dem die Formkurve stetig steigt, natürlich sehr viel Selbstvertrauen gegeben. „Ich möchte der Mannschaft am liebsten in jedem Spiel helfen. Und im Moment läuft es richtig gut. Aber eine Entwicklung geht immer nur von Schritt zu Schritt“, sagt der 22-Jährige, für den es anfangs natürlich schwierig war, sich in einer neuen Mannschaft und in einer neuen Umgebung zurecht zu finden.

Dass er viele sportliche Qualitäten besitzt, das ist auch mittlerweile der Konkurrenz aus der Bundesliga bewusst. In einer Videoanalyse für ein Spiel gegen GWD Minden darf eine Sequenz von Padshyvalau eigentlich nicht mehr fehlen. „Jeder Trainer kennt Aleks mittlerweile als guten Spielmacher. Aber ich bin mir sicher, dass er für die Außenstehenden noch ziemlich unberechenbar ist. Schließlich kennen sie nicht die spielerischen Details, die er drauf hat. Und seine besten Moves hat er im Spiel noch gar nicht gezeigt. Das macht ihn für den Gegner schwer ausrechenbar“, sagt Carstens.

Einen Vorteil, wenn nicht sogar ein kleines Luxusproblem hat der GWD-Trainer nun, weil sich auch Dalibor Doder wieder fit gemeldet hat und somit als zweiter Spielmacher neben Padshyvalau zur Verfügung stehen wird. „Meine Aufgabe wird es nun, die Balance zu finden und die beiden nach ihren Fähigkeit und dem Gegner einzusetzen.“

Auf einen ähnlichen Entwicklungsschub wie bei Padshyvalau hofft Carstens auch im Fall von Savvas Savvas. Auch der Rückraum-Linke hat noch eine Menge Entwicklungspotenzial, wurde aber durch seine schwere Knieverletzung etwas zurückgeworfen. „Auch er hat natürlich das Zeug dazu, ein absoluter Faktor in unserem Spiel zu werden.“

Personell sieht es bei den Mindenern vor dem Spiel in Wetzlar ohnehin sehr gut . Denn Andreas Cederholm macht nach seiner Verletzung deutliche Fortschritte, das zeigte seine Leistung in Erlangen.

Mehr als fraglich ist allerdings, ob Luka Zvizej am heutigen Mittwoch die Fahrt nach Wetzlar wird bestreiten können. Der Linksaußen plagt sich mit einer Grippe herum und musste zwei Tage das Bett hüten. Wen Frank Carstens als Alternative mit in den Kader holen wird, ließ er gestern noch offen.

Der Autor ist erreichbar unter (0571) 882 174 oder Joerg.Wehling@MT.de

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MindenVor dem Wetzlar-Spiel: Aliaksandr Padshyvalau findet sich in der Spielmacher-Rolle immer besser zurechtJörg WehlingMinden (mt). Nicht besser spielen, nur besser treffen: So lautet die einfache Devise beim Handball-Bundesligisten GWD Minden nach dem guten Spiel am vergangenen Samstag gegen die Rhein-Neckar Löwen und vor dem Auswärtsspiel am kommenden Donnerstag um 19 Uhr bei der HSG Wetzlar. „Viel ändern müssen wir eigentlich nicht. Die Spielführung war absolut in Ordnung“, sagte Trainer Frank Carstens im Vorfeld der anstehenden Partie bei den Nordhessen. Einer, der seinen Teil zu einem starken Spiel gegen die Mannheimer beigetragen hat, ist Aliaksandar Padshyvalau. „Er ist jetzt nach seiner Verletzung auf einem sehr ordentlichen Niveau. Aber Aleks kann noch viel mehr. Das zeigt er uns fast täglich im Training“, lobt Frank Carstens seinen zweiten Spielmacher neben Routinier Dalibor Doder. Was er im Stande zu leisten ist, das zeigte der weißrussische Nationalspieler schon beim Auswärtsspiel in Erlangen, wo er beim 29:25-Erfolg gut Regie führte und zudem fünf Treffer erzielte.„Gegen die Löwen war das noch einmal schwieriger für mich als gegen Erlangen. In Spielen gegen solch starke Mannschaften reichen 50 gute Minuten nicht aus. Man muss die gesamten 60 Minuten alles geben, um gegen ein Topteam wir die Rhein Neckar Löwen gewinnen zu können“ sagt der 22-Jährige. Die beiden Spiele haben Padshyvalau, bei dem die Formkurve stetig steigt, natürlich sehr viel Selbstvertrauen gegeben. „Ich möchte der Mannschaft am liebsten in jedem Spiel helfen. Und im Moment läuft es richtig gut. Aber eine Entwicklung geht immer nur von Schritt zu Schritt“, sagt der 22-Jährige, für den es anfangs natürlich schwierig war, sich in einer neuen Mannschaft und in einer neuen Umgebung zurecht zu finden. Dass er viele sportliche Qualitäten besitzt, das ist auch mittlerweile der Konkurrenz aus der Bundesliga bewusst. In einer Videoanalyse für ein Spiel gegen GWD Minden darf eine Sequenz von Padshyvalau eigentlich nicht mehr fehlen. „Jeder Trainer kennt Aleks mittlerweile als guten Spielmacher. Aber ich bin mir sicher, dass er für die Außenstehenden noch ziemlich unberechenbar ist. Schließlich kennen sie nicht die spielerischen Details, die er drauf hat. Und seine besten Moves hat er im Spiel noch gar nicht gezeigt. Das macht ihn für den Gegner schwer ausrechenbar“, sagt Carstens. Einen Vorteil, wenn nicht sogar ein kleines Luxusproblem hat der GWD-Trainer nun, weil sich auch Dalibor Doder wieder fit gemeldet hat und somit als zweiter Spielmacher neben Padshyvalau zur Verfügung stehen wird. „Meine Aufgabe wird es nun, die Balance zu finden und die beiden nach ihren Fähigkeit und dem Gegner einzusetzen.“ Auf einen ähnlichen Entwicklungsschub wie bei Padshyvalau hofft Carstens auch im Fall von Savvas Savvas. Auch der Rückraum-Linke hat noch eine Menge Entwicklungspotenzial, wurde aber durch seine schwere Knieverletzung etwas zurückgeworfen. „Auch er hat natürlich das Zeug dazu, ein absoluter Faktor in unserem Spiel zu werden.“ Personell sieht es bei den Mindenern vor dem Spiel in Wetzlar ohnehin sehr gut . Denn Andreas Cederholm macht nach seiner Verletzung deutliche Fortschritte, das zeigte seine Leistung in Erlangen. Mehr als fraglich ist allerdings, ob Luka Zvizej am heutigen Mittwoch die Fahrt nach Wetzlar wird bestreiten können. Der Linksaußen plagt sich mit einer Grippe herum und musste zwei Tage das Bett hüten. Wen Frank Carstens als Alternative mit in den Kader holen wird, ließ er gestern noch offen. Der Autor ist erreichbar unter (0571) 882 174 oder Joerg.Wehling@MT.de