Stadthagen

Tricks, Tore und ein Gefallen - Lockerer 47:28-Sieg beim Test in Stadthagen

Sebastian Külbel

Maximilian Nowatzki (Mitte) sammelte im Mindener Angriff Spielpraxis und durfte sich gegen die Schaumburg-Auswahl auch in der Abwehr ausprobieren. MT- - © Foto: Sebastian Külbel
Maximilian Nowatzki (Mitte) sammelte im Mindener Angriff Spielpraxis und durfte sich gegen die Schaumburg-Auswahl auch in der Abwehr ausprobieren. MT- (© Foto: Sebastian Külbel)

Stadthagen (mt). Ausverkaufte Halle, standesgemäßes Ergebnis, zufriedener Trainer: Das zweite Testspiel von GWD Minden in der Winter-Vorbereitung wurde zu einer runden Sache für alle Beteiligten. 47:28 (25:15) hieß es am Ende der unterhaltsamen 60 Minuten für die Handball-Profis gegen eine Schaumburg-Auswahl. Und während sich der Veranstalter in Stadthagen über einen hübschen Betrag für den guten Zweck und die Amateure über einige Achtungserfolge freuten, zog GWD-Trainer Frank Carstens auch ein paar Erkenntnisse aus dem Benefizabend.

„Wir wollten Spielfreude zeigen und risikoreich agieren, dafür ist so ein Spiel da“, sagte der Coach. In der Tat zeigte seine aus verschiedenen Gründen dezimierte Mannschaft bei einigen Kempa-Tricks, Einzelaktionen und Trickwürfen ihre Klasse. Zudem tat Carstens seinem Kollegen Moritz Schäpsmeier von der zweiten Mannschaft einen Gefallen: „Er hat mich beim ersten Testspiel vertreten, dafür konnte heute Maximilian Nowatzki in der versetzten 5:1-Abwehr auf der Halbposition trainieren.“

Nowatzki war zusammen mit Max Staar einer von zwei Mindenern, die gestern Abend durchspielten. Beide taten dies auch aus Mangel an Alternativen: Im rechten Rückraum fehlte Christoffer Rambo, der sich beim ersten Test gegen am Sonntag eine Knieprellung zuzog. „An Handball ist im Moment nicht zu denken“, sagte Carstens. Das gilt ohnehin für Andreas Cederholm, dessen Rückkehr wegen eines Bandscheibenvorfalls unklar ist.

Torwart Kim Sonne kehrte zudem mit einer Gehirnerschütterung vom ersten Test zurück, auch er pausiert bis nächste Woche. Nicht dabei waren überdies die erfolgreichen WM-Teilnehmer Espen Christensen, Magnus Gullerud und Kevin Gulliksen, die heute mit Norwegen im Halbfinale gegen Deutschland stehen, sowie Miljan Pusica, für den das Turnier mit Serbien derweil schon beendet ist.

Carstens konnte also beim Test gegen die Amateure fiel ausprobieren und tat das auch. So ließ er etwa in der ersten Halbzeit Spielmacher Dalibor Doder auch in der Abwehr auf dem Feld, was dieser zu einigen Gegenstoßtoren nutzte. Savvas Savvas und Max Staar sammelten nach ihren Verletzungen in der Hinrunde wichtige Spielpraxis.

Trotz des klaren Ergebnisses zeigte GWD im Verlauf der Partie aber durchaus Defizite. Etwa zwischen der 11. und 20. Minute, als die Auswahl aus einem 4:9 ein 7:9 machte und diesen Zwei-Tore-Rückstand bis zum 12:14 hielt. „Ich war in der ersten Halbzeit mit der Abwehr nicht ganz zufrieden, außerdem hatten wir im Angriff ein paar Fehler drin, da war die Präzision nicht immer da“, meinte Carstens.

Dennoch machte seine Mannschaft in den zehn Minuten bis zur Pause ernst, erzielte fünf Treffer in Folge und ging schließlich mit einer Zehn-Tore-Führung in die Kabine. Danach wurde das Geschehen immer mehr zum Schaulaufen, bei dem sich vor allem Mats Korte mit elf Treffern hervor tat. Damit gewann er das Duell der Linksaußen gegen Luka Zvizej, dem in der ersten Hälfte neun Tore gelungen waren.

GWD Minden: Paske, Grabenstein - Korte 11, Zvizej 9/2, Staar 6, Doder 5, Nowatzki 5, Mansson 4, Savvas 4/1, Kister 1, Michalczik 1, Nolting 1, Padshyvalau 1.

Zitate

„Wir hatten heute morgen Krafttraining.“ (GWD Mindens Coach Frank Carstens über den Zustand seiner Profis beim Test in Stadthagen)

„Wir haben heute bis 18 Uhr gearbeitet.“ (Die Antwort von Henning Sohl, Trainer der Schaumburg-Auswahl)

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StadthagenTricks, Tore und ein Gefallen - Lockerer 47:28-Sieg beim Test in StadthagenSebastian KülbelStadthagen (mt). Ausverkaufte Halle, standesgemäßes Ergebnis, zufriedener Trainer: Das zweite Testspiel von GWD Minden in der Winter-Vorbereitung wurde zu einer runden Sache für alle Beteiligten. 47:28 (25:15) hieß es am Ende der unterhaltsamen 60 Minuten für die Handball-Profis gegen eine Schaumburg-Auswahl. Und während sich der Veranstalter in Stadthagen über einen hübschen Betrag für den guten Zweck und die Amateure über einige Achtungserfolge freuten, zog GWD-Trainer Frank Carstens auch ein paar Erkenntnisse aus dem Benefizabend. „Wir wollten Spielfreude zeigen und risikoreich agieren, dafür ist so ein Spiel da“, sagte der Coach. In der Tat zeigte seine aus verschiedenen Gründen dezimierte Mannschaft bei einigen Kempa-Tricks, Einzelaktionen und Trickwürfen ihre Klasse. Zudem tat Carstens seinem Kollegen Moritz Schäpsmeier von der zweiten Mannschaft einen Gefallen: „Er hat mich beim ersten Testspiel vertreten, dafür konnte heute Maximilian Nowatzki in der versetzten 5:1-Abwehr auf der Halbposition trainieren.“ Nowatzki war zusammen mit Max Staar einer von zwei Mindenern, die gestern Abend durchspielten. Beide taten dies auch aus Mangel an Alternativen: Im rechten Rückraum fehlte Christoffer Rambo, der sich beim ersten Test gegen am Sonntag eine Knieprellung zuzog. „An Handball ist im Moment nicht zu denken“, sagte Carstens. Das gilt ohnehin für Andreas Cederholm, dessen Rückkehr wegen eines Bandscheibenvorfalls unklar ist. Torwart Kim Sonne kehrte zudem mit einer Gehirnerschütterung vom ersten Test zurück, auch er pausiert bis nächste Woche. Nicht dabei waren überdies die erfolgreichen WM-Teilnehmer Espen Christensen, Magnus Gullerud und Kevin Gulliksen, die heute mit Norwegen im Halbfinale gegen Deutschland stehen, sowie Miljan Pusica, für den das Turnier mit Serbien derweil schon beendet ist. Carstens konnte also beim Test gegen die Amateure fiel ausprobieren und tat das auch. So ließ er etwa in der ersten Halbzeit Spielmacher Dalibor Doder auch in der Abwehr auf dem Feld, was dieser zu einigen Gegenstoßtoren nutzte. Savvas Savvas und Max Staar sammelten nach ihren Verletzungen in der Hinrunde wichtige Spielpraxis. Trotz des klaren Ergebnisses zeigte GWD im Verlauf der Partie aber durchaus Defizite. Etwa zwischen der 11. und 20. Minute, als die Auswahl aus einem 4:9 ein 7:9 machte und diesen Zwei-Tore-Rückstand bis zum 12:14 hielt. „Ich war in der ersten Halbzeit mit der Abwehr nicht ganz zufrieden, außerdem hatten wir im Angriff ein paar Fehler drin, da war die Präzision nicht immer da“, meinte Carstens. Dennoch machte seine Mannschaft in den zehn Minuten bis zur Pause ernst, erzielte fünf Treffer in Folge und ging schließlich mit einer Zehn-Tore-Führung in die Kabine. Danach wurde das Geschehen immer mehr zum Schaulaufen, bei dem sich vor allem Mats Korte mit elf Treffern hervor tat. Damit gewann er das Duell der Linksaußen gegen Luka Zvizej, dem in der ersten Hälfte neun Tore gelungen waren. GWD Minden: Paske, Grabenstein - Korte 11, Zvizej 9/2, Staar 6, Doder 5, Nowatzki 5, Mansson 4, Savvas 4/1, Kister 1, Michalczik 1, Nolting 1, Padshyvalau 1. Zitate „Wir hatten heute morgen Krafttraining.“ (GWD Mindens Coach Frank Carstens über den Zustand seiner Profis beim Test in Stadthagen) „Wir haben heute bis 18 Uhr gearbeitet.“ (Die Antwort von Henning Sohl, Trainer der Schaumburg-Auswahl)