29:37 gegen THW Kiel: Andreas Wolff wird GWD Mindens Spielverderber

Jörg Wehling

Minden, Deutschland 04.11.2018:.1. Handball Bundesliga - 2018/2019 - GWD Minden vs. THW Kiel..(M) Christoffer Rambo (Minden).. - © Noah Wedel
Minden, Deutschland 04.11.2018:.1. Handball Bundesliga - 2018/2019 - GWD Minden vs. THW Kiel..(M) Christoffer Rambo (Minden).. (© Noah Wedel)

Minden (mt). Wahnsinnskulisse in der Kampa-Halle, ein großartiges Spiel des Gastgebers, aber keine Punkte für Grün-Weiß. Handball-Bundesligist GWD Minden verlor nach 50 Minuten ebenbürtigen Kampfes am Sonntagnachmittag gegen den THW Kiel mit 29:37 (17:19)-Toren. Einer der Matchwinner auf Kieler Seite war Torwart Andreas Wolff, der in der zweiten Halbzeit den Mindener Angreifern den Zahn zog. Und in der Kieler Offensive war Domagoj Duvnjak im zweiten Durchgang der überragende Spieler. Am Ende fiel die Niederlage für GWD zu hoch aus.

Minden, Deutschland 04.11.2018:.1. Handball Bundesliga - 2018/2019 - GWD Minden vs. THW Kiel..Torwart Andreas Wolff (Kiel).. - © Noah Wedel
Minden, Deutschland 04.11.2018:.1. Handball Bundesliga - 2018/2019 - GWD Minden vs. THW Kiel..Torwart Andreas Wolff (Kiel).. (© Noah Wedel)

Die Gastgeber erwischten vor 3800 Zuschauern einen durchwachsenen Start mit einem abgeblockten Wurf von Christoffer Rambo und einem technischen Fehler von Marian Michalczik. Erst mit dem vierten Angriff gelang den Grün-Weißen schließlich durch Christoffer Rambo der erste Treffer zum 1:3. Nach acht Minuten waren die Gastgeber besser in der Partie. So bot sich Miljan Pusica die Chance zum Ausgleich. Der GWD-Abwehrchef scheiterte aber an Kiels gutem Torwart Niklas Landin. Auch Anschließend war der THW-Schlussmann Garant für die Gäste-Führung. So hielt er einen Siebenmeter von Dalibor Doder (9.).

Insgesamt wirkten die Kieler in der ersten Viertelstunde aufmerksamer. Das drückte sich auch im Ergebnis aus. 11:6 hieß es für den Favoriten aus Norddeutschland. Nach 16 Minuten nahm Trainer Frank Carstens darum beim Stande von 8:13 die erste Auszeit und stellte seine Spieler neu ein auf den Gegner. Und er ging in der Offensive mehr Risiko und brachte einen zusätzlichen siebten Feldspieler. Und das mit Erfolg. Magnus Gullerud verkürzte auf 9:13 und wenig später verkürzte Luka Zvizej per Siebenmeter auf 10:14 (19.).

Und die GWD-Aufholjagd ging weiter. Max Staar traf zum 11:14. Und wenig später holte Andreas Cederholm, der Christoffer Rambo auf der halbrechten Position ablöste, einen Siebenmeter heraus. Zvizej verwandelte auch seine zweite Marke sicher zum 12:14. Mit einem verwandelten Tempogegenstoß von Andreas Cederholm hieß es sogar 13:14 und die spannende Schlussphase der ersten Halbzeit war damit eingeläutet. Die rappelvolle Kampa-Halle stand zum ersten Mal Kopf (22.) und trieb die GWD-Spieler nach vorne.

Beim Stande von 13:15 nahmen dann die Kieler ihre erste Auszeit, wohl wissend, dass die Grün-Weißen bedrohlich nahe kamen. Zudem sollte ein Mittel gegen die Überzahl-Taktik der Mindener gefunden werden.

Doch die Grün-Weißen waren jetzt sowohl in der Abwehr als auch im Angriff aufmerksamer. So erkämpfe sich Max Staar am eigenen Kreis einen Ball und passte gleich nach vorne. Da war Magnus Gullerud zurück Stelle und verkürzte auf 15:16 (26.). Und es kam noch besser. Als Mats Korte zum 16:16 ausgleichen konnte, standen die Zuschauer auf und feierten ihr Team.

Aber die routinierten Gäste behielten kühlen Kopf. Patrick Wienczek traf zum 17:16 und provozierte zudem eine Zeitstrafe gegen Magnus Gullerud. Wenig später traf auch noch Domagoj Duvnjak ins leere GWD-Tor zum 16:18 (28.). Und die letzten beiden Minuten hatten es in sich. Zunächst vergaben die Mindener durch Anton Mansson und Andreas Cederholm das 17. Tor, das im darauffolgenden Angriff dann doch durch Cederholm fiel. In der letzten Minute lief Savvas Savvas für die Gastgeber auf, der aber im ersten Durchgang nicht mehr zum Abschluss kam. Den letzten Wurf hatten die Kieler. Und der saß durch Domagoj Duvnjak zum 17:19-Pausenstand.

In der zweiten Halbzeit erwischten die Hausherren einen Traumstart. Zwar markierten die Kieler das erste Tor zum 17:20. Doch dann folgte ein phänomenaler GWD-Lauf. Mit vier Treffern in Folge führten die Hausherren nach 34 Minuten mit 21:20. Im Tor des THW stand nun Andreas Wolff.

Die Mindener blieben aber am Drücker. Aus dem Rückraum trafen weiterhin Marian Michalczik und Christoffer Rambo. Nach 39 Minuten hieß es sogar 24:22, weil Luka Zvizej seinen Siebenmeter sicher an Wolff vorbei brachte (40.). Doch die Gäste blieben dran. Duvnjak und Wiencek sorgten für den 24:24-Ausgleich.

Und die Partie zwischen GWD und Kiel blieb ein Duell auf Augenhöhe, wobei Wolff besser eingestellt war auf die Rückraumwürfe von Rambo und Michalczik. Die Folge: Statt einer 26:24-Führung hieß es 25:25. Und die Gäste drehten auf.

Ab der 45. Minute feuerte zwar auch Savvas Savvas bei seinem Einstand in der Bundesliga seinen ersten Wurf ab. Allerdings ohne Erfolg. Die Gäste führten nun mit 26:25, weil THW-Keeper Andreas Wolff stark parierte. Aufregung gab es, als Rambo beim Wurf seinen Gegenspieler Sebastian Finnhaber im Gesichtbtraf und zu Boden ging. Ballbesitz hatte nun wieder Kiel, was dem Mindener Publikum nicht gefiel und mit einem Pfeifkonzert begleitete. Dank ihres 4:0-Laufes führten sie nun wieder in der Kampa-Halle mit 28:25. Außerdem kassierte Savvas Savvas beim Reinkind-Tor zum 28:25 eine Zeitstrafe. Aber Max Staar hielt GWD mit seinem fünften Treffer zum 26:28 im Spiel.

Und die Kieler hatten die Partie nun ab der 51. Minute im Griff. Beim 30:26 war die Partie vorentschieden. Nach 54 Minuten führten die Kieler mit 32:27, die sich dank ihres Schlussspurtes einer hektischen Schlussphase entzogen. Am Ende hieß es 29:37

Bei den Mindenern bleibt die Erkenntnis, dass man gegen die großen der Liga zwar mithalten, aber noch nicht gewinne

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29:37 gegen THW Kiel: Andreas Wolff wird GWD Mindens SpielverderberJörg WehlingMinden (mt). Wahnsinnskulisse in der Kampa-Halle, ein großartiges Spiel des Gastgebers, aber keine Punkte für Grün-Weiß. Handball-Bundesligist GWD Minden verlor nach 50 Minuten ebenbürtigen Kampfes am Sonntagnachmittag gegen den THW Kiel mit 29:37 (17:19)-Toren. Einer der Matchwinner auf Kieler Seite war Torwart Andreas Wolff, der in der zweiten Halbzeit den Mindener Angreifern den Zahn zog. Und in der Kieler Offensive war Domagoj Duvnjak im zweiten Durchgang der überragende Spieler. Am Ende fiel die Niederlage für GWD zu hoch aus.Die Gastgeber erwischten vor 3800 Zuschauern einen durchwachsenen Start mit einem abgeblockten Wurf von Christoffer Rambo und einem technischen Fehler von Marian Michalczik. Erst mit dem vierten Angriff gelang den Grün-Weißen schließlich durch Christoffer Rambo der erste Treffer zum 1:3. Nach acht Minuten waren die Gastgeber besser in der Partie. So bot sich Miljan Pusica die Chance zum Ausgleich. Der GWD-Abwehrchef scheiterte aber an Kiels gutem Torwart Niklas Landin. Auch Anschließend war der THW-Schlussmann Garant für die Gäste-Führung. So hielt er einen Siebenmeter von Dalibor Doder (9.).Insgesamt wirkten die Kieler in der ersten Viertelstunde aufmerksamer. Das drückte sich auch im Ergebnis aus. 11:6 hieß es für den Favoriten aus Norddeutschland. Nach 16 Minuten nahm Trainer Frank Carstens darum beim Stande von 8:13 die erste Auszeit und stellte seine Spieler neu ein auf den Gegner. Und er ging in der Offensive mehr Risiko und brachte einen zusätzlichen siebten Feldspieler. Und das mit Erfolg. Magnus Gullerud verkürzte auf 9:13 und wenig später verkürzte Luka Zvizej per Siebenmeter auf 10:14 (19.).Und die GWD-Aufholjagd ging weiter. Max Staar traf zum 11:14. Und wenig später holte Andreas Cederholm, der Christoffer Rambo auf der halbrechten Position ablöste, einen Siebenmeter heraus. Zvizej verwandelte auch seine zweite Marke sicher zum 12:14. Mit einem verwandelten Tempogegenstoß von Andreas Cederholm hieß es sogar 13:14 und die spannende Schlussphase der ersten Halbzeit war damit eingeläutet. Die rappelvolle Kampa-Halle stand zum ersten Mal Kopf (22.) und trieb die GWD-Spieler nach vorne.Beim Stande von 13:15 nahmen dann die Kieler ihre erste Auszeit, wohl wissend, dass die Grün-Weißen bedrohlich nahe kamen. Zudem sollte ein Mittel gegen die Überzahl-Taktik der Mindener gefunden werden.Doch die Grün-Weißen waren jetzt sowohl in der Abwehr als auch im Angriff aufmerksamer. So erkämpfe sich Max Staar am eigenen Kreis einen Ball und passte gleich nach vorne. Da war Magnus Gullerud zurück Stelle und verkürzte auf 15:16 (26.). Und es kam noch besser. Als Mats Korte zum 16:16 ausgleichen konnte, standen die Zuschauer auf und feierten ihr Team.Aber die routinierten Gäste behielten kühlen Kopf. Patrick Wienczek traf zum 17:16 und provozierte zudem eine Zeitstrafe gegen Magnus Gullerud. Wenig später traf auch noch Domagoj Duvnjak ins leere GWD-Tor zum 16:18 (28.). Und die letzten beiden Minuten hatten es in sich. Zunächst vergaben die Mindener durch Anton Mansson und Andreas Cederholm das 17. Tor, das im darauffolgenden Angriff dann doch durch Cederholm fiel. In der letzten Minute lief Savvas Savvas für die Gastgeber auf, der aber im ersten Durchgang nicht mehr zum Abschluss kam. Den letzten Wurf hatten die Kieler. Und der saß durch Domagoj Duvnjak zum 17:19-Pausenstand.In der zweiten Halbzeit erwischten die Hausherren einen Traumstart. Zwar markierten die Kieler das erste Tor zum 17:20. Doch dann folgte ein phänomenaler GWD-Lauf. Mit vier Treffern in Folge führten die Hausherren nach 34 Minuten mit 21:20. Im Tor des THW stand nun Andreas Wolff.Die Mindener blieben aber am Drücker. Aus dem Rückraum trafen weiterhin Marian Michalczik und Christoffer Rambo. Nach 39 Minuten hieß es sogar 24:22, weil Luka Zvizej seinen Siebenmeter sicher an Wolff vorbei brachte (40.). Doch die Gäste blieben dran. Duvnjak und Wiencek sorgten für den 24:24-Ausgleich.Und die Partie zwischen GWD und Kiel blieb ein Duell auf Augenhöhe, wobei Wolff besser eingestellt war auf die Rückraumwürfe von Rambo und Michalczik. Die Folge: Statt einer 26:24-Führung hieß es 25:25. Und die Gäste drehten auf.Ab der 45. Minute feuerte zwar auch Savvas Savvas bei seinem Einstand in der Bundesliga seinen ersten Wurf ab. Allerdings ohne Erfolg. Die Gäste führten nun mit 26:25, weil THW-Keeper Andreas Wolff stark parierte. Aufregung gab es, als Rambo beim Wurf seinen Gegenspieler Sebastian Finnhaber im Gesichtbtraf und zu Boden ging. Ballbesitz hatte nun wieder Kiel, was dem Mindener Publikum nicht gefiel und mit einem Pfeifkonzert begleitete. Dank ihres 4:0-Laufes führten sie nun wieder in der Kampa-Halle mit 28:25. Außerdem kassierte Savvas Savvas beim Reinkind-Tor zum 28:25 eine Zeitstrafe. Aber Max Staar hielt GWD mit seinem fünften Treffer zum 26:28 im Spiel.Und die Kieler hatten die Partie nun ab der 51. Minute im Griff. Beim 30:26 war die Partie vorentschieden. Nach 54 Minuten führten die Kieler mit 32:27, die sich dank ihres Schlussspurtes einer hektischen Schlussphase entzogen. Am Ende hieß es 29:37Bei den Mindenern bleibt die Erkenntnis, dass man gegen die großen der Liga zwar mithalten, aber noch nicht gewinne