2. Bundesliga

Später Schock: Arminia Bielefeld nur 1:1 gegen VfL Osnbrück

Benedikt Riemer

Ernüchterung bei den Arminen nach dem späten Ausgleich. - © Thomas F. Starke/DSC Arminia
Ernüchterung bei den Arminen nach dem späten Ausgleich. (© Thomas F. Starke/DSC Arminia)

Bielefeld. Arminia Bielefeld hat sich zum Re-Start der 2. Bundesliga mit einem 1:1 Unentschieden gegen den VfL Osnabrück begnügen müssen. Vor leeren Rängen kassierte der Tabellenführer bei der Geisterspiel-Premiere in der Schüco-Arena den Ausgleich in buchstäblich letzter Sekunde. Zuvor hatte Kapitän Fabian Klos in einer insgesamt ereignisarmen Partie die Führung für die Hausherren markiert.

Nach insgesamt 69 Tagen Corona-Zwangspause wollte der DSC seine überragende Form von vor der Pause bestätigen und einen weiteren Schritt in Richtung Bundesliga machen. Mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und 51 Punkten wiesen die Gastgeber eine beeindruckende Bilanz auf. Zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs bekamen es die Arminen mit einem Gegner zu tun, dessen Vorzeichen unterschiedlicher nicht hätten sein können. Der VfL hatte nach der Winterpause noch keinen einzigen Sieg eingefahren und lag auf Platz 13 nur zwei Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsrang.

Arminia Bielefeld - VfL Osnabrück 2020

Personell verändert Uwe Neuhaus seine Anfangsformation im Vergleich zum letzten Ligaspiel beim VfB Stuttgart Anfang März auf einer Position. Im Mittelfeld erhielt Nils Seufert den Vorzug gegenüber Fabian Kunze. Außerdem kehrte Torjäger Voglsammer nach überstandenem Mittelfußbruch auf die Bank zurück.

Zu Beginn war dem Spiel beider Teams die Besonderheit der Situation deutlich anzumerken. Die Hausherren übernahmen allerdings vom Anpfiff weg das Kommando und ließen den Ball gut laufen, während die Niedersachsen zunächst auf Konter lauerten. Nach 17 Minuten dann der erste Höhepunkt: Jonathan Clauss spielte einen kurzen Pass auf Klos, der mit Wucht in den Strafraum zog und von Gästeverteidiger van Aken zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Harm Osmers blieb gar nichts anderes übrig, als auf den Punkt zu zeigen. Der Arminen-Kapitän ließ sich nicht bitten, verlud Gästekeeper Kühn und markierte mit dem ersten Torschuss der Partie unten links die 1:0 Führung für die Hausherren.

Die Osnabrücker fanden zunächst keine passende Antwort auf den Rückstand, ehe Cedric Brunner im Zweikampf mit Felix Agu zu spät kam und folgerichtig einen Freistoß verursachte. Der Rechtsverteidiger sah für diese Aktion außerdem seine fünfte Gelbe Karte und wird bei Topspiel gegen den HSV nur zusehen können. Den fälligen Freistoß zirkelte der Osnabrücker Schmidt über die Mauer ans linke Außennetz (21.).

Ansonsten kam vom Aufsteiger offensiv überhaupt nichts und die Arminia konnte das Spiel mit fast 70 % Ballbesitz und 90 % Passgenauigkeit mühelos kontrollieren. Dementsprechend ging es mit der knappen 1:0 Führung in die Pause.

Beide Teams blieben nach der Pause zunächst unverändert. Den Gästen gelang es zwar nun etwas mehr Druck aufzubauen, offensive Gefahr vermochten sie allerdings nicht auszustrahlen. Aber auch der DSC konnte sich keine klaren Torchancen erspielen. Lediglich Reinhold Yabo prüfte Philipp Kühn mit einem Schlenzer (55.). Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs verwaltete die Bielefelder ihre Führung aus einer stabilen Defensive heraus. Während Uwe Neuhaus Angreifer Voglsammer seinen ersten Einsatz seit Ende Januar verschaffte, reagierte auch Gästetrainer Daniel Thioune und brachte mit Alvarez seinen besten Torschützen – was sich später als Glücksgriff herausstellen sollte. Zunächst fasste sich aber nach 79 Minuten Manuel Prietl ein Herz und zog aus gut 20 Metern einfach mal mit links ab. Wieder war Kühn auf dem ist dem Posten und wehrte das Leder zur Seite ab.

Alles deutet auf einen wichtigen Dreier im Aufstiegskampf hin. Bis in der letzten Minute der Nachspielzeit eine Flanke von Farrona Pulidos lang und länger wurde und Stefan Ortega den Ball nur noch an den Innenpfosten lenken konnte. Von da prallte der Ball Marcos Alvarez vor die Füße, der aus fünf Metern ohne Probleme zum 1:1 vollendete und einen perfekten Fußball-Nachmittag für den DSC zunichte machte.

Dank der Patzer des HSV (2:2 in Fürth), des VfB Stuttgart (1:2 gegen Wehen Wiesbaden) und des 1. FC Heidenheim (0:3 in Bochum) bleibt die Situation an der Tabellenspitze allerdings weiterhin komfortabel. Für die Arminen geht es in genau in einer Woche (13:30 Uhr) zum Topspiel beim HSV.

Das Spiel im Liveticker:

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2. BundesligaSpäter Schock: Arminia Bielefeld nur 1:1 gegen VfL OsnbrückBenedikt RiemerBielefeld. Arminia Bielefeld hat sich zum Re-Start der 2. Bundesliga mit einem 1:1 Unentschieden gegen den VfL Osnabrück begnügen müssen. Vor leeren Rängen kassierte der Tabellenführer bei der Geisterspiel-Premiere in der Schüco-Arena den Ausgleich in buchstäblich letzter Sekunde. Zuvor hatte Kapitän Fabian Klos in einer insgesamt ereignisarmen Partie die Führung für die Hausherren markiert. Nach insgesamt 69 Tagen Corona-Zwangspause wollte der DSC seine überragende Form von vor der Pause bestätigen und einen weiteren Schritt in Richtung Bundesliga machen. Mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und 51 Punkten wiesen die Gastgeber eine beeindruckende Bilanz auf. Zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs bekamen es die Arminen mit einem Gegner zu tun, dessen Vorzeichen unterschiedlicher nicht hätten sein können. Der VfL hatte nach der Winterpause noch keinen einzigen Sieg eingefahren und lag auf Platz 13 nur zwei Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsrang. Personell verändert Uwe Neuhaus seine Anfangsformation im Vergleich zum letzten Ligaspiel beim VfB Stuttgart Anfang März auf einer Position. Im Mittelfeld erhielt Nils Seufert den Vorzug gegenüber Fabian Kunze. Außerdem kehrte Torjäger Voglsammer nach überstandenem Mittelfußbruch auf die Bank zurück.Zu Beginn war dem Spiel beider Teams die Besonderheit der Situation deutlich anzumerken. Die Hausherren übernahmen allerdings vom Anpfiff weg das Kommando und ließen den Ball gut laufen, während die Niedersachsen zunächst auf Konter lauerten. Nach 17 Minuten dann der erste Höhepunkt: Jonathan Clauss spielte einen kurzen Pass auf Klos, der mit Wucht in den Strafraum zog und von Gästeverteidiger van Aken zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Harm Osmers blieb gar nichts anderes übrig, als auf den Punkt zu zeigen. Der Arminen-Kapitän ließ sich nicht bitten, verlud Gästekeeper Kühn und markierte mit dem ersten Torschuss der Partie unten links die 1:0 Führung für die Hausherren. Die Osnabrücker fanden zunächst keine passende Antwort auf den Rückstand, ehe Cedric Brunner im Zweikampf mit Felix Agu zu spät kam und folgerichtig einen Freistoß verursachte. Der Rechtsverteidiger sah für diese Aktion außerdem seine fünfte Gelbe Karte und wird bei Topspiel gegen den HSV nur zusehen können. Den fälligen Freistoß zirkelte der Osnabrücker Schmidt über die Mauer ans linke Außennetz (21.). Ansonsten kam vom Aufsteiger offensiv überhaupt nichts und die Arminia konnte das Spiel mit fast 70 % Ballbesitz und 90 % Passgenauigkeit mühelos kontrollieren. Dementsprechend ging es mit der knappen 1:0 Führung in die Pause. Beide Teams blieben nach der Pause zunächst unverändert. Den Gästen gelang es zwar nun etwas mehr Druck aufzubauen, offensive Gefahr vermochten sie allerdings nicht auszustrahlen. Aber auch der DSC konnte sich keine klaren Torchancen erspielen. Lediglich Reinhold Yabo prüfte Philipp Kühn mit einem Schlenzer (55.). Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs verwaltete die Bielefelder ihre Führung aus einer stabilen Defensive heraus. Während Uwe Neuhaus Angreifer Voglsammer seinen ersten Einsatz seit Ende Januar verschaffte, reagierte auch Gästetrainer Daniel Thioune und brachte mit Alvarez seinen besten Torschützen – was sich später als Glücksgriff herausstellen sollte. Zunächst fasste sich aber nach 79 Minuten Manuel Prietl ein Herz und zog aus gut 20 Metern einfach mal mit links ab. Wieder war Kühn auf dem ist dem Posten und wehrte das Leder zur Seite ab. Alles deutet auf einen wichtigen Dreier im Aufstiegskampf hin. Bis in der letzten Minute der Nachspielzeit eine Flanke von Farrona Pulidos lang und länger wurde und Stefan Ortega den Ball nur noch an den Innenpfosten lenken konnte. Von da prallte der Ball Marcos Alvarez vor die Füße, der aus fünf Metern ohne Probleme zum 1:1 vollendete und einen perfekten Fußball-Nachmittag für den DSC zunichte machte. Dank der Patzer des HSV (2:2 in Fürth), des VfB Stuttgart (1:2 gegen Wehen Wiesbaden) und des 1. FC Heidenheim (0:3 in Bochum) bleibt die Situation an der Tabellenspitze allerdings weiterhin komfortabel. Für die Arminen geht es in genau in einer Woche (13:30 Uhr) zum Topspiel beim HSV. Das Spiel im Liveticker: (function(d, s, id) {var js,ijs=d.getElementsByTagName(s)[0];if(d.getElementById(id))return;js=d.createElement(s);js.id=id;js.src="//embed.scribblelive.com/widgets/embed.js";ijs.parentNode.insertBefore(js, ijs);}(document, 'script', 'scrbbl-js'));