Petershagen/Bad

Geld für Geisterspiele - Vereine sammeln Spenden mit pfiffiger Idee

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Petershagen/Bad Oeynhausen (ebi/kül). Kein Sport, keine Zuschauer. Keine Zuschauer, kein Geld. Den Sportvereinen droht angesichts fehlender Einnahmen in der Corona-Krise ein finanzieller Engpass. Eine Internet-Plattform will dem entgegen wirken. Drei Klubs aus dem Fußballkreis Minden sind auch mit dabei.

Über die Homepage www. geisterspieltickets.de können Vereine Eintrittskarten und Sportplatzverpflegung für Spiele verkaufen, die gar nicht stattfinden. Im Prinzip eine gewöhnliche Spende, allerdings verpackt als pfiffige Idee. Die SG Gorspen-Vahlsen/Windheim etwa hat neben Bratwurst und Bier auch Kaffee und Kuchen, Weizen und einen Kasten Kräuterschnaps im Angebot – alles virtuell natürlich. Beim FC Bad Oeynhausen können die Fans neben einer Weinschorle auch die Möglichkeit erwerben, vom „Meckerhügel“ ins Spiel zu schreien. Die sanfteren Gäste konnten bei einer Gärtnerei Blumen zum gestrigen Muttertag kaufen. Vertreten ist zudem der JFV Lohe-Bad Oeynhausen.

„Wir als Verein bekommen 80 Prozent des Erlöses, die Plattform kassiert 20 Prozent für Betriebskosten und Paypal-Gebühren“, sagt Jannik Göhner, Spieler der Oeynhausener Landesliga-Mannschaft. Steuern fallen nicht an, denn es gibt ja keine echte Gegenleistung für die fiktiven Tickets, Bratwürste oder Getränke.

Dennoch gibt es beim FCO einen Anreiz für die Unterstützer: „Wir wollen am Ende des Monats, so lange läuft diese Aktion, den umsatzstärksten Gast im virtuellen Vereinsheim mit einem Gutschein für das reale Vereinsheim auszeichnen“, sagt Markus Wilke aus dem Vorstand.

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Petershagen/BadGeld für Geisterspiele - Vereine sammeln Spenden mit pfiffiger IdeePetershagen/Bad Oeynhausen (ebi/kül). Kein Sport, keine Zuschauer. Keine Zuschauer, kein Geld. Den Sportvereinen droht angesichts fehlender Einnahmen in der Corona-Krise ein finanzieller Engpass. Eine Internet-Plattform will dem entgegen wirken. Drei Klubs aus dem Fußballkreis Minden sind auch mit dabei. Über die Homepage www. geisterspieltickets.de können Vereine Eintrittskarten und Sportplatzverpflegung für Spiele verkaufen, die gar nicht stattfinden. Im Prinzip eine gewöhnliche Spende, allerdings verpackt als pfiffige Idee. Die SG Gorspen-Vahlsen/Windheim etwa hat neben Bratwurst und Bier auch Kaffee und Kuchen, Weizen und einen Kasten Kräuterschnaps im Angebot – alles virtuell natürlich. Beim FC Bad Oeynhausen können die Fans neben einer Weinschorle auch die Möglichkeit erwerben, vom „Meckerhügel“ ins Spiel zu schreien. Die sanfteren Gäste konnten bei einer Gärtnerei Blumen zum gestrigen Muttertag kaufen. Vertreten ist zudem der JFV Lohe-Bad Oeynhausen. „Wir als Verein bekommen 80 Prozent des Erlöses, die Plattform kassiert 20 Prozent für Betriebskosten und Paypal-Gebühren“, sagt Jannik Göhner, Spieler der Oeynhausener Landesliga-Mannschaft. Steuern fallen nicht an, denn es gibt ja keine echte Gegenleistung für die fiktiven Tickets, Bratwürste oder Getränke. Dennoch gibt es beim FCO einen Anreiz für die Unterstützer: „Wir wollen am Ende des Monats, so lange läuft diese Aktion, den umsatzstärksten Gast im virtuellen Vereinsheim mit einem Gutschein für das reale Vereinsheim auszeichnen“, sagt Markus Wilke aus dem Vorstand.