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Fußball-Funktionäre diskutieren über Saison bis Ende Juli

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Friedhelm Spey kann sich eine Verlängerung der Saison bis Ende Juli vorstellen. MT-Archivfoto: Külbel
Friedhelm Spey kann sich eine Verlängerung der Saison bis Ende Juli vorstellen. MT-Archivfoto: Külbel

Minden (nw). Nachdem der westfälische Verband mitgeteilt hatte, dass die Zwangspause im Amateurfußball bis auf Weiteres anhält, gibt es unterschiedliche Meinungen zu einer möglichen Fortführung der Saison.

Auch wenn erst im Mai wieder gespielt werden sollte, sieht Friedhelm Spey, Mitglied im Verbandsfußballausschuss und langjähriger Landesliga-Staffelleiter, keine Probleme, die Saison zu Ende zu bringen. „Es wird englische Wochen geben, aber vier Spiele in einer Woche – und das Woche für Woche – werden wir garantiert nicht durchziehen. Wenn es denn sein muss, dann spielen wir mal bis Ende Juli“, sagt er. Das würde auch einen verspäteten Start in die kommende Saison bedeuten: „Ein Problem könnte es höchstens mit den Vertragsamateuren geben, deren Verträge zum 30. Juni enden. Da müsste man die Laufzeit verändern, wie es der Profi-Fußball jetzt überlegt. Ich sehe das zur Zeit alles noch sehr entspannt.“

Etwas anderer Meinung ist da sein Kollege Kai Rieke, (Staffelleiter Bezirksliga und Fußballausschuss-Vorsitzender im Kreis Herford. Er sieht Probleme mit Spieltagen im Juli wegen der Urlaubszeit. Die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen gehen vom 29. Juni und bis zum 11. August. „Ich glaube, da machen die Spieler und Vereine nicht mit. Das ist nicht umsetzbar. Außerdem führen die Kommunen in jedem Jahr auf vielen Sportplätzen Renovierungsarbeiten durch – und da gibt es im Vorfeld vergebene Aufträge. Aus der Nummer kommt wohl niemand raus. Für mich ist die Deadline Ende Juni. Bis dahin sollte die Saison abgeschlossen sein.“

Sollte es rein rechnerisch nicht klappen mit der Durchführung aller Spieltage, müsste nach anderen Lösungen gesucht werden. „Mit diesem Szenario habe ich mich für die Bezirksliga schon beschäftigt – und auch mit den Kollegen im Kreisfußballausschuss haben wir uns Gedanken gemacht für den Spielbetrieb im Kreis Herford. Es wird auf jeden Fall kein Nachteil für die Vereine entstehen“, betont Rieke.

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MindenFußball-Funktionäre diskutieren über Saison bis Ende JuliMinden (nw). Nachdem der westfälische Verband mitgeteilt hatte, dass die Zwangspause im Amateurfußball bis auf Weiteres anhält, gibt es unterschiedliche Meinungen zu einer möglichen Fortführung der Saison. Auch wenn erst im Mai wieder gespielt werden sollte, sieht Friedhelm Spey, Mitglied im Verbandsfußballausschuss und langjähriger Landesliga-Staffelleiter, keine Probleme, die Saison zu Ende zu bringen. „Es wird englische Wochen geben, aber vier Spiele in einer Woche – und das Woche für Woche – werden wir garantiert nicht durchziehen. Wenn es denn sein muss, dann spielen wir mal bis Ende Juli“, sagt er. Das würde auch einen verspäteten Start in die kommende Saison bedeuten: „Ein Problem könnte es höchstens mit den Vertragsamateuren geben, deren Verträge zum 30. Juni enden. Da müsste man die Laufzeit verändern, wie es der Profi-Fußball jetzt überlegt. Ich sehe das zur Zeit alles noch sehr entspannt.“ Etwas anderer Meinung ist da sein Kollege Kai Rieke, (Staffelleiter Bezirksliga und Fußballausschuss-Vorsitzender im Kreis Herford. Er sieht Probleme mit Spieltagen im Juli wegen der Urlaubszeit. Die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen gehen vom 29. Juni und bis zum 11. August. „Ich glaube, da machen die Spieler und Vereine nicht mit. Das ist nicht umsetzbar. Außerdem führen die Kommunen in jedem Jahr auf vielen Sportplätzen Renovierungsarbeiten durch – und da gibt es im Vorfeld vergebene Aufträge. Aus der Nummer kommt wohl niemand raus. Für mich ist die Deadline Ende Juni. Bis dahin sollte die Saison abgeschlossen sein.“ Sollte es rein rechnerisch nicht klappen mit der Durchführung aller Spieltage, müsste nach anderen Lösungen gesucht werden. „Mit diesem Szenario habe ich mich für die Bezirksliga schon beschäftigt – und auch mit den Kollegen im Kreisfußballausschuss haben wir uns Gedanken gemacht für den Spielbetrieb im Kreis Herford. Es wird auf jeden Fall kein Nachteil für die Vereine entstehen“, betont Rieke.