Minden

Bis mindestens zum Ende der Osterferien werden keine Fußballspiele mehr ausgetragen - Vereine stellen den Trainingsbetrieb ein

Astrid Plaßhenrich und Jörg Wehling

Den Fußballern steht aufgrund der Entwicklungen des Corona-Virus mindestens eine fünfwöchige Pause bevor. - © Foto: Noah Wedel
Den Fußballern steht aufgrund der Entwicklungen des Corona-Virus mindestens eine fünfwöchige Pause bevor. (© Foto: Noah Wedel)

Minden. Es sollte doch endlich wieder losgehen. Auch für den TuS Kleinenbremen. Der Fußball-B-Ligist hat – wie viele Teams der Südstaffel – sein bislang letztes Meisterschaftsspiel Mitte November bestritten. Die Saison hätte jetzt mit dem Auswärtsspiel beim TuS Holzhausen/Porta II wieder Fahrt aufnehmen können. Doch am Freitagvormittag reagierte der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) auf die Corona-Situation. Der Spielbetrieb von der Ober- bis zur Bezirksliga ist ab sofort bis mindestens Sonntag, 19. April, für alle Männer-, Frauen-, Jugend- und Futsalmannschaften eingestellt. Der Fußballkreis Minden richtet sich ebenfalls nach der FLVW-Empfehlung und stoppte die laufenden Meisterschaftsrunden.

Trotzdem sei es das Ziel, die Saison sportlich enden zu lassen. Dazu werde aktuell ein Konzept entwickelt, teilte der Verband mit. „Ich bin gespannt auf die Lösungsansätze. Aber klar ist auch, dass das Sportliche in den Hintergrund tritt. Es geht nicht mehr um Abstiege oder Meisterschaften, sondern um unsere Gesundheit“, sagt Mathias Kummer. Damit vertritt der 2. Vorsitzende der FT Dützen die Meinung aller Vereine. „Es wäre fahrlässig gewesen, nicht auf die Entwicklungen zu reagieren“, erklärt auch Holger Sarres, Trainer des Bezirksligisten SV Kutenhausen-Todtenhausen. Wie bei der FTD ist auch bei der SVKT der Trainingsbetrieb bis einschließlich kommenden Sonntag eingestellt. „Dann werden wir die Situation neu bewerten. Aber wir sind uns unserer Verantwortung bewusst“, sagt Sven Fleuter, 2. Vorsitzender der SVKT. Beim TuS Lahde/Quetzen gilt das Trainingsstopp für die kommenden 14 Tage. Bei RW Maaslingen haben die Verantwortlichen den Trainern am Freitag zunächst freigestellt, ob sie weiter trainieren. Am Wochenende ruht allerdings bei RWM der Ball. „Wir werden uns am Sonntag mit dem Vorstand zusammensetzen und die Situation bewerten“, sagt Jan-Werner Schmitz.

Beim größten Verständnis für die Situation sind Trainer und Spieler auch genervt. „Bei mir in der Mannschaft gibt es auch unterschiedliche Sichtweisen zu dem Thema“, sagt Lahdes Trainer Christian Riedel. Die Fußballer brennen darauf, zu spielen. Die Winterpause war schließlich lang und verzögerte sich aufgrund der schlechten Wetterlage von Woche zu Woche. Zahlreiche Spiele müssen bereits nachgeholt und neu angesetzt werden. Der Zeitplan ist dadurch sowieso schon eng und wird jetzt noch enger. Schmitz kann sich auch deshalb nicht vorstellen, dass die Saison sportlich zu Ende gebracht werden kann. „Zudem richten wir unser Privatleben wie beispielsweise Urlaub nach der Saison“, nennt der RWM-Trainer noch einen anderen Aspekt. Riedel ergänzt: „Ich gehe davon aus, dass die Pause länger dauern wird als bis zum 19. April. Es ist eine spezielle Situation: Niemand weiß, was uns uns in den kommenden Wochen noch erwarten wird.“ Welch Belastung diese Pause ist, zeigt sich besonders deutlich anhand der SVKT. Die Kutenhauser müssten innerhalb kürzester Zeit den noch ausstehenden Spielbetrieb für mehr als 20 Teams abwickeln. „Uns ist durchaus bewusst, wie viel organisatorischer Aufwand diese Entscheidung für unsere Kreise und Vereine bedeutet“, sagt Manfred Schnieders, Vizepräsident Amateurfußball im FLVW.

Daneben geht Mathias Kummer auch davon aus, dass die Fußball-Ferienspiele Ostern ausfallen werden. „Die Tendenz geht sicherlich dahin“, sagt das Dützer Vorstandsmitglied. Davon betroffen sein könnte auch das Futsal-Camp von Turbo Minden oder die Fußball-Ferienspiele der DJK Dom Minden oder der SV Bölhorst-Häverstädt.

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MindenBis mindestens zum Ende der Osterferien werden keine Fußballspiele mehr ausgetragen - Vereine stellen den Trainingsbetrieb einAstrid Plaßhenrich,Jörg WehlingMinden. Es sollte doch endlich wieder losgehen. Auch für den TuS Kleinenbremen. Der Fußball-B-Ligist hat – wie viele Teams der Südstaffel – sein bislang letztes Meisterschaftsspiel Mitte November bestritten. Die Saison hätte jetzt mit dem Auswärtsspiel beim TuS Holzhausen/Porta II wieder Fahrt aufnehmen können. Doch am Freitagvormittag reagierte der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) auf die Corona-Situation. Der Spielbetrieb von der Ober- bis zur Bezirksliga ist ab sofort bis mindestens Sonntag, 19. April, für alle Männer-, Frauen-, Jugend- und Futsalmannschaften eingestellt. Der Fußballkreis Minden richtet sich ebenfalls nach der FLVW-Empfehlung und stoppte die laufenden Meisterschaftsrunden. Trotzdem sei es das Ziel, die Saison sportlich enden zu lassen. Dazu werde aktuell ein Konzept entwickelt, teilte der Verband mit. „Ich bin gespannt auf die Lösungsansätze. Aber klar ist auch, dass das Sportliche in den Hintergrund tritt. Es geht nicht mehr um Abstiege oder Meisterschaften, sondern um unsere Gesundheit“, sagt Mathias Kummer. Damit vertritt der 2. Vorsitzende der FT Dützen die Meinung aller Vereine. „Es wäre fahrlässig gewesen, nicht auf die Entwicklungen zu reagieren“, erklärt auch Holger Sarres, Trainer des Bezirksligisten SV Kutenhausen-Todtenhausen. Wie bei der FTD ist auch bei der SVKT der Trainingsbetrieb bis einschließlich kommenden Sonntag eingestellt. „Dann werden wir die Situation neu bewerten. Aber wir sind uns unserer Verantwortung bewusst“, sagt Sven Fleuter, 2. Vorsitzender der SVKT. Beim TuS Lahde/Quetzen gilt das Trainingsstopp für die kommenden 14 Tage. Bei RW Maaslingen haben die Verantwortlichen den Trainern am Freitag zunächst freigestellt, ob sie weiter trainieren. Am Wochenende ruht allerdings bei RWM der Ball. „Wir werden uns am Sonntag mit dem Vorstand zusammensetzen und die Situation bewerten“, sagt Jan-Werner Schmitz. Beim größten Verständnis für die Situation sind Trainer und Spieler auch genervt. „Bei mir in der Mannschaft gibt es auch unterschiedliche Sichtweisen zu dem Thema“, sagt Lahdes Trainer Christian Riedel. Die Fußballer brennen darauf, zu spielen. Die Winterpause war schließlich lang und verzögerte sich aufgrund der schlechten Wetterlage von Woche zu Woche. Zahlreiche Spiele müssen bereits nachgeholt und neu angesetzt werden. Der Zeitplan ist dadurch sowieso schon eng und wird jetzt noch enger. Schmitz kann sich auch deshalb nicht vorstellen, dass die Saison sportlich zu Ende gebracht werden kann. „Zudem richten wir unser Privatleben wie beispielsweise Urlaub nach der Saison“, nennt der RWM-Trainer noch einen anderen Aspekt. Riedel ergänzt: „Ich gehe davon aus, dass die Pause länger dauern wird als bis zum 19. April. Es ist eine spezielle Situation: Niemand weiß, was uns uns in den kommenden Wochen noch erwarten wird.“ Welch Belastung diese Pause ist, zeigt sich besonders deutlich anhand der SVKT. Die Kutenhauser müssten innerhalb kürzester Zeit den noch ausstehenden Spielbetrieb für mehr als 20 Teams abwickeln. „Uns ist durchaus bewusst, wie viel organisatorischer Aufwand diese Entscheidung für unsere Kreise und Vereine bedeutet“, sagt Manfred Schnieders, Vizepräsident Amateurfußball im FLVW. Daneben geht Mathias Kummer auch davon aus, dass die Fußball-Ferienspiele Ostern ausfallen werden. „Die Tendenz geht sicherlich dahin“, sagt das Dützer Vorstandsmitglied. Davon betroffen sein könnte auch das Futsal-Camp von Turbo Minden oder die Fußball-Ferienspiele der DJK Dom Minden oder der SV Bölhorst-Häverstädt.