Minden

Fußball-Box: Dützer Sturmduo trifft bei erfolgreicher Wiedervereinigung

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Robin Schmiade (Zweiter von links) bildete im ersten gemeinsamen Spiel mit Maurice Hergott (im Hintergrund) gleich ein gefährliches neues Sturmduo bei der FT Dützen. MT- - © Foto: Fabian Terwey
Robin Schmiade (Zweiter von links) bildete im ersten gemeinsamen Spiel mit Maurice Hergott (im Hintergrund) gleich ein gefährliches neues Sturmduo bei der FT Dützen. MT- (© Foto: Fabian Terwey)

Minden (mt). Ein wiedervereinigtes Angriffsduo hat der FT Dützen einen erfolgreichen Start ins Fußballjahr beschert. Bei der SV Eidinghausen-Werste endete die Leidenszeit des Stammtorhüters. Im Fußballkreis Herford fiel derweil eine wegweisende Entscheidung.

Sprintstark und torgefährlich

Das sprintstarke Sturmduo ist wieder vereint. Robin Schmiade und Maurice Hergott spielten bereits in der Jugend des SV Hausberge Seite an Seite. Am Sonntag wirbelten sie erstmals gemeinsam für die FT Dützen und trugen jeweils einen Treffer zum 3:2-Heimsieg gegen den TuS Brake bei. „Robin und Maurice bringen enormes Tempo mit“, freut sich Dützens Trainer Patrick Zweck: „Nach der ersten Halbzeit hat Robin mit sich gehadert. Klar ist aber auch, dass er bei seiner Schnelligkeit für ein Tor nur eine Aktion braucht.“ Und mit einer solchen entschied der Winter-Zugang das enge Duell: In der 85. Minute lief Schmiade seinem Gegenspieler davon und drückte die Kugel aus zehn Metern mit rechts ins lange Eck. Hergott hatte den fünften Saisonsieg der Dützer mit seinem sechsten Saisontor eingeleitet. Eine starke Sturm-Böe wehte seinen Lupfer zum frühen 1:0 über Brakes Schlussmann hinweg ins Netz. „Der Wind war eklig, in dem Fall hat er uns geholfen. Das war mehr Glück als Verstand“, sagte Hergott. Schmiade meinte erfreut: „Ich bin froh, dass ich nach langer Zeit mal wieder mit Maurice zusammengespielt habe und hoffe, dass ich das in den kommenden Wochen noch häufiger tun kann.“ (fat)

Bewegung bei den Preußen

Bei Preußen Espelkamp gibt es wieder einmal viel Bewegung im Kader. Robin und Kevin Reimer, Arjeton Islamaj und Bennett Heine werden den Landesliga-Tabellenführer nach der Saison verlassen. Dem gegenüber stehen drei Zugänge: Tobias Steffen (27) wechselte bereits in der Winterpause vom Regionalligisten SV Rödinghausen, im Sommer kommen Orkun Tosun (26, Fichte Bielefeld) und Aytürk Gecim (24, Roland Beckum) hinzu. „Wir wollten eigentlich alle Spieler des Kaders behalten“, zeigt sich Trainer und Sportlicher Leiter Tim Daseking traurig über den Abgang des Quartetts. Der Ex-Maaslinger Heine wechselt auch aus beruflichen Gründen näher an seine Heimat zum VfR Evesen. Auch bei Islamaj gab die Arbeit den Ausschlag, einen neuen Verein hat er noch nicht. Die Reimer-Brüder schließen sich dem FC Bad Oeynhausen an und sollen auch „das unruhige Umfeld“ in Espelkamp als Grund dafür genannt haben. Nebengeräusche gab es zudem beim Trainerwechsel in der A-Jugend. Hier hat der bisherige Co-Trainer Dominik Bokel kürzlich Slaiman Zuri abgelöst. Der Verein nennt „persönliche Gründe“ für dessen Rückzug. Zuri zeigte sich dagegen „tief enttäuscht“ vom FC Preußen: „Vor Weihnachten hat man meine Arbeit noch gelobt und mündlich mit mir für ein weiteres Jahr verlängert. Schriftlich sollte es noch fixiert werden. Und sechs Wochen später sagt man mir, dass diese Zusage keine Gültigkeit mehr hat.“ Auch deshalb entschloss er sich zum sofortigen Rückzug. (wb/ebi)

Axel Benus ist zurück

Nach fast einem Jahr Verletzungspause hat Axel Benus am Sonntag sein Comeback im Tor der SV Eidinghausen-Werste gefeiert. Der Leidensweg des 27-Jährigen begann im März 2019 nach einem Zweikampf im Training. Danach verzögerten Fehldiagnosen von Ärzten mit Einblutung im Knie beziehungsweise Muskel den Heilungsprozess. Erst der Besuch beim Orthopäden brachte Klarheit: Außenmeniskus im rechten Knie beschädigt, Operation notwendig. Da war es schon Ende Mai, einen Operationstermin bekam Benus aber erst im August. Im Oktober begann das Aufbautraining, und jetzt kehrte der Keeper beim 2:1-Heimsieg gegen die Spvg Steinhagen endlich zurück. „Ich kann von Glück reden, dass ich durch den Murks in den ersten Monaten keinen Knorpelschaden davon getragen habe“, sagt der gebürtige Gehlenbecker. Nach seinem Comeback blickt er jetzt zuversichtlich nach vorne: „Ich bin schmerzfrei, und es hat sich heute besser angefühlt als gedacht.“ (ebi)

Herford gegen B-Liga-Reform

Die Arbeitstagung des Fußballkreises Herford dauerte nur 35 Minuten, dann stand die Entscheidung fest: Es gibt keine Reform der Kreisliga B, sie bleibt auch in Zukunft zweigleisig. Von den 41 anwesenden Vereinen stimmten 16 für die Reform und Reduzierung auf eine Staffel ab der Saison 2021/2022 – zu wenige. 23 waren dafür, es bei den zwei B-Ligen zu belassen und lehnten damit die Reform ab. „Damit hat sich das Thema erledigt“, stellte der für den Spielbetrieb zuständige Kai Rieke fest. So musste auch nicht mehr über Modelle abgestimmt werden, mit denen die Reduzierung in die Praxis umgesetzt werden sollte. „Ich hoffe, die Vereine haben sich das wohl überlegt“, kommentierte Kreisvorsitzender Markus Bierbaum und hielt nicht mit seiner Meinung hinterm Berg: „Ich glaube, dass wir hier eine große Chance vertan haben, weil es auf Sicht qualitativ und quantitativ nicht besser wird, zumal wir auch immer weniger A-Jugend-Mannschaften haben werden. Auf Dauer ist das keine Lösung.“ Auch der Fußballkreis Minden hat mit seinen Vereinen bereits mehrmals über eine Spielklassenreform mit eingleisiger Kreisliga B geredet, abgestimmt wurde darüber aber noch nicht. (goy/kül)

Neustart in Stift Quernheim

Bezirksligist BV Stift Quernheim stellt sich neu auf. Nach dem Rückzug von Rolf Kuntschik löst Christoph Kuhlmann als Interimstrainer Michael Hanke ab. Letzterer war zuvor Sportlicher Leiter, übergibt diesen Aufgabenbereich aber nun an die Vorstandsmitglieder Malte Rompf und Thomas Jakowatz. „Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass Michael Hanke und ich die Gespräche mit dem VfL Klosterbauerschaft über die geplante Fusion führen und damit gut ausgelastet sind“, erklärt der stellvertretende Geschäftsführer Gunter Schwengel: „Wir wollten alles auf Null setzen und einen kompletten Neustart vollziehen.“ (nw)

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MindenFußball-Box: Dützer Sturmduo trifft bei erfolgreicher WiedervereinigungMinden (mt). Ein wiedervereinigtes Angriffsduo hat der FT Dützen einen erfolgreichen Start ins Fußballjahr beschert. Bei der SV Eidinghausen-Werste endete die Leidenszeit des Stammtorhüters. Im Fußballkreis Herford fiel derweil eine wegweisende Entscheidung. Sprintstark und torgefährlich Das sprintstarke Sturmduo ist wieder vereint. Robin Schmiade und Maurice Hergott spielten bereits in der Jugend des SV Hausberge Seite an Seite. Am Sonntag wirbelten sie erstmals gemeinsam für die FT Dützen und trugen jeweils einen Treffer zum 3:2-Heimsieg gegen den TuS Brake bei. „Robin und Maurice bringen enormes Tempo mit“, freut sich Dützens Trainer Patrick Zweck: „Nach der ersten Halbzeit hat Robin mit sich gehadert. Klar ist aber auch, dass er bei seiner Schnelligkeit für ein Tor nur eine Aktion braucht.“ Und mit einer solchen entschied der Winter-Zugang das enge Duell: In der 85. Minute lief Schmiade seinem Gegenspieler davon und drückte die Kugel aus zehn Metern mit rechts ins lange Eck. Hergott hatte den fünften Saisonsieg der Dützer mit seinem sechsten Saisontor eingeleitet. Eine starke Sturm-Böe wehte seinen Lupfer zum frühen 1:0 über Brakes Schlussmann hinweg ins Netz. „Der Wind war eklig, in dem Fall hat er uns geholfen. Das war mehr Glück als Verstand“, sagte Hergott. Schmiade meinte erfreut: „Ich bin froh, dass ich nach langer Zeit mal wieder mit Maurice zusammengespielt habe und hoffe, dass ich das in den kommenden Wochen noch häufiger tun kann.“ (fat) Bewegung bei den Preußen Bei Preußen Espelkamp gibt es wieder einmal viel Bewegung im Kader. Robin und Kevin Reimer, Arjeton Islamaj und Bennett Heine werden den Landesliga-Tabellenführer nach der Saison verlassen. Dem gegenüber stehen drei Zugänge: Tobias Steffen (27) wechselte bereits in der Winterpause vom Regionalligisten SV Rödinghausen, im Sommer kommen Orkun Tosun (26, Fichte Bielefeld) und Aytürk Gecim (24, Roland Beckum) hinzu. „Wir wollten eigentlich alle Spieler des Kaders behalten“, zeigt sich Trainer und Sportlicher Leiter Tim Daseking traurig über den Abgang des Quartetts. Der Ex-Maaslinger Heine wechselt auch aus beruflichen Gründen näher an seine Heimat zum VfR Evesen. Auch bei Islamaj gab die Arbeit den Ausschlag, einen neuen Verein hat er noch nicht. Die Reimer-Brüder schließen sich dem FC Bad Oeynhausen an und sollen auch „das unruhige Umfeld“ in Espelkamp als Grund dafür genannt haben. Nebengeräusche gab es zudem beim Trainerwechsel in der A-Jugend. Hier hat der bisherige Co-Trainer Dominik Bokel kürzlich Slaiman Zuri abgelöst. Der Verein nennt „persönliche Gründe“ für dessen Rückzug. Zuri zeigte sich dagegen „tief enttäuscht“ vom FC Preußen: „Vor Weihnachten hat man meine Arbeit noch gelobt und mündlich mit mir für ein weiteres Jahr verlängert. Schriftlich sollte es noch fixiert werden. Und sechs Wochen später sagt man mir, dass diese Zusage keine Gültigkeit mehr hat.“ Auch deshalb entschloss er sich zum sofortigen Rückzug. (wb/ebi) Axel Benus ist zurück Nach fast einem Jahr Verletzungspause hat Axel Benus am Sonntag sein Comeback im Tor der SV Eidinghausen-Werste gefeiert. Der Leidensweg des 27-Jährigen begann im März 2019 nach einem Zweikampf im Training. Danach verzögerten Fehldiagnosen von Ärzten mit Einblutung im Knie beziehungsweise Muskel den Heilungsprozess. Erst der Besuch beim Orthopäden brachte Klarheit: Außenmeniskus im rechten Knie beschädigt, Operation notwendig. Da war es schon Ende Mai, einen Operationstermin bekam Benus aber erst im August. Im Oktober begann das Aufbautraining, und jetzt kehrte der Keeper beim 2:1-Heimsieg gegen die Spvg Steinhagen endlich zurück. „Ich kann von Glück reden, dass ich durch den Murks in den ersten Monaten keinen Knorpelschaden davon getragen habe“, sagt der gebürtige Gehlenbecker. Nach seinem Comeback blickt er jetzt zuversichtlich nach vorne: „Ich bin schmerzfrei, und es hat sich heute besser angefühlt als gedacht.“ (ebi) Herford gegen B-Liga-Reform Die Arbeitstagung des Fußballkreises Herford dauerte nur 35 Minuten, dann stand die Entscheidung fest: Es gibt keine Reform der Kreisliga B, sie bleibt auch in Zukunft zweigleisig. Von den 41 anwesenden Vereinen stimmten 16 für die Reform und Reduzierung auf eine Staffel ab der Saison 2021/2022 – zu wenige. 23 waren dafür, es bei den zwei B-Ligen zu belassen und lehnten damit die Reform ab. „Damit hat sich das Thema erledigt“, stellte der für den Spielbetrieb zuständige Kai Rieke fest. So musste auch nicht mehr über Modelle abgestimmt werden, mit denen die Reduzierung in die Praxis umgesetzt werden sollte. „Ich hoffe, die Vereine haben sich das wohl überlegt“, kommentierte Kreisvorsitzender Markus Bierbaum und hielt nicht mit seiner Meinung hinterm Berg: „Ich glaube, dass wir hier eine große Chance vertan haben, weil es auf Sicht qualitativ und quantitativ nicht besser wird, zumal wir auch immer weniger A-Jugend-Mannschaften haben werden. Auf Dauer ist das keine Lösung.“ Auch der Fußballkreis Minden hat mit seinen Vereinen bereits mehrmals über eine Spielklassenreform mit eingleisiger Kreisliga B geredet, abgestimmt wurde darüber aber noch nicht. (goy/kül) Neustart in Stift Quernheim Bezirksligist BV Stift Quernheim stellt sich neu auf. Nach dem Rückzug von Rolf Kuntschik löst Christoph Kuhlmann als Interimstrainer Michael Hanke ab. Letzterer war zuvor Sportlicher Leiter, übergibt diesen Aufgabenbereich aber nun an die Vorstandsmitglieder Malte Rompf und Thomas Jakowatz. „Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass Michael Hanke und ich die Gespräche mit dem VfL Klosterbauerschaft über die geplante Fusion führen und damit gut ausgelastet sind“, erklärt der stellvertretende Geschäftsführer Gunter Schwengel: „Wir wollten alles auf Null setzen und einen kompletten Neustart vollziehen.“ (nw)