Petershagen

RW Maaslingen: Trainer verrät, was ihm vorm Landesliga-Wiederbeginn Mut und Sorgen macht

Fabian Terwey

Vertraut seiner Mannschaft: RW Maaslingens Trainer Jan-Werner Schmitz spricht zu seinen Spielern. Vor dem Beginn der Landesliga-Restrunde ist der Coach vom Klassenerhalt überzeugt. MT- - © Foto: Sebastian Külbel
Vertraut seiner Mannschaft: RW Maaslingens Trainer Jan-Werner Schmitz spricht zu seinen Spielern. Vor dem Beginn der Landesliga-Restrunde ist der Coach vom Klassenerhalt überzeugt. MT- (© Foto: Sebastian Külbel)

Petershagen. Die Vorfreude bei Jan-Werner Schmitz ist groß. Positiv gestimmt blickt RW Maaslingens Trainer dem Wiederbeginn der Fußball-Landesliga entgegen. Unverhofft war der ambitionierte Westfalenliga-Absteiger in der laufenden Serie in den Tabellenkeller gerutscht. Immerhin rettete man sich zur Winterpause noch auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Nach der Spielpause startet die Restrunde am kommenden Sonntag mit dem Heimspiel gegen den Hövelhofer SV. Vom Klassenerhalt und seinem Team ist Schmitz überzeugt. Was ihm Mut, aber auch Sorgen macht, verrät der Coach im MT-Gespräch.

Rund zwei Monate waren es ohne Pflichtspiel. Wie groß ist die Sehnsucht nach Fußball um Punkte?

Sehr groß. Die Pause hat uns gut getan. Um die Köpfe freizubekommen, war es von Vorteil, sich ein paar Tage lang mal nicht zu sehen. Es geht dann aber sehr schnell, dass man den Fußball wieder vermisst. Das kennt glaube ich jeder, der spielt.

Wie fällt das Fazit zur Winter-Vorbereitung aus?

Im Training hatten wir durchschnittlich 17 Spieler. Das war sehr, sehr gut. Wir haben bewusst nur vier Wochen gemacht. Alle haben sich vorher individuell fit gehalten. Und dann hatten wir ja noch die Hallenturniere. Das Training haben wir so abwechslungsreich wie möglich gestaltet. Wir hatten Koordinations- und Sprintübungen mit Handballer Aaron Ziercke dabei, aber auch mal ein Boxtraining. Da haben wir viel gelacht, aber die Mannschaft hat auch die nötige Ernsthaftigkeit an den Tag gelegt.

Wer ist der Gewinner der Vorbereitung?

Das ist ganz klar die gesamte Mannschaft. Jeder hängt sich rein und jeder weiß um die sportliche Situation. Super wichtig ist, dass Jesper Fuchs nach seinem Bandscheibenvorfall wieder ohne Probleme mittrainiert hat und voll einsatzfähig ist.

Gab es angesichts der drohenden Abstiegsgefahr Bedarf an Gesprächen mit einzelnen Spielern?

Das Problem ist einfach, dass wir aus den ersten sieben Spielen nur einen Punkt geholt haben. Wir haben schon so viel geredet. Das brauchten wir jetzt nicht mehr. Die schlechte Hinrunde ist für uns abgeschlossen. Wir haben da im Trainerteam und in der Mannschaft alles analysiert. Wir können es eh nicht mehr ändern und gucken nur noch nach vorne. Jetzt lassen wir Taten sprechen.

Wird Maaslingen bis zum Saisonende um den Klassenerhalt bangen müssen?

Ich bin kein Hellseher. Fakt ist, dass ich das Ganze so nicht erwartet hätte. Aber es ist wie es ist. Es bringt ja nichts, zu mutmaßen, wie es weitergeht. Auf jeden Fall haben wir gleich einen schweren Auftakt mit den Spielen gegen Hövelhof, Nieheim und Preußen Espelkamp.

Was macht Mut für die Restrunde?

Der Zusammenhalt und die Trainingsleistungen. Auch der Test gegen Westfalenligist Rödinghausen II war gut (0:3). Jeder ordnet alles dem Verein unter.

Was bereitet Sorgen?

In den letzten Spielen vor der Winterpause haben wir uns gesteigert. Problem waren aber weiterhin die Gegentore nach Standardsituationen. Darin müssen wir uns verbessern.

Sie als Trainer bleiben dem Verein nach der Verlängerung um ein weiteres Jahr auch in der kommenden Saison erhalten. Wie gestalten sich die Kaderplanungen für 2020/21?

Das ist natürlich schwierig. Denn potenzielle Neuzugänge schauen natürlich schon auf die Tabelle und fragen sich, in welcher Liga wir in der kommenden Saison spielen. Ich kann nur versichern: Wir werden den Klassenerhalt schon schaffen. Unabhängig von mir ist es grundsätzlich wichtig, dass die Mannschaft weiß, mit welchem Trainer sie in die kommende Saison geht. Mit unseren eigenen Spielern geht es gar nicht um die Ligenzugehörigkeit. Wir stehen da in ständigem Austausch. Die Mannschaft hat teilweise in Einzelgesprächen erklärt, dass sie auch bei einem Abstieg nicht abhauen wird.

Ligarivalen wie beispielsweise Spitzenreiter Preußen Espelkamp haben sich mit Tobias Steffen hochkarätig verstärkt. Warum hat sich bei RWM im Winter nichts getan?

Abgesehen von Timon Schwemling, der sich entschieden hat, nicht mehr dem Kader anzugehören, hat sich an der Zusammenstellung nichts geändert. Wir vertrauen der Mannschaft voll und ganz und haben keinen Gedanken daran verschwendet, etwas zu unternehmen. Ich bin zufrieden.

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PetershagenRW Maaslingen: Trainer verrät, was ihm vorm Landesliga-Wiederbeginn Mut und Sorgen machtFabian TerweyPetershagen. Die Vorfreude bei Jan-Werner Schmitz ist groß. Positiv gestimmt blickt RW Maaslingens Trainer dem Wiederbeginn der Fußball-Landesliga entgegen. Unverhofft war der ambitionierte Westfalenliga-Absteiger in der laufenden Serie in den Tabellenkeller gerutscht. Immerhin rettete man sich zur Winterpause noch auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Nach der Spielpause startet die Restrunde am kommenden Sonntag mit dem Heimspiel gegen den Hövelhofer SV. Vom Klassenerhalt und seinem Team ist Schmitz überzeugt. Was ihm Mut, aber auch Sorgen macht, verrät der Coach im MT-Gespräch. Rund zwei Monate waren es ohne Pflichtspiel. Wie groß ist die Sehnsucht nach Fußball um Punkte? Sehr groß. Die Pause hat uns gut getan. Um die Köpfe freizubekommen, war es von Vorteil, sich ein paar Tage lang mal nicht zu sehen. Es geht dann aber sehr schnell, dass man den Fußball wieder vermisst. Das kennt glaube ich jeder, der spielt. Wie fällt das Fazit zur Winter-Vorbereitung aus? Im Training hatten wir durchschnittlich 17 Spieler. Das war sehr, sehr gut. Wir haben bewusst nur vier Wochen gemacht. Alle haben sich vorher individuell fit gehalten. Und dann hatten wir ja noch die Hallenturniere. Das Training haben wir so abwechslungsreich wie möglich gestaltet. Wir hatten Koordinations- und Sprintübungen mit Handballer Aaron Ziercke dabei, aber auch mal ein Boxtraining. Da haben wir viel gelacht, aber die Mannschaft hat auch die nötige Ernsthaftigkeit an den Tag gelegt. Wer ist der Gewinner der Vorbereitung? Das ist ganz klar die gesamte Mannschaft. Jeder hängt sich rein und jeder weiß um die sportliche Situation. Super wichtig ist, dass Jesper Fuchs nach seinem Bandscheibenvorfall wieder ohne Probleme mittrainiert hat und voll einsatzfähig ist. Gab es angesichts der drohenden Abstiegsgefahr Bedarf an Gesprächen mit einzelnen Spielern? Das Problem ist einfach, dass wir aus den ersten sieben Spielen nur einen Punkt geholt haben. Wir haben schon so viel geredet. Das brauchten wir jetzt nicht mehr. Die schlechte Hinrunde ist für uns abgeschlossen. Wir haben da im Trainerteam und in der Mannschaft alles analysiert. Wir können es eh nicht mehr ändern und gucken nur noch nach vorne. Jetzt lassen wir Taten sprechen. Wird Maaslingen bis zum Saisonende um den Klassenerhalt bangen müssen? Ich bin kein Hellseher. Fakt ist, dass ich das Ganze so nicht erwartet hätte. Aber es ist wie es ist. Es bringt ja nichts, zu mutmaßen, wie es weitergeht. Auf jeden Fall haben wir gleich einen schweren Auftakt mit den Spielen gegen Hövelhof, Nieheim und Preußen Espelkamp. Was macht Mut für die Restrunde? Der Zusammenhalt und die Trainingsleistungen. Auch der Test gegen Westfalenligist Rödinghausen II war gut (0:3). Jeder ordnet alles dem Verein unter. Was bereitet Sorgen? In den letzten Spielen vor der Winterpause haben wir uns gesteigert. Problem waren aber weiterhin die Gegentore nach Standardsituationen. Darin müssen wir uns verbessern. Sie als Trainer bleiben dem Verein nach der Verlängerung um ein weiteres Jahr auch in der kommenden Saison erhalten. Wie gestalten sich die Kaderplanungen für 2020/21? Das ist natürlich schwierig. Denn potenzielle Neuzugänge schauen natürlich schon auf die Tabelle und fragen sich, in welcher Liga wir in der kommenden Saison spielen. Ich kann nur versichern: Wir werden den Klassenerhalt schon schaffen. Unabhängig von mir ist es grundsätzlich wichtig, dass die Mannschaft weiß, mit welchem Trainer sie in die kommende Saison geht. Mit unseren eigenen Spielern geht es gar nicht um die Ligenzugehörigkeit. Wir stehen da in ständigem Austausch. Die Mannschaft hat teilweise in Einzelgesprächen erklärt, dass sie auch bei einem Abstieg nicht abhauen wird. Ligarivalen wie beispielsweise Spitzenreiter Preußen Espelkamp haben sich mit Tobias Steffen hochkarätig verstärkt. Warum hat sich bei RWM im Winter nichts getan? Abgesehen von Timon Schwemling, der sich entschieden hat, nicht mehr dem Kader anzugehören, hat sich an der Zusammenstellung nichts geändert. Wir vertrauen der Mannschaft voll und ganz und haben keinen Gedanken daran verschwendet, etwas zu unternehmen. Ich bin zufrieden.