Porta Westfalica

Vorstandswechel beim FC Holtrup und der Wunsch nach ruhigerem Fahrwasser

Jörg Wehling

Der FC-Vorstand mit v.l. Andreas Waschkowitz, Markus Halter, Ingo Detering, Sebastian Kohlstädt, Tim Wiebesiek und Christoph Johanning. MT- - © Foto: Jörg Wehling
Der FC-Vorstand mit v.l. Andreas Waschkowitz, Markus Halter, Ingo Detering, Sebastian Kohlstädt, Tim Wiebesiek und Christoph Johanning. MT- (© Foto: Jörg Wehling)

Porta Westfalica. Eine Lücke bleibt im Vorstand des FC BW Holtrup. Für das Amt des Geschäftsführers fand sich auf der Jahreshauptversammlung kein Kandidat. Gespräche im Vorfeld blieben erfolglos, versicherten Vereinschef Christoph Johanning, Kassenwart Sebastian Kohlstädt und Schriftführer Tim Wiebesiek. Immerhin: Die Suche nach einem neuen 2. Vorsitzenden war erfolgreich. Markus Halter gehört nun dazu.

Das Amt des Geschäftsführers bekleidete Sven Finne, der aber nicht mehr antrat. „Was hier vorgefallen ist, ist nicht meine Vorstellung von Vereinsleben“, sagt Finne. Persönliche Diffamierungen nach dem Rückzug der ersten Männer-Mannschaft aus der Fußball-Kreisliga A im März 2019 habe er erfahren. Dabei war er nicht alleinverantwortlich für den Rückzug des sportlichen Aushängeschildes. „Es war ein Vorstandsbeschluss“, sagt Finne. Die Art der Kritik war aber für ihn zu viel, dabei leitete er auch den Neuaufbau in der Kreisliga B ein. Seinen Dank richtete Finne ausdrücklich an seine Vorstandskollegen. „Die zehn Jahre Zusammenarbeit haben Spaß gemacht.“ Ihre Gedanken ob der Kritikkultur hatten sich auch Christoph Johanning und Sebastian Kohlstädt gemacht. „Es war eine turbulente Zeit. Und wir haben sicher auch Fehler gemacht. Aber Kritik sollte fair bleiben“, sagt Kohlstädt und stellte sogleich Bedingungen für seiner Wiederwahl. „Wir müssen wieder in ruhigere Fahrwasser kommen. Sonst ist für mich die Reise bis zur nächsten Versammlung zu Ende.“

Mit Applaus wurden Kohlstädts Worte von den Mitgliedern bedacht, wohlwissend, dass ihr Verein am Scheideweg stand und vielleicht auch noch steht. 241 Mitglieder und damit 61 weniger als im Vorjahr sind ein Negativwert. Auf der anderen Seite gehören 75 Kinder und Jugendliche dem Klub an, was wiederum Mut macht. Allerdings besteht auch hier Handlungsbedarf, denn im Jugendvorstand fehlt ein Geschäftsführer. „Wir werden Aufgaben umverteilen“, sagt Christoph Johanning, der aber auch an die Mitglieder appellierte, sich mehr im Verein zu engagieren.

Die Sachthemen rückten fast in den Hintergrund. Etwa, dass es noch keinen neuen langfristigen Pachtvertrag für den Sportplatz gebe. Der ist aber notwendig für geplante Investitionen, etwa den Bau einer neuen Flutlichtanlage.

Gute Nachrichten gab es im Bereich der ersten Mannschaft. Mit Jens Rasche, bisher SG Kalldorf II, ist ein Trainer für die kommende Saison gefunden worden. Rasche kennt Holtrup, wohnt im Nachbardorf Uffeln.

Den meisten Applaus des Abends kassierte ein Vereins-Urgestein und zwar Thomas Binder für 50 Jahre Mitgliedschaft beim FC Holtrup.

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Porta WestfalicaVorstandswechel beim FC Holtrup und der Wunsch nach ruhigerem FahrwasserJörg WehlingPorta Westfalica. Eine Lücke bleibt im Vorstand des FC BW Holtrup. Für das Amt des Geschäftsführers fand sich auf der Jahreshauptversammlung kein Kandidat. Gespräche im Vorfeld blieben erfolglos, versicherten Vereinschef Christoph Johanning, Kassenwart Sebastian Kohlstädt und Schriftführer Tim Wiebesiek. Immerhin: Die Suche nach einem neuen 2. Vorsitzenden war erfolgreich. Markus Halter gehört nun dazu. Das Amt des Geschäftsführers bekleidete Sven Finne, der aber nicht mehr antrat. „Was hier vorgefallen ist, ist nicht meine Vorstellung von Vereinsleben“, sagt Finne. Persönliche Diffamierungen nach dem Rückzug der ersten Männer-Mannschaft aus der Fußball-Kreisliga A im März 2019 habe er erfahren. Dabei war er nicht alleinverantwortlich für den Rückzug des sportlichen Aushängeschildes. „Es war ein Vorstandsbeschluss“, sagt Finne. Die Art der Kritik war aber für ihn zu viel, dabei leitete er auch den Neuaufbau in der Kreisliga B ein. Seinen Dank richtete Finne ausdrücklich an seine Vorstandskollegen. „Die zehn Jahre Zusammenarbeit haben Spaß gemacht.“ Ihre Gedanken ob der Kritikkultur hatten sich auch Christoph Johanning und Sebastian Kohlstädt gemacht. „Es war eine turbulente Zeit. Und wir haben sicher auch Fehler gemacht. Aber Kritik sollte fair bleiben“, sagt Kohlstädt und stellte sogleich Bedingungen für seiner Wiederwahl. „Wir müssen wieder in ruhigere Fahrwasser kommen. Sonst ist für mich die Reise bis zur nächsten Versammlung zu Ende.“ Mit Applaus wurden Kohlstädts Worte von den Mitgliedern bedacht, wohlwissend, dass ihr Verein am Scheideweg stand und vielleicht auch noch steht. 241 Mitglieder und damit 61 weniger als im Vorjahr sind ein Negativwert. Auf der anderen Seite gehören 75 Kinder und Jugendliche dem Klub an, was wiederum Mut macht. Allerdings besteht auch hier Handlungsbedarf, denn im Jugendvorstand fehlt ein Geschäftsführer. „Wir werden Aufgaben umverteilen“, sagt Christoph Johanning, der aber auch an die Mitglieder appellierte, sich mehr im Verein zu engagieren. Die Sachthemen rückten fast in den Hintergrund. Etwa, dass es noch keinen neuen langfristigen Pachtvertrag für den Sportplatz gebe. Der ist aber notwendig für geplante Investitionen, etwa den Bau einer neuen Flutlichtanlage. Gute Nachrichten gab es im Bereich der ersten Mannschaft. Mit Jens Rasche, bisher SG Kalldorf II, ist ein Trainer für die kommende Saison gefunden worden. Rasche kennt Holtrup, wohnt im Nachbardorf Uffeln. Den meisten Applaus des Abends kassierte ein Vereins-Urgestein und zwar Thomas Binder für 50 Jahre Mitgliedschaft beim FC Holtrup.