Petershagen

20. Sponsoren-Cup: Hitziges Halbfinale und ein überraschender Sieger

Sebastian Külbel

Umkämpftes Halbfinale: Turbo-Akteur Cedric Camacho will ins leere Tor schießen, TuSPO-Keeper Leonard Kiel eilt zurück und seine Mitspieler Tim Dorgeloh (links) und Jannik Kaltofen versuchen zu klären. MT- - © Foto: Külbel
Umkämpftes Halbfinale: Turbo-Akteur Cedric Camacho will ins leere Tor schießen, TuSPO-Keeper Leonard Kiel eilt zurück und seine Mitspieler Tim Dorgeloh (links) und Jannik Kaltofen versuchen zu klären. MT- (© Foto: Külbel)

Petershagen. Tim Lohaus machte mit dem Pokal die Welle vor der Mannschaft, und seine Mitspieler vom TuS Petershagen-Ovenstädt machten gerne mit: Der 20. Sponsoren-Cup von RW Maaslingen brachte nicht nur einen unerwarteten Sieger, sondern auch noch weitere Überraschungen und Aufreger hervor. Vor allem das erste Halbfinale beim Hallenfußball-Spektakel in der Sporthalle des Gymnasiums Petershagen hatte es in sich.

Im hart umkämpften Duell zwischen TuSPO und den Hallen-Spezialisten von FSP Turbo Minden stellte Schiedsrichter Andreas Engel gleich vier Spieler für jeweils zwei Minuten vom Platz. Petershagens Co-Trainer regte Werner Krohne das so sehr auf, dass er vom Spielfeldrand verwiesen wurde. Nach Toren von Panagiotis Galatas für Turbo und dem Ausgleich von Tim Dorgeloh wurde die Partie in der Schlussphase immer hitziger, ohne jedoch unfair zu sein. Der Siegtreffer gelang TuSPO-Torwart Leonard Kiel, der damit das Aus des Favoriten besiegelte.

TuS Petershagen-Ovenstädts Tim Lohaus machte mit dem Pokal vor seinen Mitspielern die Welle. MT- - © Foto: Sebastian Külbel
TuS Petershagen-Ovenstädts Tim Lohaus machte mit dem Pokal vor seinen Mitspielern die Welle. MT- (© Foto: Sebastian Külbel)

Denn in der Vorrunde hatte Turbo als einziges Team ohne Niederlage den besten Eindruck hinterlassen und war auch mitverantwortlich für das frühe Scheitern des Ausrichters und Titelverteidigers: RW Maaslingen verlor sein Auftaktspiel gegen die Futsaler 3:4 und strich schließlich nach einem 2:3 gegen den VfR Evesen die Segel. „Es ist schon ärgerlich, beim eigenen Turnier in der Vorrunde auszuscheiden“, meinte Trainer Jan-Werner Schmitz, der das total unnötig fand: „Aber wir haben eben nicht mit der letzten Entschlossenheit verteidigt.“

Genau das war für den den TuS Petershagen-Ovenstädt der Schlüssel zum Turniersieg. Der Bezirksliga-Letzte kassierte zwar in der Vorrunde auch eine klare 1:5-Niederlage gegen SV Inter Komata Nienburg, die jedoch wies den Weg zum Titel: „Wir haben uns aus diesem Tief gut wieder rausgezogen“, meinte Trainer Jan Frederik Finger: „Danach haben wir hinten gut gestanden, da ist kaum noch etwas durchgekommen.“ Dazu trug im Finale auch der Trainer bei, der ungeplant eingreifen musste, nachdem Tobias Brethauer im letzten Gruppenspiel gegen den SV Hausberge umgeknickt war.

Eben jene Portaner krönten ihr gelungenes Hallen-Wochenende nach dem Gewinn des Qualifikationsturniers am Freitag mit dem Halbfinaleinzug, waren dann aber beim 2:6 gegen Evesen chancenlos. „Wir hatten einfach keine Kraft mehr, der Gegner hat jeden Fehler bestraft. Die Luft war raus“, sagte Spieler und Co-Trainer Tim Jüngling.

Im Finale schien Evesen favorisiert und ging auch durch Sebastian Hull in Führung. Jannik Kaltofen gelang jedoch vor dem Seitenwechsel der 1:1-Ausgleich, und nach einer zähen zweiten Hälfte musste das Neunmeterschießen entscheiden. In dem parierte Kiel den zweiten Schuss von Moritz Heine, und erneut Kaltofen verwandelte seinen Versuch zum Sieg. Es war nach 2007 der zweite für den TuSPO beim Sponsoren-Cup. „Mich freut es vor allem für die Jungs, nachdem wir uns letzte Woche bei unserem eigenen Turnier nicht so gut verkauft haben“, sagte Finger. Beim Petershäger Pressepokal war seine Mannschaft in der Vorrunde gescheitert.

Die Tribünen waren derweil neun Tage vorher ein wenig voller, was aber nichts an der positiven Bilanz der Veranstalter ändert: „Wir sind sehr zufrieden, die Halle war Freitag und auch heute gut besucht und es lief alles rund“, sagte Maaslingens Fußball-Spartenleiter Daniel Gieseking. Ein guter Gradmesser dafür war die Tombola: RWM verkaufte alle 2.000 Lose und verteilte mehr als 20 Preise, darunter eine Mini-Kreuzfahrt.

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  1. sponsorencup180 - 1

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Petershagen20. Sponsoren-Cup: Hitziges Halbfinale und ein überraschender SiegerSebastian KülbelPetershagen. Tim Lohaus machte mit dem Pokal die Welle vor der Mannschaft, und seine Mitspieler vom TuS Petershagen-Ovenstädt machten gerne mit: Der 20. Sponsoren-Cup von RW Maaslingen brachte nicht nur einen unerwarteten Sieger, sondern auch noch weitere Überraschungen und Aufreger hervor. Vor allem das erste Halbfinale beim Hallenfußball-Spektakel in der Sporthalle des Gymnasiums Petershagen hatte es in sich. Im hart umkämpften Duell zwischen TuSPO und den Hallen-Spezialisten von FSP Turbo Minden stellte Schiedsrichter Andreas Engel gleich vier Spieler für jeweils zwei Minuten vom Platz. Petershagens Co-Trainer regte Werner Krohne das so sehr auf, dass er vom Spielfeldrand verwiesen wurde. Nach Toren von Panagiotis Galatas für Turbo und dem Ausgleich von Tim Dorgeloh wurde die Partie in der Schlussphase immer hitziger, ohne jedoch unfair zu sein. Der Siegtreffer gelang TuSPO-Torwart Leonard Kiel, der damit das Aus des Favoriten besiegelte. Denn in der Vorrunde hatte Turbo als einziges Team ohne Niederlage den besten Eindruck hinterlassen und war auch mitverantwortlich für das frühe Scheitern des Ausrichters und Titelverteidigers: RW Maaslingen verlor sein Auftaktspiel gegen die Futsaler 3:4 und strich schließlich nach einem 2:3 gegen den VfR Evesen die Segel. „Es ist schon ärgerlich, beim eigenen Turnier in der Vorrunde auszuscheiden“, meinte Trainer Jan-Werner Schmitz, der das total unnötig fand: „Aber wir haben eben nicht mit der letzten Entschlossenheit verteidigt.“ Genau das war für den den TuS Petershagen-Ovenstädt der Schlüssel zum Turniersieg. Der Bezirksliga-Letzte kassierte zwar in der Vorrunde auch eine klare 1:5-Niederlage gegen SV Inter Komata Nienburg, die jedoch wies den Weg zum Titel: „Wir haben uns aus diesem Tief gut wieder rausgezogen“, meinte Trainer Jan Frederik Finger: „Danach haben wir hinten gut gestanden, da ist kaum noch etwas durchgekommen.“ Dazu trug im Finale auch der Trainer bei, der ungeplant eingreifen musste, nachdem Tobias Brethauer im letzten Gruppenspiel gegen den SV Hausberge umgeknickt war. Eben jene Portaner krönten ihr gelungenes Hallen-Wochenende nach dem Gewinn des Qualifikationsturniers am Freitag mit dem Halbfinaleinzug, waren dann aber beim 2:6 gegen Evesen chancenlos. „Wir hatten einfach keine Kraft mehr, der Gegner hat jeden Fehler bestraft. Die Luft war raus“, sagte Spieler und Co-Trainer Tim Jüngling. Im Finale schien Evesen favorisiert und ging auch durch Sebastian Hull in Führung. Jannik Kaltofen gelang jedoch vor dem Seitenwechsel der 1:1-Ausgleich, und nach einer zähen zweiten Hälfte musste das Neunmeterschießen entscheiden. In dem parierte Kiel den zweiten Schuss von Moritz Heine, und erneut Kaltofen verwandelte seinen Versuch zum Sieg. Es war nach 2007 der zweite für den TuSPO beim Sponsoren-Cup. „Mich freut es vor allem für die Jungs, nachdem wir uns letzte Woche bei unserem eigenen Turnier nicht so gut verkauft haben“, sagte Finger. Beim Petershäger Pressepokal war seine Mannschaft in der Vorrunde gescheitert. Die Tribünen waren derweil neun Tage vorher ein wenig voller, was aber nichts an der positiven Bilanz der Veranstalter ändert: „Wir sind sehr zufrieden, die Halle war Freitag und auch heute gut besucht und es lief alles rund“, sagte Maaslingens Fußball-Spartenleiter Daniel Gieseking. Ein guter Gradmesser dafür war die Tombola: RWM verkaufte alle 2.000 Lose und verteilte mehr als 20 Preise, darunter eine Mini-Kreuzfahrt.