Minden

Kreisliga A: Union Minden trennt sich von Jens Meier

Astrid Plaßhenrich

Jens Meier übernahm im Winter 2018 das Traineramt bei Union Minden. MT- - © Foto: Marcus Riechmann
Jens Meier übernahm im Winter 2018 das Traineramt bei Union Minden. MT- (© Foto: Marcus Riechmann)

Minden (mt). Es waren stürmische Zeiten: Als Jens Meier den damaligen Fußball-Bezirksligisten Union Minden im Winter 2018 als Trainer übernahm, steckte der Fusionsverein ganz tief im Tabellenkeller. Auch Meier konnte den Abstieg in seinem ersten Halbjahr nicht mehr verhindern, ging mit einem neuformierten Team aber das Projekt „Neustart“ in der Kreisliga A an. Jetzt steht fest: Am Saisonende ist für den Trainer Schluss, die Wege von Jens Meier und Union Minden werden sich nach zweieinhalb Jahren im Sommer trennen.

„Wir wollen auf der Trainerposition einen neuen Impuls setzen“, sagt Unions Sportliche Leiter Mario Schnitker und lobt den Trainer: „Jens macht sehr gute Arbeit, und wir wollen mit ihm in den kommenden sechs Monaten den maximalen Erfolg erreichen.“

Genau diese Aussage „irritiert“ Jens Meier, wie er sagt: „Es wurde in den vergangenen zwei Jahren nicht einmal Kritik an meiner Arbeit geübt – im Gegenteil. Deswegen hat mich die Entscheidung sehr überrascht.“ Meier hätte über die Saison hinaus gerne mit seiner Mannschaft zusammen gearbeitet, sie weiter entwickelt. „Der Weg war für mich noch nicht zu Ende“, sagt Meier und betont: „Nach dem Abstieg hatten wir keine Mannschaft zusammen. Es ist vor allem auch meinem damaligen Co-Trainer Stefan Mrosowski zu verdanken, dass wir mit einem schlagkräftigen Team in die Kreisliga A starten konnten. Als wir dann auf Anhieb den zweiten Platz erreichten, hatten wir schon viel erreicht.“

Obwohl Meier über die Entscheidung sich von ihm zu trennen enttäuscht ist, war es für ihn keine Option, seinen Vertrag bereits jetzt aufzulösen. Das freue die Vereinsverantwortlichen, sagt Schnitker, ohne sich aber darauf festlegen zu wollen, was als „maximaler Erfolg“ gedeutet werden soll. Fakt ist: Aktuell steht Union Minden mit sieben Punkten Rückstand auf Spitzenreiter TuS Lahde/Quetzen auf Platz drei.

Wer in der Saison 2020/21 auf der Mindener Trainerbank sitzen wird, steht indes noch nicht fest. „Wir führen Gespräche und sind auch schon sehr weit“, sagt Torsten Schwier. Der Vorsitzende wollte sich aber nicht dazu äußern, ob es eine interne oder externe Lösung geben wird. Schwier vergleicht die Trennung von Meier mit der von Dieter Hecking und dem Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Hecking habe auch zufriedenstellend am Niederrhein gearbeitet, der Verein sich aber in Marco Rose einen neuen Coach geholt, um einen neuen Anreiz zu schaffen.

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MindenKreisliga A: Union Minden trennt sich von Jens MeierAstrid PlaßhenrichMinden (mt). Es waren stürmische Zeiten: Als Jens Meier den damaligen Fußball-Bezirksligisten Union Minden im Winter 2018 als Trainer übernahm, steckte der Fusionsverein ganz tief im Tabellenkeller. Auch Meier konnte den Abstieg in seinem ersten Halbjahr nicht mehr verhindern, ging mit einem neuformierten Team aber das Projekt „Neustart“ in der Kreisliga A an. Jetzt steht fest: Am Saisonende ist für den Trainer Schluss, die Wege von Jens Meier und Union Minden werden sich nach zweieinhalb Jahren im Sommer trennen. „Wir wollen auf der Trainerposition einen neuen Impuls setzen“, sagt Unions Sportliche Leiter Mario Schnitker und lobt den Trainer: „Jens macht sehr gute Arbeit, und wir wollen mit ihm in den kommenden sechs Monaten den maximalen Erfolg erreichen.“ Genau diese Aussage „irritiert“ Jens Meier, wie er sagt: „Es wurde in den vergangenen zwei Jahren nicht einmal Kritik an meiner Arbeit geübt – im Gegenteil. Deswegen hat mich die Entscheidung sehr überrascht.“ Meier hätte über die Saison hinaus gerne mit seiner Mannschaft zusammen gearbeitet, sie weiter entwickelt. „Der Weg war für mich noch nicht zu Ende“, sagt Meier und betont: „Nach dem Abstieg hatten wir keine Mannschaft zusammen. Es ist vor allem auch meinem damaligen Co-Trainer Stefan Mrosowski zu verdanken, dass wir mit einem schlagkräftigen Team in die Kreisliga A starten konnten. Als wir dann auf Anhieb den zweiten Platz erreichten, hatten wir schon viel erreicht.“ Obwohl Meier über die Entscheidung sich von ihm zu trennen enttäuscht ist, war es für ihn keine Option, seinen Vertrag bereits jetzt aufzulösen. Das freue die Vereinsverantwortlichen, sagt Schnitker, ohne sich aber darauf festlegen zu wollen, was als „maximaler Erfolg“ gedeutet werden soll. Fakt ist: Aktuell steht Union Minden mit sieben Punkten Rückstand auf Spitzenreiter TuS Lahde/Quetzen auf Platz drei. Wer in der Saison 2020/21 auf der Mindener Trainerbank sitzen wird, steht indes noch nicht fest. „Wir führen Gespräche und sind auch schon sehr weit“, sagt Torsten Schwier. Der Vorsitzende wollte sich aber nicht dazu äußern, ob es eine interne oder externe Lösung geben wird. Schwier vergleicht die Trennung von Meier mit der von Dieter Hecking und dem Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Hecking habe auch zufriedenstellend am Niederrhein gearbeitet, der Verein sich aber in Marco Rose einen neuen Coach geholt, um einen neuen Anreiz zu schaffen.