Minden

Weserspucker-Hallenturnier: Kleine Losfee beschert den E-Junioren bunte Gruppen

Fabian Terwey

Losfee Carlotta präsentiert die Gruppenzusammenstellung des des Weserspucker-Turniers für E-Junioren. Union Mindens Vorsitzender Torsten Schwier (rechts) hält die Pinnwand. Peter Alvermann steht hinter dem Pokal des Traditionsturniers. MT- - © Foto: Fabian Terwey
Losfee Carlotta präsentiert die Gruppenzusammenstellung des des Weserspucker-Turniers für E-Junioren. Union Mindens Vorsitzender Torsten Schwier (rechts) hält die Pinnwand. Peter Alvermann steht hinter dem Pokal des Traditionsturniers. MT- (© Foto: Fabian Terwey)

Minden (mt). Los für Los zog die kleine Carlotta aus dem Topf. Die gerollten Zettel übergab die Siebenjährige anschließend ihrem Vater. Peter Alvermann von Ausrichterverein Union Minden verlas daraufhin, was darauf geschrieben stand: Unter anderem Arminia Bielefeld, Hannover 96 und Twente Enschede. Die drei klangvollen Namen gehören zu den insgesamt zehn Fußball-Teams, die am Weserspucker-Hallenturnier für E-Junioren teilnehmen. Die Losfee sorgte in der Kotelett-Schmiede dafür, dass diese Starter nun auch ihre Gruppen für Sonntag, 12. Januar, kennen. Damit nimmt die vierte Auflage für die Zehn- bis Elfjährigen konkrete Formen an. Und das, nachdem sie ursprünglich in Gefahr war.

„Wir sind froh, dass wir das Nachwuchs-Turnier retten konnten“, erklärt Alvermann erleichtert. Denn das populäre Traditionsturnier für die Senioren, bei dem Jahr für Jahr Ex-Profis von Borussia Dortmund, Bayern München oder Schalke 04 aufspielten, hatte Union Minden wegen der anstehenden Schließung der Spielstätte bereits abgesagt. „Schade, dass die Kampa-Halle von Knall auf Fall nicht mehr genutzt werden kann“, sagt Union Mindens Vorsitzender Torsten Schwier: „Das E-Junioren-Turnier wollten wir aber unbedingt am Leben halten.“ So musste ein neuer Austragungsort her. „Es war erstmal ein Schlag in die Magengrube. Wir hatten nur ein enges Zeitfenster, um zu entscheiden, wie es weitergeht“, berichtet Alvermann. „Es war ein Problem, eine passende Halle zu finden“, erklärt Torsten Schwier: „Die Kampa-Halle war ein gemachtes Nest für uns. Solche Räumlichkeiten gibt es kein zweites Mal. Minimaler Anspruch an die neue Spielstätte waren 400 Plätze für die Zuschauer und sechs Kabinen für die Mannschaften. Die Arena in Lübbecke war eine Alternative. Auch Dankersen und Stemmer waren eine Überlegung.“ Stattdessen geht es für Schwier, seine Mitstreiter und das Turnier jetzt nach Hille: „Wir haben den Kontakt zum SC und TV Hille gesucht. Da gab es ein großes Entgegenkommen hinsichtlich der Nutzung. Die Hiller Halle ist mit ihren 450 Sitzplätzen die Lösung für 2020, für 2021 vielleicht Bölhorst.“

Die Gruppen stehen fest: Union Mindens Vorsitzender Torsten Schwier (von links) präsentiert die Zusammenstellung auf der Pinnwand, Losfee Carlotta den Pokal des Weserspucker-Traditionsturniers, den SC Mindens Vorsitzender Horst Breitenfeld 1984 selbst meißelte. Peter Alvermann (rechts) freut sich über den Erhalt des E-Junioren-Turniers. MT- - © Foto: Fabian Terwey
Die Gruppen stehen fest: Union Mindens Vorsitzender Torsten Schwier (von links) präsentiert die Zusammenstellung auf der Pinnwand, Losfee Carlotta den Pokal des Weserspucker-Traditionsturniers, den SC Mindens Vorsitzender Horst Breitenfeld 1984 selbst meißelte. Peter Alvermann (rechts) freut sich über den Erhalt des E-Junioren-Turniers. MT- (© Foto: Fabian Terwey)

Alvermann erläutert: „Wenn man hätte aussetzen müssen, wäre auch das nächste Jahr fraglich gewesen.“ Denn die prominenten Vereine haben gerne feste Termine im Turnierkalender. Die Bundesliga-Nachwuchskicker von Hannover 96, Titelverteidger Arminia und vom VfL Osnabrück sind Dauergäste von Union. Die Junioren des FC St. Pauli nehmen zum zweiten Mal teil und übernachten von Samstag auf Sonntag bei Gastfamilien. Das sind größtenteils Eltern von Kindern aus der ebenfalls teilnehmenden Mindener Kreisauswahl und der JSG Union Minden/Minderheide. „Dass diese heimischen Mannschaften dabei sind, ist uns besonders wichtig“, sagt Alvermann: „Denn auch wenn man gegen die großen Vereine mal hoch verliert, im Leben können diese Jungs vielleicht nur einmal gegen einen Bundesligisten spielen.“ Deswegen war die einzige Auflage für die Auslosung auch, dass die beiden heimischen Mannschaften nicht in ein und dieselbe Gruppe gelost werden. „Vielleicht fällt ein talentierter Spieler so aber auch einem größeren Verein auf“, meint Andreas Fuchs. Er ist der Vater des Turniers und bei der Veranstaltung der Mann am Mikro: „Das Turnier liegt mir am Herzen. Die gesamte Region soll davon profitieren.“

Für das internationale Flair sorgt diesmal Twente Enschede. Die Niederländer sind neu dabei. Mit dem FC Emmen war bei der jüngsten Auflage bereits ein Team aus dem deutschen Nachbarland vertreten. „Der Vorteil ist, dass sie an der Grenze auch Deutsch sprechen“, erklärt Alvermann: „Das macht es bei der Klärung von Regelfragen einfacher.“ Den Teilnehmervereinen stellt Union jeweils Ansprechpartner zur Seite. Insgesamt sind inklusive des zwölfköpfigen Organisationsteams rund 100 Helfer im Einsatz. „Großes Thema war die Rundumbande. Die war eigens für die Kampa-Halle konzipiert und nur da verwendbar“, erklärt Alvermann: „Jetzt wird eine Bande gemietet, die wir in einer Nachtschicht aufbauen.“ Der Thekenservice kümmert sich um die Bewirtung im Sportheim des SC Hille. Der Eintritt ist frei. „Ziel ist es, das Turnier zu etablieren“, sagt Alvermann: „In Bremen und Bielefeld sind gleichzeitig Turniere, mit denen wir uns gegenseitig die Vereine abspenstig machen. Idee wäre eine Kooperation für 2021.“ Jetzt steht aber erst einmal die vierte Auflage vor der Tür. Und Carlotta und Union Minden freuen sich schon.

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