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Fußball-Box: Bei Anruf Auswechslung - TuSPO-Trainer verständigen sich per Telefon

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Handy am Ohr: TuSPO-Coach Jan Frederik Finger telefoniert während des Spiels mit seinem Co-Trainer. MT- - © Foto: Fabian Terwey
Handy am Ohr: TuSPO-Coach Jan Frederik Finger telefoniert während des Spiels mit seinem Co-Trainer. MT- (© Foto: Fabian Terwey)

Minden (mt). Während FT Dützens neuer Trainer Patrick Zweck seine Mannschaft emotional zum wichtigen Derbysieg trieb, nutzt Gegner TuS Petershagen-Ovenstädt für die Kommunikation am Spielfeldrand alle Möglichkeiten. Bei RW Maaslingen war nach dem späten 3:3 gegen Westenholz derweil ein Spieler besonders erleichtert.

Nur ein Headset fehlt noch

TuS Petershagen-Ovenstädts Chefcoach Jan Frederik Finger zückte während des Bezirksliga-Derbys in Dützen immer wieder sein Smartphone und telefonierte mit Werner Krohne. Der Co-Trainer übte auf der gegenüberliegenden Seite den Job als Linienrichter aus. „So machen wir das auswärts immer, wenn wir nicht wie bei Heimspielen auf ein und derselben Seite unterwegs sind", erklärte Finger: „Das ist schon etwas ungewöhnlich. Ich habe das aber schon als Jugendtrainer so gemacht." Krohne berichtete: „Wenn einem von uns etwas auffällt, rufen wir uns gegenseitig an." Finger erläuterte: „Da kann es um Auswechslungen oder um taktische Dinge gehen. Das hängt von der jeweiligen Spielsituation ab." Krohne scherzte: „Demnächst kaufen wir uns vielleicht auch noch ein Headset." (fat)

Jubel im Liegestütz

Die SVKT-Spieler feiern den Sieg in Herringhausen. Foto: Gottschlich - © Yvonne Gottschlich
Die SVKT-Spieler feiern den Sieg in Herringhausen. Foto: Gottschlich (© Yvonne Gottschlich)

Patrick Zweck tigerte im Derby gegen TuS Petershagen-Ovenstädt die Linie rauf und runter. „Ich bin jemand, der voll dabei ist", sagte FT Dützens Trainer nach dem wichtigen 4:2-Heimsieg. „Der Trainer pusht uns. Ich halte große Stücke auf ihn", meinte Lennart Schürstedt. Dützens Zehner kennt Zweck noch aus gemeinsamen Zeiten beim Reserveteam. „Lennart ist sehr engagiert. Ich habe ihn einst für die Erste empfohlen", erklärte Zweck: „Dass Lennart Fußball spielen kann, weiß jeder. Manchmal muss man ihn aber auch ein wenig kitzeln. Deswegen habe ich ihn während des Spiels auch gefragt, was die Luft macht." Schürstedt entgegnete: „Ich spiele durch. Oder sehe ich so aus, als ob ich kaputt wäre?" Kurz darauf gab der Techniker auch noch die sportliche Antwort und machte das 3:0. Seinen Treffer feierte er mit ein paar Liegestützen. „Das war eine Anspielung auf unser Training", erklärte der 23-Jährige: „Da machen wir kurze Spiele bis drei. Die Verlierermannschaft muss pumpen." (fat)

Foul dankend angenommen

Lennart Schürstedt traf zum 3:0 für Dützen. MT- - © Foto: Terwey
Lennart Schürstedt traf zum 3:0 für Dützen. MT- (© Foto: Terwey)

Als Jakob Kröcker in der zweiten Minute der Nachspielzeit Patrick Kosfeld im Strafraum von den Beinen holte, schien die nächste Landesliga-Heimniederlage von RW Maaslingen besiegelt. Timo Höber verwandelte den fälligen Elfmeter, und der Torwart blickte nach dem 2:3 traurig drein. „Er lupft den Ball über mich, ich versuche mit der Hand dranzukommen und er springt in mich rein", schilderte Kröcker die entscheidende Szene: „Er hat das Foul dankend angenommen." Seine Beteiligung an der vermeintlichen Entscheidung nagte dennoch an dem Keeper, der eine bewegte Saison hinter sich hat: Beim Westfalenpokalspiel in Bruchmühlen zog er sich Mitte August einen dreifachen Jochbeinbruch samt Anriss der Augenhöhle zu. Kaum war er wieder richtig fit, da musste er schon als Ersatz für Karsten Römbke einspringen, der sich beim 2:4 gegen Brakel den Finger auskugelte. Kröcker erlebte seitdem zwei Siege und ging auch am Sonntag noch ungeschlagen vom Feld, weil Jan-Christoph Thom in der siebten Minute der Nachspielzeit zum 3:3 traf. „Da muss ich ihm wohl noch einen ausgeben", meinte der Keeper mit Blick auf sein unglückliches Elfmeter-Foul. (kül)

Sieg bringt Ruhe

Jakob Kröcker verursachte einen Elfmeter. MT- - © Foto: Külbel
Jakob Kröcker verursachte einen Elfmeter. MT- (© Foto: Külbel)

„Das ist einer dieser Siege, die hängen bleiben", sagte Trainer Holger Sarres. Die Erleichterung bei der SV Kutenhausen-Todtenhausen war nach sieben sieglosen Spielen fast mit den Händen zu greifen. 2:1 gewann der Bezirksligist bei der SG FA Herringhausen-Eickum, das Siegtor erzielte Yannik Niermann in der Nachspielzeit – sein zweiter direkt verwandelter Freistoß des Tages. „So etwas ragt natürlich heraus, auch die Paraden von unserem Torwart Noel Gramatte, der einen tollen Tag erwischt hatte", meinte Sarres. Noch mehr freute ihn aber die starke Mannschaftsleistung: „Wir haben geschlossen defensiv gearbeitet, Top-Torjäger Luigi Di-Bella hatte nur eine Chance." Am wichtigsten waren am Ende die drei Punkte, mit denen die Gäste das Abrutschen in den Tabellenkeller gestoppt haben. „Das ist ganz wichtig und gibt uns etwas Ruhe", sagte Sarres. (kül)

Zwei Alternativen mehr

Mit dem 1:4 bei TuRa Löhne ist der FSC Eisbergen erstmals in dieser Saison dort angekommen, wo er eigentlich nicht hin wollte: auf einem Abstiegsplatz der Bezirksliga. „Wir spielen besseren Fußball als in der vergangenen Saison, stehen aber ähnlich da", zog Trainer Carsten Korff ein ernüchterndes Hinrunden-Fazit und bekräftigte: „Wir müssen weiter an uns glauben." Etwas Hoffnung geben dem Coach dabei zwei personelle Alternativen: Henrik Siedentopf lebt zwar in Köln, ist jedoch zurzeit häufiger in der alten Heimat und hilft dann gerne im FSC-Team aus. „Einen Mann mit seiner Erfahrung nehmen wir natürlich gerne mit dazu", sagt Korff. In Umut Gözkan hat er unverhofft einen weiteren Spieler gefunden, der seinem Team weiterhelfen könnte. Der Zugang vom TuS Ahnsen gehört eigentlich zur zweiten Mannschaft, half am Sonntag in der Erstvertretung aus und überzeugte deren Coach: „Er könnte einer für uns sein." (kül)

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MindenFußball-Box: Bei Anruf Auswechslung - TuSPO-Trainer verständigen sich per TelefonMinden (mt). Während FT Dützens neuer Trainer Patrick Zweck seine Mannschaft emotional zum wichtigen Derbysieg trieb, nutzt Gegner TuS Petershagen-Ovenstädt für die Kommunikation am Spielfeldrand alle Möglichkeiten. Bei RW Maaslingen war nach dem späten 3:3 gegen Westenholz derweil ein Spieler besonders erleichtert. Nur ein Headset fehlt noch TuS Petershagen-Ovenstädts Chefcoach Jan Frederik Finger zückte während des Bezirksliga-Derbys in Dützen immer wieder sein Smartphone und telefonierte mit Werner Krohne. Der Co-Trainer übte auf der gegenüberliegenden Seite den Job als Linienrichter aus. „So machen wir das auswärts immer, wenn wir nicht wie bei Heimspielen auf ein und derselben Seite unterwegs sind", erklärte Finger: „Das ist schon etwas ungewöhnlich. Ich habe das aber schon als Jugendtrainer so gemacht." Krohne berichtete: „Wenn einem von uns etwas auffällt, rufen wir uns gegenseitig an." Finger erläuterte: „Da kann es um Auswechslungen oder um taktische Dinge gehen. Das hängt von der jeweiligen Spielsituation ab." Krohne scherzte: „Demnächst kaufen wir uns vielleicht auch noch ein Headset." (fat) Jubel im Liegestütz Patrick Zweck tigerte im Derby gegen TuS Petershagen-Ovenstädt die Linie rauf und runter. „Ich bin jemand, der voll dabei ist", sagte FT Dützens Trainer nach dem wichtigen 4:2-Heimsieg. „Der Trainer pusht uns. Ich halte große Stücke auf ihn", meinte Lennart Schürstedt. Dützens Zehner kennt Zweck noch aus gemeinsamen Zeiten beim Reserveteam. „Lennart ist sehr engagiert. Ich habe ihn einst für die Erste empfohlen", erklärte Zweck: „Dass Lennart Fußball spielen kann, weiß jeder. Manchmal muss man ihn aber auch ein wenig kitzeln. Deswegen habe ich ihn während des Spiels auch gefragt, was die Luft macht." Schürstedt entgegnete: „Ich spiele durch. Oder sehe ich so aus, als ob ich kaputt wäre?" Kurz darauf gab der Techniker auch noch die sportliche Antwort und machte das 3:0. Seinen Treffer feierte er mit ein paar Liegestützen. „Das war eine Anspielung auf unser Training", erklärte der 23-Jährige: „Da machen wir kurze Spiele bis drei. Die Verlierermannschaft muss pumpen." (fat) Foul dankend angenommen Als Jakob Kröcker in der zweiten Minute der Nachspielzeit Patrick Kosfeld im Strafraum von den Beinen holte, schien die nächste Landesliga-Heimniederlage von RW Maaslingen besiegelt. Timo Höber verwandelte den fälligen Elfmeter, und der Torwart blickte nach dem 2:3 traurig drein. „Er lupft den Ball über mich, ich versuche mit der Hand dranzukommen und er springt in mich rein", schilderte Kröcker die entscheidende Szene: „Er hat das Foul dankend angenommen." Seine Beteiligung an der vermeintlichen Entscheidung nagte dennoch an dem Keeper, der eine bewegte Saison hinter sich hat: Beim Westfalenpokalspiel in Bruchmühlen zog er sich Mitte August einen dreifachen Jochbeinbruch samt Anriss der Augenhöhle zu. Kaum war er wieder richtig fit, da musste er schon als Ersatz für Karsten Römbke einspringen, der sich beim 2:4 gegen Brakel den Finger auskugelte. Kröcker erlebte seitdem zwei Siege und ging auch am Sonntag noch ungeschlagen vom Feld, weil Jan-Christoph Thom in der siebten Minute der Nachspielzeit zum 3:3 traf. „Da muss ich ihm wohl noch einen ausgeben", meinte der Keeper mit Blick auf sein unglückliches Elfmeter-Foul. (kül) Sieg bringt Ruhe „Das ist einer dieser Siege, die hängen bleiben", sagte Trainer Holger Sarres. Die Erleichterung bei der SV Kutenhausen-Todtenhausen war nach sieben sieglosen Spielen fast mit den Händen zu greifen. 2:1 gewann der Bezirksligist bei der SG FA Herringhausen-Eickum, das Siegtor erzielte Yannik Niermann in der Nachspielzeit – sein zweiter direkt verwandelter Freistoß des Tages. „So etwas ragt natürlich heraus, auch die Paraden von unserem Torwart Noel Gramatte, der einen tollen Tag erwischt hatte", meinte Sarres. Noch mehr freute ihn aber die starke Mannschaftsleistung: „Wir haben geschlossen defensiv gearbeitet, Top-Torjäger Luigi Di-Bella hatte nur eine Chance." Am wichtigsten waren am Ende die drei Punkte, mit denen die Gäste das Abrutschen in den Tabellenkeller gestoppt haben. „Das ist ganz wichtig und gibt uns etwas Ruhe", sagte Sarres. (kül) Zwei Alternativen mehr Mit dem 1:4 bei TuRa Löhne ist der FSC Eisbergen erstmals in dieser Saison dort angekommen, wo er eigentlich nicht hin wollte: auf einem Abstiegsplatz der Bezirksliga. „Wir spielen besseren Fußball als in der vergangenen Saison, stehen aber ähnlich da", zog Trainer Carsten Korff ein ernüchterndes Hinrunden-Fazit und bekräftigte: „Wir müssen weiter an uns glauben." Etwas Hoffnung geben dem Coach dabei zwei personelle Alternativen: Henrik Siedentopf lebt zwar in Köln, ist jedoch zurzeit häufiger in der alten Heimat und hilft dann gerne im FSC-Team aus. „Einen Mann mit seiner Erfahrung nehmen wir natürlich gerne mit dazu", sagt Korff. In Umut Gözkan hat er unverhofft einen weiteren Spieler gefunden, der seinem Team weiterhelfen könnte. Der Zugang vom TuS Ahnsen gehört eigentlich zur zweiten Mannschaft, half am Sonntag in der Erstvertretung aus und überzeugte deren Coach: „Er könnte einer für uns sein." (kül)