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Fußball-Box: Jerome Jutzewitz auf den Spuren von Robert Lewandowski

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Gestolpert: Tim-Lucas Wiegmann verlor mit dem TuS Petershagen-Ovenstädt 0:5 gegen TuRa Löhne. Den Mut hat der Tabellenletzte aber noch nicht verloren. MT- - © Foto: Sebastian Külbel
Gestolpert: Tim-Lucas Wiegmann verlor mit dem TuS Petershagen-Ovenstädt 0:5 gegen TuRa Löhne. Den Mut hat der Tabellenletzte aber noch nicht verloren. MT- (© Foto: Sebastian Külbel)

Minden (mt). Nur gut eine Minute nach seiner Einwechslung musste RW Maaslingens Qendrim Krasniqi am Sonntag wieder vom Platz – verletzt war er allerdings nicht. Bei der SV Kutenhausen-Todtenhausen stürmt derweil der Ersatztorwart, der TuS Petershagen-Ovenstädt behält dem Mut, auch wenn zurzeit treffsichere Angreifer fehlen. Die gibt es dafür in der Kreisliga B: Jerome Jutzewitz eifert derweil dem Bundesliga-Torschützenkönig nach.

Denkwürdiger Kurzeinsatz

Mit einer kuriosen Fußnote endete RW Maaslingens 3:1-Sieg in der Landesliga bei der Spvg Steinhagen. Als Qendrim Krasniqi in der 84. Minute eingewechselt wurde, trug er unter der kurzen roten Hose lange schwarze Leggings. Für den Assistenten an der Seitenlinie war das offenbar kein Problem, er schickte den Angreifer aufs Feld. Schiedsrichter Marius Lehmann zeigte Krasniqi jedoch kurz darauf die Gelbe Karte, weil das wärmende Beinkleid eine andere Farbe als die Trikothose hatte. Anstatt abzuwarten, bis Krasniqi seinen Kälteschutz ausgezogen hat, wechselte Trainer Jan-Werner Schmitz stattdessen Matthis Kollhorst für ihn ein. „Das hätte einfach zu lange gedauert, ich wollte nicht in Unterzahl spielen", erklärte der Coach. Die Auflauf- und Punkteprämie erhält Krasniqi trotzdem, wie der Sportliche Leiter Burkhard Wiese bestätigte: „Da wollen wir nicht am falschen Ende sparen." (kül)

Ersatztorwart im Angriff

Ersatztorwart Dennis Mönig (rechts) wurde bei der SVKT als Angreifer eingewechselt. Eine Rolle, die er aus der A-Jugend kennt. MT- - © Foto: Külbel
Ersatztorwart Dennis Mönig (rechts) wurde bei der SVKT als Angreifer eingewechselt. Eine Rolle, die er aus der A-Jugend kennt. MT- (© Foto: Külbel)

Obwohl die Personalnot bei der SV Kutenhausen-Todtenhausen wieder etwas abgeklungen war, musste der Bezirksligist im Heimspiel gegen SC BW Vehlage improvisieren. Dennis Mönig, der eigentlich als Ersatztorwart zum Kader gehört, wurde in der 76. Minute als Angreifer eingewechselt. „Da haben wir weiterhin Probleme, wir haben das einfach mal versucht", erklärte Trainer Holger Sarres. Torjäger Kevin Dickhof musste seinen Trainingsversuch nach einer Fußverletzung am Freitag nach kurzer Zeit abbrechen. So wurde Mönig zur Alternative und trug in der stürmischen Schlussphase der Gastgeber dazu bei, dass aus einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Remis wurde. So ganz ins kalte Wasser sprang der Nachwuchsmann dabei aber nicht: In der A-Jugend kommt der einst bei Arminia Bielefeld aktive Torwart in dieser Saison als Feldspieler zum Einsatz. (kül)

TuSPO gibt noch nicht auf

Jerome Jutzewitz traf bislang in jedem Spiel. MT- - © Foto: Schwemling
Jerome Jutzewitz traf bislang in jedem Spiel. MT- (© Foto: Schwemling)

Obwohl die Saisonbilanz mit drei Punkten aus 13 Spielen bislang niederschmetternd ist, gibt sich der TuS Petershagen-Ovenstädt kämpferisch. „Wir können die Mannschaft ja nicht einfach abmelden", sagt Trainer Jan Frederik Finger: „Wir müssen weiter engagiert trainieren, dranbleiben und von Woche zu Woche schauen. Es sind noch genügend Spiele." Auch beim 0:5 gegen TuRa Löhne sah er sein Team nicht so deutlich unterlegen, wie es das Ergebnis vermuten lässt: „Wir hatten unsere Chancen, das Verhältnis war etwa 5:10. Uns fehlt aber der letzte Punch." An der Motivation kratzt das aber nicht, betont Finger: „Man merkt, dass die Jungs wollen, unser Aufwand wird einfach nicht belohnt. Wir müssen einfach mal irgendwo ein paar Punkte mitnehmen." Vielleicht ja schon beim Kellerderby am kommenden Sonntag beim Vorletzten FT Dützen. (kül)

Jutzewitz wie Lewandowski

Bayern Münchens Robert Lewandowski hat in der Bundesliga das Kunststück vollbracht, in jedem der bisherigen elf Spiele mindestens ein Mal zu treffen. Auch in der Kreisliga B Nord gibt es mit Jerome Jutzewitz von Union Minden II einen Stürmer, der bislang in jedem seiner Einsätze der laufenden Saison mindestens ein Mal traf. Jutzewitz erzielte genau wie Lewandowski bisher 16 Saisontore, brauchte dafür jedoch nur neun Spiele. „Zurzeit läuft es einfach super. Das liegt aber vor allem am gesamten Team und an unserem Trainer", sagt der Torjäger. Am vergangen Sonntag sollte er aufgrund einer starken Erkältung eigentlich gar nicht spielen. „Als wir dann 1:2 zurücklagen habe ich meinem Trainer signalisiert, dass ich es doch für ein paar Minuten probieren möchte." Zur Pause wurde er eingewechselt und erzielte dann tatsächlich die Tore zum zwischenzeitlichen 2:2 und 3:3, ehe er dann in der 74. Minute völlig entkräftet wieder ausgewechselt werden musste. „Ein großes Kompliment, dass er gespielt hat, obwohl er krank war. Er hat vor dem Tor eine enorme Qualität und hilft uns damit natürlich sehr", lobte Trainer Andre Bentrup. Jutzewitz brennt nun darauf, seinen Lauf fortzusetzen: „Mein Ziel ist, in den letzten zwei Spielen vor der Winterpause noch die 20-Tore-Marke zu knacken." (dab)

Lob für Aushilfs-Torwart

Die sattelfesteste Abwehr hat der Portaner A-Kreisligist SV Hausberge ohnehin nicht. Nun stand Trainer Marcel Wallbaum am vergangenen Wochenende gegen Union Minden auch noch ohne Torwart da. Feldspieler Patrik Werner erklärte sich bereit und stellte sich zwischen die Pfosten des Hausberger Tores. „Er hat seine Sache gut gemacht. Leider hat er nicht gerade eine ideale Körpergröße mit 1,70 Metern", sagte Wallbaum anschließend. Wäre Werner nicht eingesprungen, dann hätte Wallbaum das Tor hüten müssen. „Das habe ich auch Mal zu meiner aktiven Zeit in Maaslingen gemacht", sagt Wallbaum, der nun aber darauf hofft, dass die Torwartmisere in Hausberge ein Ende hat. Stammkeeper Marc Holtkamp konnte am vergangenen Sonntag nicht spielen und Keeper Nummer zwei Ted-Moritz Mengel musste aus gesundheitlichen Gründen passen. „Ich bin sicher, dass wir auf dieser Position nicht noch einmal in Not geraten werden", sagt Wallbaum. (jöw)

Milde Strafe für Militärgruß

Die Affäre um den militärischen Gruß seiner Spieler ist für den FC Türk Sport Bielefeld glimpflich ausgegangen. Das Verbandssportgericht verurteilte den Verein zu einer 200-Euro-Strafe, die er an das Kinderhilfswerk „terre des hommes" zahlen muss. „Der FC hat in einer Stellungnahme sein Verhalten bedauert und sich von diesem Vorfall distanziert", erklärte Christian Schubert, Pressesprecher des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen. Die späte Einsicht hat offenbar bei der Urteilsfindung eine Rolle gespielt. Kurz nach dem Vorfall hatte der Verband noch empfindliche Strafen angekündigt. Zehn Spieler der ersten Mannschaft des FCT hatten vor der Partie gegen Augustdorf am 13. Oktober salutiert. Mit dieser Geste zeigten türkische Sportler zu jener Zeit ihre Solidarität mit dem eigenen Militär im Krieg zwischen der Türkei und Syrien (nw)

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MindenFußball-Box: Jerome Jutzewitz auf den Spuren von Robert LewandowskiMinden (mt). Nur gut eine Minute nach seiner Einwechslung musste RW Maaslingens Qendrim Krasniqi am Sonntag wieder vom Platz – verletzt war er allerdings nicht. Bei der SV Kutenhausen-Todtenhausen stürmt derweil der Ersatztorwart, der TuS Petershagen-Ovenstädt behält dem Mut, auch wenn zurzeit treffsichere Angreifer fehlen. Die gibt es dafür in der Kreisliga B: Jerome Jutzewitz eifert derweil dem Bundesliga-Torschützenkönig nach. Denkwürdiger Kurzeinsatz Mit einer kuriosen Fußnote endete RW Maaslingens 3:1-Sieg in der Landesliga bei der Spvg Steinhagen. Als Qendrim Krasniqi in der 84. Minute eingewechselt wurde, trug er unter der kurzen roten Hose lange schwarze Leggings. Für den Assistenten an der Seitenlinie war das offenbar kein Problem, er schickte den Angreifer aufs Feld. Schiedsrichter Marius Lehmann zeigte Krasniqi jedoch kurz darauf die Gelbe Karte, weil das wärmende Beinkleid eine andere Farbe als die Trikothose hatte. Anstatt abzuwarten, bis Krasniqi seinen Kälteschutz ausgezogen hat, wechselte Trainer Jan-Werner Schmitz stattdessen Matthis Kollhorst für ihn ein. „Das hätte einfach zu lange gedauert, ich wollte nicht in Unterzahl spielen", erklärte der Coach. Die Auflauf- und Punkteprämie erhält Krasniqi trotzdem, wie der Sportliche Leiter Burkhard Wiese bestätigte: „Da wollen wir nicht am falschen Ende sparen." (kül) Ersatztorwart im Angriff Obwohl die Personalnot bei der SV Kutenhausen-Todtenhausen wieder etwas abgeklungen war, musste der Bezirksligist im Heimspiel gegen SC BW Vehlage improvisieren. Dennis Mönig, der eigentlich als Ersatztorwart zum Kader gehört, wurde in der 76. Minute als Angreifer eingewechselt. „Da haben wir weiterhin Probleme, wir haben das einfach mal versucht", erklärte Trainer Holger Sarres. Torjäger Kevin Dickhof musste seinen Trainingsversuch nach einer Fußverletzung am Freitag nach kurzer Zeit abbrechen. So wurde Mönig zur Alternative und trug in der stürmischen Schlussphase der Gastgeber dazu bei, dass aus einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Remis wurde. So ganz ins kalte Wasser sprang der Nachwuchsmann dabei aber nicht: In der A-Jugend kommt der einst bei Arminia Bielefeld aktive Torwart in dieser Saison als Feldspieler zum Einsatz. (kül) TuSPO gibt noch nicht auf Obwohl die Saisonbilanz mit drei Punkten aus 13 Spielen bislang niederschmetternd ist, gibt sich der TuS Petershagen-Ovenstädt kämpferisch. „Wir können die Mannschaft ja nicht einfach abmelden", sagt Trainer Jan Frederik Finger: „Wir müssen weiter engagiert trainieren, dranbleiben und von Woche zu Woche schauen. Es sind noch genügend Spiele." Auch beim 0:5 gegen TuRa Löhne sah er sein Team nicht so deutlich unterlegen, wie es das Ergebnis vermuten lässt: „Wir hatten unsere Chancen, das Verhältnis war etwa 5:10. Uns fehlt aber der letzte Punch." An der Motivation kratzt das aber nicht, betont Finger: „Man merkt, dass die Jungs wollen, unser Aufwand wird einfach nicht belohnt. Wir müssen einfach mal irgendwo ein paar Punkte mitnehmen." Vielleicht ja schon beim Kellerderby am kommenden Sonntag beim Vorletzten FT Dützen. (kül) Jutzewitz wie Lewandowski Bayern Münchens Robert Lewandowski hat in der Bundesliga das Kunststück vollbracht, in jedem der bisherigen elf Spiele mindestens ein Mal zu treffen. Auch in der Kreisliga B Nord gibt es mit Jerome Jutzewitz von Union Minden II einen Stürmer, der bislang in jedem seiner Einsätze der laufenden Saison mindestens ein Mal traf. Jutzewitz erzielte genau wie Lewandowski bisher 16 Saisontore, brauchte dafür jedoch nur neun Spiele. „Zurzeit läuft es einfach super. Das liegt aber vor allem am gesamten Team und an unserem Trainer", sagt der Torjäger. Am vergangen Sonntag sollte er aufgrund einer starken Erkältung eigentlich gar nicht spielen. „Als wir dann 1:2 zurücklagen habe ich meinem Trainer signalisiert, dass ich es doch für ein paar Minuten probieren möchte." Zur Pause wurde er eingewechselt und erzielte dann tatsächlich die Tore zum zwischenzeitlichen 2:2 und 3:3, ehe er dann in der 74. Minute völlig entkräftet wieder ausgewechselt werden musste. „Ein großes Kompliment, dass er gespielt hat, obwohl er krank war. Er hat vor dem Tor eine enorme Qualität und hilft uns damit natürlich sehr", lobte Trainer Andre Bentrup. Jutzewitz brennt nun darauf, seinen Lauf fortzusetzen: „Mein Ziel ist, in den letzten zwei Spielen vor der Winterpause noch die 20-Tore-Marke zu knacken." (dab) Lob für Aushilfs-Torwart Die sattelfesteste Abwehr hat der Portaner A-Kreisligist SV Hausberge ohnehin nicht. Nun stand Trainer Marcel Wallbaum am vergangenen Wochenende gegen Union Minden auch noch ohne Torwart da. Feldspieler Patrik Werner erklärte sich bereit und stellte sich zwischen die Pfosten des Hausberger Tores. „Er hat seine Sache gut gemacht. Leider hat er nicht gerade eine ideale Körpergröße mit 1,70 Metern", sagte Wallbaum anschließend. Wäre Werner nicht eingesprungen, dann hätte Wallbaum das Tor hüten müssen. „Das habe ich auch Mal zu meiner aktiven Zeit in Maaslingen gemacht", sagt Wallbaum, der nun aber darauf hofft, dass die Torwartmisere in Hausberge ein Ende hat. Stammkeeper Marc Holtkamp konnte am vergangenen Sonntag nicht spielen und Keeper Nummer zwei Ted-Moritz Mengel musste aus gesundheitlichen Gründen passen. „Ich bin sicher, dass wir auf dieser Position nicht noch einmal in Not geraten werden", sagt Wallbaum. (jöw) Milde Strafe für Militärgruß Die Affäre um den militärischen Gruß seiner Spieler ist für den FC Türk Sport Bielefeld glimpflich ausgegangen. Das Verbandssportgericht verurteilte den Verein zu einer 200-Euro-Strafe, die er an das Kinderhilfswerk „terre des hommes" zahlen muss. „Der FC hat in einer Stellungnahme sein Verhalten bedauert und sich von diesem Vorfall distanziert", erklärte Christian Schubert, Pressesprecher des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen. Die späte Einsicht hat offenbar bei der Urteilsfindung eine Rolle gespielt. Kurz nach dem Vorfall hatte der Verband noch empfindliche Strafen angekündigt. Zehn Spieler der ersten Mannschaft des FCT hatten vor der Partie gegen Augustdorf am 13. Oktober salutiert. Mit dieser Geste zeigten türkische Sportler zu jener Zeit ihre Solidarität mit dem eigenen Militär im Krieg zwischen der Türkei und Syrien (nw)