Minden

Fußball-Box: Neumann landet beim München-Kurztrip im Fernsehen, Platzverweis kippt SVKT-Spiel

veröffentlicht

Bernd Neumann schaute nach der Entlassung von Niko Kovac an der Säbener Straße vorbei. - © Foto: pr
Bernd Neumann schaute nach der Entlassung von Niko Kovac an der Säbener Straße vorbei. (© Foto: pr)

Minden (mt). Bei einem Abstecher nach München musste TuS Wasserstraßes Trainer Bernd Neumann gleich vor eine Fernsehkamera. Neuer Bayern-Trainer wird er allerdings nicht. Das jüngste Spiel der SV Kutenhausen-Todtenhausen kippte derweil nach einer unglücklichen Gelb-Roten Karte.

Kurioser Platzverweis

„Da liegt der Grund für die erste Gelbe Karte“, sagte SVKT-Trainer Mario Heller und deutete auf das zerschnittene Tapeband neben der Ersatzbank der SV Kutenhausen-Todtenhausen. Doppel-Torschütze Kjell-Timon Rolfes war beim 2:3 im Bezirksliga-Heimspiel gegen den TuS Jöllenbeck mit einer kuriosen Ampelkarte vom Platz gestellt worden (67.). Den ersten Karton erhielt der Stürmer, als er sich das Tapeband vom Schienbeinschoner entfernte und ohne Rückmeldung zurück auf den Platz eilte. „Der Schiedsrichter hat das gar nicht mitbekommen“, berichtete Hellers Trainerkollege Holger Sarres: „Erst Sören Siek hat ihn darauf hingewiesen.“ Später entschuldigte sich der Jöllenbecker dafür. Für ein Foul an der Seitenlinie sah der Angreifer beim Stand von 2:2 die zweite Gelbe Karte und musste vom Platz. Rolfes ärgerte sich: „Die erste Halbzeit von uns war überragend. In der zweiten war es nach meinem Platzverweis in Unterzahl schwierig.“ (fat)

Kummer stellt klar

Kjell-Timon Rolfes (Mitte) war am Sonntag der gefährlichste SVKT-Angreifer – dann musste er vom Platz. MT- - © Foto: Terwey
Kjell-Timon Rolfes (Mitte) war am Sonntag der gefährlichste SVKT-Angreifer – dann musste er vom Platz. MT- (© Foto: Terwey)

Bei der Stellungnahme des entlassenen Trainers Thomas Bartels fühlt FT Dützens 2. Vorsitzender Mathias Kummer den Verein in ein falsches Licht gerückt. „Wir haben ihm unsere Entscheidung zwar am Nachmittag telefonisch mitgeteilt, haben die Mannschaft aber abends gemeinsam unterrichtet“, betont Kummer. Den Eindruck einer unpersönlichen Art und Weise des Trainerwechsels könne er nicht teilen: „Seine Aussagen haben mich verwundert. Thomas hatte alle Möglichkeiten, noch einmal mit uns zu sprechen.“ Kummer betont allerdings, der Verein gehe nicht im Streit mit Bartels auseinander. „Ich will aus dieser kleinen Sache jetzt auch keine Dauerfehde machen“, so der 2. Vorsitzende. Die Klarstellung war ihm dennoch wichtig. (kül)

Besuch bei den Bayern

Von Wasserstraße an die Säbener Straße? Für Bernd Neumann wurde dieser Weg am Montag Wirklichkeit. „Die Jungs haben schon während des Spiels gewitzelt, dass die Bayern einen neuen Trainer brauchen. Da habe ich mir gedacht, ich schaue mir das mal an“, sagte der Trainer des B-Kreisligisten TuS Wasserstraße. Eigentlich musste er nur nach München, um dort seinen Dienstwagen beim Autohändler abzugeben. Danach machte er noch einen Abstecher zum Hauptquartier des FC Bayern München – und lief prompt einem TV-Team in die Arme, das Stellungnahmen zur Entlassung von Niko Kovac sammelte. „Von der Mannschaft kam nicht mehr viel und von den Bossen war kein Rückhalt zu spüren“, analysierte Neumann souverän am Mikrofon von München.TV. Für ihn selbst kommt der Trainerposten bei den Bayern jedoch nicht in Frage, wie er augenzwinkernd erklärt: „Ich komme aus dem Vertrag in Wasserstraße nicht raus, das scheitert auch an der Ablösesumme.“ Eines jedoch hat er nach Verbreitung seines Kurzbesuchs an der Säbener Straße über die sozialen Medien festgestellt: „Wenn ich tatsächlich zu den Bayern gehen würde, hätte ich sehr viele Co-Trainer, die mich begleiten wollen.“ (kül)

Tor beim Comeback

Der TuS Porta Westfalica eroberte durch das 4:1 gegen Lerbeck die Tabellenführung der Kreisliga B Süd. Doch Trainer Michael Fromme freute noch etwas anderes: „Schön, dass Alexander Südmersen bei seinem Comeback zweimal getroffen hat.“ Der Stürmer war in dieser Saison bislang nur beim 1:1 gegen den Haddenhauser SV Ende September zum Einsatz gekommen. „Krankheits- und berufsbedingt konnte er häufig nicht dabei sein“, erklärte Fromme: „Ich hoffe, dass er gegen Eisbergen II wieder spielen kann.“ (fat)

Zu gut für die Liga

Jordan Langfeld trifft und trifft und trifft. Der Angreifer steuerte gleich drei Tore zum 6:2 des TuS Wasserstraße bei SV Kutenhausen-Todtenhausen III bei. „Für die Kreisliga B ist er eigentlich zu gut“, sagt sein Trainer Bernd Neumann: „Wenn er Bock hat, ist er der Beste, den wir haben.“ Aktuell liegt Langfeld mit 13 Treffern auf dem geteilten dritten Platz der Torjägerliste. „Er hat häufiger mit Oberschenkelproblemen zu tun. Wenn er aber fit bleibt, kann er die Torjägerkanone holen“, sagt Neumann. (fat)

Erfolgsgaranten

Als B-Kreisligist SG Gorspen-Vahlsen/Windheim II Mitte September 8:1 gegen die TSG Neuenknick gewann, hatten Marco und Daniel Bredemeier großen Anteil daran. Stürmer Marco traf viermal, sein Cousin Daniel erzielte das letzte Tor. Bis zum vorigen Sonntag standen die beiden seitdem nicht mehr gemeinsam auf dem Platz, und die SG holte aus den fünf darauffolgenden Spielen nur einen Punkt. Mit beiden Bredemeiers in der Startelf kam dann im Derby gegen TuS Lahde/Quetzen II der Erfolg zurück. Den 5:3-Erfolg schossen die Cousins sogar im Alleingang heraus: Erneut knipste Marco viermal, Daniel setzte wieder den Schlusspunkt. „Ich bin froh, dass die beiden wieder dabei sind. Sie helfen unserem Spiel enorm weiter und können in vielen Situationen den Unterschied machen“, lobte Trainer Felix Meyer. (dab)

Copyright © Mindener Tageblatt 2019
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

MindenFußball-Box: Neumann landet beim München-Kurztrip im Fernsehen, Platzverweis kippt SVKT-SpielMinden (mt). Bei einem Abstecher nach München musste TuS Wasserstraßes Trainer Bernd Neumann gleich vor eine Fernsehkamera. Neuer Bayern-Trainer wird er allerdings nicht. Das jüngste Spiel der SV Kutenhausen-Todtenhausen kippte derweil nach einer unglücklichen Gelb-Roten Karte. Kurioser Platzverweis „Da liegt der Grund für die erste Gelbe Karte“, sagte SVKT-Trainer Mario Heller und deutete auf das zerschnittene Tapeband neben der Ersatzbank der SV Kutenhausen-Todtenhausen. Doppel-Torschütze Kjell-Timon Rolfes war beim 2:3 im Bezirksliga-Heimspiel gegen den TuS Jöllenbeck mit einer kuriosen Ampelkarte vom Platz gestellt worden (67.). Den ersten Karton erhielt der Stürmer, als er sich das Tapeband vom Schienbeinschoner entfernte und ohne Rückmeldung zurück auf den Platz eilte. „Der Schiedsrichter hat das gar nicht mitbekommen“, berichtete Hellers Trainerkollege Holger Sarres: „Erst Sören Siek hat ihn darauf hingewiesen.“ Später entschuldigte sich der Jöllenbecker dafür. Für ein Foul an der Seitenlinie sah der Angreifer beim Stand von 2:2 die zweite Gelbe Karte und musste vom Platz. Rolfes ärgerte sich: „Die erste Halbzeit von uns war überragend. In der zweiten war es nach meinem Platzverweis in Unterzahl schwierig.“ (fat) Kummer stellt klar Bei der Stellungnahme des entlassenen Trainers Thomas Bartels fühlt FT Dützens 2. Vorsitzender Mathias Kummer den Verein in ein falsches Licht gerückt. „Wir haben ihm unsere Entscheidung zwar am Nachmittag telefonisch mitgeteilt, haben die Mannschaft aber abends gemeinsam unterrichtet“, betont Kummer. Den Eindruck einer unpersönlichen Art und Weise des Trainerwechsels könne er nicht teilen: „Seine Aussagen haben mich verwundert. Thomas hatte alle Möglichkeiten, noch einmal mit uns zu sprechen.“ Kummer betont allerdings, der Verein gehe nicht im Streit mit Bartels auseinander. „Ich will aus dieser kleinen Sache jetzt auch keine Dauerfehde machen“, so der 2. Vorsitzende. Die Klarstellung war ihm dennoch wichtig. (kül) Besuch bei den Bayern Von Wasserstraße an die Säbener Straße? Für Bernd Neumann wurde dieser Weg am Montag Wirklichkeit. „Die Jungs haben schon während des Spiels gewitzelt, dass die Bayern einen neuen Trainer brauchen. Da habe ich mir gedacht, ich schaue mir das mal an“, sagte der Trainer des B-Kreisligisten TuS Wasserstraße. Eigentlich musste er nur nach München, um dort seinen Dienstwagen beim Autohändler abzugeben. Danach machte er noch einen Abstecher zum Hauptquartier des FC Bayern München – und lief prompt einem TV-Team in die Arme, das Stellungnahmen zur Entlassung von Niko Kovac sammelte. „Von der Mannschaft kam nicht mehr viel und von den Bossen war kein Rückhalt zu spüren“, analysierte Neumann souverän am Mikrofon von München.TV. Für ihn selbst kommt der Trainerposten bei den Bayern jedoch nicht in Frage, wie er augenzwinkernd erklärt: „Ich komme aus dem Vertrag in Wasserstraße nicht raus, das scheitert auch an der Ablösesumme.“ Eines jedoch hat er nach Verbreitung seines Kurzbesuchs an der Säbener Straße über die sozialen Medien festgestellt: „Wenn ich tatsächlich zu den Bayern gehen würde, hätte ich sehr viele Co-Trainer, die mich begleiten wollen.“ (kül) Tor beim Comeback Der TuS Porta Westfalica eroberte durch das 4:1 gegen Lerbeck die Tabellenführung der Kreisliga B Süd. Doch Trainer Michael Fromme freute noch etwas anderes: „Schön, dass Alexander Südmersen bei seinem Comeback zweimal getroffen hat.“ Der Stürmer war in dieser Saison bislang nur beim 1:1 gegen den Haddenhauser SV Ende September zum Einsatz gekommen. „Krankheits- und berufsbedingt konnte er häufig nicht dabei sein“, erklärte Fromme: „Ich hoffe, dass er gegen Eisbergen II wieder spielen kann.“ (fat) Zu gut für die Liga Jordan Langfeld trifft und trifft und trifft. Der Angreifer steuerte gleich drei Tore zum 6:2 des TuS Wasserstraße bei SV Kutenhausen-Todtenhausen III bei. „Für die Kreisliga B ist er eigentlich zu gut“, sagt sein Trainer Bernd Neumann: „Wenn er Bock hat, ist er der Beste, den wir haben.“ Aktuell liegt Langfeld mit 13 Treffern auf dem geteilten dritten Platz der Torjägerliste. „Er hat häufiger mit Oberschenkelproblemen zu tun. Wenn er aber fit bleibt, kann er die Torjägerkanone holen“, sagt Neumann. (fat) Erfolgsgaranten Als B-Kreisligist SG Gorspen-Vahlsen/Windheim II Mitte September 8:1 gegen die TSG Neuenknick gewann, hatten Marco und Daniel Bredemeier großen Anteil daran. Stürmer Marco traf viermal, sein Cousin Daniel erzielte das letzte Tor. Bis zum vorigen Sonntag standen die beiden seitdem nicht mehr gemeinsam auf dem Platz, und die SG holte aus den fünf darauffolgenden Spielen nur einen Punkt. Mit beiden Bredemeiers in der Startelf kam dann im Derby gegen TuS Lahde/Quetzen II der Erfolg zurück. Den 5:3-Erfolg schossen die Cousins sogar im Alleingang heraus: Erneut knipste Marco viermal, Daniel setzte wieder den Schlusspunkt. „Ich bin froh, dass die beiden wieder dabei sind. Sie helfen unserem Spiel enorm weiter und können in vielen Situationen den Unterschied machen“, lobte Trainer Felix Meyer. (dab)