Petershagen

Westfalenpokal: Maaslingen feiert überraschenden Viertelfinaleinzug

Fabian Terwey

Maaslingen im Viertelfinale: RWM jubelt über das überraschende Weiterkommen im Westfalenpokal. Rayk Sören Riechmann (links) un Co. feiern einen 5:0-Achtelfinalsieg gegen Oberligist Ennepetal. - © Foto: Fabian Terwey
Maaslingen im Viertelfinale: RWM jubelt über das überraschende Weiterkommen im Westfalenpokal. Rayk Sören Riechmann (links) un Co. feiern einen 5:0-Achtelfinalsieg gegen Oberligist Ennepetal. (© Foto: Fabian Terwey)

Petershagen (mt). Tosender Applaus brandete nach Abpfiff auf. Die rot-weiße Fangemeinde feierte an der heimischen Grillhütte ihre Helden. Und die genossen sichtlich das Bad in der Menge. Maaslingen war im Westfalenpokal-Achtelfinale tatsächlich die Überraschung gelungen. Der Fußball-Landesligist schaltete am späten gestrigen Abend das zwei Klassen höher spielende Oberliga-Spitzenteam TuS Ennepetal aus. Und das mit 5:0 (2:0) Treffern. Im Viertelfinale wartet nun Landesligist Spvg Hagen.

„Es lief alles perfekt“, sagte RWM-Trainer Jan-Werner Schmitz erfreut. „Wir hatten einen Sahnetag, Ennepetal nicht. Wir wussten, dass es für den Gegner auf unserem B-Platz schwer wird.“ Dort hatte das Abendspiel wegen des vorhanden Flutlichts stattfinden müssen. „Ennepetal hat mit vielen langen Bällen gespielt. Das haben wir gut verteidigt“, analysierte Schmitz. „Der Platz liegt uns“, sagte auch Bastian Rode. Der Torjäger hatte gleich drei Treffer zum Weiterkommen beigesteuert. Der Linksfuß lupfte mit dem schwächeren rechten gefühlvoll über Ennepetals herauseilenden Torwart hinweg – und das überraschende 1:0 war perfekt (25.). Rode zog aus 16 Metern mit dem starken linken Fuß ab. Und plötzlich stand es 2:0 (33.). Rode wuchtete einen abgefälschten Ball per Flugkopfball in die Maschen. Und die Pokal-Sensation schien zum Greifen nah.

„Wir haben überragend gespielt. Auch Katze hat gut gehalten“, sagte Rode über Torwart Karsten Römbke. „5:0 gegen einen Oberligisten ist eine Hausnummer. So etwas muss man schon feiern. Auch wenn ich morgen arbeiten muss.“ Jan-Werner Schmitz sagte über den Dreierpacker: „Seine drei Treffer sind für mich nicht überraschend. Wir wissen, was Bastian kann.“ Unter reichlich Beifall ging Bastian Rode nach etwa einer Stunde dann für Philipp Rusteberg vom Platz. Wenige Minuten zuvor hatte bereits notgedrungen Lukas Franzmeier raus gemusst. Der RWM-Innenverteidiger hatte sich im Strafraumgewühl eine Platzwunde an der Augenbraue zugezogen. Felix Waltke kam und setzte mit einem Pfostenschuss gleich ein Ausrufezeichen. Das 4:0 war jedoch Jan-Christoph Thom vorbehalten (74.). Der Angreifer schob damit zu seinem dritten Tor im dritten Spiel in Folge ein. „Einer geht noch, einer geht noch rein“, sangen die Anhänger freudetrunken hinterm Tor, als auch noch Joker Kürsat Celik stach. Für Etrit Cakici eingewechselt, traf die Nummer sechs nach Flanke von Rusteberg zum 5:0 (77.).

„Der Sieg ist auch in der Höhe verdient“, sagte Jan-Werner Schmitz. „Vor allem freue ich mich, dass die Jungs gezeigt haben, was sie können. Cool, dass wir jetzt im Viertelfinale stehen.“ Der kommende Gegner Hagen besiegte zeitgleich den Westfalenligisten SC Neheim. 5:3 nach Elfmeterschießen hieß es für den Landesligisten. Die Viertelfinals des Westfalenpokal-wettbewerbs werden zwischen dem 11. Oktober und 23. November ausgetragen.

Für Maaslingen geht es bereits am kommenden Sonntag mit dem zehnten Spieltag der Landesliga weiter. Auswärtsgegner des aktuellen Tabellenletzten ist die SV Eidinghausen-Werste. Anstoß ist um 15.30 Uhr. Ist die Brust nun breiter? „Wir haben es nach unseren Pokalspielen schon so oft erfahren“, erklärte Jan-Werner Schmitz. „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Es geht jedes Mal von Neuem los. In der Liga müssen wir jetzt die gleiche Körpersprache zeigen wie hier heute.“ Damit Maaslingen auch im Derby gegen Eidinghausen-Werste feiern wieder darf.

RW Maaslingen - TuS Ennepetal 5:0

RW Maaslingen: Römbke - Kollhorst, Franzmeier (63. Waltke), Müller, Fuchs, Riechmann, Meyer, Schreiber, Thom (80. Krasniqi), Cakici (75. Celik), Rode (67. Rusteberg).

TuS Ennepetal: Kuhlmann - Gerding, Bollmann, Matten, Yasar, Hausmann (55. Drepper), Williams (71. Gallus), Kherlopian (63. Müller), Lahchaychi, Breilmann (55. Frölich), Nettersheim.Tore: 1:0 Rode (25.), 2:0 Rode (33.), 3:0 Rode (52.), 4:0 Thom (74.), 5:0 Calik (77.).

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PetershagenWestfalenpokal: Maaslingen feiert überraschenden ViertelfinaleinzugFabian TerweyPetershagen (mt). Tosender Applaus brandete nach Abpfiff auf. Die rot-weiße Fangemeinde feierte an der heimischen Grillhütte ihre Helden. Und die genossen sichtlich das Bad in der Menge. Maaslingen war im Westfalenpokal-Achtelfinale tatsächlich die Überraschung gelungen. Der Fußball-Landesligist schaltete am späten gestrigen Abend das zwei Klassen höher spielende Oberliga-Spitzenteam TuS Ennepetal aus. Und das mit 5:0 (2:0) Treffern. Im Viertelfinale wartet nun Landesligist Spvg Hagen. „Es lief alles perfekt“, sagte RWM-Trainer Jan-Werner Schmitz erfreut. „Wir hatten einen Sahnetag, Ennepetal nicht. Wir wussten, dass es für den Gegner auf unserem B-Platz schwer wird.“ Dort hatte das Abendspiel wegen des vorhanden Flutlichts stattfinden müssen. „Ennepetal hat mit vielen langen Bällen gespielt. Das haben wir gut verteidigt“, analysierte Schmitz. „Der Platz liegt uns“, sagte auch Bastian Rode. Der Torjäger hatte gleich drei Treffer zum Weiterkommen beigesteuert. Der Linksfuß lupfte mit dem schwächeren rechten gefühlvoll über Ennepetals herauseilenden Torwart hinweg – und das überraschende 1:0 war perfekt (25.). Rode zog aus 16 Metern mit dem starken linken Fuß ab. Und plötzlich stand es 2:0 (33.). Rode wuchtete einen abgefälschten Ball per Flugkopfball in die Maschen. Und die Pokal-Sensation schien zum Greifen nah. „Wir haben überragend gespielt. Auch Katze hat gut gehalten“, sagte Rode über Torwart Karsten Römbke. „5:0 gegen einen Oberligisten ist eine Hausnummer. So etwas muss man schon feiern. Auch wenn ich morgen arbeiten muss.“ Jan-Werner Schmitz sagte über den Dreierpacker: „Seine drei Treffer sind für mich nicht überraschend. Wir wissen, was Bastian kann.“ Unter reichlich Beifall ging Bastian Rode nach etwa einer Stunde dann für Philipp Rusteberg vom Platz. Wenige Minuten zuvor hatte bereits notgedrungen Lukas Franzmeier raus gemusst. Der RWM-Innenverteidiger hatte sich im Strafraumgewühl eine Platzwunde an der Augenbraue zugezogen. Felix Waltke kam und setzte mit einem Pfostenschuss gleich ein Ausrufezeichen. Das 4:0 war jedoch Jan-Christoph Thom vorbehalten (74.). Der Angreifer schob damit zu seinem dritten Tor im dritten Spiel in Folge ein. „Einer geht noch, einer geht noch rein“, sangen die Anhänger freudetrunken hinterm Tor, als auch noch Joker Kürsat Celik stach. Für Etrit Cakici eingewechselt, traf die Nummer sechs nach Flanke von Rusteberg zum 5:0 (77.). „Der Sieg ist auch in der Höhe verdient“, sagte Jan-Werner Schmitz. „Vor allem freue ich mich, dass die Jungs gezeigt haben, was sie können. Cool, dass wir jetzt im Viertelfinale stehen.“ Der kommende Gegner Hagen besiegte zeitgleich den Westfalenligisten SC Neheim. 5:3 nach Elfmeterschießen hieß es für den Landesligisten. Die Viertelfinals des Westfalenpokal-wettbewerbs werden zwischen dem 11. Oktober und 23. November ausgetragen. Für Maaslingen geht es bereits am kommenden Sonntag mit dem zehnten Spieltag der Landesliga weiter. Auswärtsgegner des aktuellen Tabellenletzten ist die SV Eidinghausen-Werste. Anstoß ist um 15.30 Uhr. Ist die Brust nun breiter? „Wir haben es nach unseren Pokalspielen schon so oft erfahren“, erklärte Jan-Werner Schmitz. „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Es geht jedes Mal von Neuem los. In der Liga müssen wir jetzt die gleiche Körpersprache zeigen wie hier heute.“ Damit Maaslingen auch im Derby gegen Eidinghausen-Werste feiern wieder darf. RW Maaslingen - TuS Ennepetal 5:0 RW Maaslingen: Römbke - Kollhorst, Franzmeier (63. Waltke), Müller, Fuchs, Riechmann, Meyer, Schreiber, Thom (80. Krasniqi), Cakici (75. Celik), Rode (67. Rusteberg). TuS Ennepetal: Kuhlmann - Gerding, Bollmann, Matten, Yasar, Hausmann (55. Drepper), Williams (71. Gallus), Kherlopian (63. Müller), Lahchaychi, Breilmann (55. Frölich), Nettersheim.Tore: 1:0 Rode (25.), 2:0 Rode (33.), 3:0 Rode (52.), 4:0 Thom (74.), 5:0 Calik (77.).