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Fußball-Box: Hergott erzielt Traumtor mit Ansage, RWM spielt heute im Westfalenpokal

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„Es ist alles drin“: Jan-Christoph Thom geht mit RW Maaslingen selbstbewusst ins Westfalenpokal-Achtelfinale. MT- - © Foto: Fabian Terwey
„Es ist alles drin“: Jan-Christoph Thom geht mit RW Maaslingen selbstbewusst ins Westfalenpokal-Achtelfinale. MT- (© Foto: Fabian Terwey)

Minden (mt). Die Fußball-Bezirksligisten FT Dützen und SV Kutenhausen-Todtenhausen haben vor ihrem direkten Duell unterschiedliche Probleme. In der Kreisliga A gelang Pascal Hergott derweil ein Traumtor, während bei RW Maaslingen ein Angreifer rechtzeitig vor dem heutigen Westfalenpokalspiel in Form ist.

Thom legt nach

Zweites Spiel, zweiter Treffer. Jan-Christoph Thom legte nach seinem Tor beim Kreispokalsieg direkt nach. Im Finale gegen Bezirksligist Kutenhausen-Todtenhausen hatte Maaslingens Angreifer mit seinem spektakulären Sololauf für den 1:1-Ausgleich gesorgt. In der Landesliga gegen Kaunitz schoss Thom das 2:0. Die Partie endete 2:2. „Jetzt stehst du wieder mit nur einem Punkt da“, sagte er zwar etwas enttäuscht: „Wichtig ist aber auch, dass wir das Spiel nicht noch verloren haben.“ Das gibt Selbstbewusstsein für das Westfalenpokal-Achtelfinale gegen den TuS Ennepetal, das am heutigen Mittwoch um 20 Uhr auf dem Maaslinger B-Platz angepfiffen wird. „Eine Überraschung ist das Ziel“, sagt Thom. Allerdings sind die Gäste eine echte Hausnummer: Ennepetal liegt zurzeit auf dem geteilten dritten Platz der Oberliga und reist als klarer Favorit nach Maaslingen. RWM ist jedoch in dieser Saison trotz aller Probleme in der Liga eine Pokalmannschaft: Den Kreispokal gewann der Favorit souverän, im Westfalenpokal schaltete der Landesligist zuletzt GW Nottuln aus der Westfalenliga aus. Auch deshalb sagt Thom: „Es ist alles drin.“ Auch sein dritter Treffer im dritten Spiel in Folge. (fat/kül)

Wochen der Wahrheit

Svend-Lasse Röckemann gab ein starkes Debüt. MT- - © Foto: ps
Svend-Lasse Röckemann gab ein starkes Debüt. MT- (© Foto: ps)

Thomas Bartels war bedient. „Du kannst in Löhne verlieren, aber nicht so“, sagte der Trainer der FT Dützen nach der 0:6-Klatsche seiner Mannschaft. Seitdem stellen die Dützer mit 29 Gegentreffern auch noch die schlechteste Defensive der Liga. „Das kommt nicht von ungefähr“, sagt Bartels, der vor allem das Zweikampfverhalten seiner Elf bemängelt. Das muss sich jetzt grundlegend ändern, denn vor dem Tabellen-13. liegen die Wochen der Wahrheit, wie der FTD-Trainer die nächsten Spiele nennt . „Da wissen wir, wo unsere Reise hingeht“, sagt Bartels vor dem Heimderby gegen die SVKT und den folgenden Aufgaben gegen Dielingen und in Vehlage. „Wir müssen unbedingt punkten, sonst sitzen wir unten erstmal fest“, warnt der Coach. (ps)

Doppelte Premiere

Pascal Hergott bejubelte einen Geniestreich. MT- - © Foto: Terwey
Pascal Hergott bejubelte einen Geniestreich. MT- (© Foto: Terwey)

Die Zuschauer der SV Kutenhausen-Todtenhausen mussten beim 0:4 gegen Stift Quernheim in der Halbzeitpause genauer hinschauen. Auf dem ersten Blick erkannten nur die Wenigsten, wer sich alles aufwärmte. „Alles Spieler aus der zweiten Mannschaft“, klärte ein Zuschauer auf. Wegen der großen Personalprobleme saßen mit Patrick Marin, Mario Gronwald, Reneé Platz und Svend-Lasse Röckemann vier Spieler der Reserve auf der Bank. Die beiden Letztgenannten feierten ihre Bezirksliga-Premiere, während Sascha Klarmeyer, der 90 Minuten durchspielte, schon öfter für die „Erste“ aufgelaufen war. Die Trainer Holger Sarres und Mario Heller waren auch absolut zufrieden. „Sascha war für mich der beste Mann auf dem Platz“, lobte Sarres und Heller fügte an „Reneé und Lasse haben sich auch direkt gut eingefügt.“ (ps)

Anstoß, Schuss, Tor

Kaum hatte die SV Bölhorst-Häverstädt das Kreisliga-A-Spiel bei der SG Gorspen-Vahlsen/Windheim wieder spannend gemacht, da sorgte Pascal Hergott mit einem Geniestreich für die Entscheidung: Nach dem Anschlusstor zum 3:2 erzielte der Innenverteidiger das vierte Tor für sein Team – direkt nach dem Anstoß aus dem Mittelkreis. „Ich habe schon oft mit Behar Hiseni darüber gesprochen, dass die Torhüter immer so weit vor dem Tor stehen und man das einfach mal versuchen sollte“, erzählt Hergott über sein Traumtor. Das erzielte er übrigens mit Ankündigung: „Ich habe kurz vor dem Anstoß zu Robert Laroche gesagt, dass ich den jetzt reinmache.“ Die weiteren Treffer zum 6:3-Sieg seiner Mannschaft erlebte Hergott dann nur noch am Rande, weil er nach seiner Auswechslung schnell los musste, um zum Kurzurlaub in die Türkei zu fliegen. Trotzdem genoss er seinen perfekten Schuss: „So ein Tor hat mir noch gefehlt.“ (kül)

Torwart als Spielmacher

Der SC Rodenbeck ging arg geschwächt ins B-Liga-Spiel gegen Meisterschaftskandidat SG SVPC/Frille-Wietersheim – und gewann sensationell 2:1. Trainer Ahmed Mejri bot dabei Stammkeeper Khalid Ahmad als Spielmacher auf. Pedro Miguel Martins Goncalves rückte vertretungsweise ins Tor. „Khalid musste nicht mit nach hinten arbeiten. Denn das Einzige, was ihm fehlt, ist die Kondition“, erklärte Mejri. „Ansonsten kann er gut mit dem Ball umgehen. An unserem Siegtreffer war Khalid mit seiner Vorlage ja sogar direkt beteiligt.“ Einen Dauer-Einsatz als Feldspieler sieht der Trainer für seinen Keeper aber nicht: „Er hat super gespielt, aber am kommenden Sonntag werden einige Spieler wieder zurückkehren“, sagt Mejri: „Und wir brauchen ihn jetzt wieder im Tor.“ (fat)

Wriedt wird zum Helden

Till Wriedt wurde zum Helden bei Preußen Espelkamps Kreispokalsieg. Beim 5:4 nach Elfmeterschießen gegen den TuS Tengern hielt der einst auch bei RW Maaslingen aktive Torwart zwei Elfmeter. „Elfmeterschießen liegen mir einfach. Vor ein paar Jahren habe ich auch schon mal gegen Tengern pariert und für Maaslingen in einem Pokalspiel sogar mal vier Schüsse“, erzählte Wriedt. Auch für Tengerns Fehlschützen Nico Gerfen ging eine Serie weiter. „Vier von vier Elfern habe ich jetzt verschossen“, berichtete er. Antreten will er trotzdem auch in Zukunft: „Irgendwann will man den Ball ja auch mal rein machen.“ (mas)

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MindenFußball-Box: Hergott erzielt Traumtor mit Ansage, RWM spielt heute im WestfalenpokalMinden (mt). Die Fußball-Bezirksligisten FT Dützen und SV Kutenhausen-Todtenhausen haben vor ihrem direkten Duell unterschiedliche Probleme. In der Kreisliga A gelang Pascal Hergott derweil ein Traumtor, während bei RW Maaslingen ein Angreifer rechtzeitig vor dem heutigen Westfalenpokalspiel in Form ist. Thom legt nach Zweites Spiel, zweiter Treffer. Jan-Christoph Thom legte nach seinem Tor beim Kreispokalsieg direkt nach. Im Finale gegen Bezirksligist Kutenhausen-Todtenhausen hatte Maaslingens Angreifer mit seinem spektakulären Sololauf für den 1:1-Ausgleich gesorgt. In der Landesliga gegen Kaunitz schoss Thom das 2:0. Die Partie endete 2:2. „Jetzt stehst du wieder mit nur einem Punkt da“, sagte er zwar etwas enttäuscht: „Wichtig ist aber auch, dass wir das Spiel nicht noch verloren haben.“ Das gibt Selbstbewusstsein für das Westfalenpokal-Achtelfinale gegen den TuS Ennepetal, das am heutigen Mittwoch um 20 Uhr auf dem Maaslinger B-Platz angepfiffen wird. „Eine Überraschung ist das Ziel“, sagt Thom. Allerdings sind die Gäste eine echte Hausnummer: Ennepetal liegt zurzeit auf dem geteilten dritten Platz der Oberliga und reist als klarer Favorit nach Maaslingen. RWM ist jedoch in dieser Saison trotz aller Probleme in der Liga eine Pokalmannschaft: Den Kreispokal gewann der Favorit souverän, im Westfalenpokal schaltete der Landesligist zuletzt GW Nottuln aus der Westfalenliga aus. Auch deshalb sagt Thom: „Es ist alles drin.“ Auch sein dritter Treffer im dritten Spiel in Folge. (fat/kül) Wochen der Wahrheit Thomas Bartels war bedient. „Du kannst in Löhne verlieren, aber nicht so“, sagte der Trainer der FT Dützen nach der 0:6-Klatsche seiner Mannschaft. Seitdem stellen die Dützer mit 29 Gegentreffern auch noch die schlechteste Defensive der Liga. „Das kommt nicht von ungefähr“, sagt Bartels, der vor allem das Zweikampfverhalten seiner Elf bemängelt. Das muss sich jetzt grundlegend ändern, denn vor dem Tabellen-13. liegen die Wochen der Wahrheit, wie der FTD-Trainer die nächsten Spiele nennt . „Da wissen wir, wo unsere Reise hingeht“, sagt Bartels vor dem Heimderby gegen die SVKT und den folgenden Aufgaben gegen Dielingen und in Vehlage. „Wir müssen unbedingt punkten, sonst sitzen wir unten erstmal fest“, warnt der Coach. (ps) Doppelte Premiere Die Zuschauer der SV Kutenhausen-Todtenhausen mussten beim 0:4 gegen Stift Quernheim in der Halbzeitpause genauer hinschauen. Auf dem ersten Blick erkannten nur die Wenigsten, wer sich alles aufwärmte. „Alles Spieler aus der zweiten Mannschaft“, klärte ein Zuschauer auf. Wegen der großen Personalprobleme saßen mit Patrick Marin, Mario Gronwald, Reneé Platz und Svend-Lasse Röckemann vier Spieler der Reserve auf der Bank. Die beiden Letztgenannten feierten ihre Bezirksliga-Premiere, während Sascha Klarmeyer, der 90 Minuten durchspielte, schon öfter für die „Erste“ aufgelaufen war. Die Trainer Holger Sarres und Mario Heller waren auch absolut zufrieden. „Sascha war für mich der beste Mann auf dem Platz“, lobte Sarres und Heller fügte an „Reneé und Lasse haben sich auch direkt gut eingefügt.“ (ps) Anstoß, Schuss, Tor Kaum hatte die SV Bölhorst-Häverstädt das Kreisliga-A-Spiel bei der SG Gorspen-Vahlsen/Windheim wieder spannend gemacht, da sorgte Pascal Hergott mit einem Geniestreich für die Entscheidung: Nach dem Anschlusstor zum 3:2 erzielte der Innenverteidiger das vierte Tor für sein Team – direkt nach dem Anstoß aus dem Mittelkreis. „Ich habe schon oft mit Behar Hiseni darüber gesprochen, dass die Torhüter immer so weit vor dem Tor stehen und man das einfach mal versuchen sollte“, erzählt Hergott über sein Traumtor. Das erzielte er übrigens mit Ankündigung: „Ich habe kurz vor dem Anstoß zu Robert Laroche gesagt, dass ich den jetzt reinmache.“ Die weiteren Treffer zum 6:3-Sieg seiner Mannschaft erlebte Hergott dann nur noch am Rande, weil er nach seiner Auswechslung schnell los musste, um zum Kurzurlaub in die Türkei zu fliegen. Trotzdem genoss er seinen perfekten Schuss: „So ein Tor hat mir noch gefehlt.“ (kül) Torwart als Spielmacher Der SC Rodenbeck ging arg geschwächt ins B-Liga-Spiel gegen Meisterschaftskandidat SG SVPC/Frille-Wietersheim – und gewann sensationell 2:1. Trainer Ahmed Mejri bot dabei Stammkeeper Khalid Ahmad als Spielmacher auf. Pedro Miguel Martins Goncalves rückte vertretungsweise ins Tor. „Khalid musste nicht mit nach hinten arbeiten. Denn das Einzige, was ihm fehlt, ist die Kondition“, erklärte Mejri. „Ansonsten kann er gut mit dem Ball umgehen. An unserem Siegtreffer war Khalid mit seiner Vorlage ja sogar direkt beteiligt.“ Einen Dauer-Einsatz als Feldspieler sieht der Trainer für seinen Keeper aber nicht: „Er hat super gespielt, aber am kommenden Sonntag werden einige Spieler wieder zurückkehren“, sagt Mejri: „Und wir brauchen ihn jetzt wieder im Tor.“ (fat) Wriedt wird zum Helden Till Wriedt wurde zum Helden bei Preußen Espelkamps Kreispokalsieg. Beim 5:4 nach Elfmeterschießen gegen den TuS Tengern hielt der einst auch bei RW Maaslingen aktive Torwart zwei Elfmeter. „Elfmeterschießen liegen mir einfach. Vor ein paar Jahren habe ich auch schon mal gegen Tengern pariert und für Maaslingen in einem Pokalspiel sogar mal vier Schüsse“, erzählte Wriedt. Auch für Tengerns Fehlschützen Nico Gerfen ging eine Serie weiter. „Vier von vier Elfern habe ich jetzt verschossen“, berichtete er. Antreten will er trotzdem auch in Zukunft: „Irgendwann will man den Ball ja auch mal rein machen.“ (mas)