Minden

Bezirksliga: 0:6 - Eisbergen bleibt bei der SVKT nur das Nachsehen

Fabian Terwey

Das 4:0: Lennart Springer (vorne) trifft für Kutenhausen-Todtenhausen. Im Hintergrund: Eisbergens Filip Stahlhut. MT- - © Foto: Fabian Terwey.
Das 4:0: Lennart Springer (vorne) trifft für Kutenhausen-Todtenhausen. Im Hintergrund: Eisbergens Filip Stahlhut. MT- (© Foto: Fabian Terwey.)

Minden (mt). Vom harmlosen Auftritt des Kreisrivalen war Holger Sarres überrascht. Der Trainer und seine SV Kutenhausen-Todtenhausen feierten einen völlig ungefährdeten Heimsieg gegen den FSC Eisbergen. 6:0 (3:0) hieß es am gestrigen Sonntag im Derby der Fußball-Bezirksliga. Gäste-Trainer Carsten Korff hatte eine Erklärung dafür.

„In dieser Höhe habe ich das nicht erwartet. Zumal es von uns eine geschlossene Mannschaftsleistung war, ohne dass wir dabei geglänzt haben“, sagte Holger Sarres. „Es hat mich gewundert, dass Eisbergen an diesem Tag nicht diese sonstige Mentalität, die sie auszeichnet, auf den Platz gebracht hat. In der ersten Halbzeit hatten sie zwar mehr Ballbesitz, aber den konnten sie auch gerne haben.“ Eisbergens Trainer Carsten Korff meinte: „Der Gegner war in allen Belangen besser als wir. Und dass obwohl sich die SVKT in der zweiten Halbzeit nur noch auf das Wesentliche beschränkt hat. So kommen dann eben solche Ergebnisse zustande.“

Gleich ein erstes entscheidendes Duell gewann die SVKT. Luca Bruse spielte den öffnenden Pass auf Kevin Dickhof. Und der Torjäger gab dem Ball beim Pressschlag mit Eisbergens herausgeeiltem Torwart Christian Witthaus den nötigen Drall . 1:0 (3.). Christian Dewald vollendete trocken zum 2:0 ins lange Eck (25.). Vorlagengeber Yannik Niermann hatte den Torschützen per flacher Hereingabe in Eisbergens Sechzehner bedient. Und auch den nächsten Treffer bereitete Niermann vor. Kevin Dickhof hatte Zeit, den Ball aus der Luft anzunehmen. Aus kurzer Distanz drosch der Angreifer volley in die Maschen. Dickhofs Doppelpack war perfekt. In der Torschützenliste rangiert Kutenhausen-Todtenhausens Nummer 11 nun schon mit sieben Treffern auf Platz drei. Nur Hakim Aytan von Spitzenreiter Kirchlengern und Luigi Di Bella von Herringhausen-Eickum haben mit zwölf beziehungsweise neun Toren bislang häufiger geknipst.

„In der Pause haben wir uns noch ein mal etwas vorgenommen“, erklärte Carsten Korff. Und das merkte man Eisbergen an. Angetrieben vom lautstarken Schlussmann Christian Witthaus bäumten sich die Gäste noch einmal auf. „Mit dem vierten Gegentor war es dann aber erledigt“, sagte Carsten Korff. Yannik Niermann zirkelte einen SVKT-Freistoß aus dem Halbfeld in den Sechzehner. Lennart Springer drückte den Ball im Nachsetzen über die Torlinie. 4:0 (55.). Dann stach auch noch Joker Kjell-Timon Rolfes. Wenige Minuten zuvor für 2:0-Torschütze Christian Dewald eingewechselt, traf die Nummer 18 aus 20 Metern zum 5:0 ( 76.). Fast eine Kopie des 4:0 hätte es kurz darauf gegeben. Doch Lennart Springers Abnahme nach Niermann-Freistoß klatschte an den Pfosten. Das Schlusswort hatte der Standard-Spezialist dann selbst. Eine Flanke von Kevin Dickhof drückte Niermann am zweiten Pfosten zum 6:0 über die Torlinie (87.). „Wir hatten natürlich auch eine hohe Effektivität in unserem Spiel“, sagte Sarres. „Aus neun guten Torchancen haben wir sechs Treffer gemacht. Und endlich haben wir auch mal zu Null gespielt. Das tut gut.“ Ohne Gegentor war die SVKT in der laufenden Bezirksliga-Saison noch gar nicht geblieben. Nur beim 2:0-Kreispokalsieg bei A-Ligist Union Minden hatte die Null gestanden.

Für die Rasenspezialisten aus Eisbergen war es im vierten Auswärtsspiel bereits die dritte Niederlage. Der Kunstrasenplatz war für Korff aber keine Entschuldigung. „Das ist nur eine Teilerklärung. Es kam uns ja sogar noch entgegen, dass die Partie wegen des Spiels der SVKT-Reserve erst um 15.30 Uhr statt um 15 Uhr angepfiffen worden ist. So konnten wir uns länger als sonst auf den Untergrund einstellen.“ Schnell abhaken wollte Korff die Niederlage nicht. „Das dürfen wir nicht“, erklärte der Coach. „Denn das Ganze hat sich bereits abgezeichnet. In den vergangenen zwei Wochen war die Trainingsbeteiligung schlecht. Am letzten Sonntag haben wir zwar noch gewonnen, aber jetzt haben wir die Quittung dafür bekommen.“ Eisbergens Derby-Auftritt war für Korff daher weniger überraschend als für seinen Gegenüber.

SV Kutenhausen-Todtenhausen: Gramatte - L. Springer, Radomski, Beims, Brakemann, J. Springer (70. Simonyan), Bruse, Penningroth (63. Zouabi), Dickhof, Dewald (70. Rolfes), Niermann.

FSC Eisbergen: Witthaus - M. Nolting, Kolepke, C. Hinz (46. Salein), M. Hinz, J. Nolting, Stahlhut (70. Bongard), Schulze, Wehage (54. Arnsmeyer), Mohme, Oelmann.

Tore:1:0 Dickhof (3.), 2:0 Dewald (25.), 3:0 Dickhof (44.), 4:0 L. Springer (55.), 5:0 Rolfes (76.), 6:0 Niermann (87.).

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MindenBezirksliga: 0:6 - Eisbergen bleibt bei der SVKT nur das NachsehenFabian TerweyMinden (mt). Vom harmlosen Auftritt des Kreisrivalen war Holger Sarres überrascht. Der Trainer und seine SV Kutenhausen-Todtenhausen feierten einen völlig ungefährdeten Heimsieg gegen den FSC Eisbergen. 6:0 (3:0) hieß es am gestrigen Sonntag im Derby der Fußball-Bezirksliga. Gäste-Trainer Carsten Korff hatte eine Erklärung dafür. „In dieser Höhe habe ich das nicht erwartet. Zumal es von uns eine geschlossene Mannschaftsleistung war, ohne dass wir dabei geglänzt haben“, sagte Holger Sarres. „Es hat mich gewundert, dass Eisbergen an diesem Tag nicht diese sonstige Mentalität, die sie auszeichnet, auf den Platz gebracht hat. In der ersten Halbzeit hatten sie zwar mehr Ballbesitz, aber den konnten sie auch gerne haben.“ Eisbergens Trainer Carsten Korff meinte: „Der Gegner war in allen Belangen besser als wir. Und dass obwohl sich die SVKT in der zweiten Halbzeit nur noch auf das Wesentliche beschränkt hat. So kommen dann eben solche Ergebnisse zustande.“ Gleich ein erstes entscheidendes Duell gewann die SVKT. Luca Bruse spielte den öffnenden Pass auf Kevin Dickhof. Und der Torjäger gab dem Ball beim Pressschlag mit Eisbergens herausgeeiltem Torwart Christian Witthaus den nötigen Drall . 1:0 (3.). Christian Dewald vollendete trocken zum 2:0 ins lange Eck (25.). Vorlagengeber Yannik Niermann hatte den Torschützen per flacher Hereingabe in Eisbergens Sechzehner bedient. Und auch den nächsten Treffer bereitete Niermann vor. Kevin Dickhof hatte Zeit, den Ball aus der Luft anzunehmen. Aus kurzer Distanz drosch der Angreifer volley in die Maschen. Dickhofs Doppelpack war perfekt. In der Torschützenliste rangiert Kutenhausen-Todtenhausens Nummer 11 nun schon mit sieben Treffern auf Platz drei. Nur Hakim Aytan von Spitzenreiter Kirchlengern und Luigi Di Bella von Herringhausen-Eickum haben mit zwölf beziehungsweise neun Toren bislang häufiger geknipst. „In der Pause haben wir uns noch ein mal etwas vorgenommen“, erklärte Carsten Korff. Und das merkte man Eisbergen an. Angetrieben vom lautstarken Schlussmann Christian Witthaus bäumten sich die Gäste noch einmal auf. „Mit dem vierten Gegentor war es dann aber erledigt“, sagte Carsten Korff. Yannik Niermann zirkelte einen SVKT-Freistoß aus dem Halbfeld in den Sechzehner. Lennart Springer drückte den Ball im Nachsetzen über die Torlinie. 4:0 (55.). Dann stach auch noch Joker Kjell-Timon Rolfes. Wenige Minuten zuvor für 2:0-Torschütze Christian Dewald eingewechselt, traf die Nummer 18 aus 20 Metern zum 5:0 ( 76.). Fast eine Kopie des 4:0 hätte es kurz darauf gegeben. Doch Lennart Springers Abnahme nach Niermann-Freistoß klatschte an den Pfosten. Das Schlusswort hatte der Standard-Spezialist dann selbst. Eine Flanke von Kevin Dickhof drückte Niermann am zweiten Pfosten zum 6:0 über die Torlinie (87.). „Wir hatten natürlich auch eine hohe Effektivität in unserem Spiel“, sagte Sarres. „Aus neun guten Torchancen haben wir sechs Treffer gemacht. Und endlich haben wir auch mal zu Null gespielt. Das tut gut.“ Ohne Gegentor war die SVKT in der laufenden Bezirksliga-Saison noch gar nicht geblieben. Nur beim 2:0-Kreispokalsieg bei A-Ligist Union Minden hatte die Null gestanden. Für die Rasenspezialisten aus Eisbergen war es im vierten Auswärtsspiel bereits die dritte Niederlage. Der Kunstrasenplatz war für Korff aber keine Entschuldigung. „Das ist nur eine Teilerklärung. Es kam uns ja sogar noch entgegen, dass die Partie wegen des Spiels der SVKT-Reserve erst um 15.30 Uhr statt um 15 Uhr angepfiffen worden ist. So konnten wir uns länger als sonst auf den Untergrund einstellen.“ Schnell abhaken wollte Korff die Niederlage nicht. „Das dürfen wir nicht“, erklärte der Coach. „Denn das Ganze hat sich bereits abgezeichnet. In den vergangenen zwei Wochen war die Trainingsbeteiligung schlecht. Am letzten Sonntag haben wir zwar noch gewonnen, aber jetzt haben wir die Quittung dafür bekommen.“ Eisbergens Derby-Auftritt war für Korff daher weniger überraschend als für seinen Gegenüber. SV Kutenhausen-Todtenhausen: Gramatte - L. Springer, Radomski, Beims, Brakemann, J. Springer (70. Simonyan), Bruse, Penningroth (63. Zouabi), Dickhof, Dewald (70. Rolfes), Niermann. FSC Eisbergen: Witthaus - M. Nolting, Kolepke, C. Hinz (46. Salein), M. Hinz, J. Nolting, Stahlhut (70. Bongard), Schulze, Wehage (54. Arnsmeyer), Mohme, Oelmann. Tore:1:0 Dickhof (3.), 2:0 Dewald (25.), 3:0 Dickhof (44.), 4:0 L. Springer (55.), 5:0 Rolfes (76.), 6:0 Niermann (87.).