Petershagen

Landesliga: Die Stunde der Wahrheit hat geschlagen – RW Maaslingen muss gegen das Schlusslicht TuS Bruchmühlen gewinnen

Astrid Plaßhenrich

Sinan Boga (links) und seine Maaslinger Teamkollegen verkaufen sich aktuell unter Wert und liegen hinter den Erwartungen zurück. Das soll sich schleunigst ändern. MT- - © Foto: Astrid Plaßhenrich
Sinan Boga (links) und seine Maaslinger Teamkollegen verkaufen sich aktuell unter Wert und liegen hinter den Erwartungen zurück. Das soll sich schleunigst ändern. MT- (© Foto: Astrid Plaßhenrich)

Petershagen (mt). Nein, einfach zur Tagesordnung überzugehen – das ging nicht. Die Landesliga-Fußballer von RW Maaslingen hatten nach der 0:4-Schlappe und der desolaten zweiten Halbzeit gegen die Regionalliga-Reserve des SC Verl unter der Woche Redebedarf. „Wir, die Trainer und die Spieler, stehen jetzt in der Bringschuld“, sagt RWM-Trainer Jan-Werner Schmitz, „wir wollen, dass unsere Zuschauer endlich mal wieder zufrieden nach Hause gehen.“ Deshalb wollen die Rot-Weißen an diesem Sonntag unter allen Umständen beweisen, dass sie besser sind, als es der aktuelle Tabellenplatz aussagt. Das wird auch höchste Zeit: Denn wohl niemand hätte damit gerechnet, dass der Westfalenliga-Absteiger nach dem sechsten Spieltag auf dem vorletzten Platz steht und noch immer auf den ersten Sieg wartet. Jetzt reist zum Kellerduell das Schlusslicht TuS Bruchmühlen nach Maaslingen. Ein Sieg für RWM ist Pflicht.

„Wir haben gemeinsam über das Verl-Spiel gesprochen. Jeder hat sich an die eigene Nase gefasst. Die Art und Weise, wie wir uns am vergangenen Sonntag präsentiert haben, darf uns nicht noch einmal passieren. Dessen sind wir uns alle bewusst“, sagt Schmitz. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft sei aber weiterhin gut, die Trainingswoche intensiv gewesen. „Ich bin auch sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärt der Maaslinger Trainer. Deshalb geht der Coach optimistisch in das Kellerduell. Zudem hat sich die personelle Lage endlich mal entspannt. „Wir haben Sonntag einen breiten Kader“, erklärt Schmitz. André Fuchs dürfte nach seiner überstandenen Verletzung ein Kandidat für die Startelf sein. Der Kapitän hatte vergangenen Sonntag 90 Minuten in der 2. Mannschaft gespielt und wurde anschließend gegen Verl noch für die letzten zehn Minuten eingewechselt – Härtetest bestanden.

Fuchs würde für sicherlich Stabilität in der Defensive sorgen. Und die ist bitternötig. Die Maaslinger haben bereits 23 Gegentore kassiert und nur neun geschossen. Dass es aber noch schlimmer geht, beweist Bruchmühlen. Der Aufsteiger hat in den ersten sechs Spielen 33 Tore kassiert. Das sind 5,5 pro Partie. Zudem hat der TuS nur drei Treffer erzielt.

Die Maaslinger wollen gegen den TuS ihr Pokal-Gesicht zeigen. Denn das ist ein ganz anderes als das der Meisterschaft. Zuletzt warf RWM mit GW Nottuln einen Verbandsligisten aus dem Westfalenpokal. Davor schlugen die Rot-Weißen in der ersten Runde Bruchmühlen mit 7:5 nach Elfmeterschießen. Nun kommt es zum zweiten Aufeinandertreffen der beiden enttäuschten Teams. Trotz des schwachen Starts wird in Bruchmühlen Ruhe bewahrt. Die TuS-Spieler feierten am Freitag den 50. Geburtstag von ihrem Trainer Michael Bernhardt. Der hadert im Moment vor allem mit der Abwehrarbeit bei Standards: „Von sechs Gegentoren gegen Espelkamp fallen vier nach Ecken und Freistößen, da sind wir einfach zu lieb.“

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PetershagenLandesliga: Die Stunde der Wahrheit hat geschlagen – RW Maaslingen muss gegen das Schlusslicht TuS Bruchmühlen gewinnenAstrid PlaßhenrichPetershagen (mt). Nein, einfach zur Tagesordnung überzugehen – das ging nicht. Die Landesliga-Fußballer von RW Maaslingen hatten nach der 0:4-Schlappe und der desolaten zweiten Halbzeit gegen die Regionalliga-Reserve des SC Verl unter der Woche Redebedarf. „Wir, die Trainer und die Spieler, stehen jetzt in der Bringschuld“, sagt RWM-Trainer Jan-Werner Schmitz, „wir wollen, dass unsere Zuschauer endlich mal wieder zufrieden nach Hause gehen.“ Deshalb wollen die Rot-Weißen an diesem Sonntag unter allen Umständen beweisen, dass sie besser sind, als es der aktuelle Tabellenplatz aussagt. Das wird auch höchste Zeit: Denn wohl niemand hätte damit gerechnet, dass der Westfalenliga-Absteiger nach dem sechsten Spieltag auf dem vorletzten Platz steht und noch immer auf den ersten Sieg wartet. Jetzt reist zum Kellerduell das Schlusslicht TuS Bruchmühlen nach Maaslingen. Ein Sieg für RWM ist Pflicht. „Wir haben gemeinsam über das Verl-Spiel gesprochen. Jeder hat sich an die eigene Nase gefasst. Die Art und Weise, wie wir uns am vergangenen Sonntag präsentiert haben, darf uns nicht noch einmal passieren. Dessen sind wir uns alle bewusst“, sagt Schmitz. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft sei aber weiterhin gut, die Trainingswoche intensiv gewesen. „Ich bin auch sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärt der Maaslinger Trainer. Deshalb geht der Coach optimistisch in das Kellerduell. Zudem hat sich die personelle Lage endlich mal entspannt. „Wir haben Sonntag einen breiten Kader“, erklärt Schmitz. André Fuchs dürfte nach seiner überstandenen Verletzung ein Kandidat für die Startelf sein. Der Kapitän hatte vergangenen Sonntag 90 Minuten in der 2. Mannschaft gespielt und wurde anschließend gegen Verl noch für die letzten zehn Minuten eingewechselt – Härtetest bestanden. Fuchs würde für sicherlich Stabilität in der Defensive sorgen. Und die ist bitternötig. Die Maaslinger haben bereits 23 Gegentore kassiert und nur neun geschossen. Dass es aber noch schlimmer geht, beweist Bruchmühlen. Der Aufsteiger hat in den ersten sechs Spielen 33 Tore kassiert. Das sind 5,5 pro Partie. Zudem hat der TuS nur drei Treffer erzielt. Die Maaslinger wollen gegen den TuS ihr Pokal-Gesicht zeigen. Denn das ist ein ganz anderes als das der Meisterschaft. Zuletzt warf RWM mit GW Nottuln einen Verbandsligisten aus dem Westfalenpokal. Davor schlugen die Rot-Weißen in der ersten Runde Bruchmühlen mit 7:5 nach Elfmeterschießen. Nun kommt es zum zweiten Aufeinandertreffen der beiden enttäuschten Teams. Trotz des schwachen Starts wird in Bruchmühlen Ruhe bewahrt. Die TuS-Spieler feierten am Freitag den 50. Geburtstag von ihrem Trainer Michael Bernhardt. Der hadert im Moment vor allem mit der Abwehrarbeit bei Standards: „Von sechs Gegentoren gegen Espelkamp fallen vier nach Ecken und Freistößen, da sind wir einfach zu lieb.“