Minden

Fußball: Übergangszeit für Kunstrasenplätze bis 2028

veröffentlicht

Minden (mt/apl). Im Rahmen der Kunststoffstrategie der Europäischen Union wird ein Verbot für Mikroplastik-Granulat auf Kunstrasenplätzen geprüft. Der Landtag hat auf Initiative von FDP und CDU gestern beschlossen, dass das Land Nordrhein-Westfalen sich im Fall eines Mikroplastikverbots auf Bundes- und EU-Ebene für eine Übergangsregelung für Sportplätze in NRW-Kommunen einsetzt. Das wird auch zahlreichen Sportvereinen im Kreis Minden-Lübbecke entgegen kommen.

„Die Sportvereine mit ihren vielen Ehrenamtler sind eine tragende Säule der Gesellschaft. Wir wollen die Sportvereine daher nicht im Stich lassen“, erklärt die Espelkamper Landtagsabgeordnete Daniela Beihl. „Eine kurzfristige Sperrung der Kunstrasenplätze würde den Trainings- und Spielbetrieb vielerorts zum Erliegen bringen und Vereine als Sportanlagenbetreiber vor ein finanzielles Risiko stellen“, sagt Beihl weiter.

Mit einer Übergangsregelung bis mindestens zum Jahr 2028 und der Suche nach einer umweltfreundlicheren Alternative, will die FDP in Regierungsverantwortung den Druck auf den Sport mindern. „Damit werden die Interessen von Sport und Umweltschutz gleichermaßen gewahrt“, erklärt Beihl.

Bei der Umstellung auf alternative Füllstoffe wird das Land Nordrhein-Westfalen den Kommunen, Sportvereinen und Verbänden künftig beratend helfen. Landesseitige Förderungen erfolgen bereits heute nur noch für Kunstrasenplätze mit umweltfreundlichen Materialien. Dazu gehört beispielsweise ein Infillmaterial aus Korkgranulat. Das wurde beispielsweise bei Bau des Kunstrasenplatzes im Werretalstadion in Löhne verwendet. Im Fußballkreis Minden nutzen unter anderem die Vereine SV Kutenhausen-Todtenhausen, FT Dützen, SV Weser Leteln, FC Bad Oeynhausen, SV Eidinghausen-Werste und SV Hausberge eigene Kunstrasenplätze. Ein weiterer ist für den „Sportpark Zähringerallee“ geplant.

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MindenFußball: Übergangszeit für Kunstrasenplätze bis 2028Minden (mt/apl). Im Rahmen der Kunststoffstrategie der Europäischen Union wird ein Verbot für Mikroplastik-Granulat auf Kunstrasenplätzen geprüft. Der Landtag hat auf Initiative von FDP und CDU gestern beschlossen, dass das Land Nordrhein-Westfalen sich im Fall eines Mikroplastikverbots auf Bundes- und EU-Ebene für eine Übergangsregelung für Sportplätze in NRW-Kommunen einsetzt. Das wird auch zahlreichen Sportvereinen im Kreis Minden-Lübbecke entgegen kommen. „Die Sportvereine mit ihren vielen Ehrenamtler sind eine tragende Säule der Gesellschaft. Wir wollen die Sportvereine daher nicht im Stich lassen“, erklärt die Espelkamper Landtagsabgeordnete Daniela Beihl. „Eine kurzfristige Sperrung der Kunstrasenplätze würde den Trainings- und Spielbetrieb vielerorts zum Erliegen bringen und Vereine als Sportanlagenbetreiber vor ein finanzielles Risiko stellen“, sagt Beihl weiter. Mit einer Übergangsregelung bis mindestens zum Jahr 2028 und der Suche nach einer umweltfreundlicheren Alternative, will die FDP in Regierungsverantwortung den Druck auf den Sport mindern. „Damit werden die Interessen von Sport und Umweltschutz gleichermaßen gewahrt“, erklärt Beihl. Bei der Umstellung auf alternative Füllstoffe wird das Land Nordrhein-Westfalen den Kommunen, Sportvereinen und Verbänden künftig beratend helfen. Landesseitige Förderungen erfolgen bereits heute nur noch für Kunstrasenplätze mit umweltfreundlichen Materialien. Dazu gehört beispielsweise ein Infillmaterial aus Korkgranulat. Das wurde beispielsweise bei Bau des Kunstrasenplatzes im Werretalstadion in Löhne verwendet. Im Fußballkreis Minden nutzen unter anderem die Vereine SV Kutenhausen-Todtenhausen, FT Dützen, SV Weser Leteln, FC Bad Oeynhausen, SV Eidinghausen-Werste und SV Hausberge eigene Kunstrasenplätze. Ein weiterer ist für den „Sportpark Zähringerallee“ geplant.