Petershagen

Bezirksliga: Griffig gewonnen - Eisbergen kämpft sich zum verdienten Derbysieg in Petershagen

Sebastian Külbel

Gute Zweikämpfe: Eisbergens Jonas Mohme (links) behauptet den Ball unter den Augen seines Teamkollegen Filip Stahlhut vor TuSPO-Kapitän Malte Zwingmann. MT- - © Foto: Sebastian Külbel
Gute Zweikämpfe: Eisbergens Jonas Mohme (links) behauptet den Ball unter den Augen seines Teamkollegen Filip Stahlhut vor TuSPO-Kapitän Malte Zwingmann. MT- (© Foto: Sebastian Külbel)

Petershagen (mt). Ein Jahr Vorsprung macht sich manchmal bezahlt. Genau so viel länger spielt der FSC Eisbergen im Vergleich mit dem TuS Petershagen-Ovenstädt in der Fußball-Bezirksliga. Und das bekam der Aufsteiger am Freitagabend zu spüren. Bei ihrem 3:1 (0:0)-Auswärtssieg waren die Gäste genau in den Komponenten besser, die eine Saison Erfahrung mit sich bringt.

„Wir waren griffiger, haben uns nach dem Rückstand geschüttelt und einfach weiter gemacht“, benannte FSC-Trainer Carsten Korff die entscheidenden Vorteile seiner Mannschaft. Eisbergen entschied die wichtigen Zweikämpfe für sich und zeigte sich mit drei Treffern in der letzten halben Stunde auch vor dem Tor eiskalt. TuSPO-Trainer Jan Frederik Finger war derweil mit dem Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden: „Wir haben es nur in den zehn Minuten nach der Pause gut gemacht. Aber insgesamt gesehen sind wir gar nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen, um griffig zu sein.“

Diese Defizite führten schon in der ersten Halbzeit zu einer optischen Überlegenheit der Eisberger, die entgegen ihrer bevorzugten Ausrichtung das Spiel machen mussten. Das gelang ihnen recht passabel, wenngleich die Abschlüsse von Daniel Schulze (10.), Malte Nolting (20.), Nico Kolepke (29.) und Marc Oelmann (43.) keine Großchancen waren. Von den Petershägern war dagegen kaum etwas zu sehen – bis sie das Spiel kurz nach der Pause auf den Kopf stellten. Noel Kuhlmann setzte den gerade erst eingewechselten Meik Möhlenbrock in Szene und der traf zur Führung (49.).

Es folgten weitere gute Szenen der Gastgeber, die für ein zweites Tor aber nicht in Frage kamen. Stattdessen gewann der Gegner sein kämpferisches Übergewicht zurück und setzte dieses nun auch in schöne Spielzüge um. Den besten vollendete Filip Stahlhut nach toller Vorarbeit von Lukas Wehage zum verdienten Ausgleich (61.). Dem folgten die ebenso verdienten wie glücklichen Siegtore. Vor dem 2:1 von Kolepke hatten die Platzherren eigentlich schon geklärt, der FSC-Verteidiger setzte aber nach und schaufelte den Ball irgendwie über die Linie (73.). Den Schlusspunkt setzte Daniel Schulze mit einem umstrittenen Foulelfmeter (81.): Bei der Fuß-Kollision zwischen Eisbergens Matthias Hinz und Christopher Southwick hatten die Gastgeber vielmehr ein Foulspiel an ihrem Verteidiger gesehen.

TuS Petershagen-Ovenstädt: Kiel - Dorgeloh, Brethauer, Heine (40. Schubert), Southwick, Wesemann, Zimens, Wiegmann, Zwingmann, Kuhlmann (74. Wolting), Kollhorst (46. Möhlenbrock).

FSC Eisbergen: C. Witthaus - M. Hinz, C. Hinz, Kolepke, M. Nolting, Mohme, Schulze (90. Bongard), Wehage (71. Arnsmeier), Stahlhut (76. Salein), J. Nolting, Oelmann (82. Korfsmeier).

Tore: 1:0 Möhlenbrock (49.), 1:1 Stahlhut (61.), 1:2 Kolepke (73.), 1:3 Schulze (81., Foulelfmeter).

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PetershagenBezirksliga: Griffig gewonnen - Eisbergen kämpft sich zum verdienten Derbysieg in PetershagenSebastian KülbelPetershagen (mt). Ein Jahr Vorsprung macht sich manchmal bezahlt. Genau so viel länger spielt der FSC Eisbergen im Vergleich mit dem TuS Petershagen-Ovenstädt in der Fußball-Bezirksliga. Und das bekam der Aufsteiger am Freitagabend zu spüren. Bei ihrem 3:1 (0:0)-Auswärtssieg waren die Gäste genau in den Komponenten besser, die eine Saison Erfahrung mit sich bringt. „Wir waren griffiger, haben uns nach dem Rückstand geschüttelt und einfach weiter gemacht“, benannte FSC-Trainer Carsten Korff die entscheidenden Vorteile seiner Mannschaft. Eisbergen entschied die wichtigen Zweikämpfe für sich und zeigte sich mit drei Treffern in der letzten halben Stunde auch vor dem Tor eiskalt. TuSPO-Trainer Jan Frederik Finger war derweil mit dem Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden: „Wir haben es nur in den zehn Minuten nach der Pause gut gemacht. Aber insgesamt gesehen sind wir gar nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen, um griffig zu sein.“ Diese Defizite führten schon in der ersten Halbzeit zu einer optischen Überlegenheit der Eisberger, die entgegen ihrer bevorzugten Ausrichtung das Spiel machen mussten. Das gelang ihnen recht passabel, wenngleich die Abschlüsse von Daniel Schulze (10.), Malte Nolting (20.), Nico Kolepke (29.) und Marc Oelmann (43.) keine Großchancen waren. Von den Petershägern war dagegen kaum etwas zu sehen – bis sie das Spiel kurz nach der Pause auf den Kopf stellten. Noel Kuhlmann setzte den gerade erst eingewechselten Meik Möhlenbrock in Szene und der traf zur Führung (49.). Es folgten weitere gute Szenen der Gastgeber, die für ein zweites Tor aber nicht in Frage kamen. Stattdessen gewann der Gegner sein kämpferisches Übergewicht zurück und setzte dieses nun auch in schöne Spielzüge um. Den besten vollendete Filip Stahlhut nach toller Vorarbeit von Lukas Wehage zum verdienten Ausgleich (61.). Dem folgten die ebenso verdienten wie glücklichen Siegtore. Vor dem 2:1 von Kolepke hatten die Platzherren eigentlich schon geklärt, der FSC-Verteidiger setzte aber nach und schaufelte den Ball irgendwie über die Linie (73.). Den Schlusspunkt setzte Daniel Schulze mit einem umstrittenen Foulelfmeter (81.): Bei der Fuß-Kollision zwischen Eisbergens Matthias Hinz und Christopher Southwick hatten die Gastgeber vielmehr ein Foulspiel an ihrem Verteidiger gesehen. TuS Petershagen-Ovenstädt: Kiel - Dorgeloh, Brethauer, Heine (40. Schubert), Southwick, Wesemann, Zimens, Wiegmann, Zwingmann, Kuhlmann (74. Wolting), Kollhorst (46. Möhlenbrock). FSC Eisbergen: C. Witthaus - M. Hinz, C. Hinz, Kolepke, M. Nolting, Mohme, Schulze (90. Bongard), Wehage (71. Arnsmeier), Stahlhut (76. Salein), J. Nolting, Oelmann (82. Korfsmeier). Tore: 1:0 Möhlenbrock (49.), 1:1 Stahlhut (61.), 1:2 Kolepke (73.), 1:3 Schulze (81., Foulelfmeter).