Petershagen

Westfalenpokal: Angriff statt Zeitspiel - 2:1-Sieg gegen Nottuln wird für RW Maaslingen zur Blaupause

Sebastian Külbel

RW Maaslingens Kapitän Felix Waltke (links) klärt entschlossen vor dem Nottulner Christian Messing. Die Defensive der Gastgeber ließ den Gegner aus der Westfalenliga kaum zur Entfaltung kommen. MT- - © Foto: Sebastian Külbel
RW Maaslingens Kapitän Felix Waltke (links) klärt entschlossen vor dem Nottulner Christian Messing. Die Defensive der Gastgeber ließ den Gegner aus der Westfalenliga kaum zur Entfaltung kommen. MT- (© Foto: Sebastian Külbel)

Petershagen (mt). Auch als es nur noch darum ging, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen, blieb RW Maaslingen seiner Marschroute treu. Die Gastgeber rannten einfach immer weiter nach vorne, attackierten den Gegner und drängten auf das dritte Tor. „So ist es gedacht“, sagte Trainer Jan-Werner Schmitz nach dem 2:1 (1:1) in der zweiten Westfalenpokalrunde gegen GW Nottuln und lächelte.

Vier Tage nach der bitteren 3:6-Niederlage in der Fußball-Landesliga bei Preußen Espelkamp zeichnete die neu ausgerichtete Maaslinger Mannschaft eine Blaupause dessen, was der Coach von ihr verlangt. Vorne machte die Angriffsreihe Druck auf den Gegner und zwang diesen zu Fehlern, in der Rückwärtsbewegung arbeitete jeder für den anderen – an der zweiten Komponente hatte es bislang zu oft gemangelt. „Wir haben gesehen: Alle wollten es anders machen“, sagte Schmitz: „Das ist auch eine Mentalitätsfrage.“

Dass seine Mannschaft ihm folgt, zeigte sich schon in der wechselvollen Anfangsphase, als der Gegner ebenfalls viel Drang ausstrahlte und in der 13. Minute durch Fabian Schöne in Führung ging, als die RWM-Abwehr sich ausspielen ließ. Im direkten Gegenzug schlugen die Gastgeber zurück. Qendrim Krasniqi bediente von der linken Seite Bastian Rode, und der vollendete im Strafraum souverän zum Ausgleich (14.).

Maaslingens Mittelstürmer stand auch danach zweimal im Fokus: Aus etwa zwölf Metern schoss er knapp vorbei (22.), ein Kopfball rutschte ihm haarscharf über den Scheitel (45.). Vom Gegner aus dem Münsterland, der zurzeit in der Westfalenliga Platz acht belegt, war zu dem Zeitpunkt offensiv schon kaum noch etwas zu sehen.

Dieser Eindruck festigte sich nach der Pause, als allein Lars Ivanusic mit Distanzschüssen Gefahr ausstrahlte. Erst schoss er den Ball aus 15 Metern über das Tor (67.), dann setzte er einen Freistoß an die Latte (79.). Auch RWM fehlte in dem intensiven Spiel trotz guter Angriffe lange der letzte Pass oder der zwingende Abschluss – in der 70. Minute passte dann aber alles. Lukas Franzmeier knallte den Ball nach einem bemerkenswerten Vorstoß an die Fäuste des fast erschrocken reagierenden Torwarts Leander Stallmeyer. Sekunden später nahm Rode fast den gleichen Anlauf, wählte noch zwei Schritte mehr und drosch den Ball flach ins lange Eck. Im Anschluss rannte der Torschütze gemeinsam mit der Mannschaft zum Jubeln an die Seitenlinie. „Das war auch ein Signal, wir erleben gerade schwere Zeiten mit den ganzen Niederlagen. Wir wollten Zusammenhalt zeigen“, erklärte Rode.

Danach suchten er und seine Kollegen die Entscheidung. Der eingewechselte Rayk Sören Riechmann hatte den Torwart beim Sololauf schon umspielt, seinen Schuss klärte allerdings Maximilian Wenning vor der Linie (79.). Es war die beste Chance in einer erstaunlichen Maaslinger Schlussphase, in der Angriff tatsächlich zur besten Verteidigung wurde. Auch die langen Bälle der Gäste in den letzten Minuten brachten keine Gefahr mehr für das Tor der Rot-Weißen.

RW Maaslingen: Späth - Cakici, Franzmeier, Waltke, Kollhorst, Boga, Krasniqi (68. Riechmann), Schreiber, Thom, Rusteberg, Rode (84. Celik).

Tore: 0:1 Schöne (13.), 1:1 Rode (14.), 2:1 Rode (70.).

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PetershagenWestfalenpokal: Angriff statt Zeitspiel - 2:1-Sieg gegen Nottuln wird für RW Maaslingen zur BlaupauseSebastian KülbelPetershagen (mt). Auch als es nur noch darum ging, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen, blieb RW Maaslingen seiner Marschroute treu. Die Gastgeber rannten einfach immer weiter nach vorne, attackierten den Gegner und drängten auf das dritte Tor. „So ist es gedacht“, sagte Trainer Jan-Werner Schmitz nach dem 2:1 (1:1) in der zweiten Westfalenpokalrunde gegen GW Nottuln und lächelte. Vier Tage nach der bitteren 3:6-Niederlage in der Fußball-Landesliga bei Preußen Espelkamp zeichnete die neu ausgerichtete Maaslinger Mannschaft eine Blaupause dessen, was der Coach von ihr verlangt. Vorne machte die Angriffsreihe Druck auf den Gegner und zwang diesen zu Fehlern, in der Rückwärtsbewegung arbeitete jeder für den anderen – an der zweiten Komponente hatte es bislang zu oft gemangelt. „Wir haben gesehen: Alle wollten es anders machen“, sagte Schmitz: „Das ist auch eine Mentalitätsfrage.“ Dass seine Mannschaft ihm folgt, zeigte sich schon in der wechselvollen Anfangsphase, als der Gegner ebenfalls viel Drang ausstrahlte und in der 13. Minute durch Fabian Schöne in Führung ging, als die RWM-Abwehr sich ausspielen ließ. Im direkten Gegenzug schlugen die Gastgeber zurück. Qendrim Krasniqi bediente von der linken Seite Bastian Rode, und der vollendete im Strafraum souverän zum Ausgleich (14.). Maaslingens Mittelstürmer stand auch danach zweimal im Fokus: Aus etwa zwölf Metern schoss er knapp vorbei (22.), ein Kopfball rutschte ihm haarscharf über den Scheitel (45.). Vom Gegner aus dem Münsterland, der zurzeit in der Westfalenliga Platz acht belegt, war zu dem Zeitpunkt offensiv schon kaum noch etwas zu sehen. Dieser Eindruck festigte sich nach der Pause, als allein Lars Ivanusic mit Distanzschüssen Gefahr ausstrahlte. Erst schoss er den Ball aus 15 Metern über das Tor (67.), dann setzte er einen Freistoß an die Latte (79.). Auch RWM fehlte in dem intensiven Spiel trotz guter Angriffe lange der letzte Pass oder der zwingende Abschluss – in der 70. Minute passte dann aber alles. Lukas Franzmeier knallte den Ball nach einem bemerkenswerten Vorstoß an die Fäuste des fast erschrocken reagierenden Torwarts Leander Stallmeyer. Sekunden später nahm Rode fast den gleichen Anlauf, wählte noch zwei Schritte mehr und drosch den Ball flach ins lange Eck. Im Anschluss rannte der Torschütze gemeinsam mit der Mannschaft zum Jubeln an die Seitenlinie. „Das war auch ein Signal, wir erleben gerade schwere Zeiten mit den ganzen Niederlagen. Wir wollten Zusammenhalt zeigen“, erklärte Rode. Danach suchten er und seine Kollegen die Entscheidung. Der eingewechselte Rayk Sören Riechmann hatte den Torwart beim Sololauf schon umspielt, seinen Schuss klärte allerdings Maximilian Wenning vor der Linie (79.). Es war die beste Chance in einer erstaunlichen Maaslinger Schlussphase, in der Angriff tatsächlich zur besten Verteidigung wurde. Auch die langen Bälle der Gäste in den letzten Minuten brachten keine Gefahr mehr für das Tor der Rot-Weißen. RW Maaslingen: Späth - Cakici, Franzmeier, Waltke, Kollhorst, Boga, Krasniqi (68. Riechmann), Schreiber, Thom, Rusteberg, Rode (84. Celik). Tore: 0:1 Schöne (13.), 1:1 Rode (14.), 2:1 Rode (70.).