Hövelhof

Landesliga: 0:4 - RW Maaslingen erlebt in Hövelhof einen schwarzen Freitag

Astrid Plaßhenrich

Philipp Rusteberg (links) hatte für Maaslingen in den Anfangsminuten das 1:0 auf den Fuß, setzte den Ball aber neben das Tor. Dann drehte sich das Blatt und Hövelhof wurde stärker. MT- - © Foto: Astrid Plaßhenrich
Philipp Rusteberg (links) hatte für Maaslingen in den Anfangsminuten das 1:0 auf den Fuß, setzte den Ball aber neben das Tor. Dann drehte sich das Blatt und Hövelhof wurde stärker. MT- (© Foto: Astrid Plaßhenrich)

Hövelhof (mt). Jan-Werner Schmitz starrte die letzten Minuten regungslos auf das Spielfeld – und war fassungslos. Der Trainer des Fußball-Landesligisten RW Maaslingen musste mit ansehen, wie sein Team mit 0:4 (0:2) beim Hövelhofer SV unterging und über weite Strecken vorgeführt wurde. Wohlgemerkt von einer Mannschaft, die am Sonntag mit 1:7 bei Preußen Espelkamp verloren hatte. „Das war an Peinlichkeit nicht zu überbieten“, zog Schmitz eine schonungslose Bilanz.

Eklatantes Zweikampfverhalten gepaart mit einer hohen Fehlpassquote machten den schwarzen Freitag der Rot-Weißen perfekt. Nach dem 0:1 gab es kein Aufbäumen, nach dem 0:2 blieben die Köpfe unten. „Wir hatten überhaupt keine Körpersprache. Dabei haben wir am Donnerstag noch gut trainiert. Ich war echt optimistisch“, sagte Schmitz und wurde eines Besseren belehrt. Jetzt wartet RWM auch nach dem dritten Spiel auf die ersten Punkte.

Die Maaslinger hatten genau fünf gute Minuten – gleich zu Anfang. Direkt nach dem Anpfiff attackierte RWM früh, eroberte im Zentrum die Bälle und spielte konsequent nach vorne. In der Zeit hatte Philipp Rusteberg auch das 1:0 auf den Fuß, verzog aber freistehend vor HSV-Schlussmann Bernhard Kemper. Es sollte auch die einzige nennenswerte Maaslinger Möglichkeit in einem danach einseitigen Spiel bleiben. Denn plötzlich war es so, als wenn jemand den Schalter bei den Rot-Weißen gekippt hatte. Die Maaslinger liefen nur noch hinterher, hatten im Mittelfeld keinen Zugriff mehr und waren letztendlich in allen Belangen unterlegen.

Hövelhof hingegen konnte schalten und walten wie es wollte – und kam zu seinen Chancen. Zunächst traf Nico Thiesschnieder noch die Latte (23.). Maaslingen war da noch im Glück. Doch dann musste RWM-Schlussmann Karsten Römbke das erste Mal hinter sich greifen. Thiesschnieder bediente Jonas Martens, der völlig frei vor dem RWM-Tor stand und sich die Ecke aussuchen konnte (34.). Fünf Minuten später klingelte es erneut. Diesmal war es Thiesschnieder selbst, der zum 2:0 traf. Ein langer Ball genügte um die Maaslinger Hintermannschaft auszuhebeln. Das sollte auch in der Folge so bleiben.

Nach dem Wechsel schien es zunächst, als wenn RWM noch einmal alles versuchen wollte. Aber es dauerte nicht lange, da verfielen die Rot-Weißen ins alte Muster und überließen den Hausherren das Spielfeld. Vor dem 0:3 hatte Bastian Gaube freie Bahn über die rechte Hövelhofer Seite, passte zu Sebastian Laigle, der keine Mühe hatte abzuschließen (60.). Gaube bereitete auch das vierte HSV-Tor vor, das der drei Minuten zuvor eingewechselte Frank Selt-recht erzielte (72.).

„Diese Leistung ist auch nicht mit unseren zahlreichen Ausfällen zu erklären. Das war gar nichts“, fasste Schmitz zusammen.

RW Maaslingen: Römbke - Franzmeier, Pytnja, Müller, Kollhorst, Waltke, Barg, Thom, Krasniqi (71. Riechmann), Celik (59. Agirman), Rusteberg.

Tore: 0:1 Martens (34.), 0:2 Thieschnieder (39.), 0:3 Laigle (60.), 0:4 Selt-recht (72.).

Die Autorin ist erreichbar unter (0571) 882 173 oder Astrid.Plasshenrich@MT.de

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HövelhofLandesliga: 0:4 - RW Maaslingen erlebt in Hövelhof einen schwarzen FreitagAstrid PlaßhenrichHövelhof (mt). Jan-Werner Schmitz starrte die letzten Minuten regungslos auf das Spielfeld – und war fassungslos. Der Trainer des Fußball-Landesligisten RW Maaslingen musste mit ansehen, wie sein Team mit 0:4 (0:2) beim Hövelhofer SV unterging und über weite Strecken vorgeführt wurde. Wohlgemerkt von einer Mannschaft, die am Sonntag mit 1:7 bei Preußen Espelkamp verloren hatte. „Das war an Peinlichkeit nicht zu überbieten“, zog Schmitz eine schonungslose Bilanz. Eklatantes Zweikampfverhalten gepaart mit einer hohen Fehlpassquote machten den schwarzen Freitag der Rot-Weißen perfekt. Nach dem 0:1 gab es kein Aufbäumen, nach dem 0:2 blieben die Köpfe unten. „Wir hatten überhaupt keine Körpersprache. Dabei haben wir am Donnerstag noch gut trainiert. Ich war echt optimistisch“, sagte Schmitz und wurde eines Besseren belehrt. Jetzt wartet RWM auch nach dem dritten Spiel auf die ersten Punkte. Die Maaslinger hatten genau fünf gute Minuten – gleich zu Anfang. Direkt nach dem Anpfiff attackierte RWM früh, eroberte im Zentrum die Bälle und spielte konsequent nach vorne. In der Zeit hatte Philipp Rusteberg auch das 1:0 auf den Fuß, verzog aber freistehend vor HSV-Schlussmann Bernhard Kemper. Es sollte auch die einzige nennenswerte Maaslinger Möglichkeit in einem danach einseitigen Spiel bleiben. Denn plötzlich war es so, als wenn jemand den Schalter bei den Rot-Weißen gekippt hatte. Die Maaslinger liefen nur noch hinterher, hatten im Mittelfeld keinen Zugriff mehr und waren letztendlich in allen Belangen unterlegen. Hövelhof hingegen konnte schalten und walten wie es wollte – und kam zu seinen Chancen. Zunächst traf Nico Thiesschnieder noch die Latte (23.). Maaslingen war da noch im Glück. Doch dann musste RWM-Schlussmann Karsten Römbke das erste Mal hinter sich greifen. Thiesschnieder bediente Jonas Martens, der völlig frei vor dem RWM-Tor stand und sich die Ecke aussuchen konnte (34.). Fünf Minuten später klingelte es erneut. Diesmal war es Thiesschnieder selbst, der zum 2:0 traf. Ein langer Ball genügte um die Maaslinger Hintermannschaft auszuhebeln. Das sollte auch in der Folge so bleiben. Nach dem Wechsel schien es zunächst, als wenn RWM noch einmal alles versuchen wollte. Aber es dauerte nicht lange, da verfielen die Rot-Weißen ins alte Muster und überließen den Hausherren das Spielfeld. Vor dem 0:3 hatte Bastian Gaube freie Bahn über die rechte Hövelhofer Seite, passte zu Sebastian Laigle, der keine Mühe hatte abzuschließen (60.). Gaube bereitete auch das vierte HSV-Tor vor, das der drei Minuten zuvor eingewechselte Frank Selt-recht erzielte (72.). „Diese Leistung ist auch nicht mit unseren zahlreichen Ausfällen zu erklären. Das war gar nichts“, fasste Schmitz zusammen. RW Maaslingen: Römbke - Franzmeier, Pytnja, Müller, Kollhorst, Waltke, Barg, Thom, Krasniqi (71. Riechmann), Celik (59. Agirman), Rusteberg. Tore: 0:1 Martens (34.), 0:2 Thieschnieder (39.), 0:3 Laigle (60.), 0:4 Selt-recht (72.). Die Autorin ist erreichbar unter (0571) 882 173 oder Astrid.Plasshenrich@MT.de