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Fußball-Box: RW Maaslingen verarbeitet Niederlagen und hadert mit Ausfällen - Aias Aosman trifft zum Einstand in der Türkei

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Die pure Enttäuschung: RWM-Trainer Jan-Werner Schmitz nach dem 1:2 gegen den FCO. MT- - © Foto: Külbel
Die pure Enttäuschung: RWM-Trainer Jan-Werner Schmitz nach dem 1:2 gegen den FCO. MT- (© Foto: Külbel)

Minden (mt). Das erste Landesliga- Kreisderby der Saison führte in Maaslingen zu unterschiedlichen Stimmungslagen. Bei der FT Dützen wird derweil wieder auf Naturrasen Fußball gespielt.

Entspannung nicht in Sicht

Der Fehlstart in die Landesliga-Saison geht an RW Maaslingen nicht spurlos vorbei. „Das ist ein Schlag in die Magengrube“, sagte Verteidiger Egor Pyntja nach dem späten Gegentreffer zum 1:2 gegen den FC Bad Oeynhausen. Nach der guten Vorbereitung hatte beim Westfalenliga-Absteiger noch Euphorie geherrscht: „Jetzt haben wir zwei Spiele verloren, das ist schon schwierig für uns“, meinte Trainer Jan-Werner Schmitz. Ein wichtiger Aspekt der Krise ist die Personalknappheit: Neun Spieler fielen zuletzt aus, so dass RWM die vier Partien der vergangenen Woche mit der gleichen Mannschaft bestreiten musste – darunter auch Azad Agirman und Pyntja, die nicht trainieren konnten, sowie Etrit Cakici und Matthis Kollhorst, die nach Verletzungen eigentlich noch nicht so weit sind. Am Sonntag ist nun Philipp Rusteberg aus dem Urlaub zurück. Dafür verabschieden sich Cakici und Julian Meyer in eben diesen. „Von Entspannung kann also keine Rede sein“, betont Schmitz. (kül)

Druck für den Co-Trainer

Der Dützer Rasen sieht von Weiten besser aus als er tatsächlich ist. Paul Stichling & Co. spielen trotzdem dort. MT- - © Foto: Astrid Plaßhenrich
Der Dützer Rasen sieht von Weiten besser aus als er tatsächlich ist. Paul Stichling & Co. spielen trotzdem dort. MT- (© Foto: Astrid Plaßhenrich)

Auch FC Bad Oeynhausens Trainer Holm Windmann trat am Montag einen Ferientrip in die Türkei an, konnte das nach dem Derbysieg in Maaslingen aber gelassen tun. „Ich verabschiede mich mit sechs Punkten, jetzt hat mein Co-Trainer am Sonntag gegen Bruchmühlen Druck“, witzelte Windmann nach dem perfekten Auftakt des Aufsteigers. „Besser kann man nicht starten“, meinte auch Routinier Jannik Göhner, der mit seinen Kollegen nun eine Rechnung zu begleichen hat: Mit einem 3:2-Sieg in Oeynhausen verdarb der TuS Bruchmühlen den Gastgebern am letzten Spieltag der Vorsaison den direkten Aufstieg. Die kämpften sich danach erfolgreich durch die Relegation und wollen nun Revanche – ohne ihren Trainer: „Ist vielleicht auch besser so, denn bisher haben wir bei meiner Anwesenheit gegen Bruchmühlen noch nichts gerissen“, so Windmann. (kül/ebi)

Um des Friedens willen

Aias Aosman (rechts) bejubelt sein Premierentor. - © Foto: pr
Aias Aosman (rechts) bejubelt sein Premierentor. (© Foto: pr)

Die FT Dützen ist umgezogen. Nachdem der Bezirksligist in der vergangenen Saison seine Heimspiele auf dem Kunstrasen ausgetragen hat, tritt die FTD nun wieder auf Rasen an – obwohl dieser noch uneben ist und hier und da ein paar Löcher aufweist. „Wir waren in der vergangenen Saison nur auf den Kunstrasen ausgewichen, weil der Rasen sehr in Mitleidenschaft gezogen war. Jetzt ist er zwar noch nicht ganz erholt, aber bespielbar“, sagt FTD-Geschäftsführer Volker Seifert. Der Naturrasen sei immer die erste Heimspielstätte gewesen. So soll es auch bleiben. Zudem wollen die Dützer mit der Maßnahme den Frieden in der Nachbarschaft wahren. Die hatte sich aufgrund der Geräuschkulisse, die vom Kunstrasen drang, bereits mehrfach massiv beschwert. (apl)

Einstand nach Maß

Besser hätte es für Aias Aosman kaum laufen können: Bei seinem ersten Spiel für den türkischen Zweitligisten Adana Demirspor hatte der aus Minden stammende Fußballprofi entscheidenden Anteil am 2:0-Sieg zum Saisonauftakt gegen Balikersispor. In der 73. Minute eingewechselt, traf Aosman nur acht Minuten später sehenswert zum 2:0 und sicherte den Erfolg des Aufstiegsaspiranten – obwohl der 24-Jährige hätte gar nicht spielen sollen. „Ich habe im Training einen Schlag auf die Wade bekommen“, sagt Aosman, dessen Trainer Ümit Özat nach den starken Eindrücken der Vorbereitung nicht auf seine neue Nummer neun verzichten wollte. „Ich bin dann für eine Viertelstunde reingekommen und habe noch das Tor gemacht“, freute sich der syrische Nationalspieler über seinen Einstand nach Maß. (ps)

Trainer sieht Rot

Die 1:2-Niederlage des Westfalenligisten VfB Fichte Bielefeld in Hiltrup ärgerte Trainer Mario Ermisch weniger als die Leistung der Unparteiischen. „Der Schiedsrichter und sein Assistent haben die ganze Zeit über nur geguckt, was ich mache. Darum haben sie dann wohl die eine oder andere Abseitssituation nicht wahrgenommen“, stichelte er. Ermisch sah zunächst die Gelbe Karte wegen Meckerns und in der Nachspielzeit sogar Rot. „Da hat der Assistent dem Schiri gesagt, ich hätte gesagt, er sei blind. In Wirklichkeit war das ein Zuschauer von Hiltrup“, behauptet der 60-Jährige. Damit ist Ermisch der erste Trainer in OWL, der eine Rote Karte gesehen hat. (nw)

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MindenFußball-Box: RW Maaslingen verarbeitet Niederlagen und hadert mit Ausfällen - Aias Aosman trifft zum Einstand in der TürkeiMinden (mt). Das erste Landesliga- Kreisderby der Saison führte in Maaslingen zu unterschiedlichen Stimmungslagen. Bei der FT Dützen wird derweil wieder auf Naturrasen Fußball gespielt. Entspannung nicht in Sicht Der Fehlstart in die Landesliga-Saison geht an RW Maaslingen nicht spurlos vorbei. „Das ist ein Schlag in die Magengrube“, sagte Verteidiger Egor Pyntja nach dem späten Gegentreffer zum 1:2 gegen den FC Bad Oeynhausen. Nach der guten Vorbereitung hatte beim Westfalenliga-Absteiger noch Euphorie geherrscht: „Jetzt haben wir zwei Spiele verloren, das ist schon schwierig für uns“, meinte Trainer Jan-Werner Schmitz. Ein wichtiger Aspekt der Krise ist die Personalknappheit: Neun Spieler fielen zuletzt aus, so dass RWM die vier Partien der vergangenen Woche mit der gleichen Mannschaft bestreiten musste – darunter auch Azad Agirman und Pyntja, die nicht trainieren konnten, sowie Etrit Cakici und Matthis Kollhorst, die nach Verletzungen eigentlich noch nicht so weit sind. Am Sonntag ist nun Philipp Rusteberg aus dem Urlaub zurück. Dafür verabschieden sich Cakici und Julian Meyer in eben diesen. „Von Entspannung kann also keine Rede sein“, betont Schmitz. (kül) Druck für den Co-Trainer Auch FC Bad Oeynhausens Trainer Holm Windmann trat am Montag einen Ferientrip in die Türkei an, konnte das nach dem Derbysieg in Maaslingen aber gelassen tun. „Ich verabschiede mich mit sechs Punkten, jetzt hat mein Co-Trainer am Sonntag gegen Bruchmühlen Druck“, witzelte Windmann nach dem perfekten Auftakt des Aufsteigers. „Besser kann man nicht starten“, meinte auch Routinier Jannik Göhner, der mit seinen Kollegen nun eine Rechnung zu begleichen hat: Mit einem 3:2-Sieg in Oeynhausen verdarb der TuS Bruchmühlen den Gastgebern am letzten Spieltag der Vorsaison den direkten Aufstieg. Die kämpften sich danach erfolgreich durch die Relegation und wollen nun Revanche – ohne ihren Trainer: „Ist vielleicht auch besser so, denn bisher haben wir bei meiner Anwesenheit gegen Bruchmühlen noch nichts gerissen“, so Windmann. (kül/ebi) Um des Friedens willen Die FT Dützen ist umgezogen. Nachdem der Bezirksligist in der vergangenen Saison seine Heimspiele auf dem Kunstrasen ausgetragen hat, tritt die FTD nun wieder auf Rasen an – obwohl dieser noch uneben ist und hier und da ein paar Löcher aufweist. „Wir waren in der vergangenen Saison nur auf den Kunstrasen ausgewichen, weil der Rasen sehr in Mitleidenschaft gezogen war. Jetzt ist er zwar noch nicht ganz erholt, aber bespielbar“, sagt FTD-Geschäftsführer Volker Seifert. Der Naturrasen sei immer die erste Heimspielstätte gewesen. So soll es auch bleiben. Zudem wollen die Dützer mit der Maßnahme den Frieden in der Nachbarschaft wahren. Die hatte sich aufgrund der Geräuschkulisse, die vom Kunstrasen drang, bereits mehrfach massiv beschwert. (apl) Einstand nach Maß Besser hätte es für Aias Aosman kaum laufen können: Bei seinem ersten Spiel für den türkischen Zweitligisten Adana Demirspor hatte der aus Minden stammende Fußballprofi entscheidenden Anteil am 2:0-Sieg zum Saisonauftakt gegen Balikersispor. In der 73. Minute eingewechselt, traf Aosman nur acht Minuten später sehenswert zum 2:0 und sicherte den Erfolg des Aufstiegsaspiranten – obwohl der 24-Jährige hätte gar nicht spielen sollen. „Ich habe im Training einen Schlag auf die Wade bekommen“, sagt Aosman, dessen Trainer Ümit Özat nach den starken Eindrücken der Vorbereitung nicht auf seine neue Nummer neun verzichten wollte. „Ich bin dann für eine Viertelstunde reingekommen und habe noch das Tor gemacht“, freute sich der syrische Nationalspieler über seinen Einstand nach Maß. (ps) Trainer sieht Rot Die 1:2-Niederlage des Westfalenligisten VfB Fichte Bielefeld in Hiltrup ärgerte Trainer Mario Ermisch weniger als die Leistung der Unparteiischen. „Der Schiedsrichter und sein Assistent haben die ganze Zeit über nur geguckt, was ich mache. Darum haben sie dann wohl die eine oder andere Abseitssituation nicht wahrgenommen“, stichelte er. Ermisch sah zunächst die Gelbe Karte wegen Meckerns und in der Nachspielzeit sogar Rot. „Da hat der Assistent dem Schiri gesagt, ich hätte gesagt, er sei blind. In Wirklichkeit war das ein Zuschauer von Hiltrup“, behauptet der 60-Jährige. Damit ist Ermisch der erste Trainer in OWL, der eine Rote Karte gesehen hat. (nw)