Petershagen

Dünner Kader, breite Brust: RWM empfängt im Landesliga-Derby den FC Bad Oeynhausen

Marcus Riechmann

Von den drei Maaslinger Torhütern ist am 2. Spieltag nur Karsten Römbke (links) gesund. Jannik Späth ist leicht verletzt, Jakob Kröcker (rechts) fällt mit Jochbeinbrüchen einige Wochen aus. MT- - © Foto: Sebastian Külbel
Von den drei Maaslinger Torhütern ist am 2. Spieltag nur Karsten Römbke (links) gesund. Jannik Späth ist leicht verletzt, Jakob Kröcker (rechts) fällt mit Jochbeinbrüchen einige Wochen aus. MT- (© Foto: Sebastian Külbel)

Petershagen (mt). Über eine englische Woche können die Fußballer des SC RW Maaslingen nur müde lächeln. Statt drei Spiele innerhalb einer Woche müssen die Männer von Jan-Werner Schmitz gleich vier absolvieren. Nach dem mit 1:3 beim VfL Holsen misslungenen Start in die Landesliga-Saison standen für den Westfalenliga-Absteiger die Partien im Kreis- (Mittwoch) und Westfalenpokal (Donnerstag) an, am Sonntag folgt die Partie gegen den Kreiskonkurrenten FC Bad Oeynhausen. „Wir machen jetzt erstmal Pause“, gönnt Trainer Schmitz seinem Spielern bis zum Derby wichtige Regenerationszeit.

Die Belastung ist umso höher, da RWM die Partien in kleiner Besetzung bestreiten muss. Ein ganzer Schwung von Spielern pausiert verletzt oder fehlt aus anderen Gründen. Schmerzhaft sind die Sperren von Bastian Rode und Bastian Schreiber, die nach ihren Roten Karten zum Liga-Start (Schreiber) oder im Westfalenpokal (Rode) beide am Sonntag fehlen werden. Danach darf Schreiber wieder ran, der für das Offensivspiel wichtige Rode hingegen muss noch zwei weitere Spiele aussetzen.

Der dramatische 7:5-Pokalsieg nach Elfmeterschießen beim TuS Bruchmühlen hat weitere Folgen für RWM: Torwart Jakob Kröcker zog sich nach einem Zusammenprall eine schwere Gesichtsverletzung zu. Ein dreifacher Bruch des Jochbeins sowie ein feiner Riss der Augenhöhle macht eine zeitnahe Operation fast unumgänglich. Auf rund sechs Wochen taxiert Schmitz die Genesungspause des 29-Jährigen, der sich erst im Sommer RWM angeschlossen hat.

Da mit Jannik Späth auch ein zweiter Torwart verletzt ausfällt, liegt die Verantwortung zwischen den Pfosten allein in den Händen von Routinier Karsten Römbke. Ein Umstand, der Schmitz ebensowenig belastet wie die dünne Feldspielerzahl. „Wir sind auf jeder Position besetzt“, setzt der Coach volles Vertrauen in das einsatzfähige und nach dem Pokalsieg mit breiter Brust gestärkte Personal.

Schmitz freut sich auf sein Heimdebüt als RWM-Coach. Vor allem, weil es erstmals seit sechs Jahren wieder in einem echten Kreisduell gegen den langjährigen Rivalen FC Bad Oeynhausen geht. Zuletzt standen sich beide Teams in der Westfalenliga-Saison 2012/2013 gegenüber, damals gewannen beide Teams ihre Heimspiele (4:2 für RWM, 3:2 für FCO). Danach trennten sich die Wege für lange Zeit. Der Maaslinger Ab- und der Bad Oeynhausener Aufstieg führen die Kontrahenten nun wieder zusammen.

„Klar, jedes Spiel ist wichtig, aber ein Derby ist etwas Besonderes. Das spürt man auch im Umfeld. Es gibt kleine Sticheleien, das gehört dazu“, berichtet Schmitz. Er schätzt den FCO unter Trainer Holm Windmann ähnlich stark ein wie den Mitaufsteiger TuS Bruchmühlen. „Sie haben ein gutes Kollektiv und mit Hashem Celik einen richtig guten Stürmer“, sagt Schmitz über den FCO, der mit dem 1:0 gegen den Titelkandidaten FC Preußen Espelkamp zum Saisonstart ein Ausrufezeichen setzte.

An den FCO darf man sich bei RWM übrigens gewöhnen, denn nach dem Ligaspiel am Sonntag steht bereits zehn Tage später der Gast aus Bad Oeynhausen erneut auf dem Maaslinger Rasen. Am Mittwoch, 28. August, steigt um 18.30 Uhr das Viertelfinale im Kreispokal auf dem Plan.

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PetershagenDünner Kader, breite Brust: RWM empfängt im Landesliga-Derby den FC Bad OeynhausenMarcus RiechmannPetershagen (mt). Über eine englische Woche können die Fußballer des SC RW Maaslingen nur müde lächeln. Statt drei Spiele innerhalb einer Woche müssen die Männer von Jan-Werner Schmitz gleich vier absolvieren. Nach dem mit 1:3 beim VfL Holsen misslungenen Start in die Landesliga-Saison standen für den Westfalenliga-Absteiger die Partien im Kreis- (Mittwoch) und Westfalenpokal (Donnerstag) an, am Sonntag folgt die Partie gegen den Kreiskonkurrenten FC Bad Oeynhausen. „Wir machen jetzt erstmal Pause“, gönnt Trainer Schmitz seinem Spielern bis zum Derby wichtige Regenerationszeit. Die Belastung ist umso höher, da RWM die Partien in kleiner Besetzung bestreiten muss. Ein ganzer Schwung von Spielern pausiert verletzt oder fehlt aus anderen Gründen. Schmerzhaft sind die Sperren von Bastian Rode und Bastian Schreiber, die nach ihren Roten Karten zum Liga-Start (Schreiber) oder im Westfalenpokal (Rode) beide am Sonntag fehlen werden. Danach darf Schreiber wieder ran, der für das Offensivspiel wichtige Rode hingegen muss noch zwei weitere Spiele aussetzen. Der dramatische 7:5-Pokalsieg nach Elfmeterschießen beim TuS Bruchmühlen hat weitere Folgen für RWM: Torwart Jakob Kröcker zog sich nach einem Zusammenprall eine schwere Gesichtsverletzung zu. Ein dreifacher Bruch des Jochbeins sowie ein feiner Riss der Augenhöhle macht eine zeitnahe Operation fast unumgänglich. Auf rund sechs Wochen taxiert Schmitz die Genesungspause des 29-Jährigen, der sich erst im Sommer RWM angeschlossen hat. Da mit Jannik Späth auch ein zweiter Torwart verletzt ausfällt, liegt die Verantwortung zwischen den Pfosten allein in den Händen von Routinier Karsten Römbke. Ein Umstand, der Schmitz ebensowenig belastet wie die dünne Feldspielerzahl. „Wir sind auf jeder Position besetzt“, setzt der Coach volles Vertrauen in das einsatzfähige und nach dem Pokalsieg mit breiter Brust gestärkte Personal. Schmitz freut sich auf sein Heimdebüt als RWM-Coach. Vor allem, weil es erstmals seit sechs Jahren wieder in einem echten Kreisduell gegen den langjährigen Rivalen FC Bad Oeynhausen geht. Zuletzt standen sich beide Teams in der Westfalenliga-Saison 2012/2013 gegenüber, damals gewannen beide Teams ihre Heimspiele (4:2 für RWM, 3:2 für FCO). Danach trennten sich die Wege für lange Zeit. Der Maaslinger Ab- und der Bad Oeynhausener Aufstieg führen die Kontrahenten nun wieder zusammen. „Klar, jedes Spiel ist wichtig, aber ein Derby ist etwas Besonderes. Das spürt man auch im Umfeld. Es gibt kleine Sticheleien, das gehört dazu“, berichtet Schmitz. Er schätzt den FCO unter Trainer Holm Windmann ähnlich stark ein wie den Mitaufsteiger TuS Bruchmühlen. „Sie haben ein gutes Kollektiv und mit Hashem Celik einen richtig guten Stürmer“, sagt Schmitz über den FCO, der mit dem 1:0 gegen den Titelkandidaten FC Preußen Espelkamp zum Saisonstart ein Ausrufezeichen setzte. An den FCO darf man sich bei RWM übrigens gewöhnen, denn nach dem Ligaspiel am Sonntag steht bereits zehn Tage später der Gast aus Bad Oeynhausen erneut auf dem Maaslinger Rasen. Am Mittwoch, 28. August, steigt um 18.30 Uhr das Viertelfinale im Kreispokal auf dem Plan.