Rödinghausen

Riesige Freude und eine schwere Verletzung: RW Maaslingen gewinnt im Westfalenpokal nach Elfmeterschießen

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Nach dem Sieg im Elfmeterkrimi herrschte allerbeste Laune in der Maaslinger Kabine. - © Foto: pr
Nach dem Sieg im Elfmeterkrimi herrschte allerbeste Laune in der Maaslinger Kabine. (© Foto: pr)

Rödinghausen (rich). Dramatik, Jubel und ein schwerer Schlag: Fußball-Landesligist RW Maaslingen hat in der ersten Runde des Westfalenpokals nach Elfmeterschießen 7:5 (2:2, 1:2) beim Klassenpartner TuS Bruchmühlen gewonnen. Doch die große Freude nach dem hart erkämpften Sieg wich nach der spätabendlichen Rückfahrt der Ernüchterung: Torwart Jakob Kröcker zog sich einen Bruch der Augenhöhle zu und wird der Mannschaft lange fehlen.

„Das tut mir unendlich leid für ihn“, kommentierte RWM-Trainer Jan-Werner Schmitz die schwere Verletzung seines Torhüters, nachdem ihm die Diagnose telefonisch mitgeteilt worden war. Die Folgen für das Team waren für Schmitz zunächst zweitrangig, doch er stellte fest. „Das tut uns schon weh.“

Kröcker war im Strafraum unglücklich mit einem Bruchmühlener Stürmer zusammengeprallt und wurde in der 18. Spielminute gegen Karsten Römbke ausgetauscht. Kröcker kam sofort ins Bünder Krankenhaus, dort wurde die schlimme Verletzung diagnostiziert. Heute sollen weitere Untersuchungen im Mindener Johannes-Wesling-Klinikum folgen.

Die Maaslinger hatten nur 24 Stunden nach dem 3:1 im Kreispokal gegen den A-Ligisten SV Weser Leteln eine bravouröse Partie gezeigt. „Das war absolut verdient“, bewertete Schmitz den Sieg, „wir haben eine tolle zweite Halbzeit abgeliefert.“ Nach dem misslungenen Saisonstart mit dem 1:3 in Holsen holte sich der Westfalenliga-Absteiger passend vor dem Derby gegen den FC Bad Oeynhausen am Sonntag wichtiges Selbstvertrauen. „Das freut mich für die Mannschaft. Sie ist heute für ihren Einsatz belohnt worden. Das tut gut“, bewertete Schmitz, dessen Team sich im Elfmeterschießen keinen Fehlversuch erlaubte. Nachdem Karsten Römbke beim Stand von 5:4 den Versuch von Eddy Wachtel abgewehrt hatte, machte Felix Waltke für die nervenstarken Gäste mit dem letzten Treffer den Einzug in die zweite Runde perfekt.

Kürsat Celik hatte RWM nach einem zielstrebig vorgetragen Konter in der 16. Minute in Führung gebracht. Doch bis zur Pause hatte der Aufsteiger Bruchmühlen das Blatt gewendet. „Wir haben zu körperlos gespielt“, monierte Schmitz. Das wurde in der zweiten Halbzeit besser. Der Lohn: Der Ausgleich zum 2:2 in der 82. Minute durch den eingewechselten Etrit Cakici nach schöner Vorarbeit von Jan-Christoph Thom.

In der Nachspielzeit ging es hoch her: Erst wurde ein Treffer Thoms zum 3:2 wegen einer umstrittenen Abseitsentscheidung nicht anerkannt, dann hämmert Cakici den Ball an die Latte. Schließlich fiel die Entscheidung im unmittelbar auf den Abpfiff folgenden Duell vom Punkt.

Verärgert war Schmitz über die Rote Karte gegen Bastian Rode. Nach einem Schubser gegen seinen Gegenspieler wurde der Maaslinger in der emotional aufgeladenen Nachspielzeit des Feldes verwiesen. „Lächerlich“, meinte Schmitz, der damit am Sonntag im Kreisderby auf einen wichtigen Spieler verzichten muss.

RW Maaslingen: Kröcker (18.Römbke) - Franzmeier, Waltke, Müller, Kollhorst, Meyer, Thom, Krasniqi, Rode, Celik (71. Cakici), Barg.

Tore: 0:1 Celik (16.), 1:1 Erdogan (21.), 2:1 Gorr (32.), 2:2 Cakici (82.).

Elfmeterschießen: 2:3 Krasniqi, 3:3 Erdogan, 3:4 Müller, 4:4 Yildirim, 4:5 Meyer, Römbke hält gegen Wachtel, 4:6 Cakici, 5:6 Rahde, 5:7 Waltke.

Rote Karte: Rode (90.+1, Tätlichkeit).

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RödinghausenRiesige Freude und eine schwere Verletzung: RW Maaslingen gewinnt im Westfalenpokal nach ElfmeterschießenRödinghausen (rich). Dramatik, Jubel und ein schwerer Schlag: Fußball-Landesligist RW Maaslingen hat in der ersten Runde des Westfalenpokals nach Elfmeterschießen 7:5 (2:2, 1:2) beim Klassenpartner TuS Bruchmühlen gewonnen. Doch die große Freude nach dem hart erkämpften Sieg wich nach der spätabendlichen Rückfahrt der Ernüchterung: Torwart Jakob Kröcker zog sich einen Bruch der Augenhöhle zu und wird der Mannschaft lange fehlen. „Das tut mir unendlich leid für ihn“, kommentierte RWM-Trainer Jan-Werner Schmitz die schwere Verletzung seines Torhüters, nachdem ihm die Diagnose telefonisch mitgeteilt worden war. Die Folgen für das Team waren für Schmitz zunächst zweitrangig, doch er stellte fest. „Das tut uns schon weh.“ Kröcker war im Strafraum unglücklich mit einem Bruchmühlener Stürmer zusammengeprallt und wurde in der 18. Spielminute gegen Karsten Römbke ausgetauscht. Kröcker kam sofort ins Bünder Krankenhaus, dort wurde die schlimme Verletzung diagnostiziert. Heute sollen weitere Untersuchungen im Mindener Johannes-Wesling-Klinikum folgen. Die Maaslinger hatten nur 24 Stunden nach dem 3:1 im Kreispokal gegen den A-Ligisten SV Weser Leteln eine bravouröse Partie gezeigt. „Das war absolut verdient“, bewertete Schmitz den Sieg, „wir haben eine tolle zweite Halbzeit abgeliefert.“ Nach dem misslungenen Saisonstart mit dem 1:3 in Holsen holte sich der Westfalenliga-Absteiger passend vor dem Derby gegen den FC Bad Oeynhausen am Sonntag wichtiges Selbstvertrauen. „Das freut mich für die Mannschaft. Sie ist heute für ihren Einsatz belohnt worden. Das tut gut“, bewertete Schmitz, dessen Team sich im Elfmeterschießen keinen Fehlversuch erlaubte. Nachdem Karsten Römbke beim Stand von 5:4 den Versuch von Eddy Wachtel abgewehrt hatte, machte Felix Waltke für die nervenstarken Gäste mit dem letzten Treffer den Einzug in die zweite Runde perfekt. Kürsat Celik hatte RWM nach einem zielstrebig vorgetragen Konter in der 16. Minute in Führung gebracht. Doch bis zur Pause hatte der Aufsteiger Bruchmühlen das Blatt gewendet. „Wir haben zu körperlos gespielt“, monierte Schmitz. Das wurde in der zweiten Halbzeit besser. Der Lohn: Der Ausgleich zum 2:2 in der 82. Minute durch den eingewechselten Etrit Cakici nach schöner Vorarbeit von Jan-Christoph Thom. In der Nachspielzeit ging es hoch her: Erst wurde ein Treffer Thoms zum 3:2 wegen einer umstrittenen Abseitsentscheidung nicht anerkannt, dann hämmert Cakici den Ball an die Latte. Schließlich fiel die Entscheidung im unmittelbar auf den Abpfiff folgenden Duell vom Punkt. Verärgert war Schmitz über die Rote Karte gegen Bastian Rode. Nach einem Schubser gegen seinen Gegenspieler wurde der Maaslinger in der emotional aufgeladenen Nachspielzeit des Feldes verwiesen. „Lächerlich“, meinte Schmitz, der damit am Sonntag im Kreisderby auf einen wichtigen Spieler verzichten muss. RW Maaslingen: Kröcker (18.Römbke) - Franzmeier, Waltke, Müller, Kollhorst, Meyer, Thom, Krasniqi, Rode, Celik (71. Cakici), Barg. Tore: 0:1 Celik (16.), 1:1 Erdogan (21.), 2:1 Gorr (32.), 2:2 Cakici (82.). Elfmeterschießen: 2:3 Krasniqi, 3:3 Erdogan, 3:4 Müller, 4:4 Yildirim, 4:5 Meyer, Römbke hält gegen Wachtel, 4:6 Cakici, 5:6 Rahde, 5:7 Waltke. Rote Karte: Rode (90.+1, Tätlichkeit).