Minden

Fußball-Box: Joshua Wehkings Traum-Debüt beim HSV

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Minden (mt). Joshua Wehking hat schon für einige namhafte Vereine gespielt. Sein Männer-Debüt mit dem Hamburger SV wird dem Torwart aus Minden aber lange in Erinnerung bleiben. Auch in den B-Kreisligen erlebten einige Akteure einen traumhaften Saisonstart. Die Kabinen-Situation in Petershagen führte derweil zu einer ungewöhnlichen Maßnahme.

Torwart-Tor zum Einstand

Joshua Wehking erlebte einen Traum-Einstand beim Hamburger SV. Der Torwart traf in der Nachspielzeit zum Ausgleich. Foto: ABS/Michael Schwarz - © ABS Michael Schwarz
Joshua Wehking erlebte einen Traum-Einstand beim Hamburger SV. Der Torwart traf in der Nachspielzeit zum Ausgleich. Foto: ABS/Michael Schwarz (© ABS Michael Schwarz)

Es läuft die Nachspielzeit in der Regionalliga-Nord-Partie zwischen VfL Wolfsburg II und der zweiten Mannschaft des Hamburger SV. Die Hanseaten liegen 2:3 hinten und haben bei einer Ecke die letzte Chance zum Ausgleich. Der aus Minden stammende Torwart Joshua Wehking, der mit 19 Jahren sein erstes Pflichtspiel im Männerbereich absolviert, ist für die letzte Aktion mit in den gegnerischen Strafraum geeilt. Was dann passiert, wird der Keeper so schnell nicht vergessen: Wehking erzielt per Kopf den Ausgleich und wird danach von seinen Mitspielern frenetisch gefeiert. „Das war natürlich ein unbeschreibliches Gefühl und ist schon etwas einmaliges. Aber das wichtigste ist, dass ich der Mannschaft damit helfen konnte und wir gegen den letztjährigen Meister einen Punkt mitnehmen konnten“, meinte Wehking, der in der Jugend unter anderem für die FT Dützen und die SV Kutenhausen-Todtenhausen gespielt hat. In der D-Jugend wechselte er zu Arminia Bielefeld und kam dann über RB Leipzig und VfL Bochum in dieser Saison zum HSV. (dab)

Mit dem Bus zum Duschen

John Kemp traf nach seiner Rückkehr vier Mal. - © Foto: pr
John Kemp traf nach seiner Rückkehr vier Mal. (© Foto: pr)

Leicht irritiert zeigten sich Trainer und Spieler des TuS Dielingen am Sonntag vor dem Bezirksliga-Spiel beim TuS Petershagen-Ovenstädt angesichts ihrer Umkleidekabine. Die lag nach Wahrnehmung der Gäste 1,5 Kilometer vom Spielort Weserkampfbahn entfernt, so dass sie den Weg mit ihrem Bus zurücklegten. TuSPO-Trainer Jan-Frederik Finger nahm dies leicht amüsiert zur Kenntnis und klärte auf: „Wegen des Umbaus stehen die Kabinen in der alten Grundschule derzeit nicht zur Verfügung, weshalb wir die in der alten Hauptschule nutzen müssen.“ Diese liege allerdings eher 500 Meter Fußweg entfernt. Auch wurden die Dielinger keineswegs kurzerhand ausquartiert, wie sie zunächst angaben. „Alle Mannschaften, also auch die des vorherigen Spiels, mussten ausweichen“, so Finger. Diese Information habe alle Teams auch rechtzeitig vor dem Wochenende erreicht. Beim nächsten Heimspiel sollen die gewohnten Kabinen wieder zur Verfügung stehen. Die liegen übrigens auch etwa 200 Meter vom Platz entfernt. (kül)

Gemeinsames Aufwärmen

Dem TuS Dielingen war in Petershagen die Kabine zu weit weg vom Platz. Mannschaft und Trainer fuhren Bus. MT- - © Foto: Kühlmann
Dem TuS Dielingen war in Petershagen die Kabine zu weit weg vom Platz. Mannschaft und Trainer fuhren Bus. MT- (© Foto: Kühlmann)

Vor dem Kreisliga A-Spiel zwischen dem TuS Holzhausen/Porta und der neuen SG Gorspen-Vahlsen/Windheim bot sich den Zuschauern ein ungewöhnliches Bild. Beide Teams stellten sich gemeinsam in einer Reihe auf und machten sich mit den gleichen Übungen warm. Der Grund dafür ist einfach: Physiotherapeutin und Athletiktrainerin Anne-Marie Lange war bis zur vergangenen Saison für den TuS im Einsatz und ist zur neuen Saison zur SG gewechselt. „Da ich bei HoPo eine tolle Zeit erleben durfte, war es für mich ein besonderer Moment, beide Teams aufwärmen zu dürfen. Ein Dank geht an Mike Achtelik, Dirk Mayer und natürlich an die Jungs“, meinte Lange. (dab)

Perfekte Rückkehr

Nach zwei Jahren in der Kreisliga A beim SV Weser Leteln spielt John Kemp in dieser Saison wieder für den B-Ligisten Haddenhauser SV. Die Rückkehr zu seinem Heimatverein wurde für den 26-jährigen zu einem kleinen Fußball-Traum. Beim 8:0-Auswärtssieg in Holtrup schoss Kemp in der ersten Hälfte einen Hattrick. Nach der Pause gelang ihn noch ein weiterer Treffer und eine Vorlage, so dass er maßgeblichen Anteil am hohen Sieg und der Tabellenführung hatte. „Viel besser hätte die Rückkehr echt nicht laufen können, aber meine Mitspieler haben mich auch wunderbar in Szene gesetzt“, meinte Kemp, der jetzt wieder auf seiner Lieblingsposition spielt: „Ich habe die letzten Jahre immer auf der Sechs gespielt, aber auf der Zehn fühle ich mich am wohlsten.“ Auch Trainer Thomas Ehlert lobte: „Eigentlich möchte ich in der Mannschaft niemanden hervorheben, aber wir sind schon froh, dass wir ihn haben.“ (dab)

Eine bärenstarke Familie

Auch Mahmoud Ali-Khan, neuer Trainer des B-Ligisten TuS Minderheide, erlebte einen perfekten Saisonstart. Mit dem 5:0-Sieg beim TuS Döhren setzten sich die Heidjer an die Tabellenspitze und unterstrichen ihre Qualität. Insgesamt neun neue Spieler holte „Manni“, wie er von allen genannt wird, für die neue Saison, vier davon sind sogar Teil seiner Familie. Und alle vier hatten maßgeblichen Anteil am hohen Auftaktsieg. Bereits nach zwei Minuten traf sein Neffe Fahkri nach Vorarbeit von seinem anderen Neffen Bahjat zum 1:0. Das 3:0 und 4:0 erzielte sein Bruder Kahled, den Schlusspunkt setzte dann sein zweiter Bruder Amar. „Das ist schon eine coole Geschichte und macht mich natürlich auch stolz“, freute sich Coach Ali-Khan, der aber auch den Rest der Mannschaft lobte: „Wir sind eine richtig starke Truppe.“ (dab)

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MindenFußball-Box: Joshua Wehkings Traum-Debüt beim HSVMinden (mt). Joshua Wehking hat schon für einige namhafte Vereine gespielt. Sein Männer-Debüt mit dem Hamburger SV wird dem Torwart aus Minden aber lange in Erinnerung bleiben. Auch in den B-Kreisligen erlebten einige Akteure einen traumhaften Saisonstart. Die Kabinen-Situation in Petershagen führte derweil zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Torwart-Tor zum Einstand Es läuft die Nachspielzeit in der Regionalliga-Nord-Partie zwischen VfL Wolfsburg II und der zweiten Mannschaft des Hamburger SV. Die Hanseaten liegen 2:3 hinten und haben bei einer Ecke die letzte Chance zum Ausgleich. Der aus Minden stammende Torwart Joshua Wehking, der mit 19 Jahren sein erstes Pflichtspiel im Männerbereich absolviert, ist für die letzte Aktion mit in den gegnerischen Strafraum geeilt. Was dann passiert, wird der Keeper so schnell nicht vergessen: Wehking erzielt per Kopf den Ausgleich und wird danach von seinen Mitspielern frenetisch gefeiert. „Das war natürlich ein unbeschreibliches Gefühl und ist schon etwas einmaliges. Aber das wichtigste ist, dass ich der Mannschaft damit helfen konnte und wir gegen den letztjährigen Meister einen Punkt mitnehmen konnten“, meinte Wehking, der in der Jugend unter anderem für die FT Dützen und die SV Kutenhausen-Todtenhausen gespielt hat. In der D-Jugend wechselte er zu Arminia Bielefeld und kam dann über RB Leipzig und VfL Bochum in dieser Saison zum HSV. (dab) Mit dem Bus zum Duschen Leicht irritiert zeigten sich Trainer und Spieler des TuS Dielingen am Sonntag vor dem Bezirksliga-Spiel beim TuS Petershagen-Ovenstädt angesichts ihrer Umkleidekabine. Die lag nach Wahrnehmung der Gäste 1,5 Kilometer vom Spielort Weserkampfbahn entfernt, so dass sie den Weg mit ihrem Bus zurücklegten. TuSPO-Trainer Jan-Frederik Finger nahm dies leicht amüsiert zur Kenntnis und klärte auf: „Wegen des Umbaus stehen die Kabinen in der alten Grundschule derzeit nicht zur Verfügung, weshalb wir die in der alten Hauptschule nutzen müssen.“ Diese liege allerdings eher 500 Meter Fußweg entfernt. Auch wurden die Dielinger keineswegs kurzerhand ausquartiert, wie sie zunächst angaben. „Alle Mannschaften, also auch die des vorherigen Spiels, mussten ausweichen“, so Finger. Diese Information habe alle Teams auch rechtzeitig vor dem Wochenende erreicht. Beim nächsten Heimspiel sollen die gewohnten Kabinen wieder zur Verfügung stehen. Die liegen übrigens auch etwa 200 Meter vom Platz entfernt. (kül) Gemeinsames Aufwärmen Vor dem Kreisliga A-Spiel zwischen dem TuS Holzhausen/Porta und der neuen SG Gorspen-Vahlsen/Windheim bot sich den Zuschauern ein ungewöhnliches Bild. Beide Teams stellten sich gemeinsam in einer Reihe auf und machten sich mit den gleichen Übungen warm. Der Grund dafür ist einfach: Physiotherapeutin und Athletiktrainerin Anne-Marie Lange war bis zur vergangenen Saison für den TuS im Einsatz und ist zur neuen Saison zur SG gewechselt. „Da ich bei HoPo eine tolle Zeit erleben durfte, war es für mich ein besonderer Moment, beide Teams aufwärmen zu dürfen. Ein Dank geht an Mike Achtelik, Dirk Mayer und natürlich an die Jungs“, meinte Lange. (dab) Perfekte Rückkehr Nach zwei Jahren in der Kreisliga A beim SV Weser Leteln spielt John Kemp in dieser Saison wieder für den B-Ligisten Haddenhauser SV. Die Rückkehr zu seinem Heimatverein wurde für den 26-jährigen zu einem kleinen Fußball-Traum. Beim 8:0-Auswärtssieg in Holtrup schoss Kemp in der ersten Hälfte einen Hattrick. Nach der Pause gelang ihn noch ein weiterer Treffer und eine Vorlage, so dass er maßgeblichen Anteil am hohen Sieg und der Tabellenführung hatte. „Viel besser hätte die Rückkehr echt nicht laufen können, aber meine Mitspieler haben mich auch wunderbar in Szene gesetzt“, meinte Kemp, der jetzt wieder auf seiner Lieblingsposition spielt: „Ich habe die letzten Jahre immer auf der Sechs gespielt, aber auf der Zehn fühle ich mich am wohlsten.“ Auch Trainer Thomas Ehlert lobte: „Eigentlich möchte ich in der Mannschaft niemanden hervorheben, aber wir sind schon froh, dass wir ihn haben.“ (dab) Eine bärenstarke Familie Auch Mahmoud Ali-Khan, neuer Trainer des B-Ligisten TuS Minderheide, erlebte einen perfekten Saisonstart. Mit dem 5:0-Sieg beim TuS Döhren setzten sich die Heidjer an die Tabellenspitze und unterstrichen ihre Qualität. Insgesamt neun neue Spieler holte „Manni“, wie er von allen genannt wird, für die neue Saison, vier davon sind sogar Teil seiner Familie. Und alle vier hatten maßgeblichen Anteil am hohen Auftaktsieg. Bereits nach zwei Minuten traf sein Neffe Fahkri nach Vorarbeit von seinem anderen Neffen Bahjat zum 1:0. Das 3:0 und 4:0 erzielte sein Bruder Kahled, den Schlusspunkt setzte dann sein zweiter Bruder Amar. „Das ist schon eine coole Geschichte und macht mich natürlich auch stolz“, freute sich Coach Ali-Khan, der aber auch den Rest der Mannschaft lobte: „Wir sind eine richtig starke Truppe.“ (dab)