Hüllhorst

Landesliga-Staffelstag: Funktionäre loben die faire Liga

Volker Krusche

Staffelleiter Friedhelm Spey (Mitte) überreichte dem durch Pascal Bley und Vorsitzendem Heinz-Dieter Held (rechts) vertretenen TuS Tengern die Meisterurkunde. Matthias Engelke (2. von links) durfte für den VfL Holsen den Fairplay-Pokal entgegennehmen, während Markus Bücker (links) vom SuS Westenholz die von Patrick Kosfeld gewonnene Torjägerkanone präsentiert. Foto: Volker Krusche - © VOLKER KRUSCHE
Staffelleiter Friedhelm Spey (Mitte) überreichte dem durch Pascal Bley und Vorsitzendem Heinz-Dieter Held (rechts) vertretenen TuS Tengern die Meisterurkunde. Matthias Engelke (2. von links) durfte für den VfL Holsen den Fairplay-Pokal entgegennehmen, während Markus Bücker (links) vom SuS Westenholz die von Patrick Kosfeld gewonnene Torjägerkanone präsentiert. Foto: Volker Krusche (© VOLKER KRUSCHE)

Hüllhorst (wb). RW Maaslingen scheint sich noch nicht mit der neuen sportlichen Umgebung nach seinem Abstieg aus der Westfalenliga angefreundet zu haben. Jedenfalls war er einer von zwei Vereinen, die beim Staffeltag der Fußball-Landesliga im nahegelegenen Hüllhorst nicht am „Start“ waren.

Staffelleiter Friedhelm Spey nahm es gelassen hin. So schnell bringt den alten Hasen nichts aus der Ruhe. „Wahrscheinlich hatten beide einen triftigen Grund, einen wichtigeren Termin.“ So wird nun wenigstens die Kasse etwas aufgebessert, denn wegen des Fernbleibens werden von beiden Klubs jeweils 30 Euro fällig.

Der guten Stimmung bei allen Beteiligten tat das Fehlen aber keinen Abbruch. In Anwesenheit zahlreicher Funktionäre, darunter die Kreisvorsitzenden Hermann-Josef Koch (Höxter) und Thomas Schickentanz (Minden) sowie als Vertreter für den Fußballkreis Lübbecke Bernd Lömker, in Kai Rieke zudem den Staffelleiter der Bezirksliga 1, stimmten alle 14 Vereine dafür, die Form des Landeslga-Staffeltages so beizubehalten und von Änderungen und Modernisierungen abzusehen. Zweifellos auch eine Anerkennung für die Arbeit von Friedhelm Spey. Der führte am Samstag im Schulungszentrum der Wortmann AG, in die Meister TuS Tengern als Gastgeber eingeladen hatte, zum 28. Mal durch einen Staffeltag. „Ich danke für das Vertrauen. Ein solches Votum bedeutet ja auch, dass ihr Vereine diesen Termin nicht als lästige Veranstaltung ansieht“, so der Hüllhorster.

Der blickt auf zahlreiche neue Gesichter in seiner Staffel. Maaslingen kehrte aus der Westfalenliga zurück, der TuS Bruchmühlen, die SpVg. Steinhagen und der FC Nieheim stiegen als Bezirksligameister auf. Hinzu kam noch der FC Bad Oeynhausen, der die Tortur der 14 Vizemeister überstand und nach vier Relegationsspielen die einzige Fahrkarte zur Landesliga löste. Und dann ist da noch die Spvg Beckum. Die wollte als Absteiger aus der Westfalenliga nicht in ihre angestammte Landesliga-Staffel, sondern bat um „Umzug“ in die Spey-Staffel. Mit dem TuS Tengern und nach erfolgreichem Entscheidungsspiel dem VfB Fichte Bielefeld verabschiedeten sich zwei Landesligisten in die nächsthöhere Spielklasse. Eine Liga nach unten ging es für den BV Bad Lippspringe, den SC Vlotho und nach verlorener Relegation den TuS Viktoria Rietberg. Somit sind nur noch zehn Teams in der 16er-Staffel, die auch in der Vorsaison dabei waren.

In seinen Begrüßungsworten stellte Tengerns Vorsitzender Heinz-Dieter Held heraus, dass die zurückliegende Saison inklusive des Aufstiegs der Reserve in die Bezirksliga die erfolgreichste in der Geschichte des 1946 gegründeten Vereins gewesen sei. „Wir haben uns in der Landesliga immer sehr wohl gefühlt. Nach 15 Jahren war es aber mal an der Zeit, die Klasse zu verlassen.“ Für sein nicht müde werdendes Engagement überreichte Held Staffelleiter Spey einen Blumenstrauß.

Der wiederum überreichte Tengern die Meisterurkunde, drückte Markus Bücker vom SuS Westenholz inoffiziell schon mal die Torjägerkanone, die Spey vor dem Saison-Eröffnungsspiel gegen Bruchmühlen dann offiziell an Patrick Kosfeld (23 Treffer) übergeben wird, in die Hand und zeichnete den VfL Holsen wie bereits im Vorjahr als fairstes Team der Landesliga aus. 54 Punkte bedeuteten mit 1,92 den niedrigsten Koeffizienten. Im Verband landete Holsen damit auf Rang sechs. Schlusslicht in der Fair-Play-Wertung war der SC Peckeloh mit satten 170 Punkten. „Da sehe ich eine Menge Potenzial“, unkte Friedheim Spey.

Der blickte noch mal auf die Serie 2018/19 zurück: Zwölf Spiele seien verlegt worden, lediglich drei ausgefallen. Es wurden 877 (Vorjahr 945) Gelbe, 26 (29) Gelb-Rote und zwölf (20) Rote Karten gezeigt. „Nicht ein einziger Vorfall musste an die Spruchkammer weitergegeben werden“, erklärte sich Spey. Allerdings seien die 13 (13) Innenraumverweise nach wie vor zu viele.

Georg Schierholz, Vorsitzender des Verbands-Sport-Gerichtes, hatte für die Spieler ein dickes Lob parat: „Sie benehmen sich sehr ordentlich. Es gab nur ganz wenige Verfahren in Westfalen.“

Der Vorsitzende des Verbands-Schiedsrichter-Ausschusses, Torsten Werner, schloss sich den Worten Schierholz’ an. „Wir freuen uns immer wieder, dass es in der Landesliga Staffel 1 nicht viele schwierige Situationen gibt.“ Anschließend stellte er die aus seiner Sicht wichtigsten Regeländerungen kurz vor.

Die Saison 2019/20 startet mit dem Eröffnungsspiel am Freitag, 9. August. Der letzte Spieltag in diesem Jahr ist für den 8. Dezember, der erste in 2020 für den 16. Februar vorgesehen. Als Nachholtermine nannte Friedhelm Spey den 23. November, 15. Dezember, 5., 9. und 22. Februar, den 9., 13. und 23. April sowie den 14. Mai. „Saisonende ist am 24. Mai. Danach beginnen sofort etwaige Relegationsspiele.“ Klare Ansagen. Und genau das schätzen seine Vereine an Friedhelm Spey.

Regeln und Pflichten

Spielverlegungen sind nach vorn oder nach hinten möglich – nach hinten allerdings nur maximal bis zum Donnerstag, der unmittelbar auf den ursprünglich angesetzten Spieltag folgt. Ein Verlegen von Spielen nach hinten ist ab dem 1. Mai nicht erlaubt.

In allen überkreislichen Ligen entfällt bei Pflichtspielen die Passkontrolle, wenn sämtliche Passbilder in der Spielberechtigungsliste im DFBnet hochgeladen sind. Das Einstellen der Passbilder ist Pflicht.

Gemäß der Spielordnung wird für die Frauen-Kreis- und -Bezirksligen sowie der Männer-Kreisligen B und C festgelegt, dass bis zu vier Spieler beliebig ein- und ausgewechselt werden können. Dieses gilt nicht für Pokalspiele. (kru)

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HüllhorstLandesliga-Staffelstag: Funktionäre loben die faire LigaVolker KruscheHüllhorst (wb). RW Maaslingen scheint sich noch nicht mit der neuen sportlichen Umgebung nach seinem Abstieg aus der Westfalenliga angefreundet zu haben. Jedenfalls war er einer von zwei Vereinen, die beim Staffeltag der Fußball-Landesliga im nahegelegenen Hüllhorst nicht am „Start“ waren. Staffelleiter Friedhelm Spey nahm es gelassen hin. So schnell bringt den alten Hasen nichts aus der Ruhe. „Wahrscheinlich hatten beide einen triftigen Grund, einen wichtigeren Termin.“ So wird nun wenigstens die Kasse etwas aufgebessert, denn wegen des Fernbleibens werden von beiden Klubs jeweils 30 Euro fällig. Der guten Stimmung bei allen Beteiligten tat das Fehlen aber keinen Abbruch. In Anwesenheit zahlreicher Funktionäre, darunter die Kreisvorsitzenden Hermann-Josef Koch (Höxter) und Thomas Schickentanz (Minden) sowie als Vertreter für den Fußballkreis Lübbecke Bernd Lömker, in Kai Rieke zudem den Staffelleiter der Bezirksliga 1, stimmten alle 14 Vereine dafür, die Form des Landeslga-Staffeltages so beizubehalten und von Änderungen und Modernisierungen abzusehen. Zweifellos auch eine Anerkennung für die Arbeit von Friedhelm Spey. Der führte am Samstag im Schulungszentrum der Wortmann AG, in die Meister TuS Tengern als Gastgeber eingeladen hatte, zum 28. Mal durch einen Staffeltag. „Ich danke für das Vertrauen. Ein solches Votum bedeutet ja auch, dass ihr Vereine diesen Termin nicht als lästige Veranstaltung ansieht“, so der Hüllhorster. Der blickt auf zahlreiche neue Gesichter in seiner Staffel. Maaslingen kehrte aus der Westfalenliga zurück, der TuS Bruchmühlen, die SpVg. Steinhagen und der FC Nieheim stiegen als Bezirksligameister auf. Hinzu kam noch der FC Bad Oeynhausen, der die Tortur der 14 Vizemeister überstand und nach vier Relegationsspielen die einzige Fahrkarte zur Landesliga löste. Und dann ist da noch die Spvg Beckum. Die wollte als Absteiger aus der Westfalenliga nicht in ihre angestammte Landesliga-Staffel, sondern bat um „Umzug“ in die Spey-Staffel. Mit dem TuS Tengern und nach erfolgreichem Entscheidungsspiel dem VfB Fichte Bielefeld verabschiedeten sich zwei Landesligisten in die nächsthöhere Spielklasse. Eine Liga nach unten ging es für den BV Bad Lippspringe, den SC Vlotho und nach verlorener Relegation den TuS Viktoria Rietberg. Somit sind nur noch zehn Teams in der 16er-Staffel, die auch in der Vorsaison dabei waren. In seinen Begrüßungsworten stellte Tengerns Vorsitzender Heinz-Dieter Held heraus, dass die zurückliegende Saison inklusive des Aufstiegs der Reserve in die Bezirksliga die erfolgreichste in der Geschichte des 1946 gegründeten Vereins gewesen sei. „Wir haben uns in der Landesliga immer sehr wohl gefühlt. Nach 15 Jahren war es aber mal an der Zeit, die Klasse zu verlassen.“ Für sein nicht müde werdendes Engagement überreichte Held Staffelleiter Spey einen Blumenstrauß. Der wiederum überreichte Tengern die Meisterurkunde, drückte Markus Bücker vom SuS Westenholz inoffiziell schon mal die Torjägerkanone, die Spey vor dem Saison-Eröffnungsspiel gegen Bruchmühlen dann offiziell an Patrick Kosfeld (23 Treffer) übergeben wird, in die Hand und zeichnete den VfL Holsen wie bereits im Vorjahr als fairstes Team der Landesliga aus. 54 Punkte bedeuteten mit 1,92 den niedrigsten Koeffizienten. Im Verband landete Holsen damit auf Rang sechs. Schlusslicht in der Fair-Play-Wertung war der SC Peckeloh mit satten 170 Punkten. „Da sehe ich eine Menge Potenzial“, unkte Friedheim Spey. Der blickte noch mal auf die Serie 2018/19 zurück: Zwölf Spiele seien verlegt worden, lediglich drei ausgefallen. Es wurden 877 (Vorjahr 945) Gelbe, 26 (29) Gelb-Rote und zwölf (20) Rote Karten gezeigt. „Nicht ein einziger Vorfall musste an die Spruchkammer weitergegeben werden“, erklärte sich Spey. Allerdings seien die 13 (13) Innenraumverweise nach wie vor zu viele. Georg Schierholz, Vorsitzender des Verbands-Sport-Gerichtes, hatte für die Spieler ein dickes Lob parat: „Sie benehmen sich sehr ordentlich. Es gab nur ganz wenige Verfahren in Westfalen.“ Der Vorsitzende des Verbands-Schiedsrichter-Ausschusses, Torsten Werner, schloss sich den Worten Schierholz’ an. „Wir freuen uns immer wieder, dass es in der Landesliga Staffel 1 nicht viele schwierige Situationen gibt.“ Anschließend stellte er die aus seiner Sicht wichtigsten Regeländerungen kurz vor. Die Saison 2019/20 startet mit dem Eröffnungsspiel am Freitag, 9. August. Der letzte Spieltag in diesem Jahr ist für den 8. Dezember, der erste in 2020 für den 16. Februar vorgesehen. Als Nachholtermine nannte Friedhelm Spey den 23. November, 15. Dezember, 5., 9. und 22. Februar, den 9., 13. und 23. April sowie den 14. Mai. „Saisonende ist am 24. Mai. Danach beginnen sofort etwaige Relegationsspiele.“ Klare Ansagen. Und genau das schätzen seine Vereine an Friedhelm Spey. Regeln und Pflichten Spielverlegungen sind nach vorn oder nach hinten möglich – nach hinten allerdings nur maximal bis zum Donnerstag, der unmittelbar auf den ursprünglich angesetzten Spieltag folgt. Ein Verlegen von Spielen nach hinten ist ab dem 1. Mai nicht erlaubt. In allen überkreislichen Ligen entfällt bei Pflichtspielen die Passkontrolle, wenn sämtliche Passbilder in der Spielberechtigungsliste im DFBnet hochgeladen sind. Das Einstellen der Passbilder ist Pflicht. Gemäß der Spielordnung wird für die Frauen-Kreis- und -Bezirksligen sowie der Männer-Kreisligen B und C festgelegt, dass bis zu vier Spieler beliebig ein- und ausgewechselt werden können. Dieses gilt nicht für Pokalspiele. (kru)