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Fußball-Box: Seltene Mittelstürmer-Tore in Kutenhausen, Derby um die Ehre in der Bezirksliga

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Alexandra Mallwitz bejubelt eines ihrer zwei Tore gegen Dröschede mit Kim Müller (links). Die ist übrigens mit elf Treffern beste SVKT-Torschützin und legte am Sonntag drei Treffer auf. MT- - © Foto: Sebastian Külbel
Alexandra Mallwitz bejubelt eines ihrer zwei Tore gegen Dröschede mit Kim Müller (links). Die ist übrigens mit elf Treffern beste SVKT-Torschützin und legte am Sonntag drei Treffer auf. MT- (© Foto: Sebastian Külbel)

Minden (mt). SV Kutenhausen-Todtenhausens Frauen haben auch dank zweier Doppelpacks beste Chancen auf den Klassenerhalt. In der Bezirksliga geht es für die Mindener Vereine um die Vorherrschaft in der Stadt.

Bilanz aufpoliert

Mittelstürmer-Tore gehörten in dieser Saison bislang nicht zur Spezialität von SV Kutenhausen-Todtenhausens Westfalenliga-Frauen. Belinda Bockhop und Alexandra Mallwitz haben diese Bilanz mit ihren Doppelpacks beim immens wichtigen 5:0 gegen Borussia Dröschede ordentlich aufpoliert. Die beiden Angreiferinnen eröffneten ihrem Team nicht nur beste Chancen auf den Klassenerhalt, sondern belohnten sich auch selbst. Torjägerin Bockhop etwa war in dieser Saison aus verschiedenen Gründen nicht oft zum Einsatz gekommen und lief phasenweise für die Zweitvertretung auf. „Jetzt hat sie drei Spiele in Folge bei uns gemacht und ist wieder richtig gut drin“, sagte Trainer Patrick Zahn. Mallwitz sitzt oft auf der Bank und lieferte beim Startelf-Einsatz in Ibbenbüren wenige Argumente für mehr: „Da hat sie auf der linken Außenbahn eher unglücklich agiert“, fand Zahn, der sich umso mehr über das starke Signal seiner Stürmerinnen freute: „Das wird den beiden mächtig Auftrieb geben.“ (kül)

Wer ist die Nummer eins?

Es geht weder um Auf- noch um Abstieg. Es geht um viel mehr: die Ehre. Wenn am kommenden Sonntag die SV Kutenhausen-Todtenhausen und die FT Dützen aufeinander treffen, greift das Derbyfieber am vorletzten Bezirksliga-Spieltag um sich. „Wir werden noch einmal alles geben“, sagte SVKT-Trainer Holger Sarres nach dem 4:3 beim BV Stift Quernheim. Und auch in Dützen lenkte Coach André Möller den Fokus nach der 0:1-Pleite gegen TuRa Löhne gleich auf das Nachbarschaftsduell: „Wir werden uns mit Sicherheit steigern.“ Immerhin geht es noch um einen inoffiziellen Titel: Wer ist die Nummer eins in Minden? Die SVKT (44 Punkte) würde mit einem Sieg Dützen (45) überholen. (apl)

Nur ein kurzer Trikottausch

Das waren 170 erfolgreiche Minuten. Trotz fünf Gegentoren hielt Emily Benner am Sonntag innerhalb kürzester Zeit zwei Siege fest. Die junge Torhüterin der SV Kutenhausen-Todtenhausen gewann am Vormittag zunächst das Bezirksligaspiel mit den B-Juniorinnen gegen Herforder SV II mit 5:3. Unmittelbar danach folgte mit der zweiten Frauenmannschaft der 3:2 Sieg gegen den SV Kollerbeck. Benner musste dort aushelfen, weil die Westfalenliga-Reserve mal wieder arge Personalnot hatte. „Emily hat zwischen den Spielen nur kurz ihr Trikot getauscht, dann ging es weiter“, sagte Trainer Bernd Kohl: „Sie hat ein gutes Spiel abgeliefert.“ (apl)

FC Herford plant Abstieg

Beim FC Herford geht es seit einigen Wochen richtig rund. Nachdem sich der Verein von Trainer Engin Yildiz getrennt hatte, übernahm Bilal Icbudak. Der warf aber schon wieder das Handtuch. „Ich bin noch da, ich helfe dem Verein. Aber ich habe keine Lust, den Spielern hinterherzulaufen“, sagte der. 18 Kicker standen auf seiner Liste, gerade einmal sechs bis neun waren an den Übungsabenden da. „Damit ist kein vernünftiges Training möglich“, sagt Icbudak. Am Sonntag übernahm Spieler und Sportlicher Leiter Agrat Akman gemeinsam mit Yaner Celik die Trainer-Aufgaben. Die 2:6-Niederlage in Kirchlengern dürfte den Vereinsvorsitzende Semo Cakar in seiner bereits vorher geäußerten Meinung gestärkt haben: „Wir planen für die Kreisliga A und müssen uns neu aufstellen.“ Allerdings ist der Klassenerhalt für den Vorletzten mit nur drei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer noch möglich. (nw/mt)

Torezählen im Titelrennen

In der Landesliga wird das Titelrennen zur Rechenaufgabe. Nach dem 3:0-Sieg gegen den TuS Tengern im Gipfeltreffen hat der VfB Fichte Bielefeld Oberwasser. Der Zweite zog mit dem Tabellenführer nach Punkten gleich und liegt nur noch sechs Tore zurück. Dennoch war Fichte-Coach Mario Ermisch nicht in Feierlaune: „Da im direkten Duell jedes Tor doppelt zählt, wäre es heute wichtig gewesen, den kompletten Abstand aufzuholen. Wir hatten so viele Chancen, dass wir 6:0 hätten gewinnen können.“ Jetzt müssen Kapitän Orkun Tosun und sein Team den Rückstand anders verkürzen. Zum Beispiel nächste Woche beim Vorletzten SC Vlotho, der die zweitschlechteste Abwehr der Liga stellt und bereits als Absteiger fest steht. Am letzten Spieltag kommt der Sechste SC Verl II. Tengern hat mit dem FC Kaunitz (3. Platz) und dem VfL Holsen (8. Platz) das schwierigere Restprogramm. Vielleicht kommt es aber gar nicht mehr zum Torezählen – wenn der Spitzenreiter noch einmal patzt: „Die haben jetzt richtig Druck“, spekuliert Tosun: „Und wir haben ja heute gesehen, dass sie damit nicht ganz so gut umgehen können.“ (nw)

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MindenFußball-Box: Seltene Mittelstürmer-Tore in Kutenhausen, Derby um die Ehre in der BezirksligaMinden (mt). SV Kutenhausen-Todtenhausens Frauen haben auch dank zweier Doppelpacks beste Chancen auf den Klassenerhalt. In der Bezirksliga geht es für die Mindener Vereine um die Vorherrschaft in der Stadt. Bilanz aufpoliert Mittelstürmer-Tore gehörten in dieser Saison bislang nicht zur Spezialität von SV Kutenhausen-Todtenhausens Westfalenliga-Frauen. Belinda Bockhop und Alexandra Mallwitz haben diese Bilanz mit ihren Doppelpacks beim immens wichtigen 5:0 gegen Borussia Dröschede ordentlich aufpoliert. Die beiden Angreiferinnen eröffneten ihrem Team nicht nur beste Chancen auf den Klassenerhalt, sondern belohnten sich auch selbst. Torjägerin Bockhop etwa war in dieser Saison aus verschiedenen Gründen nicht oft zum Einsatz gekommen und lief phasenweise für die Zweitvertretung auf. „Jetzt hat sie drei Spiele in Folge bei uns gemacht und ist wieder richtig gut drin“, sagte Trainer Patrick Zahn. Mallwitz sitzt oft auf der Bank und lieferte beim Startelf-Einsatz in Ibbenbüren wenige Argumente für mehr: „Da hat sie auf der linken Außenbahn eher unglücklich agiert“, fand Zahn, der sich umso mehr über das starke Signal seiner Stürmerinnen freute: „Das wird den beiden mächtig Auftrieb geben.“ (kül) Wer ist die Nummer eins? Es geht weder um Auf- noch um Abstieg. Es geht um viel mehr: die Ehre. Wenn am kommenden Sonntag die SV Kutenhausen-Todtenhausen und die FT Dützen aufeinander treffen, greift das Derbyfieber am vorletzten Bezirksliga-Spieltag um sich. „Wir werden noch einmal alles geben“, sagte SVKT-Trainer Holger Sarres nach dem 4:3 beim BV Stift Quernheim. Und auch in Dützen lenkte Coach André Möller den Fokus nach der 0:1-Pleite gegen TuRa Löhne gleich auf das Nachbarschaftsduell: „Wir werden uns mit Sicherheit steigern.“ Immerhin geht es noch um einen inoffiziellen Titel: Wer ist die Nummer eins in Minden? Die SVKT (44 Punkte) würde mit einem Sieg Dützen (45) überholen. (apl) Nur ein kurzer Trikottausch Das waren 170 erfolgreiche Minuten. Trotz fünf Gegentoren hielt Emily Benner am Sonntag innerhalb kürzester Zeit zwei Siege fest. Die junge Torhüterin der SV Kutenhausen-Todtenhausen gewann am Vormittag zunächst das Bezirksligaspiel mit den B-Juniorinnen gegen Herforder SV II mit 5:3. Unmittelbar danach folgte mit der zweiten Frauenmannschaft der 3:2 Sieg gegen den SV Kollerbeck. Benner musste dort aushelfen, weil die Westfalenliga-Reserve mal wieder arge Personalnot hatte. „Emily hat zwischen den Spielen nur kurz ihr Trikot getauscht, dann ging es weiter“, sagte Trainer Bernd Kohl: „Sie hat ein gutes Spiel abgeliefert.“ (apl) FC Herford plant Abstieg Beim FC Herford geht es seit einigen Wochen richtig rund. Nachdem sich der Verein von Trainer Engin Yildiz getrennt hatte, übernahm Bilal Icbudak. Der warf aber schon wieder das Handtuch. „Ich bin noch da, ich helfe dem Verein. Aber ich habe keine Lust, den Spielern hinterherzulaufen“, sagte der. 18 Kicker standen auf seiner Liste, gerade einmal sechs bis neun waren an den Übungsabenden da. „Damit ist kein vernünftiges Training möglich“, sagt Icbudak. Am Sonntag übernahm Spieler und Sportlicher Leiter Agrat Akman gemeinsam mit Yaner Celik die Trainer-Aufgaben. Die 2:6-Niederlage in Kirchlengern dürfte den Vereinsvorsitzende Semo Cakar in seiner bereits vorher geäußerten Meinung gestärkt haben: „Wir planen für die Kreisliga A und müssen uns neu aufstellen.“ Allerdings ist der Klassenerhalt für den Vorletzten mit nur drei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer noch möglich. (nw/mt) Torezählen im Titelrennen In der Landesliga wird das Titelrennen zur Rechenaufgabe. Nach dem 3:0-Sieg gegen den TuS Tengern im Gipfeltreffen hat der VfB Fichte Bielefeld Oberwasser. Der Zweite zog mit dem Tabellenführer nach Punkten gleich und liegt nur noch sechs Tore zurück. Dennoch war Fichte-Coach Mario Ermisch nicht in Feierlaune: „Da im direkten Duell jedes Tor doppelt zählt, wäre es heute wichtig gewesen, den kompletten Abstand aufzuholen. Wir hatten so viele Chancen, dass wir 6:0 hätten gewinnen können.“ Jetzt müssen Kapitän Orkun Tosun und sein Team den Rückstand anders verkürzen. Zum Beispiel nächste Woche beim Vorletzten SC Vlotho, der die zweitschlechteste Abwehr der Liga stellt und bereits als Absteiger fest steht. Am letzten Spieltag kommt der Sechste SC Verl II. Tengern hat mit dem FC Kaunitz (3. Platz) und dem VfL Holsen (8. Platz) das schwierigere Restprogramm. Vielleicht kommt es aber gar nicht mehr zum Torezählen – wenn der Spitzenreiter noch einmal patzt: „Die haben jetzt richtig Druck“, spekuliert Tosun: „Und wir haben ja heute gesehen, dass sie damit nicht ganz so gut umgehen können.“ (nw)