Petershagen

Hallenfußball: Katastrophe als Ansporn - TuSPO souverän Stadtmeister

Sebastian Külbel

Auf dem Weg zur Überraschung: Jamie Hellmons und seine Mitspieler attackieren RW Maaslingens Jens Hilgemeyer (Mitte) und schaffen schließlich mit dem VfB Gorspen-Vahlsen den Sprung ins Finale. MT-Foto: Sebastian Külbel - © Sebastian Külbel
Auf dem Weg zur Überraschung: Jamie Hellmons und seine Mitspieler attackieren RW Maaslingens Jens Hilgemeyer (Mitte) und schaffen schließlich mit dem VfB Gorspen-Vahlsen den Sprung ins Finale. MT-Foto: Sebastian Külbel (© Sebastian Külbel)

Petershagen (mt). Fünf Spiele, fünf Siege, 16:0 Tore: Die Petershäger Hallenfußball-Stadtmeisterschaft war für den TuS Petershagen-Ovenstädt eine klare Sache. Der Favorit gab sich beim Turnier in der Sporthalle Lahde keine Blöße und wehrte am Ende auch den Angriff des Außenseiters VfB Gorspen-Vahlsen ab, der zuvor im spannenden Halbfinale Titelverteidiger RW Maaslingen ausgeschaltet hatte.

Trotz des souveränen Auftritts fiel TuSPO-Co-Trainer Werner Krohne, der erneut Chefcoach Jan Frederik Finger vertrat, nach dem Finale jedem Spieler erleichtert um den Hals. Das hing auch mit der Leistung seiner Mannschaft eine Woche zuvor bei RW Maaslingens Sponsoren-Cup zusammen, als der Kreisliga-A-Spitzenreiter sang und klanglos in der Vorrunde ausgeschieden war. „Das war eine absolute Katastrophe und nicht TuS-like“, sagte Krohne: „Wir hatten uns heute viel vorgenommen, jeder hat sich zusammengerissen und wir haben das Ding geholt.“

Hallenfußball - TuSPO wird Stadtmeister (Plus-Inhalt)

Und das gelang in beeindruckender Manier. Nach der Gruppenphase mit dem klaren 7:0 gegen Gorspen-Vahlsen, aber auch zwei knappen 1:0-Siegen gegen TuS Döhren und TuS Windheim, drehte der TuSPO in der Finalrunde auf und war vor allem das abgezockteste Team.

„Wir machen das Spiel, die machen die Tore“, haderten die Spieler des TuS Lahde/Quetzen im Halbfinale, als der Liga-Rivale jeden Fehler eiskalt bestrafte und souverän 4:0 gewann. Zuvor war es im ersten Halbfinale deutlich enger zugegangen, als der VfB Gorspen-Vahlsen seinen erstaunlichen Weg durch das Turnier mit einem Sieg gegen die favorisierten Maaslinger krönte.

Die beste Mannschaft: Der TuS Petershagen-Ovenstädt kassierte im ganzen Turnier kein Gegentor und drehte in der Finalrunde auf. MT- - © Foto: Sebastian Külbel
Die beste Mannschaft: Der TuS Petershagen-Ovenstädt kassierte im ganzen Turnier kein Gegentor und drehte in der Finalrunde auf. MT- (© Foto: Sebastian Külbel)

Der Westfalenligist war zwar erneut mit einer Mischung aus erster und zweiter Mannschaft angetreten, hatte sich aber mit vier Siegen in der Vorrunde keine Blöße gegeben. Gorspen-Vahlsen nahm allerdings den Schwung des letzten Gruppenspiels gegen Windheim mit, als Max Prüssel und Lavdim Hasani ihrem Team in der letzten Minute das Weiterkommen gesichert hatten.

Im Halbfinale erzielte der B-Kreisligist zwei kuriose Fernschusstreffer gegen den zu weit aufgerückten RWM-Torwart Connor Wlotzka, einer davon gelang sogar VfB-Keeper Felix Meyer. Der scheiterte im Neunmeterschießen dann zwar an Wlotzka, hielt aber danach zwei Maaslinger Versuche und führte sein Team so ins Finale.

Der TuSPO setzte dieser gelb-schwarzen Erfolgsgeschichte dann aber ein Ende und ließen dem Außenseiter keine Chance. Tim Dorgeloh und Nico Rohleder schossen schnell ein 2:0 heraus, danach vergab der Favorit zahlreiche weitere Chancen: Rohleder traf den Pfosten, Christopher Southwick die Latte. Tobias Brethauer erlöste den nervös mitfiebernden Coach Krohne dann mit dem 3:0 und freute sich anschließend über eine „geschlossene Leistung, nachdem es letzte Woche nicht so gut für uns gelaufen ist“.

Er und Krohne lobten zudem Torwart Jakob Kröcker, der sich über ein Turnier ohne Gegentor freute – in der Halle eine bemerkenswerte Randnotiz. Auch Gegner Gorspen-Vahlsen verließ den harten Lahder Betonboden mit einem zufriedenen Lächeln. „Wir hatten uns wenig ausgerechnet, und daraus ist viel geworden“, sagte Torwart Felix Meyer und gratulierte dem Sieger: „Petershagen war heute die beste Mannschaft.“

Die Halbfinalisten

TuS Petershagen-Ovenstädt: Kröcker - Heine, Lohaus, Wiegmann, Southwick, Kamenidis, Danowsky, Dorgeloh, Brethauer, Rohleder.

VfB Gorspen-Vahlsen: Fe. Meyer - Braun, Wormstedt, Fereday, Reschak, Prüssel, Berisha, Fa. Meyer, Hasani, Hellmons, Wilharm.

RW Maaslingen: Wlotzka - Stiller, Bröking, Zander, Diallo, Hilgemeyer, Klöpper, Hergott, Wiese.

TuS Lahde/Quetzen: Heine - Vidahl, Meyer, Bitter, Mannigel, Skibbe, Rasche, Ötting, Mohring.

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