Stromausfall und Sturmschäden: «Ylenia» weht über NRW Nachdem das Sturmtief «Ylenia» am Donnerstag erhebliche Verkehrsbehinderungen in Nordrhein-Westfalen verursacht hat, legt es in der Nacht zu Freitag eine kurze Pause ein. «Für die Nacht ist es heute eher unspektakulär», sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen am Donnerstag. Die für die Nacht zum Donnerstag ausgesprochene amtliche Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen wurde am Vormittag aufgehoben. Das «absolute Maximum» des Sturms sei erst einmal überschritten - doch bereits am Freitag stehe ein weiterer an. Dabei soll es bereits am Mittag einzelne schwere Sturmböen geben. «Dann nimmt das im Nachmittag von Westen rasch und deutlich weiter zu», sagte die Meteorologin. Im Westen sei bereits am Freitagnachmittag mit dem Maximum des Sturms zu rechnen, östlich des Rheins sei das eher gegen Abend zu erwarten. «Wir werden verbreitet wieder schweren Sturm haben und teilweise auch orkanartige Böen. Es wird ähnlich stark wie heute, zieht aber schneller durch», sagte die Meteorologin. Die Schülerinnen und Schüler in NRW durften wegen des Sturms am Donnerstag zu Hause bleiben. Für Polizei und Rettungskräfte gab es hingegen zahlreiche Einsätze. Schwere Unfälle oder gar Tote wurden aber zunächst nicht gemeldet. «Nordrhein-Westfalen hat letzte Nacht Glück gehabt: Der Sturm hat nur wenige Schäden verursacht», sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). Unter den rund 2700 Einsätzen seien einige Stromausfälle, ein zweistündiger Ausfall des Einsatzleitsystems im Kreis Recklinghausen und ein Autounfall mit drei Verletzten in Hamm gewesen. «Insgesamt eine turbulente Nacht, die die rund 8600 Einsatzkräfte ordentlich auf Trab gehalten hat». Vielfach fielen Bäume auf die Fahrbahn oder Straßenschilder wurden umgeweht. Mehrere Straßen wurden zeitweise gesperrt, unter anderem eine Bundesstraße in der Nähe des Nationalparks Eifel. «Aufgrund von umstürzenden Bäumen sind aus Sicherheitsgründen derzeit keine Räumarbeiten möglich», teilte Straßen NRW am Donnerstag mit. Die Sperrung wird voraussichtlich bis Freitagnachmittag bestehen bleiben. In Wuppertal stürzte ein etwa 40 Meter hoher Baum um und fiel auf die Schienen der Wuppertaler Schwebebahn, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Baum wurde noch in der Nacht zersägt. Am Vormittag waren noch etwa 5500 Menschen ohne Strom, wie der Netzbetreiber Westnetz mitteilte. Das betreffe vor allem die Regionen Arnsberg und Siegen. Im Kreis Borken fiel gegen 3 Uhr morgens für Zehntausende Menschen der Strom aus, weil Bäume auf ein Umspannwerk gestürzt waren. Laut dem Netzbetreiber Westnetz waren zwischenzeitlich etwa 54.000 Haushalte ohne Strom. Am Donnerstagmorgen sei die Störung behoben worden. Die Nordwestbahn stellte am Donnerstagmorgen wegen der Sturmschäden den Zugverkehr komplett ein. Auch bei der Deutschen Bahn kam es zu Einschränkungen. Im Fernverkehr waren vor allem die Linien von Nordrhein-Westfalen Richtung Norden betroffen, wie ein Sprecher sagte. «Der Regionalverkehr ist auch stark eingeschränkt noch in Nordrhein-Westfalen», sagte er am Donnerstagmittag. Schwerpunkt sei hier vor allem der Bereich nördlich von Dortmund und rund um Hagen, Siegen und das Sauerland. «Da sind schon einige Strecken noch gesperrt, weil Bäume im Gleis sind oder Oberleitungen repariert werden müssen.» Wann die Züge wieder planmäßig fahren können, sei schwer abzuschätzen.
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Stromausfall und Sturmschäden: «Ylenia» weht über NRW

Nachdem das Sturmtief «Ylenia» am Donnerstag erhebliche Verkehrsbehinderungen in Nordrhein-Westfalen verursacht hat, legt es in der Nacht zu Freitag eine kurze Pause ein. «Für die Nacht ist es heute eher unspektakulär», sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen am Donnerstag. Die für die Nacht zum Donnerstag ausgesprochene amtliche Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen wurde am Vormittag aufgehoben. Das «absolute Maximum» des Sturms sei erst einmal überschritten - doch bereits am Freitag stehe ein weiterer an.

Dabei soll es bereits am Mittag einzelne schwere Sturmböen geben. «Dann nimmt das im Nachmittag von Westen rasch und deutlich weiter zu», sagte die Meteorologin. Im Westen sei bereits am Freitagnachmittag mit dem Maximum des Sturms zu rechnen, östlich des Rheins sei das eher gegen Abend zu erwarten. «Wir werden verbreitet wieder schweren Sturm haben und teilweise auch orkanartige Böen. Es wird ähnlich stark wie heute, zieht aber schneller durch», sagte die Meteorologin.

Die Schülerinnen und Schüler in NRW durften wegen des Sturms am Donnerstag zu Hause bleiben. Für Polizei und Rettungskräfte gab es hingegen zahlreiche Einsätze. Schwere Unfälle oder gar Tote wurden aber zunächst nicht gemeldet. «Nordrhein-Westfalen hat letzte Nacht Glück gehabt: Der Sturm hat nur wenige Schäden verursacht», sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). Unter den rund 2700 Einsätzen seien einige Stromausfälle, ein zweistündiger Ausfall des Einsatzleitsystems im Kreis Recklinghausen und ein Autounfall mit drei Verletzten in Hamm gewesen. «Insgesamt eine turbulente Nacht, die die rund 8600 Einsatzkräfte ordentlich auf Trab gehalten hat».

Vielfach fielen Bäume auf die Fahrbahn oder Straßenschilder wurden umgeweht. Mehrere Straßen wurden zeitweise gesperrt, unter anderem eine Bundesstraße in der Nähe des Nationalparks Eifel. «Aufgrund von umstürzenden Bäumen sind aus Sicherheitsgründen derzeit keine Räumarbeiten möglich», teilte Straßen NRW am Donnerstag mit. Die Sperrung wird voraussichtlich bis Freitagnachmittag bestehen bleiben. In Wuppertal stürzte ein etwa 40 Meter hoher Baum um und fiel auf die Schienen der Wuppertaler Schwebebahn, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Baum wurde noch in der Nacht zersägt.

Am Vormittag waren noch etwa 5500 Menschen ohne Strom, wie der Netzbetreiber Westnetz mitteilte. Das betreffe vor allem die Regionen Arnsberg und Siegen. Im Kreis Borken fiel gegen 3 Uhr morgens für Zehntausende Menschen der Strom aus, weil Bäume auf ein Umspannwerk gestürzt waren. Laut dem Netzbetreiber Westnetz waren zwischenzeitlich etwa 54.000 Haushalte ohne Strom. Am Donnerstagmorgen sei die Störung behoben worden.

Die Nordwestbahn stellte am Donnerstagmorgen wegen der Sturmschäden den Zugverkehr komplett ein. Auch bei der Deutschen Bahn kam es zu Einschränkungen. Im Fernverkehr waren vor allem die Linien von Nordrhein-Westfalen Richtung Norden betroffen, wie ein Sprecher sagte. «Der Regionalverkehr ist auch stark eingeschränkt noch in Nordrhein-Westfalen», sagte er am Donnerstagmittag. Schwerpunkt sei hier vor allem der Bereich nördlich von Dortmund und rund um Hagen, Siegen und das Sauerland. «Da sind schon einige Strecken noch gesperrt, weil Bäume im Gleis sind oder Oberleitungen repariert werden müssen.» Wann die Züge wieder planmäßig fahren können, sei schwer abzuschätzen.

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