Zahl der Firmeninsolvenzen ging 2021 noch weiter zurück Trotz der Corona-Pandemie ist die Zahl der Firmenpleiten in Nordrhein-Westfalen auch 2021 weiter gesunken. Insgesamt beantragten 3950 Unternehmen ein Insolvenzverfahren, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Dienstag mitteilte. Das waren 9,3 Prozent weniger als im Jahr 2020 und rund 26 Prozent weniger als im letzten Vorkrisenjahr 2019. Als mögliche Gründe für die Entwicklung nannten die Statistiker die zeitweilige Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und die staatlichen Konjunkturhilfen während der Pandemie. Die Zahl der Privatinsolvenzen nahm dagegen deutlich zu. Von den im Jahr 2021 beantragten Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung fast 15 000 Beschäftigte betroffen, ein Minus von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen lagen mit 5,8 Milliarden Euro um 26,8 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Allerdings gab es große Unterschiede zwischen den von der Pandemie besonders betroffenen Branchen. Während die Zahl der Pleiten in der Gastronomie, im Einzelhandel, bei Reisebüros und bei Reiseveranstaltern 2021 unter dem Niveau der Vorjahre lag, gab es bei Beherbergungsbetrieben wie Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätzen mehr Insolvenzen als vor der Pandemie. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war den Angaben nach mit über 20 500 Fällen mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Die Zahl der Insolvenzverfahren von ehemals selbstständig Tätigen stieg sogar um 120 Prozent auf 2300. Eine mögliche Ursache für den Anstieg sieht IT.NRW in dem Ende 2020 beschlossenen Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung. Es könne dazu geführt haben, dass Schuldner ihre Insolvenzanträge zunächst zurückgestellt und erst im Jahr 2021 gestellt hätten.

Zahl der Firmeninsolvenzen ging 2021 noch weiter zurück

© Michael Kappeler/dpa/Symbolbild

Trotz der Corona-Pandemie ist die Zahl der Firmenpleiten in Nordrhein-Westfalen auch 2021 weiter gesunken. Insgesamt beantragten 3950 Unternehmen ein Insolvenzverfahren, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Dienstag mitteilte. Das waren 9,3 Prozent weniger als im Jahr 2020 und rund 26 Prozent weniger als im letzten Vorkrisenjahr 2019. Als mögliche Gründe für die Entwicklung nannten die Statistiker die zeitweilige Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und die staatlichen Konjunkturhilfen während der Pandemie. Die Zahl der Privatinsolvenzen nahm dagegen deutlich zu.

Von den im Jahr 2021 beantragten Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung fast 15 000 Beschäftigte betroffen, ein Minus von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen lagen mit 5,8 Milliarden Euro um 26,8 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Allerdings gab es große Unterschiede zwischen den von der Pandemie besonders betroffenen Branchen. Während die Zahl der Pleiten in der Gastronomie, im Einzelhandel, bei Reisebüros und bei Reiseveranstaltern 2021 unter dem Niveau der Vorjahre lag, gab es bei Beherbergungsbetrieben wie Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätzen mehr Insolvenzen als vor der Pandemie.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war den Angaben nach mit über 20 500 Fällen mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Die Zahl der Insolvenzverfahren von ehemals selbstständig Tätigen stieg sogar um 120 Prozent auf 2300. Eine mögliche Ursache für den Anstieg sieht IT.NRW in dem Ende 2020 beschlossenen Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung. Es könne dazu geführt haben, dass Schuldner ihre Insolvenzanträge zunächst zurückgestellt und erst im Jahr 2021 gestellt hätten.


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