Verband bemängelt langsamen Windkraft-Ausbau in NRW Der Windkraft-Ausbau in Nordrhein-Westfalen geht nach Ansicht der Windkraftbranche zu langsam voran. Die Bilanz 2021 sehe «nicht erfreulich» aus, sagte der Vorsitzende des Landesverbands Erneuerbare Energien (LEE NRW), Reiner Priggen, am Montag in Düsseldorf. Laut einer Analyse der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) gingen im vergangenen Jahr 83 neue Windanlagen in Betrieb. Gleichzeitig wurden 34 alte Anlagen außer Betrieb genommen. Unterm Strich kamen Anlagen mit einer Gesamtleistung von 299 Megawatt (MW) hinzu. Insgesamt drehten sich am Jahresende 3563 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 6339 Megawatt in NRW. Priggen forderte den Neubau von Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 1000 Megawatt jährlich bis 2030. Dies sei notwendig, wenn die Ziele der Landesregierung für die Ökostromstromerzeugung erreicht werden sollen. Die schwarz-gelbe Landesregierung plant im Zuge des Kohleausstiegs einen starken Ausbau der Windenergiekapazität. Sie soll bis 2030 auf 12.000 Megawatt ausgebaut werden. Um das Ziel zu erreichen, soll unter anderem der Windradbau im Wald erleichtert werden. Damit der Ausbau gelingt, forderte Priggen eine «deutliche Erleichterung» bei den Genehmigungsverfahren und die Nutzung von Waldflächen. Ein Drittel der Fichtenwälder in NRW sei in den letzten vier Jahren vom Borkenkäfer vernichtet worden. Es biete sich also an, diese Stellen temporär für die Windkraft zu nutzen, sagte er. Hinsichtlich des Windkraftausbaus hob der LEE die Stadt Coesfeld im Münsterland hervor. So wurden in einem Windpark in Letter Bruch im vergangenen Jahr 13 neue Windanlagen in Betrieb genommen. Coesfeld könne eine «Blaupause» für andere Regionen werden, sagte Bürgermeisterin Eliza Diekmann (parteilos). «Wir haben diese Windparks mit einer sehr frühzeitigen und breiten Beteiligung unserer Bürgerinnen und Bürger so gut wie ohne Protest umgesetzt», betonte sie.

Verband bemängelt langsamen Windkraft-Ausbau in NRW

© Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Der Windkraft-Ausbau in Nordrhein-Westfalen geht nach Ansicht der Windkraftbranche zu langsam voran. Die Bilanz 2021 sehe «nicht erfreulich» aus, sagte der Vorsitzende des Landesverbands Erneuerbare Energien (LEE NRW), Reiner Priggen, am Montag in Düsseldorf. Laut einer Analyse der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) gingen im vergangenen Jahr 83 neue Windanlagen in Betrieb. Gleichzeitig wurden 34 alte Anlagen außer Betrieb genommen. Unterm Strich kamen Anlagen mit einer Gesamtleistung von 299 Megawatt (MW) hinzu. Insgesamt drehten sich am Jahresende 3563 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 6339 Megawatt in NRW.

Priggen forderte den Neubau von Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 1000 Megawatt jährlich bis 2030. Dies sei notwendig, wenn die Ziele der Landesregierung für die Ökostromstromerzeugung erreicht werden sollen. Die schwarz-gelbe Landesregierung plant im Zuge des Kohleausstiegs einen starken Ausbau der Windenergiekapazität. Sie soll bis 2030 auf 12.000 Megawatt ausgebaut werden. Um das Ziel zu erreichen, soll unter anderem der Windradbau im Wald erleichtert werden.

Damit der Ausbau gelingt, forderte Priggen eine «deutliche Erleichterung» bei den Genehmigungsverfahren und die Nutzung von Waldflächen. Ein Drittel der Fichtenwälder in NRW sei in den letzten vier Jahren vom Borkenkäfer vernichtet worden. Es biete sich also an, diese Stellen temporär für die Windkraft zu nutzen, sagte er.

Hinsichtlich des Windkraftausbaus hob der LEE die Stadt Coesfeld im Münsterland hervor. So wurden in einem Windpark in Letter Bruch im vergangenen Jahr 13 neue Windanlagen in Betrieb genommen. Coesfeld könne eine «Blaupause» für andere Regionen werden, sagte Bürgermeisterin Eliza Diekmann (parteilos). «Wir haben diese Windparks mit einer sehr frühzeitigen und breiten Beteiligung unserer Bürgerinnen und Bürger so gut wie ohne Protest umgesetzt», betonte sie.


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