Musiker Udo Lindenberg wünscht sich mehr Rock 'n' Roll Sänger Udo Lindenberg (76) wünscht sich «'n bisschen mehr Rock 'n' Roll» für die Gesellschaft. Die deutsche Rocklegende versteht darunter nämlich auch eine Lebenseinstellung. «Naiv ist es, zu glauben, dass alles schon irgendwie gut geht. Man muss Neues ausprobieren, um sich selbst treu zu bleiben», sagte er dem UN-Kinderhilfswerk Unicef. Rock 'n' Roll bedeute dabei «nicht immer das zu sagen, was Anderen gefällt, sondern auch öfter mal seine Ansicht zu flaggen und durchzuziehen». Lindenberg fordert daher: «Wir müssen alle 'n bisschen mehr Rock 'n' Roll werden, streiten, diskutieren, uns engagieren.» Der 76-Jährige («Sonderzug nach Pankow») hat auch in diesem Jahr wieder eine Weihnachtsgrußkarte für Unicef gestaltet. Zu sehen ist ein großes Herz, an dem der Musiker lässig lehnt. Darüber steht der Satz «Mein Herz ist mein Kompass». Die Botschaft dahinter ist, dass man auf seine innere Stimme hören sollte. Erlöse aus dem Verkauf fließen in die weltweiten Hilfsprogramme für Kinder. Lindenberg gab in dem am Donnerstag veröffentlichten Gespräch gleichwohl zu, dass die innere Kompassnadel «bei all dem Chaos auf der Welt» schon «ganz schön krass» zittere. «Diese ganzen schwachsinnigen Kriege, die Umweltzerstörung, so viele Mörder-Regime, sozialer Unfriede, Menschenrechtsverletzungen in so vielen Ländern», zählte er auf. «Das alles macht es hart dran zu glauben – 'ne schöne faire Welt für alle.» Aber Resignation sei nie der Weg gewesen. «Hören wir auf unser Gewissen, auf unser Herz, machen wir weiter, schalten wir uns ein», sagte Lindenberg. Eine Alternative gebe es nicht. «Die Utopie ist ein Kraftstoff und Energiebringer im Heute für die fairere Welt von morgen», erklärte er. Den heutigen Kindern rief er zu: «Hört auf eure innere Stimme und bleibt positiv.»
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Udo Lindenberg wünscht sich mehr Rock 'n' Roll

Udo Lindenberg, Rocksänger und neuer Ehrenbürger, winkt. © Marcus Brandt/dpa

Sänger Udo Lindenberg (76) wünscht sich «'n bisschen mehr Rock 'n' Roll» für die Gesellschaft. Die deutsche Rocklegende versteht darunter nämlich auch eine Lebenseinstellung. «Naiv ist es, zu glauben, dass alles schon irgendwie gut geht. Man muss Neues ausprobieren, um sich selbst treu zu bleiben», sagte er dem UN-Kinderhilfswerk Unicef. Rock 'n' Roll bedeute dabei «nicht immer das zu sagen, was Anderen gefällt, sondern auch öfter mal seine Ansicht zu flaggen und durchzuziehen». Lindenberg fordert daher: «Wir müssen alle 'n bisschen mehr Rock 'n' Roll werden, streiten, diskutieren, uns engagieren.»

Der 76-Jährige («Sonderzug nach Pankow») hat auch in diesem Jahr wieder eine Weihnachtsgrußkarte für Unicef gestaltet. Zu sehen ist ein großes Herz, an dem der Musiker lässig lehnt. Darüber steht der Satz «Mein Herz ist mein Kompass». Die Botschaft dahinter ist, dass man auf seine innere Stimme hören sollte. Erlöse aus dem Verkauf fließen in die weltweiten Hilfsprogramme für Kinder.

Lindenberg gab in dem am Donnerstag veröffentlichten Gespräch gleichwohl zu, dass die innere Kompassnadel «bei all dem Chaos auf der Welt» schon «ganz schön krass» zittere. «Diese ganzen schwachsinnigen Kriege, die Umweltzerstörung, so viele Mörder-Regime, sozialer Unfriede, Menschenrechtsverletzungen in so vielen Ländern», zählte er auf. «Das alles macht es hart dran zu glauben – 'ne schöne faire Welt für alle.»

Aber Resignation sei nie der Weg gewesen. «Hören wir auf unser Gewissen, auf unser Herz, machen wir weiter, schalten wir uns ein», sagte Lindenberg. Eine Alternative gebe es nicht. «Die Utopie ist ein Kraftstoff und Energiebringer im Heute für die fairere Welt von morgen», erklärte er. Den heutigen Kindern rief er zu: «Hört auf eure innere Stimme und bleibt positiv.»


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