Trickbetrügerin verurteilt: Handwerker retteten 250.000 Euro Eine Trickbetrügerin, die nach einem Schockanruf eine 81-Jährige um 250.000 Euro erleichtern wollte, ist in Wuppertal zu eineinhalb Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht sprach die 36-Jährige am Mittwoch wegen Betrugs schuldig. Sie sei eine reisende Straftäterin und nur zur Begehung von Straftaten nach Deutschland gekommen. Handwerker, die zufällig Zeugen des Geschehens wurden, hatten die Frau Ende November 2021 kurzerhand überwältigt und so das Vermögen der Rentnerin gerettet. Die Seniorin hatte zuvor einen sogenannten Schockanruf eines vermeintlichen Anwalts bekommen: Ihre Tochter habe einen schweren Unfall verursacht, bei dem ein ungeborenes Baby getötet worden sei und die Mutter des Kindes in Lebensgefahr schwebe. Ihre Tochter sei suizidgefährdet. Nur gegen Kaution komme sie nicht in Untersuchungshaft. «Untermalt wurde das Gespräch mit dem Weinen der angeblichen Tochter im Hintergrund», hatte die Polizei damals berichtet. Die 81-Jährige packte ihr gesamtes greifbares Vermögen in zwei Taschen. Als die inzwischen 36-Jährige die Wertsachen abholen wollte, fragte die Rentnerin nach einem Dienstausweis. Es kam zum Disput, den die beiden Handwerker hörten. Als die Abholerin sich die Beute griff und fliehen wollte, liefen die Handwerker hinterher und hielten sie fest, bis die Polizei eintraf. «Dass es stinkt, das war ihr von Vornherein klar. Worum es aber genau ging, das wusste sie nicht», sagte der Verteidiger der Angeklagten am Mittwoch. «Dahinter sehen bandenmäßig organisierte Clans», sagte ein Kripo-Beamter als Zeuge. «Sie hatte sofort einen Rechtsbeistand, das ist für Familienmitglieder üblich.» «Der angebliche Anwalt hat mich eine Stunde lang unter Druck gesetzt, ob ich Geld, Schmuck im Haus hätten. Ich müsste schnell machen», berichtete das Opfer. «Es tut mir leid, dass ich das habe mit mir machen lassen, aber er hat mich psychisch so unter Druck gesetzt.» Eine Frauenstimme am Telefon habe sie «Mami» genannt. Da sei sie misstrauisch geworden: «Meine Töchter nennen mich Mutti», sagte die Rentnerin.

Trickbetrügerin verurteilt: Handwerker retteten 250.000 Euro

Eine Trickbetrügerin, die nach einem Schockanruf eine 81-Jährige um 250.000 Euro erleichtern wollte, ist in Wuppertal zu eineinhalb Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht sprach die 36-Jährige am Mittwoch wegen Betrugs schuldig. Sie sei eine reisende Straftäterin und nur zur Begehung von Straftaten nach Deutschland gekommen.

Handwerker, die zufällig Zeugen des Geschehens wurden, hatten die Frau Ende November 2021 kurzerhand überwältigt und so das Vermögen der Rentnerin gerettet. Die Seniorin hatte zuvor einen sogenannten Schockanruf eines vermeintlichen Anwalts bekommen: Ihre Tochter habe einen schweren Unfall verursacht, bei dem ein ungeborenes Baby getötet worden sei und die Mutter des Kindes in Lebensgefahr schwebe. Ihre Tochter sei suizidgefährdet. Nur gegen Kaution komme sie nicht in Untersuchungshaft.

«Untermalt wurde das Gespräch mit dem Weinen der angeblichen Tochter im Hintergrund», hatte die Polizei damals berichtet. Die 81-Jährige packte ihr gesamtes greifbares Vermögen in zwei Taschen. Als die inzwischen 36-Jährige die Wertsachen abholen wollte, fragte die Rentnerin nach einem Dienstausweis. Es kam zum Disput, den die beiden Handwerker hörten. Als die Abholerin sich die Beute griff und fliehen wollte, liefen die Handwerker hinterher und hielten sie fest, bis die Polizei eintraf.

«Dass es stinkt, das war ihr von Vornherein klar. Worum es aber genau ging, das wusste sie nicht», sagte der Verteidiger der Angeklagten am Mittwoch. «Dahinter sehen bandenmäßig organisierte Clans», sagte ein Kripo-Beamter als Zeuge. «Sie hatte sofort einen Rechtsbeistand, das ist für Familienmitglieder üblich.»

«Der angebliche Anwalt hat mich eine Stunde lang unter Druck gesetzt, ob ich Geld, Schmuck im Haus hätten. Ich müsste schnell machen», berichtete das Opfer. «Es tut mir leid, dass ich das habe mit mir machen lassen, aber er hat mich psychisch so unter Druck gesetzt.» Eine Frauenstimme am Telefon habe sie «Mami» genannt. Da sei sie misstrauisch geworden: «Meine Töchter nennen mich Mutti», sagte die Rentnerin.


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