Musik Tote-Hosen-Sänger Campino: Band-Name ist «dermaßen uncool» Mit 60 Jahren blickt Campino gern auf die lange Laufbahn mit den Toten Hosen zurück - nur den Band-Namen findet er «dermaßen uncool». Der Rocksänger sagte der Deutschen Presse-Agentur zum 40-jährigen Hosen-Bestehen und zum eigenen runden Geburtstag am 22. Juni: «Wenn wir rückblickend irgendwas ändern könnten, würden wir uns sicherlich einen besseren Namen geben.» Der stehe jedoch «im zeitlichen Kontext» des Deutsch-Punks der 70er und 80er Jahre. «Damals wollten sich alle Gruppen ganz hart und cool anhören, also nannten sie sich beispielsweise "Bluttat" oder "Täglicher Terror"», erinnert sich Campino. «Unser Name war hingegen das totale Understatement, das gefiel uns. Es hatte auch den Vorteil, dass niemand sein Geld zurückverlangen konnte, wenn er nach einem Konzert enttäuscht war. Was will man denn von toten Hosen erwarten - da bist du quasi schon selber schuld, wenn du dafür bezahlst.» Sein Künstlername Campino «entstand tatsächlich dadurch, dass ich bei meiner ersten Band ZK irgendwann angefangen habe, mit diesen Bonbons um mich zu schmeißen», erzählt der 1962 als Andreas Frege geborene Musiker. «Ich hatte einen Koffer, auf dem "Der große Campino" stand. Das war mein Munitionsdepot. Ich nahm eine Handvoll und habe sie ins Publikum gefeuert - und schon hatte ich meinen Spitznamen.» Sein selbst erdachter Künstlername sei «Billy Alibi» gewesen. «Denn ich liebte Billy Idol von Generation X so sehr, dass ich versucht habe, seinen Namen irgendwie zu kopieren. Ein trauriger Versuch, denn keiner hatte Lust darauf, mich jemals Billy zu nennen. Also wurde ich zu Campino, und das war dann auch ok.» Der Sänger wird am Mittwoch (22.6.) 60 Jahre alt. Er ist derzeit mit den Toten Hosen, die gerade ihr 40-Jähriges feierten, auf großer Jubiläumstournee, am 24. und 25. Juni in der Heimatstadt Düsseldorf.
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Tote-Hosen-Sänger Campino: Band-Name ist «dermaßen uncool»

© Christian Beutler/KEYSTONE/dpa

Mit 60 Jahren blickt Campino gern auf die lange Laufbahn mit den Toten Hosen zurück - nur den Band-Namen findet er «dermaßen uncool». Der Rocksänger sagte der Deutschen Presse-Agentur zum 40-jährigen Hosen-Bestehen und zum eigenen runden Geburtstag am 22. Juni: «Wenn wir rückblickend irgendwas ändern könnten, würden wir uns sicherlich einen besseren Namen geben.»

Der stehe jedoch «im zeitlichen Kontext» des Deutsch-Punks der 70er und 80er Jahre. «Damals wollten sich alle Gruppen ganz hart und cool anhören, also nannten sie sich beispielsweise "Bluttat" oder "Täglicher Terror"», erinnert sich Campino. «Unser Name war hingegen das totale Understatement, das gefiel uns. Es hatte auch den Vorteil, dass niemand sein Geld zurückverlangen konnte, wenn er nach einem Konzert enttäuscht war. Was will man denn von toten Hosen erwarten - da bist du quasi schon selber schuld, wenn du dafür bezahlst.»

Sein Künstlername Campino «entstand tatsächlich dadurch, dass ich bei meiner ersten Band ZK irgendwann angefangen habe, mit diesen Bonbons um mich zu schmeißen», erzählt der 1962 als Andreas Frege geborene Musiker. «Ich hatte einen Koffer, auf dem "Der große Campino" stand. Das war mein Munitionsdepot. Ich nahm eine Handvoll und habe sie ins Publikum gefeuert - und schon hatte ich meinen Spitznamen.»

Sein selbst erdachter Künstlername sei «Billy Alibi» gewesen. «Denn ich liebte Billy Idol von Generation X so sehr, dass ich versucht habe, seinen Namen irgendwie zu kopieren. Ein trauriger Versuch, denn keiner hatte Lust darauf, mich jemals Billy zu nennen. Also wurde ich zu Campino, und das war dann auch ok.»

Der Sänger wird am Mittwoch (22.6.) 60 Jahre alt. Er ist derzeit mit den Toten Hosen, die gerade ihr 40-Jähriges feierten, auf großer Jubiläumstournee, am 24. und 25. Juni in der Heimatstadt Düsseldorf.


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