Demos mit unterschiedlicher Sicht auf den Ukraine-Krieg Der Ukraine-Krieg hat am Sonntag in Köln Tausende Menschen aus ganz unterschiedlichen Beweggründen auf die Straße gebracht. Am Vormittag gab es zunächst ein Motorradkorso durch Außenbezirke der Domstadt, bei dem nach Polizeiangaben rund 150 Menschen ihre Unterstützung für Russland zum Ausdruck brachten. Später sammelten sich rund 1000 Menschen in mehreren Hundert Fahrzeugen am Fühlinger See für einen Autokorso - unter ihnen waren viele Anhänger des russischen Staatschefs Wladimir Putin. Am späten Nachmittag wiederum fand eine Pro-Ukraine-Demonstration auf der Deutzer Werft statt, zu der 10.000 Menschen angemeldet waren. Die Polizei wollte tunlichst vermeiden, dass sich die Wege der beiden Gruppen kreuzten. Als gegen Mittag bekannt wurde, dass sich an einer Stelle der Pro-Moskau-Route 50 Menschen mit ukrainischen Fahnen positioniert hatten, verlegte die Polizei die Wegstrecke kurzerhand. Auf der Fahrt, die von einem Großaufgebot von Polizeiwagen begleitet wurde, kam es nach Polizeiangaben zu keinen außergewöhnlichen Vorkommnissen. Die Teilnehmer hatten Fahnen von Russland und von der Sowjetunion auf der Kühlerhaube oder Mitfahrer hielten sie aus dem Fenster. Auf Aufklebern und Transparenten forderten sie den Stopp deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine. Am Straßenrand waren kleine Gruppen von Gegendemonstranten, im Vorbeifahren kam es zu kurzen lautstarken Wortwechseln. «Wir haben bisher keine Hinweise auf größere Auseinandersetzungen oder Ausschreitungen», sagte eine Polizeisprecherin am späten Sonntagnachmittag. Vor Beginn der Versammlung nahmen die Beamten einen 49 Jahre alten Mann kurzzeitig in Gewahrsam, der mit einer ukrainischen Flagge zur Auftaktkundgebung vordringen wollte, wie die Polizei mitteilte. Am Abend ergänzte die Polizei, dass die Einsatzkräfte den Autokorso am Nachmittag kurzzeitig stoppten, «um mit Blick auf die Verkehrssicherheit erneut auf die Einhaltung der Auflagen hinzuweisen.» An einem anderen Ort in Köln - auf der Deutzer Werft - startete am Nachmittag eine pro-ukrainische Kundgebung, hier hatten die Veranstalter 10 000 Teilnehmer angemeldet. Das Gelände wurde zwar gut gefüllt, einer ersten Schätzung zufolge kamen aber weniger Menschen zu dem Friedensappell in Blau und Gelb als angemeldet waren. Nach Angaben der Polizei vom Sonntagabend nahmen über 2000 Menschen an der Kundgebung teil, die «bisher störungsfrei» verlaufen sei.

Demos mit unterschiedlicher Sicht auf den Ukraine-Krieg

Der Ukraine-Krieg hat am Sonntag in Köln Tausende Menschen aus ganz unterschiedlichen Beweggründen auf die Straße gebracht. Am Vormittag gab es zunächst ein Motorradkorso durch Außenbezirke der Domstadt, bei dem nach Polizeiangaben rund 150 Menschen ihre Unterstützung für Russland zum Ausdruck brachten. Später sammelten sich rund 1000 Menschen in mehreren Hundert Fahrzeugen am Fühlinger See für einen Autokorso - unter ihnen waren viele Anhänger des russischen Staatschefs Wladimir Putin. Am späten Nachmittag wiederum fand eine Pro-Ukraine-Demonstration auf der Deutzer Werft statt, zu der 10.000 Menschen angemeldet waren.

Die Polizei wollte tunlichst vermeiden, dass sich die Wege der beiden Gruppen kreuzten. Als gegen Mittag bekannt wurde, dass sich an einer Stelle der Pro-Moskau-Route 50 Menschen mit ukrainischen Fahnen positioniert hatten, verlegte die Polizei die Wegstrecke kurzerhand.

Auf der Fahrt, die von einem Großaufgebot von Polizeiwagen begleitet wurde, kam es nach Polizeiangaben zu keinen außergewöhnlichen Vorkommnissen. Die Teilnehmer hatten Fahnen von Russland und von der Sowjetunion auf der Kühlerhaube oder Mitfahrer hielten sie aus dem Fenster. Auf Aufklebern und Transparenten forderten sie den Stopp deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine. Am Straßenrand waren kleine Gruppen von Gegendemonstranten, im Vorbeifahren kam es zu kurzen lautstarken Wortwechseln. «Wir haben bisher keine Hinweise auf größere Auseinandersetzungen oder Ausschreitungen», sagte eine Polizeisprecherin am späten Sonntagnachmittag. Vor Beginn der Versammlung nahmen die Beamten einen 49 Jahre alten Mann kurzzeitig in Gewahrsam, der mit einer ukrainischen Flagge zur Auftaktkundgebung vordringen wollte, wie die Polizei mitteilte.

Am Abend ergänzte die Polizei, dass die Einsatzkräfte den Autokorso am Nachmittag kurzzeitig stoppten, «um mit Blick auf die Verkehrssicherheit erneut auf die Einhaltung der Auflagen hinzuweisen.»

An einem anderen Ort in Köln - auf der Deutzer Werft - startete am Nachmittag eine pro-ukrainische Kundgebung, hier hatten die Veranstalter 10 000 Teilnehmer angemeldet. Das Gelände wurde zwar gut gefüllt, einer ersten Schätzung zufolge kamen aber weniger Menschen zu dem Friedensappell in Blau und Gelb als angemeldet waren. Nach Angaben der Polizei vom Sonntagabend nahmen über 2000 Menschen an der Kundgebung teil, die «bisher störungsfrei» verlaufen sei.


Links
Das Mindener Tageblatt ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Copyright © Mindener Tageblatt 2022
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Mehr zum Thema