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Razzia in Clan-Milieu nach Überfall: Schmuck entdeckt Bei einer Razzia nach einem Juwelier-Überfall hat die Polizei im Duisburger Clan-Milieu Goldschmuck, Bargeld und Drogen entdeckt. Insgesamt neun Verdächtige wurden festgenommen und sollen nun dem Haftrichter vorgeführt werden. «Das war ein punktgenauer und schneller Schlag gegen die Clan-Kriminalität», sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. 160 Beamte seien am Mittwochmorgen im Einsatz gewesen, elf Wohnungen und ein türkisch-libanesischer Kulturverein seien durchsucht worden. An dem Einsatz waren eine spezielle Beweissicherungseinheit und Bargeld-Spürhunde beteiligt. Anlass war ein Raubüberfall auf einen Juwelier Mitte Oktober vergangenen Jahres. Bei dem Raub hatten drei Männer einen 58-jährigen Juwelier mit einer Schusswaffe bedroht und Goldschmuck im Wert von mehreren hunderttausend Euro gestohlen. Ein vierter Verdächtiger soll «Schmiere» gestanden haben. Seit Ende vergangenen Jahres hatte die Polizei mit Bildern aus Überwachungskameras nach insgesamt vier Verdächtigen gesucht. Sämtliche Festgenommenen seien polizeibekannt gewesen, sagte Reul. Neben fünf Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Überfall seien vier weitere Männer wegen Drogendelikten festgenommen worden. Sichergestellt wurde Goldschmuck, bei dem noch nicht feststeht, ob es sich um die Beute aus dem Überfall handelt, ein Mercedes, eine PTB-Waffe, 20.000 Euro Bargeld, über 1,5 Kilogramm Amphetamin und 100 Gramm Marihuana. Beweismittel fanden die Beamten sogar in der Fassade eines Hauses versteckt, in die sie dafür ein Loch stemmten. «Die Einrichtung der "Staatsanwälte vor Ort" zur Bekämpfung von Clankriminalität macht sich bezahlt», kommentierte NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU). «Mir ist nicht nur wichtig, dass die mutmaßlichen Täter bestraft werden, sondern dass wir ihnen auch das Geld wegnehmen.»
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Razzia in Clan-Milieu nach Überfall: Schmuck entdeckt

© Christoph Reichwein/dpa

Bei einer Razzia nach einem Juwelier-Überfall hat die Polizei im Duisburger Clan-Milieu Goldschmuck, Bargeld und Drogen entdeckt. Insgesamt neun Verdächtige wurden festgenommen und sollen nun dem Haftrichter vorgeführt werden. «Das war ein punktgenauer und schneller Schlag gegen die Clan-Kriminalität», sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. 160 Beamte seien am Mittwochmorgen im Einsatz gewesen, elf Wohnungen und ein türkisch-libanesischer Kulturverein seien durchsucht worden.

An dem Einsatz waren eine spezielle Beweissicherungseinheit und Bargeld-Spürhunde beteiligt. Anlass war ein Raubüberfall auf einen Juwelier Mitte Oktober vergangenen Jahres. Bei dem Raub hatten drei Männer einen 58-jährigen Juwelier mit einer Schusswaffe bedroht und Goldschmuck im Wert von mehreren hunderttausend Euro gestohlen. Ein vierter Verdächtiger soll «Schmiere» gestanden haben.

Seit Ende vergangenen Jahres hatte die Polizei mit Bildern aus Überwachungskameras nach insgesamt vier Verdächtigen gesucht. Sämtliche Festgenommenen seien polizeibekannt gewesen, sagte Reul. Neben fünf Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Überfall seien vier weitere Männer wegen Drogendelikten festgenommen worden.

Sichergestellt wurde Goldschmuck, bei dem noch nicht feststeht, ob es sich um die Beute aus dem Überfall handelt, ein Mercedes, eine PTB-Waffe, 20.000 Euro Bargeld, über 1,5 Kilogramm Amphetamin und 100 Gramm Marihuana. Beweismittel fanden die Beamten sogar in der Fassade eines Hauses versteckt, in die sie dafür ein Loch stemmten.

«Die Einrichtung der "Staatsanwälte vor Ort" zur Bekämpfung von Clankriminalität macht sich bezahlt», kommentierte NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU). «Mir ist nicht nur wichtig, dass die mutmaßlichen Täter bestraft werden, sondern dass wir ihnen auch das Geld wegnehmen.»


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