NRW setzt zahlreiche Zeichen der Solidarität mit der Ukraine Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ist für diesen Donnerstag eine Solidaritätskundgebung am Schadowplatz in Düsseldorf mit vielen Spitzenpolitikern geplant. Nach Angaben der Staatskanzlei wird auch Ministerpräsident Hendrik Wüst an der Kundgebung teilnehmen. Es wird erwartet, dass der Regierungschef sich dort ebenso äußern wird wie die Landesparteichefs von SPD und Grünen, Thomas Kutschaty und Mona Neubaur. Auch weitere Mitglieder des Landeskabinetts wollen an der Kundgebung teilnehmen. Organisiert wurde sie von privaten Bürgern sowie von der Ukraine verbundenen Kirchen und Vereinen. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte in der Nacht zum Donnerstag eine Militäroperation in den Regionen Donezk und Luhansk angeordnet. Wüst hatte am Morgen bereits auf Twitter die Solidarität Nordrhein-Westfalens mit der Ukraine unterstrichen. «Russland hat den Krieg zurück nach Europa gebracht. Wir verurteilen den Angriff auf die Ukraine aufs Schärfste», schrieb der NRW-Regierungschef. «Die Weltgemeinschaft muss jetzt unmissverständlich und deutlich reagieren». Auch Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) äußerte sich bestürzt über den Angriff Russlands auf die Ukraine. «Es ist ein Bruch des Völkerrechts und stellt unsere europäische Nachkriegsordnung in Frage. Eine entsetzliche Zuspitzung der Lage», so Stamp. «Generell gilt, dass Nordrhein-Westfalen sich immer solidarisch gegenüber Menschen in Not zeigt.» Kutschaty unterstrich in einer Mitteilung, auch NRW müsse Verantwortung übernehmen bei möglichen humanitären Folgen des Krieges. «Menschen in Not brauchen selbstverständlich unsere volle Unterstützung. Gemeinsam und geschlossen stehen wir an ihrer Seite.» Neben der Demonstration in Düsseldorf sind weitere Versammlungen in NRW angemeldet worden. Vor dem Russischen Generalkonsulat in Bonn trafen im Laufe des Mittags bereits erste Demonstrierende ein, die ukrainische Flaggen oder Transparente bei sich trugen, so ein dpa-Reporter vor Ort. Eine Kundgebung war dort, ebenso wie in Düsseldorf, für 17 Uhr geplant. Eine weitere war dort vor dem Alten Rathaus vorgesehen. In Köln hat die ukrainische Schauspielerin und Sängerin Mariana Sadovska für 14 Uhr zu einer Kundgebung am Neumarkt aufgerufen. «Ich weiß, es ist Karneval. Aber es ist nicht die Zeit zu feiern. Wir wollen alle unsere Lebensenergie in Wut und Empörung über Putin stecken - und dann wieder gemeinsam feiern, wenn Frieden ist», sagte die Musikerin der «Kölnischen Rundschau». Ebenfalls um 14 Uhr soll es eine #standwithukraine-Demo am Kölner Hauptbahnhof geben. Das Bistum Münster lud dazu ein, ab sofort jeden Abend um 18 Uhr eine Kerze zu entzünden und ins Fenster zu stellen. «Nach den schrecklichen Ereignissen in der Ukraine, dem Angriff Russlands, möchten wir mit der Aktion ein deutliches Zeichen für den Frieden und für unsere Solidarität mit den Menschen in der Ukraine setzen», erklärte das Bistum. Außerdem lud es für Donnerstagabend zum ökumenischen Friedensgebet in die Überwasserkirche.
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NRW setzt zahlreiche Zeichen der Solidarität mit der Ukraine

© Efrem Lukatsky/AP/dpa

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ist für diesen Donnerstag eine Solidaritätskundgebung am Schadowplatz in Düsseldorf mit vielen Spitzenpolitikern geplant. Nach Angaben der Staatskanzlei wird auch Ministerpräsident Hendrik Wüst an der Kundgebung teilnehmen. Es wird erwartet, dass der Regierungschef sich dort ebenso äußern wird wie die Landesparteichefs von SPD und Grünen, Thomas Kutschaty und Mona Neubaur. Auch weitere Mitglieder des Landeskabinetts wollen an der Kundgebung teilnehmen.

Organisiert wurde sie von privaten Bürgern sowie von der Ukraine verbundenen Kirchen und Vereinen. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte in der Nacht zum Donnerstag eine Militäroperation in den Regionen Donezk und Luhansk angeordnet.

Wüst hatte am Morgen bereits auf Twitter die Solidarität Nordrhein-Westfalens mit der Ukraine unterstrichen. «Russland hat den Krieg zurück nach Europa gebracht. Wir verurteilen den Angriff auf die Ukraine aufs Schärfste», schrieb der NRW-Regierungschef. «Die Weltgemeinschaft muss jetzt unmissverständlich und deutlich reagieren».

Auch Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) äußerte sich bestürzt über den Angriff Russlands auf die Ukraine. «Es ist ein Bruch des Völkerrechts und stellt unsere europäische Nachkriegsordnung in Frage. Eine entsetzliche Zuspitzung der Lage», so Stamp. «Generell gilt, dass Nordrhein-Westfalen sich immer solidarisch gegenüber Menschen in Not zeigt.»

Kutschaty unterstrich in einer Mitteilung, auch NRW müsse Verantwortung übernehmen bei möglichen humanitären Folgen des Krieges. «Menschen in Not brauchen selbstverständlich unsere volle Unterstützung. Gemeinsam und geschlossen stehen wir an ihrer Seite.»

Neben der Demonstration in Düsseldorf sind weitere Versammlungen in NRW angemeldet worden. Vor dem Russischen Generalkonsulat in Bonn trafen im Laufe des Mittags bereits erste Demonstrierende ein, die ukrainische Flaggen oder Transparente bei sich trugen, so ein dpa-Reporter vor Ort. Eine Kundgebung war dort, ebenso wie in Düsseldorf, für 17 Uhr geplant. Eine weitere war dort vor dem Alten Rathaus vorgesehen.

In Köln hat die ukrainische Schauspielerin und Sängerin Mariana Sadovska für 14 Uhr zu einer Kundgebung am Neumarkt aufgerufen. «Ich weiß, es ist Karneval. Aber es ist nicht die Zeit zu feiern. Wir wollen alle unsere Lebensenergie in Wut und Empörung über Putin stecken - und dann wieder gemeinsam feiern, wenn Frieden ist», sagte die Musikerin der «Kölnischen Rundschau». Ebenfalls um 14 Uhr soll es eine #standwithukraine-Demo am Kölner Hauptbahnhof geben.

Das Bistum Münster lud dazu ein, ab sofort jeden Abend um 18 Uhr eine Kerze zu entzünden und ins Fenster zu stellen. «Nach den schrecklichen Ereignissen in der Ukraine, dem Angriff Russlands, möchten wir mit der Aktion ein deutliches Zeichen für den Frieden und für unsere Solidarität mit den Menschen in der Ukraine setzen», erklärte das Bistum. Außerdem lud es für Donnerstagabend zum ökumenischen Friedensgebet in die Überwasserkirche.


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