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Innenstädte NRW-Städte wollen Landesförderung für Gratis-Brunnen Nordrhein-Westfalens Städte wollen angesichts des Klimawandels und der zunehmenden Trockenheit ihr Angebot kostenloser Trinkwasserbrunnen in Parks und Fußgängerzonen ausbauen. Für die Finanzierung fordern sie aber Hilfe vom Land. Bisher ist die Zahl der Brunnen sehr überschaubar: In Köln gibt es laut Städtetag NRW bisher 13 Trinkbrunnen, in Düsseldorf 8, in Dortmund immerhin 31. In ganz NRW waren es nach einer Abfrage des Landes 2019 rund 130 Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum. «Wir wollen mehr Trinkwasserstellen in den Städten schaffen. Sie werden nicht nur in Hitzeperioden gute Dienste leisten», sagte der Geschäftsführer des Städtetages, Helmut Dedy, der Deutschen Presse-Agentur. Brunnen leisteten einen «wichtigen Beitrag, um die Gesundheit der Menschen bei Hitze besser zu schützen». Bisher habe das Land NRW das Aufstellen von Trinkwasserbrunnen in den vergangenen zwei Jahren mit einem Förderprogramm unterstützt. «Wir erwarten, dass das Land diese Förderung fortführt», sagte Dedy. Am Mittwoch der vergangenen Woche (10.8.) hatte das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf verabschiedet, nach dem Städte und Kommunen bundesweit mehr Brunnen aufstellen sollen. Die Angebote sollen künftig standardmäßig zur öffentlichen Wasserversorgung zählen und für Städte und Gemeinden zur Pflicht werden. Über Zahl und Lage der Brunnen entscheiden demnach aber die Kommunen selbst. Deutschlandweit gibt es laut dem Bundesministerium mehr als 1300 öffentliche Trinkwasserbrunnen. In einem ersten Schritt sollten Städte und Gemeinden nun etwa 1000 zusätzliche Brunnen aufstellen, hieß es. Nordrhein-Westfalen hatte seit 2020 ein Landesprogramm zur Unterstützung der Klimaanpassung in Kommunen angeboten. Hierüber konnte eine Landesförderung für rund 110 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 12,5 Mio. Euro bewilligt werden. Gefördert wurden unter anderem die Entsiegelung befestigter Flächen, das Anlegen von Mulden oder Retentionsflächen zur Versickerung und Speicherung von Niederschlagswasser, das Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern sowie die Begrünung von Dächern und Fassaden - und laut Städtetag eben auch die Trinkwasser-Brunnen. Die Mittel für dieses Förderprogramm seien ausgeschöpft, teilte das NRW-Umweltministerium mit. Es bleibe aber Ziel, die Kommunen dabei zu unterstützen, klimaresilienter zu werden. «Deshalb wird das Umweltministerium auch in Zukunft im Rahmen von neuen Förderaufrufen Mittel für die Umsetzung investiver Maßnahmen zur Verfügung stellen», erklärte das Ministerium.
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Innenstädte

NRW-Städte wollen Landesförderung für Gratis-Brunnen

© Andreas Arnold/dpa/Symbolbild

Nordrhein-Westfalens Städte wollen angesichts des Klimawandels und der zunehmenden Trockenheit ihr Angebot kostenloser Trinkwasserbrunnen in Parks und Fußgängerzonen ausbauen. Für die Finanzierung fordern sie aber Hilfe vom Land. Bisher ist die Zahl der Brunnen sehr überschaubar: In Köln gibt es laut Städtetag NRW bisher 13 Trinkbrunnen, in Düsseldorf 8, in Dortmund immerhin 31. In ganz NRW waren es nach einer Abfrage des Landes 2019 rund 130 Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum.

«Wir wollen mehr Trinkwasserstellen in den Städten schaffen. Sie werden nicht nur in Hitzeperioden gute Dienste leisten», sagte der Geschäftsführer des Städtetages, Helmut Dedy, der Deutschen Presse-Agentur. Brunnen leisteten einen «wichtigen Beitrag, um die Gesundheit der Menschen bei Hitze besser zu schützen». Bisher habe das Land NRW das Aufstellen von Trinkwasserbrunnen in den vergangenen zwei Jahren mit einem Förderprogramm unterstützt. «Wir erwarten, dass das Land diese Förderung fortführt», sagte Dedy.

Am Mittwoch der vergangenen Woche (10.8.) hatte das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf verabschiedet, nach dem Städte und Kommunen bundesweit mehr Brunnen aufstellen sollen. Die Angebote sollen künftig standardmäßig zur öffentlichen Wasserversorgung zählen und für Städte und Gemeinden zur Pflicht werden. Über Zahl und Lage der Brunnen entscheiden demnach aber die Kommunen selbst.

Deutschlandweit gibt es laut dem Bundesministerium mehr als 1300 öffentliche Trinkwasserbrunnen. In einem ersten Schritt sollten Städte und Gemeinden nun etwa 1000 zusätzliche Brunnen aufstellen, hieß es.

Nordrhein-Westfalen hatte seit 2020 ein Landesprogramm zur Unterstützung der Klimaanpassung in Kommunen angeboten. Hierüber konnte eine Landesförderung für rund 110 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 12,5 Mio. Euro bewilligt werden. Gefördert wurden unter anderem die Entsiegelung befestigter Flächen, das Anlegen von Mulden oder Retentionsflächen zur Versickerung und Speicherung von Niederschlagswasser, das Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern sowie die Begrünung von Dächern und Fassaden - und laut Städtetag eben auch die Trinkwasser-Brunnen.

Die Mittel für dieses Förderprogramm seien ausgeschöpft, teilte das NRW-Umweltministerium mit. Es bleibe aber Ziel, die Kommunen dabei zu unterstützen, klimaresilienter zu werden. «Deshalb wird das Umweltministerium auch in Zukunft im Rahmen von neuen Förderaufrufen Mittel für die Umsetzung investiver Maßnahmen zur Verfügung stellen», erklärte das Ministerium.


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