Ministerin zu Krieg: Lebensmittelversorgung in NRW sicher Ungeachtet des russischen Krieges gegen die Ukraine ist die Lebensmittelversorgung in Nordrhein-Westfalen nach Angaben von Agrarministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) gesichert. «Es gibt weder aktuell noch mittelfristig Hinweise auf Engpässe der Versorgung in Nordrhein-Westfalen», sagte die Ministerin am Donnerstag in Düsseldorf. Der Krieg könnte allerdings in anderen Regionen der Welt gravierende Folgen für die Nahrungsmittelversorgung haben. «Hier sehe ich es als unsere humanitäre Verpflichtung, auch diese Länder solidarisch zu unterstützen», sagte die CDU-Politikerin. «Weltweite Solidarität ist gefordert, um Hungersnöte zu verhindern.» An diesem Freitag beraten die Agrarministerinnen und Agrarminister der G7-Staaten über die Folgen des Ukraine-Krieges. Die weltweite Nahrungsmittelversorgung ist nach Angaben von Heinen-Esser vor allem aufgrund der großen Exportbedeutung Russlands und der Ukraine bei Getreide, Mais und Düngemitteln betroffen. Russland und die Ukraine hatten laut Ministerium zusammen im Jahr 2021 einen Anteil von 29 Prozent am weltweiten Weizenhandel (Russland 17 Prozent, Ukraine 12 Prozent). Bei Sonnenblumenöl betrage ihr Anteil am weltweiten Export fast 80 Prozent. Russland und die Ukraine beliefern vor allem den Nahen Osten sowie Nord- und Ostafrika. Infolge des Krieges seien die Preise an den Märkten für landwirtschaftliche Rohstoffe und Produkte in den vergangenen Tagen teils sprunghaft gestiegen, sagte Heinen-Esser. So liege der Preis für Brotweizen an der Pariser Börse erstmals bei über 400 Euro pro Tonne (Juli 2021: 184 Euro/Tonne). Auch die Preise für Raps und Mais hätten sich sprunghaft nach oben entwickelt. Der Preis für Schweinefleisch zeige ebenfalls deutlich steigende Tendenzen auf. Während die EU und Deutschland einen hohen Selbstversorgungsgrad mit Brotgetreide, Kartoffeln, Zucker und tierischen Produkten aufweisen, könnten sich die Kriegsfolgen unmittelbar auf die Ernährungssituation in Nordafrika, der Türkei und asiatischen Ländern als Hauptimporteure von russischem und ukrainischen Weizen auswirken, warnte Heinen-Esser. Experten befürchten in Deutschland eine Verteuerung von Futter- und Lebensmitteln aufgrund der steigenden Preise etwa für Stickstoffdünger und Sprit für landwirtschaftliche Betriebe. Erste Hersteller wie der Fleischkonzern Tönnies berichteten von einer massiven Störung sämtlicher bestehender Geschäftsgrundlagen, berichtete die «Lebensmittel Zeitung» online. Sie öffneten aufgrund höherer Gewalt die Kontrakte und passten die Preise an. Als zusätzliche Folge des Krieges werde auch der Ausfall ukrainischer Fahrer genannt.

Ministerin zu Krieg: Lebensmittelversorgung in NRW sicher

© Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Ungeachtet des russischen Krieges gegen die Ukraine ist die Lebensmittelversorgung in Nordrhein-Westfalen nach Angaben von Agrarministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) gesichert. «Es gibt weder aktuell noch mittelfristig Hinweise auf Engpässe der Versorgung in Nordrhein-Westfalen», sagte die Ministerin am Donnerstag in Düsseldorf. Der Krieg könnte allerdings in anderen Regionen der Welt gravierende Folgen für die Nahrungsmittelversorgung haben. «Hier sehe ich es als unsere humanitäre Verpflichtung, auch diese Länder solidarisch zu unterstützen», sagte die CDU-Politikerin. «Weltweite Solidarität ist gefordert, um Hungersnöte zu verhindern.» An diesem Freitag beraten die Agrarministerinnen und Agrarminister der G7-Staaten über die Folgen des Ukraine-Krieges.

Die weltweite Nahrungsmittelversorgung ist nach Angaben von Heinen-Esser vor allem aufgrund der großen Exportbedeutung Russlands und der Ukraine bei Getreide, Mais und Düngemitteln betroffen. Russland und die Ukraine hatten laut Ministerium zusammen im Jahr 2021 einen Anteil von 29 Prozent am weltweiten Weizenhandel (Russland 17 Prozent, Ukraine 12 Prozent). Bei Sonnenblumenöl betrage ihr Anteil am weltweiten Export fast 80 Prozent. Russland und die Ukraine beliefern vor allem den Nahen Osten sowie Nord- und Ostafrika.

Infolge des Krieges seien die Preise an den Märkten für landwirtschaftliche Rohstoffe und Produkte in den vergangenen Tagen teils sprunghaft gestiegen, sagte Heinen-Esser. So liege der Preis für Brotweizen an der Pariser Börse erstmals bei über 400 Euro pro Tonne (Juli 2021: 184 Euro/Tonne). Auch die Preise für Raps und Mais hätten sich sprunghaft nach oben entwickelt. Der Preis für Schweinefleisch zeige ebenfalls deutlich steigende Tendenzen auf.

Während die EU und Deutschland einen hohen Selbstversorgungsgrad mit Brotgetreide, Kartoffeln, Zucker und tierischen Produkten aufweisen, könnten sich die Kriegsfolgen unmittelbar auf die Ernährungssituation in Nordafrika, der Türkei und asiatischen Ländern als Hauptimporteure von russischem und ukrainischen Weizen auswirken, warnte Heinen-Esser.

Experten befürchten in Deutschland eine Verteuerung von Futter- und Lebensmitteln aufgrund der steigenden Preise etwa für Stickstoffdünger und Sprit für landwirtschaftliche Betriebe. Erste Hersteller wie der Fleischkonzern Tönnies berichteten von einer massiven Störung sämtlicher bestehender Geschäftsgrundlagen, berichtete die «Lebensmittel Zeitung» online. Sie öffneten aufgrund höherer Gewalt die Kontrakte und passten die Preise an. Als zusätzliche Folge des Krieges werde auch der Ausfall ukrainischer Fahrer genannt.


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