Langer Tanz in den Mai: Bochum feiert Klassenverbleib Von Heinz Büse, dpa Der Tanz in den Mai ging erst in den frühen Morgenstunden zu Ende. Spontan und ausgelassen feierten die Bochumer Profis im heimischen Kneipenviertel Bermuda-Dreieck den Bundesliga-Verbleib. Das überraschende 4:3 (2:2) beim Reviernachbarn Borussia Dortmund, mit dem der Aufsteiger sein Saisonziel auch ohne fremde Schützenhilfe erreichte, verstärkte die Lust auf eine krachende Party. «Es ist die Krönung der Saison, wenn du mit einem Sieg beim BVB den Klassenerhalt klar machst», kommentierte der sichtlich gerührte Trainer Thomas Reis, «wir haben ganz Bochum stolz gemacht». Überwältigt vom famosen Auftritt vor über 80.000 Zuschauern in Dortmund hatte der Fußball-Lehrer seinen Spielern schon kurz nach dem Schlusspfiff Grünes Licht für eine lange Nacht gegeben: «Die Jungs dürfen heute machen, was sie wollen. Und ich muss ja auch nicht alles wissen. Sie haben etwas sehr, sehr Großes geleistet in dieser Saison.» Ähnlich euphorisch kommentierte Sport-Geschäftführer Sebastian Schindzielorz das Happy End im Abstiegskampf nach Toren von Sebastian Polter (3.), Gerrit Holtmann (8.), Jürgen Locadia (81.) und Milos Pantovic (86./Handelfmeter): «Nicht so schlecht dafür, dass vor der Saison alle prognostiziert haben, dass wir direkt wieder absteigen. Wir haben gegen alle Widerstände angekämpft und verdient die Klasse gehalten.» Es passt ins Bild einer Mannschaft mit viel Mentalität, dass sich eine deutliche Niederlage als Schlüsselerlebnis auf dem Weg Richtung Rettung erwies. Nach dem 0:7 am 5. Spieltag Mitte September beim FC Bayern rangierte der VfL mit nur drei Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und galt neben Mitaufsteiger Greuther Fürth als sicherer Abstiegskandidat. «Aus vielen Rückschlägen in dieser Saison sind wir immer stärker hervorgekommen», kommentierte Mittelfeldspieler Pantovic. Die erstaunliche Metamorphose des Teams bekamen selbst die beiden Branchenführer aus München (2:4) und nun Dortmund zu spüren. Dass die Bochumer acht ihrer 18 Rückrundentore ausgerechnet gegen die beiden Topteams erzielten und ihnen ansonsten in keinem Saisonspiel mehr als drei Tore gelangen, gehört zu den Kuriositäten der Spielzeit. Mit ähnlicher Ausdauer wie zuvor auf dem Rasen starteten die Profis in den Partymarathon. «Wann hat der Trainer das Training angesetzt? Dienstag?, erkundigte sich Torschütze Pantovic. Schmunzelnd fügte er an: «Ich weiß nicht, ob wir das schaffen.»
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Langer Tanz in den Mai: Bochum feiert Klassenverbleib

© Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Der Tanz in den Mai ging erst in den frühen Morgenstunden zu Ende. Spontan und ausgelassen feierten die Bochumer Profis im heimischen Kneipenviertel Bermuda-Dreieck den Bundesliga-Verbleib. Das überraschende 4:3 (2:2) beim Reviernachbarn Borussia Dortmund, mit dem der Aufsteiger sein Saisonziel auch ohne fremde Schützenhilfe erreichte, verstärkte die Lust auf eine krachende Party. «Es ist die Krönung der Saison, wenn du mit einem Sieg beim BVB den Klassenerhalt klar machst», kommentierte der sichtlich gerührte Trainer Thomas Reis, «wir haben ganz Bochum stolz gemacht».

Überwältigt vom famosen Auftritt vor über 80.000 Zuschauern in Dortmund hatte der Fußball-Lehrer seinen Spielern schon kurz nach dem Schlusspfiff Grünes Licht für eine lange Nacht gegeben: «Die Jungs dürfen heute machen, was sie wollen. Und ich muss ja auch nicht alles wissen. Sie haben etwas sehr, sehr Großes geleistet in dieser Saison.»

Ähnlich euphorisch kommentierte Sport-Geschäftführer Sebastian Schindzielorz das Happy End im Abstiegskampf nach Toren von Sebastian Polter (3.), Gerrit Holtmann (8.), Jürgen Locadia (81.) und Milos Pantovic (86./Handelfmeter): «Nicht so schlecht dafür, dass vor der Saison alle prognostiziert haben, dass wir direkt wieder absteigen. Wir haben gegen alle Widerstände angekämpft und verdient die Klasse gehalten.»

Es passt ins Bild einer Mannschaft mit viel Mentalität, dass sich eine deutliche Niederlage als Schlüsselerlebnis auf dem Weg Richtung Rettung erwies. Nach dem 0:7 am 5. Spieltag Mitte September beim FC Bayern rangierte der VfL mit nur drei Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und galt neben Mitaufsteiger Greuther Fürth als sicherer Abstiegskandidat. «Aus vielen Rückschlägen in dieser Saison sind wir immer stärker hervorgekommen», kommentierte Mittelfeldspieler Pantovic.

Die erstaunliche Metamorphose des Teams bekamen selbst die beiden Branchenführer aus München (2:4) und nun Dortmund zu spüren. Dass die Bochumer acht ihrer 18 Rückrundentore ausgerechnet gegen die beiden Topteams erzielten und ihnen ansonsten in keinem Saisonspiel mehr als drei Tore gelangen, gehört zu den Kuriositäten der Spielzeit. Mit ähnlicher Ausdauer wie zuvor auf dem Rasen starteten die Profis in den Partymarathon. «Wann hat der Trainer das Training angesetzt? Dienstag?, erkundigte sich Torschütze Pantovic. Schmunzelnd fügte er an: «Ich weiß nicht, ob wir das schaffen.»


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