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Verteidigung Lambrecht: Rolle der europäischen Rüstungsagentur ausbauen Verteidigungsministerin Christine Lambrecht will die in Bonn ansässige europäische Rüstungsagentur Occar zum zentralen Instrument für die künftige Kooperation weiterentwickeln. Ziel sei es, den Nutzerkreis auf alle EU-Staaten zu erweitern und die Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission voranzutreiben, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag auf dem Petersberg bei einem Festakt zum 20-jährigen Bestehen der Agentur. Im kommenden Jahr soll der Deutsche Joachim Sucker als Direktor die Führung der Organisation übernehmen. Er ist aktuell Unterabteilungsleiter im Verteidigungsministerium. Lambrecht bekräftigte die Bedeutung der Agentur als eigenständige internationale Organisation und unabhängiges Bindeglied zwischen Staaten, EU und Nato bei der gemeinsamen Beschaffung von Militärgerät und Waffen. «Russlands brutaler Angriffskrieg gegen die Ukraine hat uns eine lange verdrängte Tatsache schmerzlich vor Augen geführt: Wer in Freiheit und Demokratie leben will, braucht militärische Stärke, um diese Freiheit zu schützen», sagte sie laut Redemanuskript. Sicherheit in Europa könne nur gemeinsame Sicherheit sein. «Kein Land kann das mehr alleine stemmen. Kein Land kann - und darf! - mit Alleingängen Sicherheit herstellen», sagte Lambrecht. «Doch mehr Geld alleine führt nicht zwangsläufig zu einem wehrhafteren Europa. Wir müssen es auch schaffen, aus den Mitteln das Beste herauszuholen.»
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Lambrecht: Rolle der europäischen Rüstungsagentur ausbauen

© Marius Becker/dpa

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht will die in Bonn ansässige europäische Rüstungsagentur Occar zum zentralen Instrument für die künftige Kooperation weiterentwickeln. Ziel sei es, den Nutzerkreis auf alle EU-Staaten zu erweitern und die Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission voranzutreiben, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag auf dem Petersberg bei einem Festakt zum 20-jährigen Bestehen der Agentur. Im kommenden Jahr soll der Deutsche Joachim Sucker als Direktor die Führung der Organisation übernehmen. Er ist aktuell Unterabteilungsleiter im Verteidigungsministerium.

Lambrecht bekräftigte die Bedeutung der Agentur als eigenständige internationale Organisation und unabhängiges Bindeglied zwischen Staaten, EU und Nato bei der gemeinsamen Beschaffung von Militärgerät und Waffen. «Russlands brutaler Angriffskrieg gegen die Ukraine hat uns eine lange verdrängte Tatsache schmerzlich vor Augen geführt: Wer in Freiheit und Demokratie leben will, braucht militärische Stärke, um diese Freiheit zu schützen», sagte sie laut Redemanuskript.

Sicherheit in Europa könne nur gemeinsame Sicherheit sein. «Kein Land kann das mehr alleine stemmen. Kein Land kann - und darf! - mit Alleingängen Sicherheit herstellen», sagte Lambrecht. «Doch mehr Geld alleine führt nicht zwangsläufig zu einem wehrhafteren Europa. Wir müssen es auch schaffen, aus den Mitteln das Beste herauszuholen.»


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