Kirchen fordern: Einmarsch in Ukraine beenden Führende Kirchenvertreter haben nach dem Einmarsch der russischen Armee in der Ukraine eine «sofortige Beendigung der Invasion» gefordert. Das teilten die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz am Donnerstag gemeinsam mit. Zugleich appellierten sie an alle Beteiligten des Konflikts, das Völkerrecht zu beachten und sich konkret um Frieden zu bemühen. «Wir sind erschüttert über die aktuelle Entwicklung und rufen die Russische Föderation dazu auf, weitere Aggressionen zu unterlassen», hieß es in einer Erklärung der beiden großen Kirchen. Weiter hieß es: «Russland muss die militärischen Angriffe unverzüglich stoppen und die territoriale Integrität der Ukraine vollumfänglich anerkennen. Der Angriff Russlands auf die Ukraine gefährdet das Friedensprojekt Europa.» Die Ratsvorsitzende der EKD, Präses Annette Kurschus, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, trafen sich am Donnerstag in Bonn anlässlich des Antrittsbesuchs der im November 2021 neu gewählten Ratsvorsitzenden. Kurschus und Bätzling begannen ihre erste Begegnung mit einem ökumenischen Friedensgebet. Man wisse sich «ökumenisch in dieser angespannten politischen Lage besonders miteinander verbunden» und sei in Gedanken bei den Menschen in der Ukraine. Das Land mit seinem reichen Kulturerbe habe ein Recht auf nationale Selbstbestimmung, die nun mit Füßen getreten werde. «Als Christen glauben wir, dass Frieden möglich ist und verschlossene Türen wieder geöffnet werden können», erklärten Kurschus und Bätzing unisono. Gemeinsam riefen sie Christinnen und Christen in Deutschland auf, «für die Opfer der Gewalt und mit ihnen zu beten». Kurschus hatte sich schon zuvor «erschüttert und sprachlos» über den Angriff auf die Ukraine gezeigt. «Unsere Gedanken und Gebete sind mit den Menschen die nun um Leib und Leben fürchten und die erleben, wie Leid und Tod in ihre Städte und Dörfer einziehen», teilte sie mit. «Grenzen zwischen Ländern werden verschoben, die Souveränität von Nationen wird missachtet, Völkerrecht wird gebrochen und der Friede auf unserem Kontinent aufs Spiel gesetzt.» Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck rief zum Gebet für die Ukrainer auf, «die gerade schreckliche Ängste ausstehen und oft um ihr Leben fürchten müssen», wie der Ruhrbischof laut einer Mitteilung sagte. «Beten wir gemeinsam für sie und für alle, die in diesen Stunden alles Menschenmögliche versuchen, um eine weitere Eskalation zu verhindern.» Kurschus und Bätzing sprachen bei ihrem Treffen auch über den dritten Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt, der weitgehend digital stattfand. Gleichwohl sei er inmitten der Pandemie «ein starkes Zeichen christlicher Präsenz in der Gesellschaft». Man werde den dort begonnenen Dialog fortsetzen und sowohl Katholikentage als auch evangelische Kirchentage noch erkennbarer in ökumenischer Verbundenheit feiern, hieß es.

Kirchen fordern: Einmarsch in Ukraine beenden

© Efrem Lukatsky/AP/dpa

Führende Kirchenvertreter haben nach dem Einmarsch der russischen Armee in der Ukraine eine «sofortige Beendigung der Invasion» gefordert. Das teilten die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz am Donnerstag gemeinsam mit. Zugleich appellierten sie an alle Beteiligten des Konflikts, das Völkerrecht zu beachten und sich konkret um Frieden zu bemühen. «Wir sind erschüttert über die aktuelle Entwicklung und rufen die Russische Föderation dazu auf, weitere Aggressionen zu unterlassen», hieß es in einer Erklärung der beiden großen Kirchen.

Weiter hieß es: «Russland muss die militärischen Angriffe unverzüglich stoppen und die territoriale Integrität der Ukraine vollumfänglich anerkennen. Der Angriff Russlands auf die Ukraine gefährdet das Friedensprojekt Europa.» Die Ratsvorsitzende der EKD, Präses Annette Kurschus, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, trafen sich am Donnerstag in Bonn anlässlich des Antrittsbesuchs der im November 2021 neu gewählten Ratsvorsitzenden. Kurschus und Bätzling begannen ihre erste Begegnung mit einem ökumenischen Friedensgebet.

Man wisse sich «ökumenisch in dieser angespannten politischen Lage besonders miteinander verbunden» und sei in Gedanken bei den Menschen in der Ukraine. Das Land mit seinem reichen Kulturerbe habe ein Recht auf nationale Selbstbestimmung, die nun mit Füßen getreten werde. «Als Christen glauben wir, dass Frieden möglich ist und verschlossene Türen wieder geöffnet werden können», erklärten Kurschus und Bätzing unisono. Gemeinsam riefen sie Christinnen und Christen in Deutschland auf, «für die Opfer der Gewalt und mit ihnen zu beten».

Kurschus hatte sich schon zuvor «erschüttert und sprachlos» über den Angriff auf die Ukraine gezeigt. «Unsere Gedanken und Gebete sind mit den Menschen die nun um Leib und Leben fürchten und die erleben, wie Leid und Tod in ihre Städte und Dörfer einziehen», teilte sie mit. «Grenzen zwischen Ländern werden verschoben, die Souveränität von Nationen wird missachtet, Völkerrecht wird gebrochen und der Friede auf unserem Kontinent aufs Spiel gesetzt.»

Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck rief zum Gebet für die Ukrainer auf, «die gerade schreckliche Ängste ausstehen und oft um ihr Leben fürchten müssen», wie der Ruhrbischof laut einer Mitteilung sagte. «Beten wir gemeinsam für sie und für alle, die in diesen Stunden alles Menschenmögliche versuchen, um eine weitere Eskalation zu verhindern.»

Kurschus und Bätzing sprachen bei ihrem Treffen auch über den dritten Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt, der weitgehend digital stattfand. Gleichwohl sei er inmitten der Pandemie «ein starkes Zeichen christlicher Präsenz in der Gesellschaft». Man werde den dort begonnenen Dialog fortsetzen und sowohl Katholikentage als auch evangelische Kirchentage noch erkennbarer in ökumenischer Verbundenheit feiern, hieß es.


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